DEB-Nachwuchs (Landshut/Kaufbeuren/PM) Die U18-Weltmeisterschaft der Eishockey-Junioren wird vom 23. April bis 01. Mai 2022 in Landshut und Kaufbeuren ausgespielt. Statt der ursprünglich geplanten zehn, werden nun acht Teams in zwei, neu gesetzten, Gruppen um den Weltmeistertitel kämpfen.

( Foto eishockey-online.com / Archiv )
Das Team von U18-Bundestrainer Alexander Dück trifft demzufolge in Gruppe A in Landshut auf Titelverteidiger Kanada, Rekord-Titelträger USA und Nachbarland Tschechien. In Gruppe B stehen sich Finnland, Schweden, die Schweiz und Lettland gegenüber.
Der Turnierverlauf wird nach der Gruppenphase angepasst und es wird ein Viertelfinale eingeführt in dem die Gruppen über Kreuz die Halbfinalteilnehmer ausspielen. Am Wochenende 30. April/01. Mai 2022 werden in Landshut dann jeweils die Halbfinal- und Finalspiele ausgetragen. Aufgrund der zwei freien Plätze in der Top Division wird es bei dieser U18-WM keinen Absteiger geben.
Der Ticketvorverkauf für das Turnier startet am 01. April 2022 über das DEB-Ticketportal (https://www.deb-online.de/tickets).
Die Gruppen
Gruppe A (Fanatec Arena Landshut): Kanada (1. nach Setzliste/Can), USA (4), Tschechien (5/CZE), Deutschland (8/GER)
Gruppe B (Erdgas Schwaben Arena Kaufbeuren): Schweden (2/SWE), Finnland (3/FIN), Schweiz (6/SUI), Lettland (7/LAT)
Der Spielplan : https://www.deb-online.de/wp-content/uploads/2022/03/IIHF-U18-WM-Spielplan.pdf
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www.eishockey-deutschland.info - Alle Eishockey Weltmeisterschaften, Olympische Spiele seit 1910 bis heute.
DEB-Nationalmannschaft (PM) Bundestrainer Toni Söderholm bleibt langfristig hauptverantwortlich für die Nationalmannschaft der Männer beim Deutschen Eishockey-Bund e. V. (DEB). Der 43-jährige Finne verlängerte seinen Vertrag um vier Jahre bis 2026.

( Foto eishockey-online.com / Archiv )
DEB-Präsident Franz Reindl: „Das ist eine richtungsweisende und für den DEB sportlich, aber auch darüber hinaus, extrem wichtige Personalentscheidung. Wir freuen uns darauf, die mit Toni Söderholm begonnene Mission im olympischen Zyklus fortzuführen. Er ist ein allseits respektierter, anerkannter Trainer, mit dem unsere Nationalspieler zielgerichtet zusammenarbeiten.“
Bundestrainer Toni Söderholm: „Ich freue mich über das Vertrauen und die weitere Zusammenarbeit. Unsere Konzentration gilt jetzt der WM-Vorbereitung und der Weltmeisterschaft in Helsinki. Wir wollen die nächsten Schritte mit dem deutschen Eishockey gehen.”
DEB-Sportdirektor Christian Künast: „Mit Toni Söderholm konnten wir die Entwicklung der Nationalmannschaft fortsetzen. Wir werden diesen eingeschlagenen Weg weitergehen. Ich freue mich persönlich sehr auf die weitere Zusammenarbeit.“
Söderholm ist seit 01. Januar 2019 verantwortlich für die DEB-Auswahl. Bei seiner ersten Weltmeisterschaft 2019 qualifizierte sich das Team für das Viertelfinale und wurde am Ende Sechster. 2021 dann folgte der Einzug ins Halbfinale und am Ende Rang 4. 2021 gewann das DEB-Team mit ihm den Deutschland-Cup.
Als Spieler nahm er selbst dreimal mit Finnland an Weltmeisterschaften teil und gewann dabei 2007 die Silbermedaille mit der Auswahl seines Heimatlandes.
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PENNY-DEL (Mannheim/MH) Nach dem ersten deutlichen Sieg der Adler nach dem Trainerwechsel gegen Krefeld, stand heute mit Wolfsburg eines der aktuellen Top Teams in der Arena als Gegner auf dem Eis. Die Wolfsburger wollten natürlich den zweiten Tabellenrang verteidigen und hatten nur 3 Niederlagen in den letzten 10 Spielen. Der Gastgeber dagegen steht im Fernduell mit Straubing um Platz vier unter Druck, um sich doch noch das Heimrecht für die erste Playoff Runde zu holen.

( Foto City-press )
Schon früh in der Begegnung musste Endras gegen Möser seine Fanghand auspacken, um den Rückstand zu verhindern. Wolfsburg begann stark und schoss Endras in den ersten Spielminuten förmlich warm. Neun zu Null Schüsse hieß es für die Gäste nach acht gespielten Minuten. Der erste Schuss von Torjäger Rendulic war so etwas wie ein Startschuss der Adler. Nun nahm auch Mannheim am Spiel teil und hatte eine kleine Druckphase. Schon der zweite Torschuss landete im Netz. Holzer zog mit dem Puck nach innen und traf per Handgelenkschuss zur etwas überraschenden Führung. Die Grizzlys antworteten mit wütenden Angriffen, doch die Adler waren nun wesentlich besser und konzentrierte im Spiel. Nur wenige Schüsse fanden den Weg bis zu Endras hindurch. Spielerisch war es Mannheim nun möglich gleichwertig zu agieren, allerdings ohne Torchancen zu kreieren. Erst Melart 135 Sekunden vor der Pause konnte den dritten Torschuss auf Strahlmeier anbringen. Der Club aus der Autostadt zeigte wieso sie auf Platz zwei standen und hatten die Partie bis auf den Gegentreffer im Griff. Dennoch ging es mit einem Rückstand in die erste Pause.
Auch im zweiten Drittel kamen die Gäste besser aus der Kabine, wurden dann aber von einer Strafe jäh gestoppt, so dass die Kurpfälzer zu ihrem ersten Powerplay kamen. Die Überzahl verstrich ohne großartige Gelegenheiten. Mannheim tat sich nach wie vor schwer. Mit der kompakten Spielweise in der neutralen Zone, war es schwer für Bill Stewarts Team mit entsprechendem Tempo in die gegnerische Zone zu kommen. In der 26. Spielminute hatten Eisenschmid und Wohlgemuth bei einem zwei auf eins Konter die große Gelegenheit auf den zweiten Treffer, den Strahlmeier mit einer großartigen Parade verhinderte. Endras auf der anderen Seite war immer wieder bei diversen Schüssen gefordert, welche sich allerdings nicht als große Herausforderung bewiesen. Das Schussverhältnis zur Mitte des Spieles betrug 21 zu 9 für die Gäste aus dem Norden. Die nächste Gelegenheit durch Endelund bei einer zwei gegen eins Gelegenheit wurde ebenfalls vergeben. Plötzlich fiel der Ausgleichstreffer. Gaudet bekam im hohen Slot den Puck von Machacek, nachdem Bittner in der Ecke den Puck von Reul eroberte. Gaudet zog direkt ab und überwand so Endras zum 1:1. Zum Abschluss des Drittel gab es noch einmal ein Powerplay für die Grizzlys. Zunächst war es Holzer der in Unterzahl an Strahlmeier scheiterte ehe Endras einige Male Sekunden vor dem Ende gegen Fauser und Gaudet gefordert war.
Zu Beginn des dritten Drittels war auf beiden Seiten das körperspiel im Vordergrund, wodurch das Spiel etwas litt, da viele Scheibenverluste das Bild prägten. Die erste Gelegenheit tat sich nach einem Schuss von Larkin auf, als der Puck im Torraum nach der Strahlmeier Parade frei liegen blieb, jedoch kein Adler Spieler dem Puck den entscheidenden Stoß ins Tor geben konnte ehe Strahlmeier den Puck schlussendlich sicherte. Kurz darauf vergaben Fauser und DeSousa erneut eine gute zwei gegen eins Situation. Dennoch gab es immerhin ein weiteres Powerplay für die Gäste, welches wieder vergeben wurde. Das Spiel war in dieser Phase etwas offener als in den vergangen beiden Dritteln. Die Intensität nahm gegen Ende des Spieles immer mehr zu was der Stimmung in der Arena nicht schadete. Neun Minuten vor dem Ende gab es für 101 Sekunden eine doppelte Überzahl für die Adler Mannheim. Dawes, Iskhakov, Plachta, Melart und Lehtivuori vergaben zunächst. Am Ende war es der junge Iskhakov, der aus dem Gewühl heraus die Scheibe über die Linie brachte. Alles noch bei 5 auf 3. Kurz danach gab es erneut eine Strafe gegen die Grizzlys. Erneut hieß es 5 gegen 3 und wieder nutzten die Gastgeber die Möglichkeit. Rendulic zog in bekannter Manier nach Bullygewinn ab und der Puck schlug im Netz ein. Obwohl Wolfsburg über lange Strecken des Spieles die bessere Mannschaft war, lagen sie durch diverse Strafen nun mit 1:3 in Rückstand. Zwei Minuten vor dem Ende nahm Mike Stewart seinen Torhüter vom Eis, um das Unmögliche möglich zu machen. Nur Sekunden später schoss Plachta von der eigenen blauen Linie das 4:1 ins leere Tor. In den letzten Sekunden der Partie geschah nichts mehr, so dass Mannheim zwar die drei Punkte einsackte aber durch den zeitgleichen Sieg der Straubing Tigers keine Chance mehr auf Platz 4 hat.
Tore
1:0 Holzer (Szwarz, Krämmer)
1:1 Gaudet (Machacek, Bittner)
2:1 Iskhakov (Desjardins, Lehtivuori) PP
3:1 Rendulic (Melart, Dawes) PP
4:1 Plachta EN
Aktuelle Tabelle
Deutsche Eishockey Liga (PENNY-DEL)
Die Deutsche Eishockey Liga (PENNY-DEL) ist die höchste deutsche Eishockey-Spielklasse und wurde im Jahr 1994 gegründet. Am Spielbetrieb nehmen 15 Proficlubs (Kapitalgesellschaften) teil und der aktuelle DEL-Rekordmeister sind die Eisbären Berlin mit 8 Meisterschaften.
Mehr Informationen über die Deutsche Eishockey Liga erhalten Sie unter www.eishockey-statistiken.de

PENNY-DEL (Ingolstadt/HG) In der Saturn-Arena empfingen die Panther aus Ingolstadt nur 24 Stunden nach dem ersten Auftritt erneut die Steelers aus Bietigheim zum Back-to-Back Nachholspiel des 35. Spieltages. Ingolstadt befand sich tabellarisch auf Rang 8 knapp hinter Nürnberg, und Bietigheim war im Punktequotient nur marginal besser als Köln im Kampf um Platz 10. Sollte heute Bietigheim einen Zähler holen, hätten sowohl Köln als auch die Steelers den exakt gleichen Quotienten. Beide Teams, Ingolstadt und Bietigheim hatten noch drei Spiele zu absolvieren, was die heutige Begegnung wieder sehr spannend machte.
Schließlich zwang Ingolstadt die Steelers aus Bietigheim erneut in die Knie und feierte seinen zweiten Heimsieg innerhalb von 24 Stunden.

(Fotoquelle Jürgen Meyer) McGauley war ein emsiger Aktivposten im Match und fühlte sich zwischenzeitlich in der Paradereihe mit Simpson und Feser sichtlich wohl
Ingolstadt zeigte im ersten Aufeinandertreffen gegen den Aufsteiger die erwartete Reaktion nach der herben Pleite in München auch dank großartiger Reflexe seines Goalies Danny Taylor. Die Panther mussten unbedingt versuchen, von der Strafbank fernzubleiben und von Beginn an mit voller Konzentration zu agieren, um diszipliniert und möglichst fehlerfrei in die Partie zu starten. Der 17-jährige Youngster und Talent Hübner war heute mit von der Partie, wohingegen Bodie nicht mitwirken konnte.
Quaas: „Ich will so gut es geht dem Team helfen. Wir hatten ein kleines Formtief, spielen aber nun wesentlich besser. Beim Pass habe ich die Optionen ausgelotet, dann Simpson gesehen und ihm zugespielt. Es war wichtig gestern über 60 min. gut gespielt zu haben, wir haben die richtige Reaktion gezeigt. Das Heimrecht wäre sehr wichtig in den Playoffs, vor allem vor den Fans ist es immer besser. Wir müssen defensiv gut spielen und im eigenen Slot aufpassen.“
Bietigheim bekam heute Abend gleich die Gelegenheit zur schnellen Revanche nach der gestrigen Niederlage an gleicher Stätte. Die Steelers benötigten weiterhin dringend Punkte, um doch noch den Platz 10 für die Pre-Playoff Qualifikation fix zu machen. Hier führten sie ein spannendes Fernduell mit den Kölner Haien, die auch heute wieder aus der Ferne zuschauten und am Freitag den Showdown im Ellental zu bewältigen hatten. Heute bekam Aittokallio wieder die Möglichkeit, das Tor zu hüten; das war die einzige Änderung zu gestern im Line Up.
Sheen: „Yes, it is a huge effort to reach the pre playoffs, we want to accomplish that and get those points. Then let’s see what happens. Every player goes through those scoring stretches. I always try to find other ways to win with the team. Right now, I am not concerning about where to play next year right now. I want to push the steelers to reach the playoffs. Yesterday, the match had some playoff character. We had chances to tie it up, tonight we need to focus on the defense and some details.“
Feser mit Doppelpack bringt knappe Führung für die Panther
Nach der ersten Chance durch einen abgefälschten Schuss von Preibisch auf Zuspiel von Braun markierte nach nur 28 Sekunden Ingolstadt durch Feser die schnelle Führung. Die Panther kamen wie die Feuerwehr aus der Kabine und übten gleich viel Druck auf Aittokallio aus. Kochs Querpass erreichte dann den Abnehmer nicht ganz und Simpson übte einen unnötigen, weil viel zu harten Check gegen Jaspers aus, was objektiv betrachtet nur zu einer kleinen Strafe führte, die im Videostudium manifestiert wurde. Top Torjäger Sheen markierte in gewohnt souveräner Manier in der 5. Spielminute den Ausgleich in diesem ersten Powerplay. Es war bereits sein 39. DEL Treffer, Chapeau!
Hauner bei Bietigheim musste dann wegen Schlägerwurf in die Kühlbox und die Hausherren nutzten dies sogleich in Person von DeFazio in der 6. Spielminute zur erneuten Führung aus. Der Torschütze staubte goldrichtig im Slot ab. Die Gastgeber waren heute sehr aggressiv unterwegs und zeigten mehr Biss als gestern. Höfflins Solo nach dem Powerbreak war sehenswert und Soramies konnte beinahe einen Steelers Fehler beim Aufbau nutzen.
Prommersberger demonstrierte seine Qualitäten in der Offensivzone der Panther. Bourque musste dann wegen unsportlichen Verhaltens eine 10-minütige Disziplinarstrafe absitzen. Schon wieder offenbarten sich diese Disziplinlosigkeiten bei den Hausherren; dies mussten sich schleunigst abstellen. Es wurde aber letztlich 4 gegen 4 weitergespielt und die heimischen Fans hatten schon den Jubelschrei auf den Lippen, doch Warsofsky blieb am Pfosten hängen, sonst hätte er die auf der Linie trudelnde Scheibe locker eingeschoben. Großes Glück für die Gäste.
Die Fäuste flogen auch schon früh in dieser Partie, es war Feuer in der Begegnung. In der 17. Spielminute glich Bietigheim erneut aus, der Torschütze war Naud, der schon am Vorabend erfolgreich war. Es hagelte weiterhin Strafen auf beiden Seiten, Ingolstadt war kurzzeitig mit zwei Mann mehr auf dem Eis, konnte dies jedoch nicht ummünzen. Auch das restliche einfache Powerplay lief erst schleppend an, wurde dann aber kurz vor Ablauf der Strafe doch noch veredelt durch Feser, der seinen Doppelpack schnürte.
Damit ging Ingolstadt zum dritten Mal in Führung und das Endergebnis vom gestrigen Abend war fast schon erreicht. Die Schiedsrichter hatten ihre liebe Mühe mit den Aktionen beider Mannschaften und mussten aufpassen, dass ihnen das Spiel nicht entgleitet. Es wurde sehr dreckig und nicklig agiert auf dem Eis, der Playoff Charakter war offensichtlich.
Feser: „Both teams compete hard. We got to keep going, for a back to back game it is somehow typical due to bad luck for the other team. The compete level is there but we have to reduce powerplay situations for them.“
Ingolstadt baut Führung auf zwei Tore aus, Naud verkürzt spät
Im Mittelabschnitt wurden die gezeigten Emotionen bestimmt weiter hochgehalten. Es war interessant zu beobachten, ob die Schiedsrichter ihre bisherige Linie beibehalten würden. Sheen hatte mit seinem Bauerntrick scheinbar getroffen, so war zumindest seine Reaktion zu deuten. Nach schneller Analyse war klar, dass der Puck nicht hinter der Linie war. Headcoach Naud beorderte nun McCollum ins Gehäuse, der bei Ingolstädter Überzahl gleich mal hinter sich greifen musste, denn Warsofsky hämmerte in der 25. Spielminute unhaltbar ein.
Es gab weiterhin diverse Wortgefechte einzelner Akteure, doch es war bei weitem nicht mehr so hitzig wie in Drittel Nummer 1. Trotzdem wurden von beiden Teams kontinuierlich Strafminuten gesammelt. Beide Mannschaften erspielten sich ihre hochkarätigen Chancen. Hauner zimmerte die Scheibe dann an die Latte und Simpson marschierte auf McCollum zu, blieb jedoch ohne Fortune. Bourque kehrte inzwischen wieder auf das Eis zurück nach seiner langen Session auf der Strafbank. McCollum erwies sich nun als der Fels in der Brandung und hielt sein Team im Spiel.
Mittlerweile waren die Panther die spielbestimmende Mannschaft, welche den Steelers kaum Zeit zum Verschnaufen und zur Entlastung gewährte. Der fünfte Treffer für die Hausherren lag förmlich in der Luft. McGauley hätte fast sein Tor gegen seinen ehemaligen Teamkollegen McCollum erzielt. Bietigheim schien etwas von der Rolle zu sein, konnte das Tempo nicht mithalten und Ingolstadt zauberte sich durch die Verteidigung der Gäste, manchmal auch etwas zu verspielt. Simpson vergab dann eine fast sichere Gelegenheit mutterseelenalleine vor dem Gehäuse.
Die fahrlässige Chancenverwertung könnte sich vielleicht rächen. MacGauley agierte nun in der Simpson Reihe, wohingegen Bourque von Shedden in die vierte Reihe zurückgestuft wurde. Tatsächlich freute sich Neustürmer Naud über seinen heutigen zweiten Treffer in der 19. Spielminute und brachte seine Farben ins Match zurück. Dieser Anschlusstreffer kam etwas aus dem Nichts, weil Ingolstadt zu dominierend war im Mittelabschnitt.
Naud: „Ich freue mich über die 2 Treffer. Es hat Playoff Spiel Atmosphäre, es ist ein sehr intensives Spiel, Ingolstadt hat viel Druck gemacht, aber wir geben nicht auf, es kann noch viel passieren. Wir müssen unser Steelers Eishockey zeigen, konsequent aufs Tor gehen und hart arbeiten.“
Kochs Riecher besiegelt Niederlage der Steelers
Spannung im Schlussabschnitt: Bietigheim würde bestimmt alles in die Waagschale werfen, um Punkte heute mitzunehmen und nicht auf Rang 12 abzurutschen und dann den identischen Punktequotienten wie Köln aufzuweisen. Ihr punktbester Verteidiger Smereck wollte es dann wissen mit seinem Distanzschuss. Hauner und Naud hatten dann eine große Doppelchance auf dem Schläger, doch Taylors Kufe und ein Block eines Verteidigers verhinderten den Ausgleich. Die ersten 5 Minuten gehörten ganz klar den Gästen, die enorm druckvoll vorgingen.
Bourque kehrte nun wieder in die Simpson Feser Formation zurück, doch die Panther gerieten nun arg ins Schwimmen. Die Steelers erarbeiteten sich Chance um Chance. Trotzdem gelang den Hausherren in der 46. Spielminute der fünfte Treffer in Person von Koch, der den Puck vom Innenpfosten am Ende hinter die Linie stupste. Höfflin wollte sofort nachlegen, scheiterte aber am aufmerksamen McCollum.
Hatten die Gäste vom Ellental noch die Kraftreserven, um eine Schluss Offensive einzuläuten? Flaake vergab eine Top Gelegenheit zur wohl endgültigen Entscheidung. Die Steelers ließen sich nicht beeindrucken und blieben im Vorwärtsgang und haderten auch mit ihren vielen guten Chancen. Insbesondere Prommersberger war ein Aktivposten und auf der Gegenseite parierte McCollum den Schuss von Bourque. Ingolstadt versteifte sich nunmehr auf die Defensive, hatte aber des Öfteren Probleme, die Scheibe vom eigenen Tor fernzuhalten. Der Puck wurde meistens nur aus der eigenen Zone heraus gechipt.
Hauners Versuch blieb in der Fanghand von Taylor hängen. Im Konter hatte Aubry Pech bei seinem Abschluss. Die Gastgeber wollten kein Risiko mehr eingehen und den zwei Tore Vorsprung über die Zeit retten. Die Sekunden verrannen und schließlich gewannen die Panther auch das zweite Heimspiel gegen den Aufsteiger, der nun den Showdown am Freitag gegen den direkten Konkurrenten aus Köln zu bestreiten hatte.
Jasper: „They capitalized on their powerplay and the special teams were decisive. We had our chances but could not use them. We have the big one against cologne and try to get points vs Berlin. It was a hard hit versus my head, in fact a dangerous hit. The refs decided only 2 minutes, which I don’t understand.“
Koch: „It was an intense game from the start. It is always nice to get 3 points. Our line creates energy and I was lucky with my goal. It is playoff intensity now.“
35. Spieltag: DEL Spiel vom 30.03.2022
ERC Ingolstadt – Bietigheim Steelers 5:3 (3:2|1:1|1:0)
Tore:
1:0 |01| Feser (Simpson, Wagner)
1:1 |05| Sheen (Ranford, Stretch) PP1
2:1 |07| DeFazio (Bourque, Simpson) PP1
2:2 |17| Naud (Sheen)
3:2 |19| Feser (Warsofsky, DeFazio) PP1
4:2 |25| Warsofsky (Simpson) PP1
4:3 |39| Naud (Schule, Weiß)
5:3 |46| Koch (Henriquez-Morales, Gnyp)
1. Drittel Statistik: 12:8 Schüsse, 13:8 gewonnene Bullys, Strafminuten: 16:8
2. Drittel Statistik: 10:4 Schüsse, 10:9 gewonnene Bullys, Strafminuten: 2:4
3. Drittel Statistik: 10:14 Schüsse, 13:17 gewonnene Bullys, Strafminuten: 0:0
Hauptschiedsrichter: Rohatsch (GER) / Bruggeman (USA)
Zuschauer: 2969
Aufstellung:
Ingolstadt: Taylor; Quaas, Hüttl, Bourque Feser, Simpson, Warsofsky, Wagner, Soramies, Pietta, Höfflin, Gnyp, Jobke, DeFazio, Aubry, Flaake, Hübner, Koch, McGauley, Henriquez-Morales.
Bietigheim: Aittokallio/McCollum, Prommersberger, Smereck, Sheen, Stretch, Jasper, Renner, Braun, Ranford, McKnight, Preibisch, Kojo, Schule, Naud, Weiß, Hauner, Martinovic, Kneisler, Schoofs, Kuqi.
Aktuelle Tabelle
Deutsche Eishockey Liga (PENNY-DEL)
Die Deutsche Eishockey Liga (PENNY-DEL) ist die höchste deutsche Eishockey-Spielklasse und wurde im Jahr 1994 gegründet. Am Spielbetrieb nehmen 15 Proficlubs (Kapitalgesellschaften) teil und der aktuelle DEL-Rekordmeister sind die Eisbären Berlin mit 8 Meisterschaften.
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PENNY-DEL (Iserlohn/MA) Straubing hatte den besseren Start, obwohl die Roosters auch gut unterwegs waren. Im Laufe des Spiels wurden die Gastgeber immer stärker und konnten sogar einen drei Tore Rückstand aufholen. Bei den Penaltys holten sich dann die Sauerländer den Sieg und haben mit dem Abstieg nichts mehr zu tun. Straubing kann sich trotzdem noch das Heimrecht am Freitag im letzten Hauptrundenspiel sichern.

(Foto: Citypress) Brandon Manning gab nach langer Verletzungspause sein Comeback
Spielverlauf:
Da dachten wohl einige Fans der Roosters, ich glaub mich tritt ein Pferd. Ein sehr dominantes Auftreten mit viel Zug zum Tor wurde nicht belohnt. Besser gesagt, teils kläglich vergeben. Eine 90-Sekündige fünf gegen drei Überzahl blieb ungenutzt, trotz guter Chancen.
Bei einem drei auf eins Konter konnten sich Aubin und Alanov nicht entscheiden, wer schießen soll. Die Gäste machte es besser. Zur Überraschung vieler gingen die Tigers in der Drangphase der Hausherren in Führung und nach einem Abwehrfehler von Freibergs samt Foul erhöhte St.Denis durch einen Penalty.
Sven Ziegler: “Gefühlt sind wir immer einen Schritt zu langsam. Die Pässe kommen nicht sauber genug, eine 5-3 Überzahl nicht genutzt und Straubing macht aus wenig, viel. Wir müssen mehr Zeit im Drittel des Gegners verbringen und hart spielen.”
Straubing fand zurück zu einem besseren Konzept und wurde von Iserlohn nicht mehr zu weit nach hinten gedrängt. Die Chancen waren ausgeglichen, aber die Niederbayern stellten sich etwas besser an. Die zwischenzeitliche drei Tore Führung konnte wieder verkürzt werden.
Coach Kleinendorst, der nach 30 Minuten seinen Torhüter auswechselte, aber musste den weiteren vergebenen Möglichkeiten nachtrauern. Bailey konnte davon ein Lied singen.
Sandro Schönberger: “Jetzt gegen Ende des Drittels waren wir hinten zu schlampig. Wir müssen den Puck wieder schneller herausbringen und von der Strafbank wegbleiben. Weiterhin sollten wir das Spiel einfach halten, den Puck tief bringen und dann machen wir den Sack zu.”
Das Tor kurz vor Ende des zweiten Drittels gab den Gastgebern noch einmal Zuversicht. Iserlohn konnte dann die Gunst der Stunde nutzen und aus einem drei Tore Rückstand die Verlängerung erzwingen. Ein schneller Anschlusstreffer und ein gutes Offensivspiel brachte den Ausgleich im letzten Drittel.
Dies bedeutete zugleich, dass die Roosters sich aller Abstiegssorgen entledigen konnten. In der Verlängerung traf noch einmal das beste Powerplay gegen das beste Unterzahlspiel aufeinander, aber auch hier blieben die Tigers wieder Sieger. Dennoch mussten sich die Gäste heute mit nur einem Punkt begnügen.
Ex-Tiger Acolatse besorgte mit einem sehenswerten Treffer im Penaltyschiessen den Zusatzpunkt für die Roosters. Iserlohn kann nun am Freitag gegen Krefeld befreit aufspielen und Straubing würde sich mit einem Sieg gegen Berlin zu Hause das Heimrecht in den Playoffs sichern.

(Foto: Citypress) Senna Acolatse traf den entscheidenden Penalty gegen sein altes Team
Stimmen zum Spiel:
David Elsner (Straubing): “Vielleicht wurden wir etwas müde. Wir waren jetzt eine Woche unterwegs und hatten drei harte Spiele. Da sind wir am Ende wohl auch etwas eingebrochen. Trotzdem war es ein geiles Spiel und wir wollen uns natürlich noch den vierten Platz holen.”
Hannibal Weitzmann (Iserlohn): “Ich bin davon ausgegangen, dass wir das heute schaffen. Es war aber mal wieder klassisch. Gut angefangen und dann in Rückstand geraten. Das Momentum hat sich dann aber auf unsere Seite verlagert. Das Thema Abstieg war heute aber auch nicht bei uns im Fokus.”
Torfolge:
0:1 (6.) Es war nur ein Entlastungsangriff, aber David Elsner sah von halbrechts die Lücke. Elsner entwickelt sich mit seinen frühen Toren bei den Tigers immer mehr zum Frühaufsteher. 0:2 (16.) - Freibergs konnte den Puck an der gegnerischen blauen Linie nicht behaupten, Elsner ging auf und davon und konnte nur noch durch ein Foul von Freibergs gestoppt werden. Den anschließenden Penalty verwandelte Travis St.Denis eiskalt.
0:3 (27.) - Straubing versuchte mit viel Verkehr vor dem Tor für Unruhe zu sorgen. Im Powerplay und diese Situation erkannte Ian Scheid und zog von der blauen Linie ab. 1:3 (35.) - Gewusel vor dem Tor, jeder stochert irgendwo hin, bis die Scheibe zu Eugen Alanov rutscht, der dann nur noch einschieben muss.
2:3 (42.) - Ryan O’Connor hatte Zeit, wartete geschickt ab und hämmerte den Puck in den Winkel. 3:3 (50.) - Es wurde bis zu Parks vor das Tor gespielt, dann wurde Iserlohn abgedrängt, aber Brent Aubin zog aus unmöglichen Winkel ab und hatte das Glück des Tüchtigen auf seiner Seite. 4:3 (65.) - Nachdem die Roosters in der Verlängerung im Powerplay nicht trafen, besorgte Senna Acolatse den Sieg im Penaltyschiessen.
Spiel vom 30.03.2022
Iserlohn Roosters - Straubing Tigers: 4:3 (0:2 | 1:1 | 2:0 | 1:0)
Tore:
0:1 |06.| Elsner (Schönberger, Brunnhuber)
0:2 |16.| St.Denis - Penalty
0:3 |27.| Scheid (Balisy, Leier) - PP 1
1:3 |35.| Alanov (Aubin, Labrie)
2:3 |42.| O’Connor (Freibergs, Alanov
3:3 |50.| Aubin (Freibergs, Alanov)
4:3 |65.| Acolatse - Penalty
Schiedsrichter: Rantala / Rekucki / Hancock II / Priebsch
Strafzeiten: Iserlohn 6 - Straubing 8
Zuschauer: 3.538
Aktuelle Tabelle
Deutsche Eishockey Liga (PENNY-DEL)
Die Deutsche Eishockey Liga (PENNY-DEL) ist die höchste deutsche Eishockey-Spielklasse und wurde im Jahr 1994 gegründet. Am Spielbetrieb nehmen 15 Proficlubs (Kapitalgesellschaften) teil und der aktuelle DEL-Rekordmeister sind die Eisbären Berlin mit 8 Meisterschaften.
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PENNY-DEL (Ingolstadt/HG) In der Saturn-Arena empfingen die Panther aus Ingolstadt die Steelers aus Bietigheim, die am Sonntag den Klassenerhalt geschafft hatten. Die Gastgeber wollten gegen den Aufsteiger ihren desaströsen sonntäglichen Auftritt in München bestimmt schnell vergessen machen. Für Ingolstadt standen noch die Top 6 zur Disposition, während die Steelers den Rang 10 festigen wollten. Diese heutige Begegnung fand interessanterweise zeitgleich am nächsten Tag nochmals in Ingolstadt statt.
Schließlich zwang Ingolstadt die Bietigheim Steelers nach einer kämpferischen Mannschaftsleistung am Ende mit 4 zu 2 und fuhr den ersten Saisonsieg gegen den Aufsteiger damit ein.
(Fotoquelle Jürgen Meyer) Goalie Taylor war der Garant für den wichtigen Heimsieg
Ingolstadt zeigte in der Landeshauptstadt kürzlich eine unterirdische Performance und kassierte eine herbe Pleite, die fast zweistellig ausgegangen wäre. Von dieser Schmach wollten sich die Audistädter sicherlich schnell erholen und ihren Fans Wiedergutmachung präsentieren, die eine Reaktion erhofften. Da kam der Aufsteiger aus dem Ellental wohl gerade recht, der zwar nicht mehr den großen Druck des Abstiegs Gespensts verspürte, doch sich bestimmt achtbar aus der Affäre ziehen wollte. Die Ausfälle von Marshall und Storm taten aktuell sehr weh.
Shedden: „Sometimes that happens in this business, you have to forget about these things. We played a great first period, but after their lead we stopped playing, for no reason. We work as hard as we can, we will come back tonight, which is very important. Marshall hurts a lot, now we lost Storm until the end of the season, they are top players which matters much. Being aggressive and keeping an eye on Sheen will be important as well as a good forechecking.“
Bietigheim durfte am vergangenen Sonntag zuhause in der Ege-Trans Arena mit Konfetti in den Vereinsfarben den verdienten Ligaverbleib feiern und konnte somit heute befreit von dieser Last aufspielen, auch wenn das neue, durchaus realistische Minimalziel zur Erreichung der Pre-Playoff Plätze noch im Fokus stand. Nach den zwei vergangenen Niederlagen sollten heute in Ingolstadt wieder mehr Punkte ergattert werden auch dank Top Torjäger Sheen und seiner exzellenten Performance in der Liga mit unerreichten 38 Toren.
Hauner: „Leider hatten wir keine Zeit zum Feiern. Wir waren enttäuscht, dass wir nicht gewannen, es wäre wichtig gewesen. Wir wussten, dass der Abstieg nicht mehr so akut war. Playoffs spielen ist unser Ziel. Das hat uns keiner zugetraut und wir haben es gepackt und geschafft, in der DEL zu bleiben. Das Team will in die Playoffs, hinten stehen wir ganz gut und hoffen, dass sich auch vorne der Knoten löst. Wir können befreit aufspielen, müssen heute auf uns schauen. Das erste Drittel wird wichtig sein, wir müssen uns entgegenstellen und unsere Chancen nutzen.“
Simpson gleicht Steelers Führung aus
Bevor der Puck eingeworfen wurde, gab es für den Ingolstädter Flaake noch die Ehrung zum 700. DEL Spiel durch Sportmanager Larry Michell. Dann ging es gleich mit einer unnötigen Strafe gegen Ingolstadt los. Bietigheim zog ein strukturiertes Powerplay auf, doch Taylor war stets auf der Hut. In dieser Unterzahl visierten die Panther beim Gegenstoß sogar die Latte an und überstanden diese erste brenzlige Situation.
Nach kurzzeitigem 5 gegen 5 musste Pietta in die Kühlbox und dieses Mal netzte Jasper in der 7. Spielminute ungehindert zur Gästeführung ein, obwohl zuvor eigentlich die Scheibe von Ingolstadt gesichert schien, doch man ging damit zu fahrlässig hinter dem eigenen Gehäuse um. Dann prüfte Naud den Hausherren Goalie gleich nochmals.
Schon früh zeigte sich, dass die Hausherren tunlichst von der Strafbank wegbleiben sollten, zumal die brandgefährliche Top Reihe der Steelers immer für einen Treffer gut war. Es war auch zu erkennen, dass das nötige Selbstvertrauen beim Heimteam noch fehlte nach dem Sonntagsmatch. Es gab etliche leichtsinnige Aufbaufehler und so kamen die Gäste des Öfteren in gute Schusspositionen. Der Aufsteiger kombinierte sich derweil sehenswert in die Ingolstädter Zone und erspielte sich ein optisches Übergewicht.
In solchen Situationen waren die Führungsspieler gefragt. Gesagt getan in der 15. Spielminute, denn Simpson verwertete einen genialen Querpass von Quaas zum Ausgleich. Genau so einen Treffer benötigten die Hausherren, die sofort viel bissiger wirkten. Jaspers Solo dank Sheens Zuspiel verfehlte dann sein Ziel nur um Zentimeter. Die Panther waren nun näher am Gegner dran und die Begegnung wurde ausgeglichener.
Dann jubelte Jubilar Flaake, doch die Schiedsrichter bemühten den Videobeweis wegen eines angeblichen zu hohen Schlägers. Letztlich wurde deshalb auch auf kein gutes Tor entschieden, was auch schon zuvor on Ice verkündet wurde. 50 Sekunden vor der Drittelsirene krümmte sich DeFazio am Eis, als er zuvor mit dem Kopf an die Bande krachte im Zweikampf. Die letzte Gelegenheit verbuchten kurz vor Ende die Gäste.
Schließlich trennte man sich leistungsgerecht mit einem Remis nach dem ersten Abschnitt. Bietigheim war die ersten 10 Minuten spielbestimmend, bevor die Gastgeber richtig ins Spiel fanden.
Simpson: „Maybe we were not so good right after the gate, but we got better. We need to be smarter and create more offense. It was a nice goal after a great pass from Quaas.“
Simpson stellt erneut auf Remis und Ingolstadt dreht dann die Partie
Im Mittelabschnitt wurde DeFazio wieder gesichtet, was ein positives Signal für das Team um Coach Shedden war. McCollums Fanghand fischte den Schuss von Feser souverän runter und war zu Beginn im Fokus, da Ingolstadt wesentlich aktiver aus der Kabine kam. Taylor auf der Gegenseite stand seinem Gegenüber in nichts nach und parierte zweimal hintereinander.
Bietigheim überstand seine erste Unterzahl hervorragend, zumal sie in der 24. Spielminute als Sahnehäubchen einen Shorthander durch Braun markierten, der bei einem 3 auf 1 Konter toll herausgespielt wurde. Dies war bereits der 11 Gegentreffer bei eigener Überzahl für Ingolstadt, negativer Ligabestwert! Wie würden die Hausherren nun auf diesen Schock reagieren?
Es gab nun die nächste Möglichkeit bei numerischer Überlegenheit und die Panther waren jedenfalls gewarnt. Nach längerem soliden Pass Spiel um die Steelers Box herum fand schließlich in der 27. Spielminute der Puck den Weg ins Tor, als Simpson unhaltbar abfälschte, sein bereits zweiter Treffer des heutigen Abends.
Die Partie war weiterhin spannend, denn beide Mannschaften benötigten heute Punkte, um ihre Ziele zu erreichen. Zwischendurch gab es wilde Phasen mit Fehlpässen hüben wie drüben, so dass kein klarer Spielfluss ermöglicht wurde.
In der 32. Spielminute erarbeitete sich Ingolstadt zum ersten Mal die Führung im Match, als Warsofsky die Scheibe durch die Hosenträger von McCollum ins Tor beförderte, was den Keeper der Steelers sicher nicht schmeckte.
Höfflin und Soramies hatten dann eine Doppelchance. Simpson hätte dann fast erneut getroffen im Slot nach tollem Zuspiel von Warsofsky. Die letzten beiden Minuten im Mittelabschnitt agierte Bietigheim fast komplett im Powerplay, doch Ingolstadt stand gut in der eigenen Zone und Simpson hatte sogar die Gelegenheit zum Shorthander, fand jedoch in McCollum seinen Meister. Ingolstadt drehte die Partie und nahm einen knappen Vorsprung ins Schlussdrittel.
Prommersberger: „Wir kämpfen, es ist ein enges Spiel. Wir brauchen mehr Druck aufs Tor, dann klappt es vielleicht. Wir müssen weiter einfaches Eishockey spielen, um Punkte zu holen.“
Pietta setzt den Deckel drauf
Im Schlussabschnitt probierte es wieder Simpson mit einem Abschluss, der knapp am Tor vorbei gezirkelt wurde. Die Steelers würden bestimmt nochmal alles auf eine Karte setzen, um auszugleichen. Die Gäste kamen auch agiler aus der Kabine und erspielten sich gute Chancen, u.a. von Stretch, der nur das Außennetz touchierte. Die Gastgeber lauerten in dieser frühen Phase des letzten Drittels auf Konter. Ob das die richtige Taktik der Panther war? Das Spiel plätscherte zwischendurch ein wenig dahin ohne echte Höhepunkte.
McKnight prüfte dann mal wieder Taylor und die letzten 10 Minuten brachen an. Wann würde die Schlussoffensive der Steelers eingeläutet? Ingolstadts Keeper packte danach einen überragenden Save aus, als Bietigheim mehr Druck ausübte und mehr riskieren musste.
6 Minuten vor Schluss musste sich Bietigheim erstmal einem Ingolstädter Powerplay entgegenstemmen, das aber nur kurz andauerte, denn Doppeltorschütze Simpson musste auf die Strafbank. Die Steelers durften dann ca. 45 Sekunden selbst wieder mit einem Mann mehr ran, was aber nichts einbrachte. Kaum komplett durfte Feser in die Kühlbox und das so kurz vor dem Ende der Begegnung, denn es waren nur noch knapp 3 Minuten zu absolvieren. Das war nun DIE Chance für die Gäste auf Remis zu stellen und eine Verlängerung zu erzwingen.
90 Sekunden vor der Sirene verließ McCollum das Eis und Taylor setzte einen Stockhandsave effektiv ein, um Schlimmeres zu verhindern. Pietta erlöste dann sein Team mit dem Empty Netter in der 59. Spielminute.
Letztlich entschied Ingolstadt mit einem 4 zu 2 Erfolg diese Partie, was den ersten Sieg gegen Bietigheim in dieser Saison bedeutete. Die Steelers hatten jedoch die Möglichkeit, bereits 24 Stunden später für die Revanche zu sorgen, wenn man sich wieder in der Saturn-Arena zum Duell traf.
Naud (HC): „Es gab einen Stellungsfehler beim zweiten Gegentreffer, das darf nicht passieren. Es war ein enges Spiel, wir haben verpasst die Tore zu schießen. Es geht in der DEL um Kleinigkeiten, aber wir geben nie auf. Wir hatten unsere Chancen u.a. von Riley (Sheen). Wir werden jetzt auslaufen, im Hotel versuchen gut zu schlafen. Morgen wird nicht trainiert, wir betreiben Videostudium und werden ein paar Details ändern. Seit Saisonbeginn sind für uns Punkte wichtig, wir spüren keinen Druck, wollen gewinnen. Wir haben den Ehrgeiz, geben immer 100% und werden das beste morgen daraus machen.“
Hüttl: „Es war so ein wichtiger Sieg für uns, v.a. drei Punkte zu holen, die wir sehr dringend brauchen. Das 3. Drittel war entscheidend, es gab gute Blocks und wir haben als Team schlau gespielt. Das war ausschlaggebend, man muss das letzte Spiel abhaken, es war zwar heftig, aber du musst dich auf das nächste Match konzentrieren. Morgen wird auch sehr wichtig genauso wie am Freitag, das wird uns in der Tabelle helfen.“
51. Spieltag: DEL Spiel vom 29.03.2022
ERC Ingolstadt – Bietigheim Steelers 4:2 (1:1|2:1|1:0)
Tore:
0:1 |07| Jasper (Stretch, Braun) PP1
1:1 |15| Simpson (Quaas, Jobke)
1:2 |24| Braun (Naud, Schoofs) SH1
2:2 |27| Simpson (Warsofsky, Feser) PP1
3:2 |32| Warsofsky (Pietta)
4:2 |59| Pietta EN
1. Drittel Statistik: 4:7 Schüsse, 8:17 gewonnene Bullys, Strafminuten: 6:2
2. Drittel Statistik: 15:7 Schüsse, 11:12 gewonnene Bullys, Strafminuten: 2:4
3. Drittel Statistik: 4:10 Schüsse, 8:11 gewonnene Bullys, Strafminuten: 4:2
Hauptschiedsrichter: Iwert (GER) / Reneau (USA)
Zuschauer: 2.876
Aufstellung:
Ingolstadt: Taylor; Bodie, Hüttl, Soramies, Pietta, Höfflin, Warsofsky, Wagner, Bourque Feser, Simpson, Quaas, Jobke, DeFazio, Aubry, Flaake, Gnyp, Koch, McGauley, Stachowiak.
Bietigheim: McCollum, Prommersberger, Smereck, Sheen, Stretch, Jasper, Renner, Braun, Ranford, McKnight, Preibisch, Kojo, Schule, Naud, Weiß, Hauner, Martinovic, Kneisler, Schoofs, Kuqi.
Aktuelle Tabelle
Deutsche Eishockey Liga (PENNY-DEL)
Die Deutsche Eishockey Liga (PENNY-DEL) ist die höchste deutsche Eishockey-Spielklasse und wurde im Jahr 1994 gegründet. Am Spielbetrieb nehmen 15 Proficlubs (Kapitalgesellschaften) teil und der aktuelle DEL-Rekordmeister sind die Eisbären Berlin mit 8 Meisterschaften.
Mehr Informationen über die Deutsche Eishockey Liga erhalten Sie unter www.eishockey-statistiken.de

PENNY-DEL (Mannheim/PM) Die Adler Mannheim haben nach den enttäuschenden Auftritten in den vergangenen Wochen die Konsequenzen gezogen und Cheftrainer Pavel Gross sowie Assistenztrainer Mike Pellegrims mit sofortiger Wirkung beurlaubt. Vorerst bis zum Saisonende wird Bill Stewart die Mannschaft übernehmen, Marcel Goc und Jochen Hecht fungieren in dieser Zeit als Co-Trainer.

( Foto City-press )
Seit 2018 standen Gross und Pellegrims hinter der Adler-Bande, gewannen mit den Mannheimern gleich in ihrem ersten Jahr die Meisterschaft. Die vorzeitig abgebrochene Spielzeit 2019/20 beendeten die Adler auf dem zweiten Tabellenplatz, ehe ein Jahr später das bittere Aus im Halbfinale gegen die Grizzlys Wolfsburg folgte.
„Wir sind in einer Phase der Saison, in der die Playoffs unmittelbar bevorstehen und die Mannschaft auf dem Weg sein sollte, ihr bestes Eishockey zu spielen. Bedauerlicherweise ging der Trend in die falsche Richtung. Daher sind wir zum Entschluss gekommen, dass das Team im Schlussspurt und in der Endrunde einen neuen Impuls, einen frischen Wind benötigt“, so Clubchef Daniel Hopp.
Gemeinsam mit Goc und Hecht soll nun Interimstrainer Stewart die Adler, die im laufenden Wettbewerb auf Platz fünf abgerutscht sind, zurück in die Erfolgsspur führen. Der 64-jährige Kanadier, der in Mannheim kein Unbekannter ist und mit den Adlern 2001 die Meisterschaft gewann, wird am morgigen Dienstag, den 29. März, erstmals das Training leiten und einen Tag später im Heimspiel gegen die Krefeld Pinguine sein Comeback hinter der Adler-Bande feiern.
Die Adler bedanken sich bei Gross und Pellegrims für ihr Engagement in den vergangenen vier Jahren und wünschen Ihnen für ihre private und berufliche Zukunft alles erdenklich Gute.
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PENNY-DEL (Augsburg/HG) Im Curt-Frenzel-Stadion empfingen die Augsburger Panther heute Nachmittag den Tabellenzweiten Wolfsburg zu einem weiteren eminent wichtigen Match im Kampf um Rang 10 der Liga, der zur Teilnahme an den Pre Playoffs berechtigt. Ein Sieg, möglichst nach regulärer Spielzeit, war Pflicht für die Panther, um ihre rechnerische Chance auf den zehnten Platz weiter zu wahren. Dies war das 70. Aufeinandertreffen dieser beider Teams: bisher war Augsburg 31 mal siegreich, während die Wolfsburger 38 mal erfolgreich waren. Der letzte Heimsieg gegen den heutigen Gegner datierte auf den 27.11.2018 zurück. Wolfsburg gestaltete in 2022 beachtliche 13 von 19 Spielen erfolgreich. Mit den auch heute zahlreichen Fans im Rücken wollte Augsburg einen richtungsweisenden Sieg einfahren.
Schließlich gewannen die Grizzlys aus Wolfsburg eine enge und spannende Partie mit dem einzigen Treffer durch Button, der aus Sicht der Heimmannschaft denkbar unglücklich zustande kam.

(Fotoquelle Dunja Dietrich) Strahlmeier war heute nicht zu überwinden
Augsburg konnte in Iserlohn einen knappen Erfolg verbuchen, der den Fuggerstädter bestimmt Mut machte im heutigen Kräftemessen gegen die starken Wolfsburger. Der AEV hatte noch was gut zu machen, da das erste Heimspiel gegen die Grizzlys klar verloren ging. Auch heute liefen die Gastgeber mit ihren speziellen Jerseys mit dem Motto „Hockey is Diversity“ auf und nahmen keinerlei Änderung beim Line Up im Vergleich zum Match am Seilersee vor.
Eisenmenger Magnus: „Wir hatten nie über den Abstieg nachgedacht in der Kabine. Wir schaffen das, unser Fokus war immer auf die 1. Playoffrunde gelegt. Vom neuen Coach kam mehr Pusch. Der Knoten ist bei mir hoffentlich endlich geplatzt. Wolfsburg kämpft auch noch mit vollem Fokus. Wir müssen uns wie in den letzten Spielen auf unser Spiel konzentrieren und viel Druck mit der Scheibe ausüben.“
Wolfsburg reiste nach drei Erfolgen in Serie mit stolzer Brust und viel Selbstvertrauen nach Augsburg und schielte noch mit einem Auge auf die Pole Position zum Abschluss der Hauptrunde. Heute rotierte die Mannschaft um Coach Stewart, der zuvor in Augsburg unter Vertrag stand, mit etlichen Akteuren.
Stewart: „Wir hatten Phasen von Niederlagen und Siegen. Alle Spieler sind inzwischen gesund geworden und wir haben mehr Konstanz. Die Harmonie zwischen Goalie, Verteidiger und Stürmer ist gut. Nah an 100% fit zu sein ist wichtig in dieser Phase der Saison. Alle müssen an Bord sein für die Playoffs, der Fokus liegt auf heute, Augsburg will gewinnen und wir müssen unsere Arbeit zuerst machen. Hier ist es nie leicht zu spielen, v.a. im Sturm hat Augsburg mit vielen Rechtshänder und guten Shooters. Wir müssen mit unseren Prinzipien durchkommen, es gibt keine großen Änderungen, die Spielweise ist entscheidend.“
Ausgeglichenes Anfangsdrittel ohne Tore
Beide Mannschaften gingen gleich mit hoher Intensität ins Match, für beide Teams ging es noch um wichtige Zähler in dieser Endphase der Hauptrunde. Den ersten Abschluss verzeichneten die Gäste nach 7 Sekunden und die Grizzlys waren hochkonzentriert unterwegs. Keeper Roy war sofort gefordert und parierte gewohnt souverän. Mit dem ehemaligen Augsburger Machacek, der dort 2014/2015 agierte und in 43 Spielen beachtliche 35 Scorerpunkte verbuchte, hatten sie sicher einen hochmotivierten Akteur in ihren Reihen. Die ersten 5 Minuten gehörten ganz klar den Gästen, welche den Hausherren kaum Zeit zum Verschnaufen gönnte, weil sie u.a. auch mit vielen Positionswechseln dominierten. Erst in der 6. Spielminute verzeichnete Augsburg durch Magnus Eisenmenger den ersten Torschuss.
Im ersten Powerplay der Grizzlys musste Roy erneut bei brenzligen Situationen eingreifen. Kaum war diese Strafe zu Ende, musste gleich der nächste AEV Protagonist in die Kühlbox: es traf Trevelyan nach einem Beinstellen in der neutralen Zone. Wolfsburg zog ein gutes Überzahlspiel auf und konnte beide Strafzeiten schadlos überstehen. Nun war man selbst in Überzahl: Stieler fand in Strahlmeier seinen Meister. Die Gastgeber schafften es immer wieder, eng genug am Gegner dran zu sein und somit die Entfaltungsmöglichkeiten der Grizzlys einzudämmen.
Mit Mallet, der in der tschechischen Liga zuvor spielte und dort sogar zweimal Meister wurde, wurde die Kadertiefe zum Ende der Transferfrist bei den Gästen noch verstärkt. Saponari probierte es dann aus der Distanz und Augsburg demonstrierte eine sehr gute Rückwärtsbewegung und störte den Gegner früh beim Aufbau. Mit der Schlusssirene wurde noch eine Strafe gegen Wolfsburg erarbeitet.
Ein spannendes ausgeglichenes Match endete nach dem ersten Drittel torlos. Je länger das Spiel andauerte, desto besser kam Augsburg in diese Partie und verdiente sich das Remis.
Sternheimer: „Ja, die letzten Spiele liefen für meine Reihe sehr gut. Unsere Aufgabe ist Energie reinzubringen, nach vorne spielen und frech sein. Das ist bisher uns sehr gelungen. Wir wollten einen guten Start erwischen, das ist leider nicht gelungen, aber nach dem Powerbreak ist es besser geworden.“
Intensives Mitteldrittel zweier Teams auf Augenhöhe
Zu Beginn des Mittelabschnitts durfte Augsburg in Überzahl agieren: Button auf Wolfsburger Seite musste dann verletzt in die Kabine nach einem unglücklichen Zusammenprall. Dies bedeutete, die Gäste hatten nur noch 4 etatmäßige Verteidiger im heutigen Kader. Dann rettete der Pfosten für Strahlmeier, der schließlich die Scheibe final unter sich begrub und sicherte. Der Wolfsburger Goalie präferierte oft das direkte Spiel, wenn er den Puck fing; diese Spielweise zeichnete ihn oft aus.
Saponari musste nun wegen Haltens für 120 Sekunden in die Kühlbox, was die Zuschauer als fragwürdig erachteten. Die Hausherren verteidigten ihre Box aufopferungsvoll und leidenschaftlich, auch wenn sie dann viel Glück hatten bei einer großen Chance der Gäste, als Mingoia einen Pass zu viel spielte, über den Archibald überrascht wirkte. Die Begegnung wurde weiterhin verbissen und aggressiv geführt. Das Defensivverhalten der Panther zeigte sich mittlerweile stark verbessert.
Machacek scheiterte mit seinem Versuch am starken Roy und kurz danach war seine Kufe im Weg bei einem Augsburger Abschluss. Gottseidank kehrte Button wieder auf das Eis zurück, was die Wolfsburger Defensive stärkte. Das Match wurde nun hitziger und die Spannung war zu spüren. Beide Teams erspielten sich ihre Chancen, es war nur noch eine Frage der Zeit, wann es den ersten Treffer zu bejubeln gab. Strahlmeiers Maske war wieder im Mittelpunkt und die Energy Line des AEV holte erneut eine Strafe heraus.
Es wurde daraus bald eine zweifache Überlegenheit für die Hausherren, die nun gegen das Team mit der besten 3 vs. 5 Unterzahlstatistik ran durften. Wolfsburg überstand diese knifflige Konstellation und musste noch eine halbe Minute mit einem Mann weniger managen. Keeper Strahlmeier holte alles raus, was ging.
Diese hochkarätige Gelegenheit ließen die Augsburger ungenutzt, die nun selbst wieder mit einem Mann weniger unterwegs waren. Archibald scheiterte aussichtsreich an Roy und die Panther warfen sich energisch in die Schüsse. Die Begegnung war weiterhin hart umkämpft und lautete immer noch unentschieden.
Buttons Treffer entscheidet diese Partie
Für Dramatik war im Schlussabschnitt gesorgt und Augsburg probierte alles, um in Führung zu gehen. Dies schafften dann die Gäste in Person von Button in der 49. Spielminute. Der Puck sprang dabei denkbar unglücklich an die Außenkante des Torschützen, von dort die Scheibe dann ins Tor trudelte. Dieser Treffer war irgendwie symbolträchtig für diese Partie. Augsburg intensivierte seine Angriffsbemühungen und das Publikum peitschte das Team nach vorne.
Ein Knaller von Bittner, der an das Gestänge ging, wurde von den Schiedsrichtern nochmals überprüft. Zuvor gab es keine entsprechende Unterbrechung, d.h. falls der Treffer nachträglich gegeben worden wäre, hätte man die Uhr um etliche Minuten zurückdrehen müssen. Letztlich wurde auf kein gutes Tor entschieden und die Partie lief weiter.
Festerling scheiterte und auf der Gegenseite war wieder der aufmerksame Strahlmeier Endstation für die Panther. McClure visierte den Pfosten an, es war zum Haare ausraufen für die gut agierenden Hausherren, denen das nötige Quäntchen Glück bisher fehlte. Chancendichte und Qualität der Chancen auf Seiten der Gastgeber nahmen definitiv zu, doch dann brachte sich Augsburg wegen einer Bankstrafe wohl um den verdienten Lohn.
Es waren nun nur noch knapp 2 Minuten zu absolvieren. 30 Sekunden vor der Schlusssirene verließ Roy seinen Kasten, nun hieß es Alles oder Nichts, doch es war heute kein Vorbeikommen an Strahlmeier und seinem Defensivverbund. Auch der letzte Schuss wurde geblockt und Strahlmeier feierte seinen bereits sechsten Shutout in dieser Saison. Für Augsburg schien nun der Zug auf Platz 10 abgefahren zu sein, doch es standen noch 3 Partien auf dem Programm.
Pelletier: „We played a solid defensive game today, but we could not score. The refs saw the penalty differently at the end. It is not over till the last game of the season. It is still possible and we try to win the next one.”
Strahlmeier: „Es ging auch für uns um sehr viel, wir wollten uns festigen, um stark in die Playoffs starten. Es geht um die ersten 4 begehrten Plätze. Defensiv war wichtig heute, beim Powerplay ist noch Luft nach oben. Das Spiel war lange offen, das Spiel hat den Torhütern mehr Spass als den Fans gemacht. Anfangs sind wir gut rausgekommen, die gute Kommunikation mit den Verteidigern ist wichtig, um gut im Spiel zu bleiben. Wir spielen grad gutes Eishockey. Es ist wichtig momentan, es geht bei allen um viel, auch um das Heimrecht. Man kann sich nicht für ein Spiel freinehmen.“
47. Spieltag, 27.03.2022
Augsburger Panther – Grizzlys Wolfsburg 0:1 (0:0|0:0|0:1)
Tore:
0:1 |49| Button (DeSousa, Archibald)
1. Drittel Statistik: 6:12 Schüsse, 6:11 gewonnene Bullys, Strafminuten: 4:4
2. Drittel Statistik: 14:13 Schüsse, 12:15 gewonnene Bullys, Strafminuten: 4:4
3. Drittel Statistik: 13:9 Schüsse, 9:10 gewonnene Bullys, Strafminuten: 2:0
Haupt-Schiedsrichter: Schrader (GER) / Wilk (USA)
Zuschauer: 4.102
Aufstellung:
Augsburg: Roy, Graham, Gregorc, Puempel, Stieler, Payerl, Haase, Länger, Trevelyan, LeBlanc McClure, Valentine, Lamb, Clarke, Nehring Saponari, Bergman, Eisenmenger Magnus, Sternheimer, Miller.
Wolfsburg: Strahlmeier, Möser, Murray, Machacek, Gaudet, Mingoia, Button, Wurm, Archibald, DeSousa, Fauser, Bittner, Melchiori, Schinko, Festerling, Enlund, Nijenhuis, Mallet, Reichel.
Aktuelle Tabelle
Deutsche Eishockey Liga (PENNY-DEL)
Die Deutsche Eishockey Liga (PENNY-DEL) ist die höchste deutsche Eishockey-Spielklasse und wurde im Jahr 1994 gegründet. Am Spielbetrieb nehmen 15 Proficlubs (Kapitalgesellschaften) teil und der aktuelle DEL-Rekordmeister sind die Eisbären Berlin mit 8 Meisterschaften.
Mehr Informationen über die Deutsche Eishockey Liga erhalten Sie unter www.eishockey-statistiken.de

PENNY-DEL (Berlin/MA) Das war in Sieg mit einem lachenden und einem weinenden Auge für die Straubing Tigers. Zum einen konnten sie ihren vierten Platz weiter festigen, zum anderen verloren sie mit Benedikt Schopper bereits im ersten Abschnitt einen weiteren wichtigen Verteidiger. Das Spiel wurde im zweiten Abschnitt von den Eisbären gedreht. Die Freude dauerte aber nicht lange, denn den Niederbayern gelang ein fulminantes letztes Drittel, in dem sie dem Meister fünf Tore einschenkten.

(Foto: Citypress) Zweikämpfe gab es genug zwischen Berlin und Straubing
Spielverlauf:
Straubing schien etwas wacher nach der Zeitumstellung zu sein. Ex-Eisbär Tuomie kam gleich mit einem Lattentreffer zurück an die Spree. Aber die Gastgeber kamen nach einem etwas holprigen Beginn immer besser in Fahrt. Goalie Vogl musste immer mehr seinen Arbeitsnachweis erbringen.
Gegen Clark und Nielsen musste war er zweimal gefordert. Arbeit war auch das Stichwort für die Tigers. Sie mussten sich durch jede Zone durcharbeiten um ihre Chancen kreieren zu können. David Elsner brachte dann auch die Führung für die Gäste:
“Das Spiel war etwas zäh am Anfang, aber dann haben wir mehr Pucks aufs Tor bekommen. Berlin hat vier gute Reihen, aber durch die letzten Strapazen können die auch mal müde werden. Wir müssen die Scheibe immer schnell nach vorne bringen und die Eisbären beschäftigen. Für Schoppi hoffe ich, dass es schnell wieder gut wird.”
Kurz vor Ende des ersten Drittels lag Benedikt Schopper schmerzverzerrt auf dem Eis und musste auf der Krankentrage in die Kabine gebracht werden. Er krachte unglücklich in die Bande und verdrehte sich dabei das rechte Bein. Coach Tom Pokel war dadurch gezwungen, mit fünf Verteidigern das Spiel zu Ende zu bringen.
Das Auf und Ab in der Partie ging erst einmal weiter bis zum Ausgleich. Ab da lief es für die Hausherren um einiges besser. So war auch die Führung nach vierzig Minuten für Berlin in Ordnung. Denn diese Ordnung verloren die Tigers zunehmend bei den schnellen Gegenangriffen der Eisbären.
Marco Bassler: “Das erste Drittel war etwas wie Ping Pong. Keiner hatte so richtige Vorteile. Im zweiten Drittel sind wir besser geworden. Der Ausgleich hat uns gepusht und von da an lief es auch leichter.”
“Das gibt’s doch gar nicht” dröhnte es fünfmal aus den Lautsprechern in der Mercedes-Benz Arena im letzten Abschnitt und das dachten sich wohl auch die über 7.000 Zuschauer. Straubing drehte richtig auf, kam in Spiellaune und war nicht mehr zu halten.
Die Treffer waren allesamt gut herausgespielt, bwz. mit Kalkül immer zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein. Berlin hatte dem Treiben der Niederbayern nichts mehr entgegenzusetzen, die jetzt nach der Niederlage von Mannheim plötzlich reale Chancen haben, das Heimrecht in den Playoffs zu erreichen.
Der Raodtrip der Tigers geht weiter nach Iserlohn. Mit den Roosters wird man sich am Mittwoch messen. Berlin hingegen hat nur 48 Stunden Pause, bleibt aber in der Hauptstadt und bekommt es mit den Augsburger Panther zu tun.

(Foto: Citypress) Streiten sich zwei, freut sich der dritte
Stimmen zum Spiel:
Marcel Noebels: “Unser Tank war schon voll, aber fünf Tore in einem Drittel zu bekommen, das geht halt nicht. Wir hatten das Spiel eigentlich im Griff und ich sah jetzt Straubing auch nicht auf dem Weg, das Spiel zu drehen. Wir hatten dann zu viele Scheibenverluste und haben blöde Tore kassiert. Es lag an uns selbst, wir hätten heute schon gewinnen können.”
Sebastian Vogl: “Ich freue mich über den Sieg. Wir haben im letzten Drittel noch mal alles gegeben, müssen jetzt auch einige verletzte Spieler verkraften, aber bis jetzt läuft die Saison ganz gut. Natürlich haben wir jetzt ein neues Ziel und das ist Platz vier.”
Torfolge:
0:1 (16.) - Berlin war gerade nach einer Strafzeit wieder komplett, dadurch aber fehlte die genaue Zuordnung. David Elsner zog im hohen Slot ab und über den Innenpfosten ging der Puck ins Tor. 1:1 (31.) - Straubing agierte in Überzahl, aber Berlin konnte sich zu leicht befreien und wurde auch im eigenen Drittel nicht gestoppt. So konnte Blaine Byron vor das Tor ziehen und zum Ausgleich einschieben.
2:1 (38.) - Giovanni Fiore erkannte die schlechte Wechselsituation der Tigers und war auf der linken Seite nicht nur völlig frei, sondern auch schon einschussbereit. 3:1 (40.) - Ein schnelles Kurzpassspiel brachte Marcel Noebels in gute Schussposition und die Eisbären beendeten das zweite Drittel mit einem Doppelschlag.
3:2 (42.) - Auch die Tigers lauerten auf ihre Konterchancen. Schönberger setzte den Schuss an, Niederberger ließ prallen und David Elsner war zuerst mit dem Stock da und verkürzte. 3:3 (44.) Steilpass von Scheid auf Tyler Leier und der macht es sensationell gegen drei Eisbären, bekommt noch einen Stockcheck und trifft im Fallen gegen Niederberger.
3:4 (48.) - Straubing setzt zum zwei auf eins Konter an und Parker Tuomie zeigte es seinen alten Kollegen mit einem satten Schuss über die Fanghand von Niederberger. 3:5 (52.) - Puckverlust der Berliner an der gegnerischen blauen Linie, Jason Akeson startet durch und sorgt für die Vorentscheidung. 3:6 (59.) - Die Eisbären riskierten alles, vertendelten aber den Puck an der blauen Linie und Kael Mouillierat hatte keine Mühe mehr ins leere Tor zu treffen.
Spiel vom 27.03.2022
Eisbären Berlin - Straubing Tigers: 3:6 (0:1 | 3:0 | 0:5)
0:1 |16.| Elsner (Balisy, Leier)
1:1 |31.| Byron (Müller, Nielsen) - PK 1
2:1 |38.| Fiore (Byron)
3:1 |40.| Noebels (Zengerle, Boychuk) - PP 1
3:2 |42.| Elsner (Schönberger, Brandt)
3:3 |44.| Leier (Balisy, Scheid)
3:4 |48.| Tuomie (Kohl)
3:5 |52.| Akeson (Connolly)
3:6 |59.| Mouillierat (Akeson)
Schiedsrichter: Iwert / Rohatsch / Cepik / Ponomarjow
Strafzeiten: Berlin 4 - Straubing 4
Zuschauer: 7.051
Aktuelle Tabelle
Deutsche Eishockey Liga (PENNY-DEL)
Die Deutsche Eishockey Liga (PENNY-DEL) ist die höchste deutsche Eishockey-Spielklasse und wurde im Jahr 1994 gegründet. Am Spielbetrieb nehmen 15 Proficlubs (Kapitalgesellschaften) teil und der aktuelle DEL-Rekordmeister sind die Eisbären Berlin mit 8 Meisterschaften.
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PENNY-DEL (Nürnberg/HG) In der Arena Nürnberger Versicherung empfingen die Ice Tigers als Tabellensiebter den amtierenden deutschen Meister aus Berlin. Die Eisbären warteten mit einem Auswärtssieg vom Vortag in München auf, während die Franken einen Tag vorher bei den Red Bulls den Kürzeren zogen. Berlin zog in der Liga ungefährdet seine Kreise und festigte seinen ersten Platz souverän. Für Nürnberg ging es noch das Erreichen der Top 6. Beide bisherigen Auswärtspartien konnte Nürnberg für sich entscheiden, wohingegen ihr erstes Heimspiel klar gegen den heutigen Gegner verloren ging. Diese Scharte wollten sie heute Abend ausmerzen.
Schließlich gewannen die Eisbären Berlin auch ihr zweites Auswärtsmatch bei einem bayerischen Kontrahenten. Dieses Mal war ein Treffer 28 Sekunden vor der Schlusssirene spielentscheidend, der die Nürnberger Fans in ein Tal der Tränen schickte.

(Fotoquelle Birgit Eiblmaier)
Die Nürnberg Ice Tigers mussten kürzlich in der Landeshauptstadt einen Dämpfer im Kampf um die Top 6 der Liga hinnehmen und wollten heute unbedingt wichtige Zähler gegen den souveränen Tabellenführer einfahren. Bei den Hausherren konnte heute Kapitän Reimer wegen muskulärer Probleme nicht mit von der Partie sein. Bender kehrte dafür auf das Eis zurück. Goalie Treutle sollte es heute richten und seinen Vorderleuten die nötige Sicherheit verleihen.
Die Eisbären Berlin holten sich auch beim Rivalen in München alle drei Zähler und untermauerten im Top Spiel ihre Dominanz in der PENNY DEL, auch wenn sie von den letzten 5 Spielen nur 2 glatte Siege einstreichen konnten und 2 Matches erst nach Penaltyschiessen verloren. Gallionsfigur Hördler und Stürmer Clark wirkten heute nicht mit. Headcoach Aubin war mit dem Auftreten seiner Mannschaft in München mehr als zufrieden.
Ausgeglichene Partie, torloses Anfangsdrittel
Nürnberg begann schnell und druckvoll. Berlin war nur 24 Stunden nach dem München Spiel erneut im Einsatz. Fox schloss in vielversprechender Position ab, doch sein Schuss wurde im letzten Moment geblockt. Berlin kombinierte sich gewohnt flüssig durch die Zonen und strotzte nur so vor Selbstbewusstsein. Fleischer probierte es dann mal mit seiner Rückhand, verfehlte aber das Gehäuse knapp.
Dann durfte Nürnberg sogar für 54 Sekunden in zweifacher Überzahl agieren: die Ice Tigers suchten in ihrer Formation den idealen One-Timer, doch Berlin blockte super und verteidigte sein Haus. Die Eisbären kassierten in letzter Zeit kaum Gegentore und wiesen Liga weit das drittbeste Penalty Killing auf.
Treutle war dann hellwach bei einem Berliner Konter, Sodergrad konnte seinen Schläger nicht perfekt positionieren. Nürnberg biss sich immer an der kompakten Defensive der Eisbären fest, so mancher Pass kam an der blauen Linie nicht beim Mitspieler an, weil eine Berliner Schlägerspitze involviert war und den Nürnbergern kaum Zeit zum Verschnaufen blieb. Kislinger setzte dann seine Rückhand geschickt ein, doch die Fanghand von Ancicka war parat. Der Pfosten rettete dann für Berlin beim Schuss von Schmölz. 23 Sekunden vor der Sirene packte Ancicka einen doppelten Save aus, um den Rückstand zu verhindern.
In einem forsch gestalteten Match ohne viele Unterbrechungen trennte man sich mit einem Remis in die Kabine. Nürnberg verpasste es, seine doppelte Überzahl zu verwerten.
Jahnke: „Wir haben nicht schlecht gespielt, wir waren viel schneller, härter und konzentrierter als in München. Wir haben uns viel Zeit in der offensiven Zone erarbeitet, es fehlen nur noch die Tore. Wir dürfen den Berlinern wenig Raum geben, es fehlen noch die letzte Genauigkeit und das Quäntchen Glück zum Abschluss.“
Boychuk im Powerplay erfolgreich
Es war sicher interessant zu beobachten, ob und inwieweit die Gäste im zweiten Spiel kurz hintereinander Konditionsprobleme bekommen oder ob sie ihre Offensivbemühungen intensivieren würden. Bisher demonstrierten die Berliner weiterhin ein perfektes Auswärtsspiel, sie wirkten auch spritziger und kamen agiler aus der Kabine. Statistisch betrachtet fühlen sich die Eisbären im zweiten Drittel sehr wohl. Ein 2 auf 1 Konter konnten die Franken nicht ummünzen, weil Fox nicht selbst abschloss, sondern noch den Pass zum Mitspieler suchte. In dieser Situation wäre sein Egoismus durchaus berechtigt gewesen.
Nun bekam auch Berlin sein erstes Powerplay zugesprochen, doch die Gastgeber verteidigten sehr gut und effektiv. Für Verteidigungsexperten war diese Begegnung ein gutes Lehrstück. Im 4 gegen 4 prüfte Brown den Berliner Keeper, doch Ancicka ließ keinen Rebound zu, weil er auch stets den Winkel extrem klein machte für den Schützen. Parlett warf sich mannschaftsdienlich in einen Querpass.
Berlin war dann wieder in Überzahl; hier trafen sie drei Mal hintereinander nicht mehr, d.h. in dieser Disziplin war noch Luft nach oben. Und auch jetzt stemmten sich die Franken bravourös entgegen und überstanden diese brenzlige Konstellation.
Nach einer umstrittenen Strafe gegen Nürnbergs Friedrich dauerte es nicht lange, bis Boychuk in der 38. Spielminute zur Gästeführung einnetzte. Das schmeckte den Fans überhaupt nicht und sie machten ihrem Unmut Luft. Treutle parierte dann genial gegen Wissmann und Berlin wollte schnell nachlegen. Auch die Hausherren hatten ihre Chancen, doch erneut war Ancicka Endstation, auch wenn er mal seinen Schläger verlor. Danach wollte Brown den Ausgleich erzwingen, scheiterte jedoch.
Die Special Teams machten den Unterschied im zweiten Drittel und der Meister ging mit einem hauchdünnen Vorsprung ins letzte Drittel.
Wiederer: „Wir sind zufrieden mit der Führung, aber es ist noch viel Luft nach oben. Es ist bislang ein sehr zerfahrenes Spiel. Doch etwas ungewohnt unser erstes back to back match. Wir müssen einfacher mit simplen Pässen spielen, weiter hart arbeiten und bei unserem Spiel bleiben.“
Nürnberg drängt vehement auf den Ausgleich, der kurz vor Schluss auch fällt, doch Jensen sichert Berlin 3 Punkte
Im letzten Abschnitt war sofort zu spüren, dass die Ice Tigers den Umschwung wollten. Die Franken legten gleich druckvoll los und Friedrich hätte fast den genialen Aufbaupass von Mebus verwertet, doch an Ancicka war bisher kein Vorbeikommen. Brown war ein Aktivposten bei den Hausherren und Noebels war beim 3 auf 2 Konter glücklos, weil der Schläger von Mebus effektiv eingesetzt wurde. Neuzugang Bokk fügte sich in das Spiel der Eisbären hervorragend ein. Die Intensität nahm zu in dieser richtungsweisenden Partie für die Hausherren.
Nun stand Nürnbergs drittes Powerplay an und Berlin störte aggressiv und zielstrebig. Es gab sogar die Möglichkeit zum Unterzahl Konter. Die Zuschauer peitschten ihre Akteure nach vorne, die nun wieder in Überzahl agieren durften:
langsam musste es mal klappen mit einem Erfolgserlebnis, zumal in der zeitgleichen Blitztabelle der Penny DEL die Franken auf Rang 8 abrutschten. Jedes Tor wäre nun Gold wert, aber das Forechecking der Eisbären war bemerkenswert.
Dann jubelte Nürnberg kurz, aber die Schiedsrichter pfiffen die Aktion korrekterweise ab, weil Friedrich den Goalie behindert hatte. Dafür kassierte dieser nun die Strafzeit und Berlin hatte nun die Chance auf einen zweiten Treffer. Parlett hätte den Shorthander eintüten können, aber Ancicka hielt seinen Kasten weiterhin sauber. Bessere Gelegenheiten würde wohl Nürnberg nicht mehr bekommen, nur musste das Team um Coach Rowe diese mal nutzen.
Und diese Megachance bot sich dann als Ancicka einen ungewohnten Fehlpass fabrizierte und das Gehäuse leer war für den Nürnberger Spieler, der jedoch nur das Außennetz touchierte. Berlins Goalie erwies sich immer mehr als der Turm in der Schlacht, an dem scheinbar alles abprallte.
Sodergrad versuchte dann mal die Scheibe artistisch aus der Luft ins Tor zu befördern und kurz danach war der Pfosten die Rettung für Treutle. Es ging nun munter rauf und runter und endlich lag das Spielgerät zum ersten Mal hinter Ancicka im Berliner Tor. Jubelnder Torschütze war Sheehy in der 58. Spielminute, doch der Treffer wurde noch per Video analysiert, am Ende aber für gut befunden. Das war Balsam auf der Nürnberger Seele, denn diesen Ausgleich hatten sie sich redlich verdient. Nun wollte Nürnberg mehr und Brown scheiterte ein wiederholtes Mal am bärenstarken Ancicka.
Alles half nichts, denn unfassbare 28 Sekunden vor der Schlusssirene schockte Jensens Treffer ganz Nürnberg, das sich wohl schon auf die Overtime eingestellt hatte. Der Verteidiger Jensen fälschte dabei ganz unorthodox mit dem Rücken zum Tor den Puck ab. Dieser späte Treffer traf die Ice Tigers ins Mark, denn nun standen sie mit leeren Händen da.
Letztlich unterlagen die Ice Tigers, die ein sehr gutes Spiel zeigten, denkbar unglücklich den Eisbären Berlin, die mit diesem Last Second Goal die nächsten drei Punkte einfuhren.
Schmölz: „Es ist abartig bitter, es ist so bitter am Ende. Wir haben 60 Minuten super gespielt und waren bei 5 gegen 5 die bessere Mannschaft, haben aber zu viele Strafen gezogen.”
Wissmann: „Wir sind sehr froh über die 3 Punkte, es war ein harter Kampf gegen starke Nürnberger. Wir hatten nicht den besten Tag spielerisch, haben aber alles gegeben und gut dagegengehalten. Jensen war in Stürmermanier am Ende. Jeder Sieg ist wichtig, wir wollen uns gut auf die Playoffs vorbereiten und diese Spiele gut annehmen.“
51. Spieltag, 25.03.2022
Nürnberg Ice Tigers– Eisbären Berlin 1:2 (0:0|0:1|1:1)
Tore:
0:1 |38| Boychuk (Veilleux) PP1
1:1 |58| Sheehy (MacLeod, Schmölz)
1:2 |60| Jensen (Vielleux)
1. Drittel Statistik: 9:5 Schüsse, 6:10 gewonnene Bullys, Strafminuten: 0:4
2. Drittel Statistik: 8:15 Schüsse, 9:11 gewonnene Bullys, Strafminuten: 8:2
3. Drittel Statistik: 11:10 Schüsse, 14:7 gewonnene Bullys, Strafminuten: 2:4
Haupt-Schiedsrichter: Hoppe (GER) / Rantala (FIN)
Zuschauer: 3.899
Aufstellung:
Nürnberg: Treutle; Parlett, Bodnarchuk, Brown, Fleischer, Fox, Weber, Welsh, Schmölz, MacLeod, Sheehy, Pilu, Mebus, Friedrich, Jahnke, Lobach, Bender, Kislinger, Ustorf, Ribarik.
Berlin: Ancicka; Jensen, Wissmann, Bokk, Boychuk, Noebels, Ellis, Müller, Fiore, Byron, White, Depres, Mik, Sodergran, Zengerle, Veilleux, Baßler, Wiederer, Streu.
Aktuelle Tabelle
Deutsche Eishockey Liga (PENNY-DEL)
Die Deutsche Eishockey Liga (PENNY-DEL) ist die höchste deutsche Eishockey-Spielklasse und wurde im Jahr 1994 gegründet. Am Spielbetrieb nehmen 15 Proficlubs (Kapitalgesellschaften) teil und der aktuelle DEL-Rekordmeister sind die Eisbären Berlin mit 8 Meisterschaften.
Mehr Informationen über die Deutsche Eishockey Liga erhalten Sie unter www.eishockey-statistiken.de

PENNY-DEL (Bietigheim/MA) Die Straubing Tigers nutzten heute mit dem Sieg bei den Bietigheim Steelers die Gunst der Stunde und eroberten Platz vier in der Tabelle. Dazu reichte eine engagierte Leistung bei den Steelers und ein phänomenales Powerplay. Alle Treffer erzielten die Niederbayern mit einem Mann mehr auf dem Eis. Bietigheim konnte bei fünf gegen fünf, die sich bietenden Möglichkeiten nicht nutzen und kam so ins Hintertreffen.

(Foto: Citypress) Tyler Leier erzielte den ersten Treffer für die Tigers
Spielverlauf:
Die Gäste hatten im ersten Abschnitt deutlich mehr vom Spiel und hätten eigentlich mit einer Führung in die Pause gehen müssen. Doch Goalie McCollum war bestens aufgelegt und vereitelte immer wieder Großchancen der Tigers.
Die Niederbayern fingen immer wieder die Angriffe der Steelers ab und drehten sofort um auf die Offensive. Bietigheim konnte sich nur phasenweise zeigen, ging aber mit einem schmeichelhaften 1:1 in die Kabine.
Max Renner: “Gefühlt waren wir 17 Minuten lang im eigenen Drittel. Wir machen es denen viel zu leicht und können uns beim Goalie bedanken, dass der so gut hält. Da muss schon noch mehr von uns kommen.”
Die Hausherren griffen mehr ins Geschehen ein, als noch in den ersten zwanzig Minuten. Prompt bekamen auch die Tigers zunehmend Schwierigkeiten, konnten sich aber nach einigen Minuten von der Umklammerung wieder befreien. Die Puckgewinne in der Mittelzone waren dabei ein rentables Mittel.
Wieder klappte den Gästen ein Treffer in Überzahl. Sheen war im Anschluss schon wieder gefährlich, aber die Latte und Pfosten standen dem Ausgleich entgegen. So ging die offene Partie in den letzten Abschnitt mit einem hauchdünnen Vorsprüng für die Gäste.
Tyler Leier: “Unser Gegner spielt ganz gut und für uns ist es wichtig, zum einen die blaue Linie besser zu halten und zum anderen muss der dritte Stürmer beim Forecheck auf die Konter aufpassen. Im eigenen Drittel müssen wir nah am Gegner dran bleiben.”
Genau das taten sie Tigers im letzten Drittel. Sie machten weitestgehend hinten die Räume dicht. Auch Top-Torjäger Sheen wurde gut abgeschirmt und wie schon in beiden Dritteln zuvor, trafen die Gäste auch im letzten Abschnitt in Überzahl. Diesen Rückstand konnten die Steelers nicht mehr wettmachen, sie konnten in der Schlussphase nicht mehr zulegen und keinen Druck mehr auf die Niederbayern ausüben.
Straubing hat im Laufe der Zeit viel dazu gelernt, solche Vorsprünge ins Ziel zu bringen. Am Sonntag steht der nächste Akt Auswärts an, beim derzeitigen Tabellenführer den Eisbären Berlin. Die Steelers können nach der heutigen Niederlage der Krefelder Pinguine den Tabellenletzten am Sonntag in die zweite Liga schießen.

(Foto: Citypress) Riley Sheen konnte den zwischenzeitlichen Ausgleich erzielen
Stimmen zum Spiel:
Parker Tuomie: “Bietigheim hat vielen Teams das Leben schwer gemacht. Wir haben heute im Powerplay sehr gut gearbeitet. Wenn du so erfahrene Leute im Team hast wie Mike Connolly und andere, die wissen halt wie man Unterzahl und Überzahl spielt. Wenn wir in die Zukunft schauen, wissen wir, dass wie in den Playoffs einen starken Gegner bekommen und wir haben auch noch in der Vorrunde fünf schwere Spiele zu bestreiten.”
Rene Schoofs: “Das waren alles wichtige Spiele in letzter Zeit und wir konnten wichtige Punkte einfahren. Straubing hat gezeigt, dass sie ein super Team haben. Bei fünf gegen fünf haben wir kein Tor bekommen, aber das Unterzahl hat heute nicht so geklappt bei uns. Unser Fans standen aber immer hinter uns und haben uns die ganze Saison gepusht.”
Torfolge:
1:0 (8.) - Tyler Leier scheiterte noch mit seinem ersten Versuch, wurde dann aber im Slot frei gespielt und er konnte ungehindert zur Führung treffen. 1:1 (12.) - Toptorjäger Riley Sheen zieht über die rechte Seite rein, kann Brandt in Schach halten und dann rutscht sein Schuss durch die Ärmel von Parks zum Ausgleich.
1:2 (31.) - Die Tigers schlugen erneut im Powerplay zu. Mike Connolly war genau für eine Sekunde frei im Slot und dies wurde auch von Zuspieler Akeson so gesehen. 1:3 (46.) - Parker Tuomie fand in Überzahl keine Anspielstation, daher machte er es mit einem strammen Schuss selber und war erfolgreich.
Spiel vom 25.03.2022
Bietigheim Steelers - Straubing Tigers: 1:3 (1:1 | 0:1 | 0:3)
0:1 |08.| Leier (Elsner, Balisy) - PP 1
1:1 |12.| Sheen (Streetch)
1:2 |31.| Connolly (Akeson) - PP 1
1:3 |46.| Tuomie (Scheid, Parks) - PP 1
Schiedsrichter: Kopitz / Wilk / Hurtik / Schwenk
Strafzeiten: Bietigheim 8 - Straubing 6
Zuschauer: 2.533
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Deutsche Eishockey Liga (PENNY-DEL)
Die Deutsche Eishockey Liga (PENNY-DEL) ist die höchste deutsche Eishockey-Spielklasse und wurde im Jahr 1994 gegründet. Am Spielbetrieb nehmen 15 Proficlubs (Kapitalgesellschaften) teil und der aktuelle DEL-Rekordmeister sind die Eisbären Berlin mit 8 Meisterschaften.
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PENNY-DEL (Krefeld/RS) Heute Abend duellierten sich das Kellerkind aus Krefeld mit dem Tabellenzweiten aus Wolfsburg, auf dem Papier eine Formsache. Vor diesem Hintergrund erwies sich die heutige Hürde mit den zuletzt bärenstarken Grizzlys aus Wolfsburg sehr hoch. Die Pinguine mussten nach nur drei gesammelten Punkten aus ihren jüngsten sechs Matches dringend gewinnen, um die Hoffnung im Abstiegskampf aufrechtzuerhalten. Die Grizzlys holten letztlich drei leicht verdiente Punkte, ohne richtig herausgefordert zu werden und für Krefeld schien der Verbleib in der höchsten deutschen Eishockey Liga in immer weitere Ferne zu rücken.

(Fotoquelle Ralf Schmitt)
Wolfsburg hatte in den vergangenen Wochen lediglich bei Titelverteidiger und Spitzenreiter Eisbären Berlin verloren.
Krefeld pochte auf seine herausragende Disziplin, denn mit lediglich 6,76 Strafminuten pro Partie galten die Frackträger als das fairste Team in der Liga, wohingegen Wolfsburg stattliche 11,45 Strafminuten pro Spiel zu verzeichnen hatte; hier wurden die Grizzlys nur von Nürnberg noch überboten. Vielleicht half diese Statistik in der heutigen Begegnung, um den Turnaround einzuleiten.
Personell hatte Krefeld weiterhin einige Ausfälle zu verkraften. Nun kam der Ausfall von Sabolic wegen Corona noch erschwerend hinzu, immerhin konnte Höffel heute mitwirken. Das Lazarett hatte sich bei den Pinguinen immer noch nicht gelichtet, was die heutige Aufgabe zusätzlich herausfordernder gestaltete. Die Gesamtbilanz gegen den heutigen Gegner Wolfsburg lautete eigentlich mit 21 Siegen bei nur 12 Niederlagen vielversprechend für die Gastgeber, doch in den letzten 5 Partien war für die Seidenstädter nichts zu holen.
Wolfsburg war von Anbeginn das spielbestimmende Team, denn es ging in den ersten 10 Minuten fast nur in Richtung Krefelder Gehäuse. Nichtsdestotrotz gab es ein paar gefährliche heimische Nadelstiche, die durch den Top Scorer Lessio beinahe zum Erfolg geführt hätten. Die Gäste gingen durch Furchner in der 12. Spielminute in Führung, als er einen Schuss von Rech entscheidend abfälschte.
Für den objektiven Betrachter entstand das Gefühl, dass die Grizzlys nicht nur ein tolles Eishockey zelebrierten, sondern dass sie auch mit ihrem Gegner Katz und Maus spielten. Die logische Konsequenz war das schnelle 2 zu 0 durch Murray in der 17. Spielminute, was auch den Pausenstand nach dem ersten Drittel darstellte.
Nach Wiederbeginn füllten sich erstmal die Strafbänke ordentlich, denn binnen 3 Minuten verbrachten beide Teams, drei Mal sogar wegen eines Wechselfehlers, Zeit zum Nachdenken in der Kühlbox. Für die Pinguine wurde es dann auch brenzlig bei doppelter Unterzahl, doch die verstrich ungenutzt.
Ganz im Gegenteil sorgte dann Lessio mit seinem Treffer Mitte der Partie für etwas vage Hoffnung bei den Fans. Die Freude währte allerdings nur kurz, denn Archibald erstickte die aufflackernde Zuversicht mit seinem Tor in der 37. Spielminute jäh. Der Torschütze traf dabei in doppelter Überzahl.
Somit hatte die zwei Tore Führung für die Gäste auch nach dem zweiten Drittel weiter Bestand.
Der Tabellenzweite aus der Autostadt, wollte im 3. Abschnitt für eine schnelle Vorentscheidung sorgen, doch der KEV stemmte sich nach Kräften gegen die erneute drohende Niederlage so gut es nur ging. Der spielerischen und läuferischen Überlegenheit der Gäste war aus Krefelder Sicht kaum beizukommen.
Die Mannen von Coach Steward mussten sich jedoch bis zu den letzten zwei Minuten gedulden, um nochmals jubeln zu dürfen. Erst dann machten das vierte Tor durch Machacek (58.) und das Empty Net Goal von Enlund (60.) das Ganze klar.
Für die Krefeld Pinguine scheint wohl langsam endgültig die Abschiedstour zu beginnen. Nach fast 30 Jahren Erstklassigkeit ist der bittere Gang in die DEL2 wohl kaum noch abzuwenden. Das rettende Ufer gerät immer weiter aus den Augen!
58. Spieltag: Spiel vom 23.03.2022
Krefeld Pinguine - Grizzlys Wolfsburg 1:5 (0:2|1:1|0:2)
Scorer:
0:1 |12|Furchner (Bittner, Rech)
0:2 |17|Murray (Machacek, Gaudet)
1:2 |30|Lessio (Bracco, Lewandowski) PP1
1:3 |37|Archibald (Murray, DeSousa) PP2
1:4 |58|Machacek (DeSousa, Murray)
1:5 |60|Enlund (Gaudet, Machacek) Empty Net
Zuschauer: 1.607
Strafen: Krefeld 12 Minuten, Wolfsburg 6 Minuten
Hauptschiedsrichter: Stephen Reneau, Gordon Schukies
Linienrichter: Joep Leeermakers, Jan Philipp Priebsch
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Die Deutsche Eishockey Liga (PENNY-DEL) ist die höchste deutsche Eishockey-Spielklasse und wurde im Jahr 1994 gegründet. Am Spielbetrieb nehmen 15 Proficlubs (Kapitalgesellschaften) teil und der aktuelle DEL-Rekordmeister sind die Eisbären Berlin mit 8 Meisterschaften.
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PENNY-DEL (München/HG) In der Olympia Eishalle trafen die Red Bulls München auf die Nürnberg Ice Tigers zum bayerischen Derby. Oberbayern gegen Mittelfranken lautete das heutige Duell. Während München den Platz 2 im Visier hatte, schielte Nürnberg ganz klar noch auf einen Platz unter den Top 6 zum Ausklang der regulären Saison. Bisher hatte sowohl München als auch Nürnberg eine Begegnung für sich entschieden. Nürnbergs letzter Erfolg in München datierte schon weit zurück in den November 2019.
Schließlich besiegte München die Ice Tigers deutlich und verdient mit 4 zu 1 auch dank eines effektiven Powerplays, einer besseren Bully Quote und mehr geblockten Schüssen. Der amtierende Champion Berlin kann morgen kommen, die Red Bulls sind gerüstet für das Gipfeltreffen.
(Fotoquelle Citypress)
Die Red Bulls aus München kehrten nach zuletzt 6 Siegen in Serie mit einer Niederlage aus Wolfsburg an der Aller an das Oberwiesenfeld zurück und wollten heute wertvolle Zähler um den Kampf um Platz 2 in der Tabelle einfahren. Die Landeshauptstädter waren zuletzt sehr gut unterwegs und schafften es mittlerweile auch schnell, ihre Defensive zu stabilisieren und für Offensivpower zu sorgen.
Blum: „We addressed our game over the break. We make smart decisions and focus on defense first. We get better and improve constantly. We have a nice run now and are ready for the playoffs. We learnt from Wolfsburg, such losses better happen in regular season than in the playoffs.“
Die Nürnberg Ice Tigers reisten mit einem souveränen Heimsieg gegen das Schlusslicht aus Krefeld nach München und benötigte noch wichtige Punkte, um primär die Pre-Playoff Plätze zu sichern und vielleicht sogar noch unter die Top 6 zu rutschen. Die Franken lagen in Lauerstellung zu Bremerhaven, die nur knapp vor ihnen rangierten. Das Team um Coach Rowe konnte zuletzt wieder auf die Dienste seines Kapitäns Reimer zurückgreifen und hatte mit Pilu einen aussichtsreichen Kandidaten zur Wahl Junior des Jahres in seinen Reihen. Mit Parlett und Bodnarchuk waren zwei ehemalige Münchener im Kader der Franken. Stoa fehlte heute und Bender wurde geschont, dafür wirkten Kislinger, MacLeod und Jahnke wieder mit.
Bender: „Unser Coach hat so viele Qualitäten, die Kommunikation ist eine riesige Sache. Sein Verständnis vom Eishockey, seine Erklärungen sind super. Er bringt den richtigen Spruch zur richtigen Zeit und hat unglaublich viel Hockeywissen. Er ist einer der besten Trainer, den ich je hatte.“
Ribarik: „Was Tim Bender sagt, kann ich unterschreiben. Jeder hat das Gefühl, wichtig zu sein, egal ob es Reimer oder Pilu oder ich bin. Er ist sehr streng und verlangt viel, hat aber auch viel Respekt. Wir wollen unter die Top 6, so weit wie möglich. Wir schauen von Spiel zu Spiel, es sind noch einige offen. Wir wollen jeden Punkt mitnehmen. München ist eines der top Teams in der Liga. Wir müssen heute viel Schlittschuh laufen, Zweikämpfe gewinnen und viele scheiben vors Tor bringen. Wir wollen als Team agieren und harmonieren, um eine gute Chance zu haben.“
Smith und Ortega bedeuten einen zwei Tore Vorsprung
Für die Ice Tigers ging es nicht gut los, denn eine schnelle Strafe gegen Fox, der seinen Vertrag um ein Jahr verlängert hatte, führte gleich nach nur 27 Sekunden zur schnellen Führung für die Hausherren. Die vielen Strafzeiten mussten die Nürnberger unbedingt in den Griff kriegen, das war noch ein großes Manko bei den Franken. Torschütze war Smith in der 3. Spielminute, der mutterseelenallein vor Dubeau einschieben durfte. Hier stimmte die Zuordnung überhaupt nicht.
Für München war dies ein Auftakt nach Maß, denn unmittelbar danach kamen sie erneut zu einem Überzahlspiel, das dieses Mal nicht umgemünzt werden konnte. Dies war wichtig aus Sicht der Gäste, um im Spiel zu bleiben und nicht allzu schnell die Felle davonschwimmen zu sehen. Nürnberg fand besser in die Partie, doch ein genialer Pass von Ehliz auf Ortega verwertete dieser zum zweiten Treffer der Red Bulls in der 9. Spielminute. Dies war der nächste Nackenschlag für die Ice Tigers. Erste körperliche Duftnoten wurden auch ausgesandt, denn Ribarik und O’Brien durften sich abkühlen.
Dubeaus Fanghand war nun auch schon warmgeschossen und seine Vorderleute erarbeiteten sich stetig gute Gelegenheiten zum Anschlusstreffer. Die Begegnung verlief nun auf Augenhöhe, doch die Gastgeber erwiesen sich als ständig brandgefährlich bei ihren zielstrebigen Vorstößen. Defender O’Brien war heute on Fire was seine verbalen Auseinandersetzungen anging.
Schließlich verabschiedete man sich mit einer zwei Tore Führung zugunsten der Hausherren in die erste Pause.
Fleischer: „Wir wollten das Spiel in die Hand nehmen, was uns nicht direkt gelungen ist. Wir wollen nun angreifen und die Aufholjagd beginnen. Wir müssen mehr Ideen suchen und unsere Chancen besser nutzen, dann bin ich zuversichtlich.”
Kastner markiert den dritten Treffer und Brown bringt seine Farben heran
Nürnberg wollte sicherlich an seine letzten guten Wechsel aus dem ersten Drittel nahtlos anknüpfen, doch zunächst war München spielbestimmend. Ein 4 auf 2 Konter wurde vom Schläger von Mebus gerade noch vereitelt. Im Gegenzug rettete die Latte für Haukeland. Die Gastgeber konnten sich nun nur mit mehreren Icings befreien und die Franken mussten versuchen die richtige Balance zwischen Offensive und Defensive finden, um heranzukommen. Dann war schon wieder ein Münchener Akteur, Kastner, komplett frei vor Dubeau und konnte per Rückhand in der 25. Spielminute zum 3 zu 0 einnetzen. Wie schon beim ersten Münchener Treffer passte der Defensivverbund nicht auf.
Nun war Nürnberg gefordert und Lobach traf mit einem satten Fernschuss den Innenpfosten. Die Gäste hätten sich jetzt den ersten Treffer redlich verdient. Die Red Bulls betrieben ein aggressives Forechecking in der Nürnberger Zone. Ortega scheiterte bei seinem Solo am aufmerksamen Dubeau. Eine schnelle Kombination der Hausherren ging am Gehäuse vorbei, weil Tiffels knapp verzog.
Die Ice Tigers bemühten sich, doch sie blieben weiter glücklos. Ihre Auswärtsbilanz in der Liga wollte das Team um Headcoach Rowe definitiv aufbessern, es war nach etlichen Heimspielen die erste Partie in der Fremde.
Mit ihrem ersten Powerplay in diesem Match gab es nun eine vielversprechende Möglichkeit für die Gäste, das in den letzten 5 Spielen sehr gut geklappt hatte. Die Franken zogen ein sehenswertes Überzahlspiel auf, doch einmal hätte Mauer fast den Shorthander realisiert. Es fehlten bei den Nürnbergern die zwingenden Abschlüsse trotz gefälligen Passstafetten.
50,2 Sekunden vor der Sirene war es dann doch passiert und das war psychologisch eminent wichtig für die Gäste, denn Brown hämmerte den Puck unhaltbar ins Netz. Nun war wieder alles drin für die Ice Tigers im Schlussabschnitt, die sich auf die Künste von Dubeau verlassen konnten, der auch noch beim letzten Bully eingreifen musste.
Kastner: „Wir müssen konsequenter spielen, haben zwei Drittel super gespielt. Das Gegentor war unnötig, so ist halt Eishockey. Wir müssen aus dem Wolfsburgmatch lernen, wie man mit einer zwei Tore Führung umgeht. Schüsse zum Tor bringen, unsere Torgefahr ausspielen, die Rebounds nutzen und Verkehr kreieren.“
Parkes mit Überzahltreffer zum klaren Sieg
Nach wenigen Sekunden im Schlussabschnitt hatte München gleich die nächste Gelegenheit, um den Vorsprung auszubauen. Nürnberg musste nun mehr investieren und den Angriffsdruck merklich erhöhen, doch eine Strafe bremste die Franken aus. Sünder und Ex- Münchener Bodnarchuk bekam neben der kleinen Strafe noch eine 10-minütige Disziplinarstrafe aufgebrummt. Somit erwies er seinem Team einen Bärendienst.
Vielleicht half den Franken ihre famose Shorthander Statistik, denn bereits 10 Treffer in Unterzahl waren auf ihrem Konto. Alles half nichts, denn Parkes nutzte das Powerplay eiskalt aus und bestrafte die Disziplinlosigkeit der Gäste eiskalt. Dies schien nun eine Mission impossible für Nürnberg zu werden in den verbleibenden 13 Minuten. München kombinierte sich nun teilweise in einen Rausch und die Franken mussten sich was einfallen lassen. Haukeland parierte gleich zweimal gegen Brown, das wäre die Antwort gewesen. Der Goalie der Red Bulls stand nun des Öfteren im Mittelpunkt des Geschehens. Im 2 auf 1 spielten die Franken es zu kompliziert.
Die Uhr tickte gnadenlos herunter aus Sicht der Gäste und München verwaltet den klaren Vorsprung souverän. Youngster Lutz machte wieder einen respektablen Eindruck; sein Schuss blieb am rechten Schoner von Dubeau hängen, nachdem Abeltshauser ihm die Scheibe perfekt in den Lauf spielte. Tiffels Versuch zielte knapp am Gehäuse von Dubeau vorbei und die letzten 120 Sekunden brachen an.
Letztlich sicherten sich dominante Münchener einen deutlichen 4 zu 1 Heimsieg gegen Nürnberg und waren damit bestens gerüstet für das morgige Gipfeltreffen gegen den Tabellenführer aus Berlin.
Brown: „We did not play our game today, we made too many mistakes, had turnovers and breakaways. We were prepared but did not show up. We will have some video analysis and will come back. We have to start getting some points, our goal is still the Top 6.“
Tiffels: „Heute haben wir besser verteidigt, wenig zugelassen und auch keine Konter bekommen. Das kam nicht vor. Tore schießen wollen wir auf jeden Fall, es hätte auch höher ausfallen können. Man hat einige Optionen vor dem Tor, darüber freuen wir uns heute.“
58. Spieltag: DEL Spiel vom 23.03.2022
EHC Red Bull München – Nürnberg Ice Tigers 4:1 (2:0|1:1|1:0)
Tore:
1:0 |03| Smith (Ortega, Blum) PP1
2:0 |09| Ortega (Ehliz)
3:0 |25| Kastner (Szuber, Mauer)
3:1 |40| Brown
4:1 |47| Parkes (Tiffels, Seidenberg) PP1
1. Drittel Statistik: 13:8 Schüsse, 6:12 gewonnene Bullys, Strafminuten: 2:6
2. Drittel Statistik: 15:7 Schüsse, 19:3 gewonnene Bullys, Strafminuten: 2:0
3. Drittel Statistik: 10:8 Schüsse, 9:8 gewonnene Bullys, Strafminuten: 0:12
Haupt-Schiedsrichter: Rohatsch (GER) / Rantala (FIN)
Zuschauer: 1.514
Aufstellung:
München: Haukeland; Szuber, Blum, Ehliz, Smith, Ortega, O`Brien, Redmond, Lutz, Hager, Schütz, MacWilliam, Seidenberg, Tiffels, Street, Parkes, Abeltshauser, Gogulla, Kastner, Mauer.
Nürnberg: Dubeau; Bodnarchuk, Parlett, Schmölz, Fleischer, Brown, Welsh, Weber, Reimer, MacLeod, Fox, Pilu, Mebus, Sheehy, Ustorf, Friedrich, Lobach, Kislinger, Jahnke, Ribarik.
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PENNY-DEL (Straubing/MA) Dieses Spiel hätte auch locker mit mehr als zehn Toren enden können. Selten, dass am Pulverturm eine gegnerische Mannschaft auf 37 Torschüsse in dieser Saison kam. Umso unerklärlicher, dass beide Teams beste Möglichkeiten reihenweise vergaben. Was natürlich wiederum beide starke Goalies ins Spiel brachte. Am Ende war es die eine Strafe zu viel, der eine entscheidende Zweikampf mehr, die eine bessere Entscheidung, die Straubing zu den drei Punkten führte.

(Foto: Citypress) Sandro Schönberger kommt derzeit aus dem Jubeln nicht mehr raus
Spielverlauf:
Auch bei 10 - 15 Torschüssen kamen die Tigers zu den qualitativ besseren Chancen im ersten Abschnitt. Wieder war es der Kapitän, der Straubing zuerst auf das Scoreboard brachte. Aber die DEG kam mit positivem Gemüt an der Donau an und das zeigten sie auch.
Unbeeindruckt von der Heimstärke der Tigers erspielten sie sich durch schnelle Turnovers gute Chancen, kamen zu zwei von drei möglichen Toren, weil einmal Zimmermann für seinen geschlagenen Goalie in die Bresche sprang.
David Elsner: “Gegen die DEG geht es immer auf und ab. Wir hätten uns beim zweiten Gegentor besser anstellen müssen. Das war alles noch nicht so unser Eishockey. Wir müssen von hinten heraus schneller spielen und ein gutes Forechecking ansetzen.”
Es war schon erstaunlich, dass der zweite Abschnitt torlos blieb, obwohl beide Teams offensiv gegenüber den ersten zwanzig Minuten noch aktiver wurden und noch bessere Chancen hatten, blieb der Kasten bei beiden Goalies wie zugenagelt. Pantkowski und Parks spielten sich die Paraden quasi gegenseitig zu.
Auch das Momentum in der Offensive wechselte ständig. Straubing muss sich aber etwas mehr die mangelnde Chancenverwertung vorwerfen lassen, steuerten doch Leier und Mouillierat jeweils allein auf das Tor der DEG zu.
Alexander Ehl: “Ich denke, es war ein ausgeglichenes Drittel. Im Powerplay müssen wir mehr daraus machen und selber von der Strafbank wegbleiben. In der eigenen Zone müssen wir härter spielen, ansonsten so weitermachen und alles reinhauen was wir haben.”
Mit dem Vergeben von Chancen ging es auch im letzten Drittel gnadenlos weiter. Teilweise hochkarätige Möglichkeiten wie durch Akeson, halb leeres Tor, oder MacAulay der nur die Latte traf wurden vergeben. Eine kurze Schrecksekunde gab es aufseiten der Gäste. Marco Nowak sackte auf der Ersatzbank zusammen, wurde sofort von den Ärzten behandelt und konnte schnell wieder weitermachen.
Straubing kämpfte sich förmlich zum Sieg durch die richtigen Entscheidungen in der Crunchtime, als zuletzt sogar Pantkowski für einen sechsten Feldspieler platz machte. Es war wohl eine Strafzeit zu viel für die DEG, was am Ende den kleinen aber feinen Unterschied ausmachen sollte.
Stimmen zum Spiel:
Tobias Eder (DEG): “Wir haben uns letztendlich selbst ins Knie geschossen und im letzten Drittel zu viele Strafen genommen. Über weite Strecken haben wir aber ein gutes Spiel gezeigt, hätten etwas intelligenter spielen müssen. Wir haben jetzt noch drei Spiele, da wollen wir alles geben und Platz sechs haben wir noch nicht abgehakt.”
Mike Connolly (Straubing): “Das sind sehr wichtige Punkte für uns heute. Wir haben über 60 Minuten nicht immer gut gespielt, aber am Ende einen Weg gefunden, um das Spiel für uns zu entscheiden. Ich hatte heute schon den ganzen Tag über ein sehr gutes Gefühl und es hat mich nicht getäuscht.”

(Foto: Citypress) Kael Mouillierat setze den 4:2 Schlusspunkt
Torfolge:
1:0 (6.) - Straubing ließ nicht locker, Elsner stibitzte die Scheibe und seinen Schuss konnte Pantkowski nur nach vorne abprallen lassen. Sandro Schönberger, der sich noch zum Goalgetter entwickelt, nutzte den Rebound zur Führung. 1:1 (8.) - Die DEG schaltete schnell von Verteidigung auf Angriff um. Eine drei auf zwei Situation vollendete Tobias Eder zum Ausgleich.
1:2 (15.) - Düsseldorf umkreiste das Tor, bis zur perfekten Schusspositon. Carter Proft zog ab und Parks war die Sicht komplett verdeckt. 2:2 (18.) - Die Tigers hatten seit drei Spielen nicht mehr in Überzahl getroffen. Jason Akeson zog einfach mal ab und drin war das Ding.
3:2 (51.) - St.Denis leitete in Überzahl den Puck zu Mouillierat, der energisch in den Slot ging. Mike Connolly drückte dann den Puck in Richtung Pantkowski, der dann mit seinem eigenen Schlittschuh den Puck unglücklich über die Linie brachte. 4:2 (59.) - Akeson gab nicht nach und sein Einsatz wurde durch Kael Mouillierat belohnt, der nur noch das leere Tor vor sich hatte.
Spiel vom 23.03.2022
Straubing Tigers - Düsseldorfer EG: 4:2 (2:2 | 0:0 | 2:0)
Tore:
1:0 |06.| Schönberger (Elsner, Zimmermann)
1:1 |08.| Eder (Fischbuch, O’Donnell)
1:2 |15.| Proft (Zitterbart)
2:2 |18.| Akeson (Connolly, St.Denis) - PP 1
3:2 |51.| Connolly (Mouillierat, St.Denis) - PP 1
4:2 |59.| Mouillierat (Akeson) - EQ
Schiedsrichter: Hunnius / Schrader / Hancock II / Merk
Strafzeiten: Straubing 6 - Düsseldorf 10
Zuschauer: 3.173
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PENNY-DEL (Augsburg/HG) Im Curt-Frenzel-Stadion empfingen die Augsburger Panther heute Abend den Tabellennachbarn Kölner Haie, welche genauso wie die Hausherren noch auf den zehnten Platz schielten, der zur Pre-Playoff Teilnahme berechtigte. Letztendlich würde wohl die Anzahl der Spiele bzw. der Punktequotient darüber entscheiden:
Der AEV hatte inklusive dieser Partie bis zum Ende der regulären Spielzeit nur noch 6 Begegnungen zu absolvieren, d.h. 4 Matches entfielen bzw. würden nicht mehr stattfinden angesichts des dichten Spielplans der DEL, der wegen Corona durcheinandergewirbelt wurde. Die Haie hätten mit dieser heutigen Partie bereits 54 Spiele realisiert und würden wohl am Ende auch die kompletten 56 Spiele auf dem Buckel haben. Im Endeffekt musste Augsburg hoffen, dass auch Bietigheim Federn lassen würde im Laufe der nächsten Wochen, um vielleicht doch noch den begehrten Rang 10 zu ergattern.
Schließlich gewannen die Kölner Haie auch die vierte Begegnung gegen Augsburg durch ein Tor des Willens von Maxi Kammerer in der vorletzten Minute der Verlängerung.

(Fotoquelle Dunja Dietrich) Pogge war oft im Mittelpunkt
Augsburg konnte von seinen letzten 4 Heimspielen nur 2 nach regulärer Spielzeit für sich entscheiden und holte zumindest gegen den anderen tabellarischen Konkurrenten aus Bietigheim 1 Zähler, der sich vielleicht noch als wertvoll erweisen könnte. Gegen die ebenfalls schwächelnden Kölner musste unbedingt die Offensivpower zurückgewonnen werden, denn mit bisher nur 127 Treffern war nur Schwenningen noch schwächer. Campbell wirkte heute nicht mit.
Payerl: „It is special to have 5 games at home. It will be physically hard tonight and I hope to bring the energy tonight. I am trying to be in the right positions and recently I got the right passes to score. We worked on some skills like shooting and skating and worked on systems. It is about the individual skills and minor details need to be improved. We are trying to get better. It will be huge tonight. There are only 4 games left, so it is very important for us to get those points.“
Köln reiste mit drei Niederlagen in Folge nach Schwaben in die Fuggerstadt und konnte bisher alle drei Begegnungen mit dem AEV siegreich gestalten. Das machte den Jungs um Headcoach Krupp bestimmt Mut, um auch im Spiel 4 entscheidende Punkte mitzunehmen im Kampf um die Playoffs. Die Haie mussten unbedingt ihr Augenmerk auf das Mitteldrittel legen, in dem sie beim vergangenen Heimspiel gegen München gleich 3 Buden kassierten und somit das Match leichtfertig aus der Hand gaben. Der ehemalige Augsburger Matsumoto war bestimmt hochmotiviert. Barinka, Marcel Müller, Howden und Ugbekile fehlten im Line Up.
Matsumoto: „Wir hatten einen guten Start in die Saison, danach haben wir ein paar Fehler gemacht und schlechte Ergebnisse bekommen. Das ist sehr schade. Ja wir kämpfen um die Playoffs, wir brauchen die letzten 9 Punkte. Heute ist es sehr wichtig. Es ist eines der besten Stadien in der DEL hier, deren Team ist sehr stark, die Menschen sind spitze. Heute müssen wir kämpfen und hoffentlich gewinnen wir.“
Dank Olver führte Köln
Beide Mannschaften zählten zu den Gründungsmitgliedern der Liga. Es gab bisher 111 Begegnungen zwischen diesen beiden Teams mit 50 Siegen für Augsburg und 61 Erfolgen für Köln. Guter Start für die Hausherren, die auch heute wieder angesichts von Hockey Diversity in speziellen Jerseys aufliefen. Maximilian Eisenmenger testete nämlich gleich mal das Gestänge der Kölner. Die Panther entwickelten sofort viel Druck, unterstützt von den auch heute wieder zahlreich anwesenden Fans, und verbuchten auch schon gute Möglichkeiten.
Die Haie waren nicht weit genug am Mann dran, so dass Pogge von Beginn an gut beschäftigt war. Einmal lag die Scheibe kurz an seiner Schiene, was er nicht sofort bemerkte, aber seine Vorderleute erkannten die pikante Lage und froren sie gemeinschaftlich ein. Mitte des Drittels befreiten sich die Gäste ein wenig vom Druck des AEV und starteten ihrerseits gefährliche Gegenstöße. Payerls Abschluss wurde dann eine sichere Beute von Pogge und McClures Versuch wurde von Zerressen geschickt abgeblockt.
Kölns erstes Powerplay wurde von den Panthern gut verteidigt und es blieb beim torlosen Remis. Das Schussverhältnis war inzwischen ausgeglichen und die Stimmung auf den Rängen war fantastisch. Die Fans sollten heute der lautstarke siebte Mann sein!
In der 16. Spielminute gingen jedoch die Gäste durch Olver in Front. Sein Schuss hoch oben ins kurze Eck war perfekt getimt. Die Verteidiger der Augsburger waren in dieser Situation ein wenig unsortiert, denn die Zuordnung fehlte. Dann agierten die Gastgeber zum ersten Mal in Überzahl und erspielten sich eine Top Chance, doch Pogge begrub letztlich das Spielgerät unter sich, weil er sich geschickt seitlich wegdrehte. Pogge entschärfte brenzlige Momente vor seinem Kasten, vor allem beim Nachfassen von Saponari, als er seinen linken Schoner blitzschnell positionierte.
Köln war sehr effektiv im ersten Abschnitt und nahm eine knappe Führung mit in die Kabine. Die Panther zeigten ein gutes Match und brauchten sich nichts vorwerfen lassen.
Gregorc: „We played pretty good defense, but one mistake costed the goal. We keep it like this and create somehow something. We need to be more humble in front of the net and get those rebounds as well as putting the pucks to the net.“
Magnus Eisenmenger gleicht aus
Zu Beginn des Mittelabschnitts hatten Matsumoto und Zerressen gute Einschussmöglichkeiten, doch Roy behielt die Übersicht. Die ersten Minuten gehörten den Gästen, welche die Aufbaufehler bei den Panthern des Öfteren nutzten. Auf der Gegenseite wurde der Fernschuss von Haase gefährlich vor Pogge von Eisenmenger abgefälscht. Dann enteilte Dumont in der 22. Spielminute allen Augsburgern und konnte nur unfair gestoppt werden, was einen Penalty zur Folge hatte, den Matsumoto übernahm aber an Roy scheiterte.
Köln hatte weiter Schwierigkeiten, die Mitspieler ideal anzuspielen und musste das eine oder andere Icing in Kauf nehmen. Auch die Hausherren hatten Probleme beim ordentlichen Spielaufbau. Im 2 auf 1 Konter fischte Roy den Schuss von McIntyre, der einen Uni Abschluss in Wirtschaft innehatte, locker herunter. Dann erlöste Magnus Eisenmenger seine Farben mit seinem Ausgleich in der 27. Spielminute; er stand goldrichtig zum Einnetzen.
In eigener Unterzahl hatte Trevelyan dann sogar die Konterchance, als er Edwards die Scheibe abluchste doch in Pogge seinen Meister fand. Der AEV hielt sich schadlos, auch weil Clarke zum richtigen Zeitpunkt mit seinem Schläger die Scheibe rausbugsierte. Clarkes Solo wurde von Pogge pariert. Ein genialer Pass auf den durchstartenden Uvira blieb in der flinken Fanghand von Roy hängen. Augsburg war optisch überlegen, musste aber immer vor den Kontern der Haie auf der Hut sein. Maximilian Eisenmenger wollte es seinem Bruder gleichtun und ebenfalls treffen, aber die Scheibe fand nicht den Weg ins Tor.
Die Hausherren wirkten zielstrebiger als die Kölner, bei denen nicht zum sehen war, dass es für sie eminent wichtig war, heute alle drei Punkte mitzunehmen, um noch den zehnten Platz zu ergattern. Der AEV wollte es viel mehr und Köln fokussierte sich primär auf Verwaltung des momentanen Remis. Dann entwischte Chrobot den Augsburger Verteidigern und wurde gefoult. Lamb saß nun zum zweiten Mal in der Kühlbox. Und schon wieder konterten die Panther und nahmen somit Zeit von der Uhr. Kurz vor der Sirene verzeichneten die Haie noch zwei gute Gelegenheiten durch Matsumoto und Edwards und man trennte sich unentschieden in die zweite Pause.
Kammerer: „Wie hatten ganz gute Chancen, aber Augsburg verbrachte mehr Zeit in der Offensive. Wir müssen einen Gang hochschalten, dann wird es spannend. Der Druck geht nicht spurlos an uns vorbei, für beide Teams ist es heute wichtig. Wir spielen bisher 40 Minuten sehr gut und haben noch Powerplay zu Beginn des letzten Drittels, um in Führung zu gehen.“
Kammerers famoses Solo bringt Köln den Extrapunkt in der Verlängerung
Mit gut 40 Sekunden in Überzahl startete Köln in diesen Schlussabschnitt, doch der AEV überstand die numerische Unterlegenheit und als Sünder Lamb von der Strafbank zurückkam, zog er sofort ab doch Pogges Fanghand war Endstation. Dann verbrachte Kapitän Lamb heute schon seine dritte Auszeit auf der Strafbank und Kölns solides Powerplay blieb erneut wirkungslos. Kurz danach verpasste Nehring auf Zuspiel von Clarke, weil Pogge hellwach war.
Die Zuschauer wurden stimmgewaltiger, wohlwissend, dass ihre Mannschaft unbedingt einen Dreier einfahren sollte, um nach 2018/2019 erneut in die Playoffs zu gelangen; es wäre das 13. Mal in der Historie. Damals scheiterte Augsburg unglücklich an München. Nehring fälschte einen Schuss von Maximilian Eisenmenger brandgefährlich ab und die Panther übten gehörig Druck aus. Beide Goalies demonstrierten bisher ihre Klasse und ließen die Stürmer schier verzweifeln. Die Partie war schnell und wurde wenig unterbrochen. In einer Sequenz lief das Spiel nahezu 7 Minuten in einem Fluss durch.
Nun durfte der AEV wieder im Powerplay agieren: Gregorc Schuss wurde knapp abgefälscht, doch mit Ablauf der Strafe netzte Puempel scheinbar hoch oben im linken Kreuzeck ein, doch der Videobeweis musste aufklären, ob die Scheibe mit vollem Umfang hinter der Linie aufkam. Dies wurde abgelehnt, weil es für die Schiedsrichter extrem schwierig erschien, diese knifflige Entscheidung zu fällen.
Die Partie wurde nun hektischer und die Dramaturgie hätte nicht intensiver sein können. Beide Mannschaften mussten irgendwie den finalen Punch setzen, es waren nur noch 3 Minuten zu spielen. Die heimischen Fans trieben die Panther nach vorne. 45 Sekunden vor der Sirene kullerte die Scheibe vor Pogge vorbei.
Schließlich ging es in die Verlängerung und für Köln war wohl dieser eine Zähler, den man Stand jetzt im Gepäck hatte, zu wenig bei noch ausstehenden zwei Matches.
Nach nur 4 Sekunden hatte Trevelyan die Entscheidung auf seinem Schläger. Dann rettete Roy gegen Uvira und McClure umkurvte die Kölner Verteidigung ohne Fortune am Ende. Es blieb hochspannend bis Kammerer mit einem wahren Kraftakt den Siegtreffer für die Gäste markierte, als er von ganz hinten im coast to coast nach vorne marschierte und Roy umkurvte.
Olver: „It was a great goal of Maxi. We were very stingy in the defense and Pogge made a great game. It will be a good bus ride home for us. Two games are left for us, it was a little help here. I do not know, if it will be enough.“
Puempel: „I had a good feeling, I thought it was in. The decision was goal on ice, so it had to be overturned. We were not very happy about this decision. Watching once more we were not sure, if they had listened to us. It was a tough situation to clarify, we deserved the win. Tough points to lose, we really played well. It was a tough loss.“
58. Spieltag, 22.03.2022
Augsburger Panther – Kölner Haie 1:2 n.V. (0:1|1:0|0:0|0:1)
Tore:
0:1 |16| Olver (Uffing, Uvira)
1:1 |27| Eisenmenger Magnus (Sternheimer, Graham)
1:2 |64| Kammerer
1. Drittel Statistik: 12:10 Schüsse, 10:16 gewonnene Bullys, Strafminuten: 2:2
2. Drittel Statistik: 15:10 Schüsse, 11:13 gewonnene Bullys, Strafminuten: 8:2
3. Drittel Statistik: 10:11 Schüsse, 5:10 gewonnene Bullys, Strafminuten: 2:4
Overtime Statistik: 1:2 Schüsse, 1:0 gewonnene Bullys, Strafminuten: 0:0
Haupt-Schiedsrichter: Rohatsch (GER) / MacFarlane (USA)
Zuschauer: 4.234
Aufstellung:
Augsburg: Roy, Graham, Gregorc, Puempel, Payerl, Saponari, Haase, Rogl, Trevelyan, LeBlanc McClure, Lamb, Valentine, Clarke, Nehring, Eisenmenger Maximilian, Länger, Eisenmenger Magnus, Sternheimer, Miller.
Köln: Pogge, Sieloff, Holos, Ferraro, McIntyre, Thuresson, Müller, Edwards, Kammerer, Matsumoto, Chrobot, Roach, Zerressen, Uffing, Olver, Uvira, Sennhenn, Dumont, Sill, Oblinger.
Aktuelle Tabelle
Deutsche Eishockey Liga (PENNY-DEL)
Die Deutsche Eishockey Liga (PENNY-DEL) ist die höchste deutsche Eishockey-Spielklasse und wurde im Jahr 1994 gegründet. Am Spielbetrieb nehmen 15 Proficlubs (Kapitalgesellschaften) teil und der aktuelle DEL-Rekordmeister sind die Eisbären Berlin mit 8 Meisterschaften.
Mehr Informationen über die Deutsche Eishockey Liga erhalten Sie unter www.eishockey-statistiken.de

PENNY-DEL (Mannheim/MH) Zum zweiten Derby binnen weniger Tag kamen die Schwenninger Wild Wings in die Heimstätte der Adler Mannheim. Für Schwenningen ging es nach wie vor darum, den Abstand zum Abstiegsrang zu wahren. Die Adler müssen immer noch die Straubinger auf Distanz halten, schielen aber weiterhin auf Platz 3, welchen die Red Bull München innehaben.

( Foto City-press )
Kurz vor Spielbeginn meldete sich David Wolf krank ab, und so mussten die Mannheimer erneut mit einem stark geschwächten Team in die Partie gehen. Die ersten Minuten gehörten klar dem Gastgeber, die sich eine Chance nach der anderen erspielten und Cüpper gut beschäftigten. Eine Unterzahl nahm kurz den Schwung der Anfangsphase heraus, doch mit Ablauf der Strafe machten die Adler weiter wo sie begonnen hatten. Erneut war es eine Strafe, die diesen Schwung nehmen sollte. Die Wild Wings konnten kein Kapital aus der Überzahl ziehen und fanden sich bei nummerischer Gleichheit gleich wieder in der Defensive. Zwar hatte sich Schwenningen nun besser auf die Angriffe der Adler eingestellt, war optisch unterlegen, aber ließen insgesamt weniger Schüsse zu. So ging das erste Drittel torlos zu Ende.
Mannheim legte zu Beginn des zweiten Drittels ähnlich los wie im ersten Abschnitt. Die Wild Wings hatten sichtlich Problem überhaupt aus dem eigenen Drittel heraus zu kommen, geschweige denn einen geordneten Spielaufbau aufs Eis zu bringen. Mannheim musste sich in dieser Phase den Vorwurf gefallen lassen, zu wenig aus der Überlegenheit heraus zu spielen. Torhüter Cüpper kassierte nach knapp vier Minuten eine etwas unglückliche Strafe und bescherte den Kurpfälzern die erste Überzahl. Hier war es Oldie Dawes der auf der rechten Seite freigespielt wurde und per Handgelenkschuss zum 1:0 traf. Schwenningen wurde nach dem Rückstand endlich aktiver und verbuchte die eine oder andere Chance für sich. Ein weiteres Überzahlspiel wusste das Mannheimer Penalty Killing zu bremsen. Das Spiel plätscherte in der Folge ein wenig vor sich hin und wirkliche Höhepunkte blieben aus. In einem Adler-Powerplay traf Torjäger Rendulic den Pfosten, ansonsten blieb es beim 1:0 bis zur zweiten Pause.
Mannheim begann auch im dritten Drittel spielbestimmend. Erst nach sieben Minuten hatten die Wild Wings ihre erste gute Möglichkeit zum Ausgleich. Trotzdem war die Adler Mannheim näher dran am zweiten Treffer als die Schwenninger dem Ausgleich. Cüpper war es zu verdanken, dass die Entscheidung bis dato noch nicht gefallen war. Mitte des Drittels fuhr auf einmal Wohlgemuth auf den Cüpper Kasten und ließ ihm im eins gegen eins keine Chance und erhöhte so auf 2:0. Dieser Spielstand sollte dem Heimteam noch mehr Sicherheit geben. Die Wild Wings mussten nun kommen, wollten sie noch etwas mit nach Hause nehmen. Doch auch die Adler Mannheim spielten weiter nach vorne. In der 54.Spielminute dann die endgültige Entscheidung als Iskhakov einen Rebound ins Schwenninger Tor bugsierte. Der Bann war nun gebrochen. Mannheim legte kurz darauf noch einmal nach, als Desjardins mit einem satten Handgelenkschuss Cüpper überwand. Die Kurpfälzer entschieden die Partie mit drei Treffern in fünf Minuten für sich. Nun konnte das Gross-Team Kräfte schonen, denn schon morgen geht es für das Adler Team beim Auswärtsspiel in Iserlohn weiter.
Tore
1:0 Dawes (Lehtivuori, Tosto) PP
2:0 Wohlgemuth
3:0 Iskhakiov (Eisenschmid, Rendulic)
4:0 Desjardins (Hännikäinen, Wohlgemuth)
Aktuelle Tabelle
Deutsche Eishockey Liga (PENNY-DEL)
Die Deutsche Eishockey Liga (PENNY-DEL) ist die höchste deutsche Eishockey-Spielklasse und wurde im Jahr 1994 gegründet. Am Spielbetrieb nehmen 15 Proficlubs (Kapitalgesellschaften) teil und der aktuelle DEL-Rekordmeister sind die Eisbären Berlin mit 8 Meisterschaften.
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