
(DEL/Straubing) (MA) Auch im zweiten Anlauf, kann der Tabellenführer die Tigers zu Hause nicht besiegen. Straubing kam zweimal nach einem Rückstand zurück und stoppte mit dem Siegtreffer durch Williams in der Verlängerung, die Siegesserie der Adler, von sieben aufeinanderfolgenden Spielen. Das Spiel war geprägt von intensiven Aktionen und schnellen Breaks. Mit dem erneuten Heimsieg, setzen die Tigers ein weiteres Zeichen im Kampf um die Playoff Plätze und fühlen sich gewappnet für die Aufgabe in Schwenningen.

(Foto: City Press) Straubing bejubelt den Sieg über Mannheim
Als hätten sie sich zum Checken verabredet. So konnte man den Eindruck nach zwanzig Minuten gewinnen. Schnell, hart und fair lief es zwischen den beiden Kontrahenten ab. Da bemerkte man zwischendurch nicht einmal, das Fehlen eines Linesman für ein paar Minuten, wegen einer Verletzung. Ein einziger Abwehrfehler bei den Tigers führte zur 0:1 (4.) Führung durch David Wolf. Schopper stolperte in der Ecke, ohne in Bedrängnis zu sein, Plachta nahm die Scheibe auf und bediente seinen herangerauschten Sturmpartner, der direkt abzog. Zwischendurch kam Akdag nach einer Einzelleistung noch einmal dem Tor von Vogl gefährlich nahe.
Straubing stand ansonsten gut in der Abwehr, aber auch Mannheim ließ nicht viel zu. Zwei gefährliche Schüsse von der blauen Linie durch Gormley und Brandt, um mehr musste sich Brückmann nicht kümmern. Den Rest erledigten seine Vorderleute. Weiterhin waren die Hochkaräter Mangelware. Sieben Minuten dauerte es im zweiten Drittel bis Bast einmal gefährlich vor das Tor zog. Hart aber fair war das Motto zwar immer noch, aber in der 28. Minute gab es die erste Strafe gegen Mannheim.
Da die Gäste auch über das beste Unterzahlspiel der Liga verfügen, verpuffte die Chance für Straubing. Dann waren die Adler mit dem Powerplay an der Reihe und es wurde kurios. Aus dem Aufbau im eigenen Drittel, luchste Laganiere sich den Puck. Seinen Schuss konnte Brückmann nur nach vorne prallen lassen, sodass Chasen Balisy den Rebuond zum 1:1 (33.) Ausgleich verwerten konnte. Sekunden später wieder Strafe gegen die Tigers und dass muss man auch erst einmal fertigbringen.
Bei insgesamt sechs Strafminuten im Spiel, in eine drei gegen fünf Unterzahl zu kommen. Nun waren die Gäste also mit zwei Mann mehr auf dem Eis und es wurde wieder gefährlich. Gefährlich für Mannheim. Erneut war es Balisy, der eine gute Möglichkeit hatte. Kaum zu glauben, dass der Tabellenführer sich bei eigener Überzahl so vorführen ließ. Mannheim brachte dabei keine Gefahr auf das Tor der Gastgeber. Es wäre auch nicht mehr überraschend gewesen, wenn Acolatse in der 38. Minute noch einen reingedrückt hätte.
So ging es in den letzten Abschnitt. Den eröffnete T.J. Mulock (43.) der die ganze Reaktionsfähigkeit von Brückmann forderte. Die 1:2 (47.) Führung für die Adler brachte Thomas Larkin zustande. Bei einer angezeigten Strafe gegen Brunnhuber, spielten sich die Gäste in der Zone der Tigers fest und beim Schuss von Larkin in den Winkel, war Vogl die Sicht komplett verdeckt. Man war auf die Antwort der Niederbayern gespannt und sie wurden in der Tat stärker.
Connolly (50.) und Brunnhuber (51.) hatten den Ausgleich schon wieder auf dem Schläger. Die Zeit lief gegen Straubing und nach einer Auszeit von Coach Tom Pokel blieb Vogl auf der Bank, zugunsten eines weiteren Feldspielers. Das Risiko wurde belohnt. Laganiere zog aus der Halbdistanz ab und es gibt im Straubinger Team nur einen, der derzeit immer goldrichtig steht.
So stand auch heute wieder Kael Mouillierat dort, wo eben ein Goalgetter stehen muss. Er war noch zuletzt entscheidend am Puck dran. Das 2:2 nahmen beide Teams in die Verlängerung mit. In der spielten die Tigers mit den Adlern Katz und Maus. Dabei gelang Brandt ein Coup. Jeder rechnete mit einem Schuss, aber Brandt sah im Augenwinkel Jeremy Williams und der musste bei dem gezielten Pass nur noch die Kelle zum 3:2 (61.) Sieg hinhalten. Im engen Kampf um Platz vier sind das zwei enorm wichtige Punkte.
Stimmen zum Spiel:
Sebastian Vogl (Straubing): “Das war ein geiles Eishockey heute. Es ging wie immer rauf und runter mit harten Checks. Wir haben uns nicht aus der Ruhe bringen lassen und an den Spielplan gehalten und damit Erfolg gehabt.”
Felix Brückmann (Mannheim): “Es ist ärgerlich, wenn du zweimal führst und dann kurz vor Schluss den Ausgleich bekommst und ein kleiner Fehler in der Verlängerung, führt zur Niederlage. Wir müssen da mehr dagegenhalten, denn Straubing hat heute sehr gut gespielt. Man hat heute gemerkt, dass die wollen und diese Einstellung brauchen wir auch, weil jeder möchte natürlich den Tabellenführer schlagen.”
Pavel Gross (Mannheim): “Wir haben gewusst, wenn wir hier gewinnen wollen, müssen wir Top sein. Straubing spielt gutes Eishockey und ich habe sie in München, bei der unglücklichen Entscheidung an Schopper, gesehen. Wir waren also vorbereitet, wussten was auf uns zu kommt, aber es waren nicht alle Spieler an Bord heute. Wir hatten da ein paar Passagiere dabei. Wir müssen mehr Chancen kreieren und die Scheibe vor das Tor bringen und die unnötigen Fehler vermeiden.”
Tom Pokel (Straubing): “Es war ein emotionales Spiel und wir haben heute Teamgeist und Kampfgeist gegen das beste Team der Liga gezeigt. Mannheim war etwas mehr regeneriert mit der Pause dazwischen, aber jeder einzelne hat heute 110% gebracht. Das erste Gegentor haben wir verkraftet und sind durch ein Unterzahltor wieder zurückgekommen. Überhaupt war das Penaltykilling heute entscheidend. Endlich ist es uns auch gelungen, ein Spiel in der Overtime zu gewinnen, das tut dem Team gut.”
Spiel vom 06.03.2021
Straubing Tigers - Adler Mannheim: 3:2 n.V. (0:1 | 1:0 | 1:1 | 1:0)
Tore:
0:1 |04.| Wolf (Plachta)
1:1 |33.| Balisy (Laganiere) SH 1
1:2 |47.| Larkin (Huhtala, Wolf)
2:2 |20.| Mouillierat
3:2 |61.| Williams (Brandt)
Strafen:
Straubing Tigers: 6
Adler Mannheim: 4
Schiedsrichter: Rohatsch / Steingross / Gaube / Schwenk

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(PENNY-DEL, Augsburg) (Hermann Graßl) Im heimischen Curt-Frenzel-Stadion empfing Augsburg am 24. Spieltag das Team aus Ingolstadt zum direkten Pantherduell, in dem es für die Fuggerstädter um wichtige Punkte für die Playoff Plätze ging und Ingolstadt weiter auf Platz 2 in der Südgruppe schielte. Ingolstadt erwies sich am Ende als klarer Sieger mit einem ungefährdeten 7:4 Erfolg, den sie in einem starken Mittelabschnitt sicherstellten.
(Foto: Dunja Dietrich)
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Die Augsburger Panther wollten nach ihren letzten beiden Niederlagen gegen Straubing wieder zurück in die Erfolgsspur und wertvolle Zähler gegen die vor ihnen platzierten Ingolstädter gewinnen, um den Anschluss an das Tabellen Trio zu wahren. Geburtstagskind Adam Payerl war heute Abend sicher besonders motiviert.
Lothar Sigl: „Nach einem langsamen Start in die Liga sind wir nun sehr zufrieden, da wir stetig Punkte gesammelt haben. Momentan durchleben wir ein kleines Tief, aber die Tabelle ist sehr eng, erst die Hälfte der Spiele ist absolviert. Wir hoffen konkurrenzfähig zu bleiben, deshalb die beiden Nachverpflichtungen mit Kickert und Viveiros aus Österreich, was aufgrund der klammen Personalsituation nötig war, um mehr Tiefe in den Kader zu bringen. Es war letztlich eine Entscheidung für die Fans, da wir 4 Lizenzen noch frei hatten.“
Die Panther aus Ingolstadt wollten die Schlappe gegen München sofort vergessen machen und im Verfolgerduell den nächsten Sieg einfahren und ihre aktuelle Tabellenposition festigen. Das letzte Duell verloren sie gegen den heutigen Gegner denkbar knapp und waren demzufolge auf Wiedergutmachung aus. Seit ihrer Niederlage gegen den heutigen Gegner hatten sie in 11 von 14 Spielen gepunktet. Defensiv kassierte der ERC nur 7 Tore in Unterzahl.
Elsner: „Bisher habe ich nicht so viele Schüsse aufs Tor. Solche Phasen gibt es immer wieder. Ich darf nicht zu viel darüber nachdenken, sondern muss das ausblenden und mich auf mein Spiel konzentrieren. Die beiden ‚Traumpartner‘, mit denen ich bisher gerne zusammenspielte, sind Höfflin und Wohlgemuth, die bisher einen super Job machen. Special teams werden wohl heute entscheiden.“
Die erste große Chance gehörte den Gästen in Person von Storm, der Keller als die aktuelle Nr. 1 gleich mal mächtig prüfte. Kurz darauf netzte Höfflin zur frühen Ingolstädter Führung nach 100 Sekunden ein. Doch die prompte Antwort kam nur 11 Sekunden später durch Hafenrichter mit einem schönen Handgelenkschuss, der unhaltbar war für Daws.
Es schien heute Abend ein munteres Scheibenschießen zu werden, denn Höfflin schnürte in der 6. Spielminute seinen Doppelpack und brachte seine Farben erneut in Front. Goalie Keller machte dabei auf dem ersten Blick eine etwas unglückliche Figur, da ihm der Puck durch die Hosenträger rutschte.
Ingolstadt agierte bisher hochkonzentriert und war bis dato optisch etwas überlegen. Keller durfte sich über mangelnde Beschäftigung nicht beklagen im Gegensatz zu seinem Gegenüber Daws, der aber dann nach dem Powerbreak viel Glück hatte, dass die Scheibe nicht an ihm vorbeigebracht wurde. Augsburg blieb jedoch dran und glich unmittelbar danach in der 9. Minute durch LeBlanc schon wieder aus. Jetzt roch Augsburg Lunte und wollte sofort nachlegen, nun war Daws im Fokus und es entwickelte sich ein abwechslungsreiches Spiel. Die Fans wären begeistert ob des dargebotenen Spektakels mit bereits 4 Toren nach nicht einmal 10 gespielten Minuten, die Trainer hätten sicher eine andere Meinung zur geleisteten Defensivarbeit.
In ihrem ersten Powerplay, eine Disziplin, die beim AEV noch viel Luft nach oben hatte, kamen die Fuggerstädter nicht so richtig in ihre Formation und konnten deswegen nicht den nötigen Druck ausüben. Nach Ablauf der Strafe gelang ihnen nun bei 5 gegen 5 durch Kristo in der 16. Spielminute der Führungstreffer. Die Hausherren drehten somit die Partie zu ihren Gunsten. Nach 20 Minuten gingen die Hausherren mit einem Tor Vorsprung in die Kabine. Man konnte nur hoffen, dass es im Mittelabschnitt genauso torreich weitergehen würde.
Sheddens Umstellung von Storm anstelle von Elsner schien sich am heutigen Abend auszuzahlen, denn diese Reihe wirbelte ordentlich auf dem Eis. Kellers Lapsus beim Fangen der Scheibe nutzten die Gäste in Person von Aubry in der 23. Spielminute zum wiederholten Remis. Augsburgs Goalie schien den Puck schon sicher zu haben, doch irgendwie rutschte sie ihm wieder aus der Hand, was die Gäste eiskalt ausnutzten.
In der 26. Spielminute übernahmen die Augsburger erneut die Führung durch Stieler. Das abendliche Tor Festival schien sich tatsächlich fortzusetzen. In diesem Fall bekam Daws nicht die entsprechende Unterstützung seiner Vorderleute. Es ging mit hochkarätigen Chancen auf beiden Seiten weiter und kurz vor Ablauf ihres ersten Powerplays traf Marshall zum erneuten Ausgleich in die Maschen. Hier konnte Keller diesmal gar nichts ausrichten. Im Zuge eines 2 auf 1 Konters schlug dann Aubry zum zweiten Mal zu und brachte Ingolstadt mal wieder in Führung; der mitgelaufene Palmu brauchte gar nicht mehr eingreifen, obwohl er schon einschussbereit war.
Keller bewahrte mit einem tollen Save sein Team vor einem weiteren Gegentreffer und dann musste der AEV wieder in Unterzahl spielen, weil Stieler in der Kühlbox Platz nehmen durfte. Auch in diesem Powerplay waren die Ingolstädter erfolgreich in Person von Kuffner, der Keller in der 37. Spielminute mit einem feinen Lupfer überwand. Zum ersten Mal setzte sich ein Panther Team mit 2 Toren ab.
Die Gäste forcierten nun den Offensivdruck in den letzten fünf Minuten des Mittelabschnitts und Augsburg durfte sich bei Keller bedanken, dass die Mannschaft nicht aussichtslos in Rückstand geriet. Die Hausherren sehnten die Sirene herbei und waren froh, sich auf diese Weise aus der Umklammerung zu lösen. In der Torschuss Statistik lag der ERC klar in Front, demzufolge war die Führung auch verdient, wobei Aubry bei allen 4 Ingolstädter Toren auf dem Eis war und ordentlich scorte und assistierte.
Sollte es im Schlussabschnitt mit der Tor Flut genauso weitergehen oder konzentrierten sich beide Mannschaften nun mehr auf die Verteidigungsarbeit? Augsburg war jedoch gefordert und brauchte ein wirksames Rezept, um die Ingolstädter Defensive arg in Bedrängnis zu bringen. Die ersten 5 Minuten brachten keine wesentlichen Highlights, beide Teams neutralisierten sich weitgehend, was dem ERC in die Karten spielte.
Mit einem Powerplay hätten die Fuggerstädter die Gelegenheit gehabt, die Partie wieder spannend zu gestalten, blieben jedoch glücklos in ihren Bemühungen. Langsam lief den Hausherren die Zeit davon, wenn sie heute noch das Ruder herumreißen wollten. Ingolstadt hatte das Match ziemlich im Griff und Augsburg fiel derzeit nicht viel ein.
In der 57. Spielminute legte Aubry genial auf Kuffner, der damit auch seinen zweiten Treffer markierte. Aubry verbuchte damit bereits seinen 4. Scorer Punkt, eine starke Vorstellung. Damit war diese Begegnung wohl endgültig entschieden zugunsten der Gäste. Letztlich blieb es beim verdienten Auswärtserfolg des ERC Ingolstadt, der sich in einem Tor Festival verdient mit 7 zu 4 durchsetzen konnte.
Augsburg darf am 11.03. daheim gegen Schwenningen spielen, während Ingolstadt ebenfalls zuhause den amtierenden Champion Mannheim empfängt.
Stimmen zum Spiel:
Augsburg – Tuomie:
„Wir waren nicht hart genug am Körper, unser Umschaltspiel war nicht gut genug, wir hatten unnötige Scheibenverluste. Die 4 eigenen Tore werte ich als positiv. Wir werden weiter hart arbeiten, es sind noch genug Spiele zu absolvieren und wir werden auch wieder Spiele gewinnen.“
Ingolstadt – Shedden:
„Unser junger Goalie hatte einen schwierigen Start, aber er kämpfte sich gut ins Match zurück. Gegen München hatten wir schlecht gespielt, aber das ist nicht ungewöhnlich gegen ein solches Top Team. Aubry spielte heute viel härter und deswegen war er auch erfolgreich.“
Spiel vom 05.03.2021
Augsburg - Ingolstadt 4:7 (3:2|1:4|0:1)
Tore:
0:1 |02| Höfflin (Storm, Wohlgemuth)
1:1 |02| Hafenrichter (Eisenmenger, Haase)
1:2 |06| Höfflin (Bodie, Ellis)
2:2 |09| LeBlanc (Valentine)
3:2 |16| Kristo (Haase, Clarke)
3:3 |23| Aubry (Quaas, Palmu)
4:3 |26| Stieler (Viveiros, Trevelyan)
4:4 |30| Marshall (Ellis, Aubry) PP1
4:5 |33| Aubry (Palmu)
4:6 |37| Kuffner (Marshall, Ellis) PP1
4:7 |57| Kuffner (Aubry, Palmu)
1. Drittel Statistik: 10:15 Schüsse, 12:12 gewonnene Bullys, Strafminuten: 0:2
2. Drittel Statistik: 7:16 Schüsse, 16:8 gewonnene Bullys, Strafminuten: 4:0
3. Drittel Statistik: 11:9 Schüsse, 15:8 gewonnene Bullys, Strafminuten: 4:6
Zuschauer: Keine
Schiedsrichter: Kohlmüller/ Rohatsch
Aufstellung:
Augsburg: Keller, Valentine, Bergman, Clarke, LeBlanc, Kristo, Rogl, Sezemsky, Trevelyan, Stieler Payerl, Haase, Tölzer, Hafenrichter, Eisenmenger, Sternheimer, Viveiros, Kharboutli, Miller.
Ingolstadt: Daws, Ellis, Bodie, Simpson, Pietta, DeFazio, Marshall, Wagner, Storm, Wohlgemuth, Höfflin, Pruden, Quaas, Palmu, Aubry, Kuffner, Henriquez-Morales, Elsner, Soramies, Stachowiak.
Deutsche Eishockey Liga (PENNY-DEL)
Die Deutsche Eishockey Liga (PENNY-DEL) ist die höchste deutsche Eishockey-Spielklasse und wurde im Jahr 1994 gegründet. Am Spielbetrieb nehmen 14 Proficlubs (Kapitalgesellschaften) teil und der aktuelle DEL-Rekordmeister sind die Eisbären Berlin mit 7 Meisterschaften.
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(DEL/Schwenningen) (BM) Nach zwei engen Spielen, die jeweils erst im Penaltyschiessen entschieden wurde, zeigte sich Headcoach Niklas Sundblad zufrieden. In beiden Spielen haben schöne Tore den Zusatzpunkt gesichert. Der entscheidende Faktor war für den Schwenninger Übungsleiter einmal mehr, Joacim Eriksson. Der Torhüter blieb bei allen gegnerischen Anläufen Sieger. Während die direkte Konkurrenz am Wochenende um Punkte kämpft, blicken die Schwarzwälder schon auf das Duell gegen Straubing.

Patrik Cerveny wird auch gegen Straubing das Schwenninger Tor hüten (Foto: citypress)
Charakter legt den Grundstein für den Erfolg
Rückblickend auf das Spiel in Nürnberg attestierte der Schwede seinem Team einen guten Charakter. Nach den ersten zehn Minuten, die man komplett verschlafen hatte, hat sich die Mannschaft zurückgekämpft. Am Ende zählen die beiden Punkte, wenn man auch nicht die beste Leistung gezeigt habe.
Pfaffengut kehrt zurück
Personell entspannt sich die Lage bei den Neckarstädtern nur leicht. Bei Troy Bourke muss von Tag zu Tag entschieden werden, ein Einsatz am Montag galt aber als eher unwahrscheinlich. Dafür ist Daniel Pfaffengut nach überstandener Krankheit wieder dabei.
Auch der Heilungsverlauf von Emil Kristensen und Darin Olver macht Mut. Während Olver mittlerweile auf die Krücken verzichten kann und sein Trainingspensum steigert, trainiert Kristensen wieder mit dem Team. Sundblad verpasste dem Verteidiger ein rotes Trikot, damit ihn seine Mitspieler mit Körperkontakt verschonen.
Das Tor wird Patrik Cerveny hüten. Dies hatte Sundblad schon vor zwei Wochen festgelegt. „Patrik muss spielen und wird ein gutes Spiel liefern“, ist sich der Schwede sicher.
Physisch starke Straubinger
Zu einfach hatte man das letzte Aufeinandertreffen gegen Straubing verloren. Nun erwartet Schwenningens Trainer eine ähnlich agierende Tigers-Mannschaft. Mit frühem Forechecking, Physis und harten Checks werden die Gäste versuchen die wichtigen Punkte, im Kampf um Platz vier, einzufahren.
Für Niklas Sundblad wird es vor allem auf die Specialteams ankommen. „Wir müssen dem Gegner möglichst wenig Platz und Zeit mit der Scheibe geben“, fasste er als Marschroute zusammen.
Am Wochenende sind die Schwäne aber erst einmal zum Zuschauen verdammt. Während Konkurrent Augsburg heute den ERC Ingolstadt empfängt, muss Straubing am morgigen Samstag gegen Mannheim ran. „Ingolstadt und Mannheim dürfen gerne gewinnen“, scherzte Sundblad. Gleichzeitig macher er deutlich, dass man den Fokus auf sich selbst legen wolle: „Wir dürfen nicht auf die Gegner hoffen, die Punkte müssen wir schon selbst holen“.
Damit dies gelingt hatte das Team einen freien Tag und ist heute mit einem intensiven Training gestartet. Nachdem morgen der Fokus auf taktische Aspekte gelegt werden soll, folgen am Sonntag noch die Special-Teams.
Sundblad bleibt entspannt
Entspannt zeigt sich Sundblad, dass kein weiterer Spieler mehr zu seinem Team gestoßen ist. „Ein neuer Spieler schafft auch immer eine neue Hierarchie, die Mannschaft hat einen tollen Zusammenhalt in der Kabine“, so der Schwede.
„Wenn es mit einer Neuverpflichtung nicht passt, lassen wir lieber die Spieler die wir haben spielen und geben den jungen Spielern Eiszeit“.
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(PENNY-DEL, Bremerhaven) (Hermann Graßl) In der heimischen Eisarena, die exakt heute ihr 10-jähriges Jubiläum feiert, empfing Bremerhaven im erneuten Gipfeltreffen die Eisbären aus Berlin, die ihre letzten drei Spiele verloren aber trotzdem ihre Tabellenführung untermauern und die Fischtown Pinguins auf Distanz halten wollten. Revanche für die erst kürzlich erlittene Niederlage in diesem Stadion zu nehmen, stand sicher auch auf dem Match Plan der Eisbären. Schließlich siegte Berlin souverän mit 5:1 gegen Bremerhaven, weil sie heute vieles besser als beim letzten Spiel vor knapp einer Woche machten und ihre Chancen effektiv nutzten.

(Foto: Citypress)
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Bremerhaven war wieder back on track mit den vergangenen drei Siegen und vor allem das letzte Aufeinandertreffen mit den Berlinern machte ihnen Mut für weitere Punkte gegen den Seriensieger der Liga. Mit Jan Urbas kehrte auch der Erfolg in den hohen Norden zurück und die Fischtown Pinguins knüpften sofort wieder dort an, wo sie mit ihm zuvor aufgehört hatten. Mit aktuellen Bestwerten bei der Powerplay- und Bullyquote hatten sie sicher gute Karten.
Gläser: „Wir müssen wieder das einfache und simple Eishockey spielen, einen Tick besser in der Defensive stehen, schnell nach vorne die Scheibe vors Tor bringen sowie hinten eng in der Box stehen.“
Die Eisbären aus Berlin hatten die beiden Heimspielniederlagen gegen Wolfsburg noch zu verdauen und wollten sicher cleverer als beim letzten Match agieren, um Zählbares an die Spree mitzunehmen. Fest im Auge war dabei die Sicherstellung des ersten Tabellenplatzes als ideale Ausgangslage für die bevorstehenden Playoffs.
Streu, Co-Trainer: „In den letzten Partien hat uns das Puck Glück ein wenig gefehlt. Für Sebastian und Parker Tuomie ist es ein besonderes Spiel heute in Bremerhaven, beide sind hier aufgewachsen und haben prägende Jahre dort verbracht.“ Sebastian Streu: „Meine größte Heimat ist hier oben, da wo nun mein Vater ist, das ist nun meine aktuelle Heimat. Zusammen mit Parker Toumie ist hier in Berlin eine besondere Freundschaft entstanden.“
Sofort übernahmen die Hausherren das Kommando auf dem Eis und verzeichneten in den ersten zwei Minuten gute Chancen. Berlin versteckte sich überhaupt nicht und beschäftigten auch sofort Pöpperle auf Seiten von Bremerhaven. Berlins Goalie Ancicka verhinderte mit einem herausragenden Save die Führung der Hausherren, die mit schnellem Umschaltspiel überzeugten.
Nichtsdestotrotz erzielten die Gäste durch Pföderl in der 10. Spielminute den ersten Treffer der Partie; ein gut durchdachter Spielaufbau ging diesem Tor voraus, mit dem sich die Eisbären nun für ihren Offensivdrang belohnten.
In ihrem ersten Powerplay hatte Berlin zunächst großes Pech, als die Scheibe an der Torlinie entlang trudelte, doch kurz danach in der 13. Spielminute feuerte White seinen Distanzschuss unhaltbar für Pöpperle in den Giebel zur 2 zu 0 Führung. Berlin hatte sich heute Abend definitiv viel vorgenommen, denn genauso agierten sie bisher. Dennoch hätte auch Bremerhaven zuvor durchaus in Front gehen können. Die Gäste erwiesen sich bisher als kaltschnäuziger und effektiver.
Das erste Überzahlspiel für die Hausherren war die Gelegenheit, noch vor der Pause den Anschluss herzustellen. Ihre Paradereihe übte auch gleich den nötigen Druck auf Ancicka aus, doch ihre Anstrengungen waren nicht von Erfolg gekrönt. 21 Sekunden in numerischer Überlegenheit durften sie ins Mitteldrittel mitnehmen. Laut der Torschuss Statistik war es eine ausgeglichene Begegnung zweier Top Teams, die bisher ein schnelles Spiel absolvierten.
Im zweiten Drittel überstand zuerst Berlin die letzten Sekunden des noch währenden Powerplays und setzte seine Drangperiode fort. Eine sehr schöne Scheibenstafette von Tuomie und Streu nutzte Letzerer an seiner alten Wirkungsstätte in der 22. Spielminute zum nächsten Berliner Treffer. Nun schienen die Eisbären on fire zu sein, denn nur 1 Zeigerumdrehung später fiel der vierte Treffer für die Gäste durch Hänelt, der damit sein Tor Debut feierte und Kinder konnte seinen ersten Assist verbuchen.
Was war denn hier nun los? Wieder nur 2 Minuten danach jubelten die Berliner schon wieder in Person von Boychuk, der eine Verwirrung im Slot eiskalt ausnutzte. Damit war der Arbeitstag für Pöpperle zu Ende, der diese Situation in der Saison noch nicht erlebte, ein Novum. Maxwell übernahm und versuchte nun seinen Vorderleuten wieder das Gefühl zur Ergebnisverbesserung zurückzugeben.
Es war noch nicht mal die Hälfte der Spielzeit vorüber und Berlin demonstrierte hier im hohen Norden ein perfektes Auswärtsspiel. Was konnten die Fischtown Pinguins hier noch entgegensetzen? Maxwell konnte sich schon bald auszeichnen, denn Berlin ließ trotz des klaren Spielstands nicht locker. Die Hausherren kamen bisher nie so richtig in Schwung und die Eisbären schienen immer einen Schritt schneller unterwegs zu sein. War vielleicht die Pause für die Hausherren doch etwas zu lang? Bremerhaven machte es den Gästen im Slot viel zu einfach, was definitiv völlig ungewohnt war für bisherigen Saisonverlauf. Die Torschuss Statistik von 9 zu 2 für Berlin sprach eine deutliche Sprache im Mittelabschnitt.
Die Zuordnung stimmte im Team der Hausherren überhaupt nicht, teilweise rutschten die Akteure ungehindert weg oder sogar einfache Pässe über ein paar Meter schienen heute eine Herkulesaufgabe zu sein. Im Vergleich zum letzten zweiten Drittel gegen den gleichen Gegner vor knapp einer Woche war dies heute Abend eine negative Offenbarung seitens der Hausherren. Coach Popiesch hatte sicher so Einiges aufzuarbeiten in der Pause.
Erst in den letzten beiden Minuten forcierten die Fischtown Pinguins ihren Forecheck und wurden 43 Sekunden vor der Sirene mit ihrem ersten Treffer durch Hilbrich belohnt. Für Bremerhaven war es immer noch ein langer Weg zurück ins Match und die Pinguins mussten sich in allen Mannschaftsteilen was einfallen lassen. Die Eindrücke der Schluss Sequenz machten jedenfalls Mut dazu.
Wie würde Bremerhaven im Schlussabschnitt aus der Kabine kommen? Es sprach schon Bände, dass ausgerechnet die 4. Formation das erste Tor für die Hausherren erarbeitete. Vielleicht war dies der richtige Wachrüttler für die Fischtown Pinguins. Berlin blieb am Drücker und Maxwell wurde schnell warmgeschossen. Viele Zweikämpfe gingen zu schnell verloren auf Seiten von Bremerhaven, was die Gäste immer wieder vorteilhaft in Scheibenbesitz brachte.
Bremerhaven bemühte sich trotzdem redlich und wollte den Puck regelrecht ins Tor hineinarbeiten; dabei übte Moore eine Vorbildfunktion aus und wollte damit seine Mitspieler pushen. Noch waren gut 12 Minuten auf der Uhr, genug Zeit für weitere Ergebniskosmetik oder vielleicht sogar mehr? Die Hausherren versuchten wirklich alles, aber die Eisbären hatten immer die richtige Antwort auf die kreativen Ideen der Pinguins, sei es den Schläger zum richtigen Zeitpunkt entgegenzusetzen oder die Laufwege zu unterbinden. Maxwell wollte unbedingt seinen Kasten im letzten Drittel sauber halten, beim nächsten Powerplay stellte er seine Klasse mehrmals unter Beweis. Zumindest sollten die Hausherren mit einem positiven Gefühl diese Begegnung beenden, was ihnen mit einem ausgeglichenen Schlussabschnitt durchaus gelang, ohne einen weiteren Treffer zu kassieren.
Letztlich festigte Berlin mit diesem beeindruckenden Kantersieg seinen Platz an der Sonne in der Nordgruppe. Berlin empfängt am Sonntag, den 7.3. Iserlohn und Bremerhaven tritt am gleichen Tag daheim gegen Wolfsburg an.
Stimmen zum Spiel:
Bremerhaven – Popiesch:
„Wir waren heute in vielen Bereichen unterlegen, haben die Zweikämpfe verloren und in der neutralen Zone zu viele Scheibenverluste gehabt. Mit unserem ersten Powerplay konnten wir nicht das nötige Selbstvertrauen aufbauen, letztlich fehlte heute die Energie. Wichtig ist, die richtige Balance zu finden und kompakter in der neutralen Zone zu stehen.“
Berlin – Hänelt:
„Als Team haben wir heute gut gespielt, wir haben uns gut unterstützt. Es war eine tolle Mannschaftsleistung, die Energie für die nächsten Spiele freisetzt. Den Puck zu meinem ersten DEL Tor habe ich gesichert und er wird daheim gebührend platziert werden."
Spiel vom 04.03.2021
Bremerhaven – Berlin 1:5 (0:2|1:3|0:0)
Tore:
0:1 |10| Pföderl (Noebels, Reichel)
0:2 |13| White (Depres, McKiernan) PP1
0:3 |22| Streu (Tuomie, Olver)
0:4 |23| Hänelt (Kinder)
0:5 |25| Boychuk (White, Noebels)
1:5 |40| Hilbrich (Stowasser, Reisnecker)
1. Drittel Statistik: 11:11 Schüsse, 7:9 gewonnene Bullys, Strafminuten: 2:2
2. Drittel Statistik: 4:9 Schüsse, 14:6 gewonnene Bullys, Strafminuten: 6:2
3. Drittel Statistik: 2:11 Schüsse, 8:9 gewonnene Bullys, Strafminuten: 2:0
Zuschauer: Keine
Schiedsrichter: Iwert/ Schrader
Aufstellung:
Bremerhaven: Pöpperle (Maxwell ab 25. Minute), Dietz, Krogsgaard, Urbas, Jeglic, Verlic, Moore, Eminger, McGinn, Friesen, Andersen, Alber, Fortunus, Uher, McMillan, Reisnecker, Stowasser, Gläser, Hilbrich.
Berlin: Ancicka, Ramage, Müller, Pföderl, Reichel, Noebels, Wissmann, Hördler, Foucault, Boychuk, White, McKiernan, Despres, Tuomie, Streu, Olver, Mik, Dietz, Kinder, Hänelt.
Deutsche Eishockey Liga (PENNY-DEL)
Die Deutsche Eishockey Liga (PENNY-DEL) ist die höchste deutsche Eishockey-Spielklasse und wurde im Jahr 1994 gegründet. Am Spielbetrieb nehmen 14 Proficlubs (Kapitalgesellschaften) teil und der aktuelle DEL-Rekordmeister sind die Eisbären Berlin mit 7 Meisterschaften.
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(DEL/Straubing) (MA) Es war kein ansehnliches Spiel, was die beiden Mannschaften heute boten. Aber Morgen fragt bekanntlich niemand mehr, wie die Tigers zu den drei Punkten kamen. 32 Minuten rannten sie dem 0:1 Rückstand durch Stieler hinterher und taten sich dabei in der Endzone der Panther besonders schwer. Augsburg blockte viele Schüsse, aber man verwaltete mehr den knappen Vorsprung, als die Entscheidung herbeizuführen. Damit blieben die Tigers immer im Spiel und wenigstens diese Chance nutzten sie durch Williams und Mulock für die sehr wichtigen drei Punkte im Kampf um die Playoffs.

(Foto: Dunja Dietrich) Kampf um jeden Zentimeter zwischen Straubing und Augsburg
In der flotten Partie mischten beide Teams von Beginn an gut mit. Die ganz großen Hochkaräter fehlten zwar, aber immer wieder wurde beiden Goalies einiges abverlangt. Die Gäste gingen das hohe Tempo mit und versuchten es mit Schüssen von der blauen Linie. Bei den Tigers zeichnete sich ein etwas stringenteres Forechecking ab. Dadurch kamen sie vermehrt zu Chancen im Slot. Eder versuchte es zweimal (4.) und (10.) in aussichtsreicher Position. Acolatse’s Möglichkeit (11.) und Latta’s Doppelchance (12.) blieben ebenfalls ungenutzt.
Einmal schlug der Puck dann doch noch ein. Bei einem Tempogegenstoß war David Stieler (19.) kompromisslos und hämmerte den Puck zum 0:1 unter die Latte. So blieb es auch nach den ersten zwanzig Minuten. Ein Chancen armes zweites Drittel folgte. Je eine gute Möglichkeit gab es auf beiden Seiten. Le Blanc (22.) leitete den Abschnitt ein, er kam direkt von der Strafbank, war auf und davon, aber fand seinen Meister in Vogl.
Beendet wurde der Abschnitt durch die Möglichkeit von Ziegler (39.) der ebenfalls allein vor Keller auftauchte, aber dann zu weit abgedrängt wurde. Dazwischen war Passivität angesagt. Laganiere (31.) traf bei halb leeren Tor nur den Schlittschuh des Gegners und wiederum beim AEV visierte Sezemsky den Pfosten an. Es war aber überwiegend mehr Krampf durch Kampf zu sehen.
Auch im dritten Drittel agierten die Gäste konsequent in der Abwehr und kamen kaum noch gefährlich vor das Tor von Vogl. Das Spiel drohte zunehmend auf die Seite der Tigers zu kippen. Die vielleicht entscheidende Szene entwickelte sich in der 50. Minute. Augsburg setzte einen Konter. Bei drei gegen eins wurde aber zu umständlich gespielt, sodass nicht mal ein Schuss auf das Tor gelang. Hier vergaben die Panther die Vorentscheidung.
So kam es, wie es sich schon angedeutet hatte. Jeremy Williams (51.) konnte ungehindert von seiner Lieblingsposition abziehen, Keller konnte den scharfen Schuss nur blocken und der Puck fiel hinter Augsburgs Schlussmann runter und kullerte in Zeitlupe über die Linie zum 1:1 Ausgleich. Danach musste zwar Daschner in die Kühlbox, aber die Fuggerstädter stehen mit ihrem Powerplay schon seit langem auf Kriegsfuß und so sollte auch heute nichts gelingen.
Die Tigers hingegen leckten Blut. Der AEV konnte sich nicht befreien, der Puck kam zu T.J. Mulock (57.) und sein Schuss fand genau die Lücke zwischen der Schulter von Keller und dem Gestänge zum 2:1 für die Tigers. Der Siegtorschütze war nach dem Spiel auch überglücklich: “Wir mussten uns heute den Sieg so hart erkämpfen, das haben wir am Ende auch verdient.” Die letzten Angriffe der Panther brachten nichts mehr ein und somit holten sich die Niederbayern, die schwer erkämpften, drei Punkte.
Stimmen zum Spiel:
David Stieler (Augsburg): “Wir hatten einen guten Start. Ab dem zweiten Drittel waren wir etwas zu weit hinten drin und haben zu sehr abgewartet. Jetzt wird jedes Spiel für uns zu einem Playoffspiel.”
Tray Tuomie (Augsburg): “Das ist eine Niederlage die weh tut. Wir sind Anfangs gut reingekommen und beide Teams haben viele Schüsse blockiert. Der Ausgleich kam vom Bully weg und das zweite Tor passte genau in den Winkel. Wir müssen morgen wieder hart Arbeiten für die nächsten Aufgaben. Man kann sich in dieser Liga keine Pause gönnen."
Tom Pokel (Straubing): “Ich denke dieses Spiel hatte viel von Playoff Charakter. Es war sehr hart und ausgeglichen. Die Momente wechselten und uns ist es gelungen den Druck immer weiter zu erhöhen. Wir haben von Beginn an schnell gespielt, die Scheibe immer wieder in die Angriffszone gebracht, aber Augsburg hat auch viele Schüsse blockiert. Ab und zu haben wir zu hektisch gespielt und das hat die Konter für Augsburg eröffnet. Wir haben dann im letzten Drittel umgestellt, auf drei Reihen reduziert und dann haben wir das richtige Tempo gemacht. Es wurde auch Zeit, dass das Schicksal heute wieder auf unserer Seite war.”
Spiel vom 03.03.2021
Straubing Tigers - Augsburger Panther: 2:1 (0:1 | 0:0 | 2:0)
Tore:
0:1 |19.| Stieler (Kristo, Haase)
1:1 |51.| Williams (Gormley, Mulock)
2:1 |57.| Mulock (Brunnhuber, Daschner)
Strafen:
Straubing Tigers: 6
Augsburger Panther: 4
Schiedsrichter: Schukies / Steingross / Wölzmüller / Römer

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(PENNY - DEL/Schwenningen) (BM) Nachdem sich Nürnberg am Montag in Mannheim geschlagen geben mussten, empfingen die Franken, Schwennigen auf heimischem Eis. Mit Troy Bourke hatten die Wild Wings einen schmerzhaften Ausfall zu kompensieren. Da auch Daniel Pfaffengut, Emil Kristensen und Darin Olver fehlten, musste Niklas Sundblad sein Line Up einmal mehr umbauen. Auf Nürnberger Seite fehlten Joachim Ramoser, Vincent Hessler, Luke Adam und Chris Brown. Die Hausherren kamen mit einem Doppelpack gut in die Partie. Und führten bis drei Minuten vor dem Ende mit zwei Toren. Andreas Thuresson machte mit einem Doppelpack den Weg für das Penaltyschiessen frei, wo sich Schwenningen den Zusatzpunkt sichern konnte.

Foto: citypress / Archivbild
Mit viel Schwung ging es in die Partie. Colby Robak und Benedikt Brückner vergaben zunächst gute Möglichkeiten, ehe die Hausherren den ersten Treffer markierten. Julius Karrer brachte die Scheibe hoch auf das Tor, wo Colby Robak unglücklich abfälschte. Max Kislinger musste nur noch einschieben. Für Schwenningen sollte es noch bitterer kommen: Nur 22 Sekunden später schob Ex-Wild Wing Marcel Kurth zum 2:0 ein. Dem vorausgegangen war eine schnelle Kombination über Brett Pollock und Patrick Reimer.
Schwenningen musste sich erst einmal sortieren und hatte Glück, dass Joacim Eriksson gegen Roman Kechter einen Monstersave auspacken konnte. Mit jeweils einer doppelten Überzahl ging es weiter. Keines der Teams konnte daraus aber Kapital schlagen. Kurz vor der Pause jubelten dann die Gäste. Colby Robak fand im einfachen Powerplay die Lücke zum Anschlusstreffer. Quasi mit dem Pausenpfiff hätte Jamie MacQueen sogar den Ausgleich erzielen können. Sein Schuss ging aber am Tor vorbei.
Schwenningen kam mit viel Schwung aus der Kabine und deckte das Tor von Niklas Treutle mit Schüssen ein. Travis Turnbull mit einer Doppelchance und Alex Weiss aus spitzem Winkel, scheiterten aber. Es folgte eine Phase in der es auf beiden Seiten wenige Offensivmomente gab. Schwenningen kam über einen schnellen Konter zur Ausgleichchance, Andreas Thuresson wurde aber regelwidrig am Abschluss gehindert und bekam einen Penalty zugesprochen. Der Schwede scheiterte mit seinem Versuch am gut aufgelegten Niklas Treutle.
Auf Nürnberger Seite vergab Youngster Roman Kechter im Slot eine der wenigen Chancen. Die Wild Wings marschierten weiter und drückten auf den Ausgleich. Es folgte eine gute Phase der Hausherren, die zunächst bei einem Konter und nur kurze Zeit später durch Eric Cornell das dritte Tor verpassten. Besser machte es Daniel Schmölz im Nachschuss und stellte den alten Abstand wieder her. Nachdem Joacim Eriksson und Patrick Reimer aneinandergeraten waren, hatte Schwenningen bei vier gegen vier die große Chance zum erneuten Anschluss. Ein 3 auf 1- Konter verpuffte aber.
Die letzten 20 Minuten starteten mit verhaltenem Anfang der Gäste. Die Wild Wings wirkten unkonzentriert und ließen den nötigen Biss vermissen. Immer wieder brachten die Hausherren den Schläger entscheidend in die Schwenninger Aufbaupässe. Als Christopher Fischer dann auch noch auf die Strafbank wanderte hatten die Ice Tigers die Möglichkeit für die Vorentscheidung zu sorgen. Die Gäste ließen wenig zu und kamen im Anschluss der Strafe selbst zu einer guten Möglichkeit.
Als die Wild Wings sieben Minuten vor dem Ende eine Überzahl nicht nutzen konnten, wähnten sich die Ice Tigers schon auf der Siegerstraße. Knapp drei Minuten vor dem Ende jubelten die Gäste dann plötzlich. Andreas Thuresson hatte nachgesetzt und das Spiel wieder spannend gemacht. Als dann auch noch Andrew Bodnarchuk auf die Strafbank wanderte keimte nochmals Hoffnung im Schwenninger Lager auf. Mit 6 gegen 4 ging es in die letzten 90 Sekunden. 54 Sekunden vor dem Ende traf erneut Andreas Thuresson und erzielte den Ausgleich.
Nürnberg kam im direkten Gegenzug nochmals zu einer Chance, traf aber nur den Pfosten. In der Verlängerung musste Niklas Treutle gleich mehrfach retten. Aber Tyson Spink, Boaz Bassen und Andreas Thuresson kamen nicht am Nürnberger Schlussmann vorbei. Die Gastgeber hatte danach Glück, als die Schiedsrichter Christopher Fischer, zu unrecht auf die Strafbank schickten.
Ohne weiteren Treffer ging es ins Penaltyschiessen. Dort sollte erst nach je sechs Schützen eine Entscheidung fallen. Tylor Spink konnte als einziger Spieler verwerten und sicherte den Wild Wings den Zusatzpunkt.
Spiel vom 03.03.2021: Nürnberg Ice Tigers - Schwenninger Wild Wings
Tore:
1:0 |4.|Kislinger (Karrer / Kulda)
2:0 |4.|Kurth (Pollock / Reimer)
2:1 |20.|Robak (Thuresson / Tys. Spink)
3:1 |34.|Schmölz (Cornel / Kechter)
3:2 |58.|Thuresson
3:3 |60.|Thuresson (Turnbull)
3:4 |Pen.|Tyl. Spink
Die Stimmen zum Spiel:
Frank Fischöder: "Wir haben das Spiel relativ gut kontrolliert, machen dann direkt die Vorlage zum Anschlusstor, nehmen dann auch noch eine schlaue Strafzeit, das hat uns nicht besonders geholfen. Für uns fühlt sich das schwer nach Punktevelust an, als Punkte gewonnen."
Niklas Sundblad: "Wir sind sehr froh und sehr zufrieden mit den Punkten, das war eine gute Moral der Mannschaft"
Tylor Spink: „Ein wirklich wichtiger Sieg und gute zwei Punkte. Man muss ihnen Respekt zollen, sie haben ein gutes erstes Drittel gespielt, aber wir haben uns im Zweiten und Dritten zurückgespielt, was uns dann die Chance auf diesen wichtigen Sieg und die zwei Punkte gegeben haben.“
+++ Artikel zuletzt bearbeitet: 04.03.2021 - 06:30 Uhr +++
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(München) PM Der EHC Red Bull München gewinnt nach einer starken Leistung beim ERC Ingolstadt mit 5:2 (3:0|1:1|1:1). Yannic Seidenberg (2), Justin Schütz, Philip Gogulla und Patrick Hager erzielten die Münchner Tore. Die Red Bulls bleiben damit in der Gruppe Süd erster Verfolger von Tabellenführer Mannheim, Ingolstadt liegt auf Platz drei.

(Foto: Jürgen Meyer)
Nach einem ausgeglichenen Beginn erhöhten die Isarstädter das Tempo. Seidenberg startete mit seinem Schlagschuss in den rechten Winkel (7. Minute) eine starke Phase der Münchner. Für den Torschützen war es Treffer Nummer 137 in seinem 1027. Einsatz in der PENNY DEL – er liegt nun auf Platz fünf unter den Rekordspielern. Schütz tauchte nach einem Pass von Gogulla allein vor ERC-Torhüter Michael Garteig auf – 2:0 (10.). Eine Traumkombination im Powerplay sorgte für den dritten Treffer: Über Ethan Prow und Hager landete der Puck vor dem Tor, Gogulla fälschte ab (13.).
Konzentriert in der Verteidigung, aggressiv im Forecheck und schnörkellos im Angriff – die Red Bulls knüpften nach dem Seitenwechsel an ihre starke Leistung an. Der Pfosten verhinderte nach Chris Bourques Schuss das nächste Münchner Tor (33.). Die Ingolstädter wurden in den letzten Minuten des Mittelabschnitts stärker. Louis-Marc Aubry erzielte den Anschluss (37.), eine Minute später rettete Münchens Torhüter Kevin Reich stark gegen Samuel Soramies. Die Antwort der Gäste auf Ingolstadts Treffer: Hagers 4:1 in doppelter Überzahl neun Sekunden vor der zweiten Pause.
Die Red Bulls erwischten auch im Schlussdrittel den besseren Start. Seidenberg legte im Powerplay den fünften Treffer nach (41.). Das Anschlusstor der Panther durch Wayne Simpson (43.) beeindruckte die Münchner nicht. Das Team von Trainer Don Jackson spielte souverän weiter und verdiente sich die drei Punkte.
Yannic Seidenberg:
„Unser Forecheck war extrem gut, wir haben ihnen nicht viel Zeit gegeben. Und das Powerplay hat auch funktioniert."
Endergebnis
ERC Ingolstadt gegen EHC Red Bull München 2:5 (0:3|1:1|1:1)
Tore
0:1 | 06:26 | Yannic Seidenberg
0:2 | 09:03 | Justin Schütz
0:3 | 12:14 | Philip Gogulla
1:3 | 36:17 | Louis-Marc Aubry
1:4 | 39:51 | Patrick Hager
1:5 | 40:28 | Yannic Seidenberg
2:5 | 42:06 | Wayne Simpson

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(DEL/Schwenningen) BM Auf der Pressekonferenz vor dem Spiel in Nürnberg, gaben der Sportliche Leiter Christof Kreutzer und Co-Trainer Gunnar Leidborg einen Überblick über die aktuelle Kadersituation der Schwenninger Wild Wings. Ohne Nachverpflichtung wird das Team den Rest der Saison bestreiten. Zudem gaben die Schwarzwälder die Vertragsverlängerung mit Gunnar Leidborg bekannt.
Foto: citypress / eishockey-online.com
Kein weiterer Neuzugang
Trotz großer Bemühungen konnten die Schwenninger Wild Wings keine Nachverpflichtung tätigen. Christof Kreutzer zeigte auf, wie die letzten Tage abgelaufen waren. Man hatte mit mehreren Spielern Kontakt und war sich auch schon einig. Am Ende gab es aber immer wieder Gründe, warum trotzdem kein Vertrag zu Stande kam. So hatte der eigentliche Wunschkandidat, von seinem bisherigen Arbeitgeber keine Freigabe erhalten.
Kreutzer machte deutlich, dass man nicht um jeden Preis einen Spieler verpflichten konnte und wollte. Am Ende des Tages müssen diese Spieler auch finanzierbar sein. Es mache wenig Sinn einen Spieler für ein bis zwei Monate so viel zu bezahlen, wie die anderen Spieler in der ganzen Saison verdienen.
Die Frage, ob die Wild Wings mit einem Imageproblem zu kämpfen haben und deshalb kein Spieler an den Neckarursprung wechseln möchte, verneinte Kreutzer. Am Ende waren es immer andere Gründe, die einem Vertragsabschluss im Wege standen.
Die kommenden Wochen könne man trotz allem erfolgreich gestalten, da vertraue man dem Kader. Jetzt gilt es zu hoffen, dass man ohne größere Verletzungen durch diese Zeit kommt. Am Ende bedeute dies mehr Eiszeit auch für die jungen Spieler, was dem Club auch langfristig helfen werde.
Personelle Sorgen vor dem Spiel gegen Nürnberg
Mit Emil Kristensen kann wohl schon früher als bisher erwartet, gerechnet werden. Der Abwehrspieler trainiere schon wieder auf dem Eis und soll wenn alles gut geht, in zwei Wochen wieder eingreifen können. Bei Darin Olver gestaltet sich der Verlauf etwas schwieriger: Mit viel Glück könne man Mitte April mit dem Angreifer rechnen.
Die beiden kurzfristigen Ausfälle Daniel Pfaffengut und Troy Bourke, werden gegen Nürnberg ebenfalls nicht im Kader sein. Im nächsten Spiel gegen Straubing plane man aber mit beiden wieder. Marius Möchel wird aus diesem Grund wieder zurück in den Sturm beordert.
Auch der Co-Trainer bleibt an Bord
Gunnar Leidborg wird auch die nächsten beiden Spielzeiten Co-Trainer von Niklas Sundblad bleiben. Der Schwede zeigte sich dankbar über diese Möglichkeit: „Ich freu mich, dass ich noch ein paar Jahre arbeiten darf“.
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(DEL/Augsburg) PM Die Augsburger Panther müssen den nächsten langfristigen Ausfall verkraften. Alex Lambacher muss sich einem operativen Eingriff an der Hüfte unterziehen. So steht der Angreifer seinem Team in der Saison 2020-21 nicht mehr zur Verfügung.

( Foto Dunja Dietrich )
Bereits seit einigen Wochen konnte Lambacher nur unter Schmerzen spielen. In enger Abstimmung zwischen Spieler, Trainerteam und der medizinischen Abteilung um die beiden Mannschaftsärzte Dr. Jens-Ulrich Otto und Dr. Karsten Bogner aus der Augsburger ArthroKlinik wurde deswegen am Wochenende entschieden, die notwendige Operation nicht länger hinauszuzögern. So soll gewährleistet werden, dass der italienische Nationalspieler spätestens zu Beginn der kommenden Spielzeit wieder im Vollbesitz seiner Kräfte ist.
„Diese Entwicklung tut uns für Alex Lambacher sehr leid. Er hat dieses Jahr einen großen Sprung nach vorne gemacht und war als Center der vierten Formation wichtig für unser Team. Leider ist die Entscheidung für eine sofortige OP aus medizinischer Sicht alternativlos. Wir alle wünschen Lambi eine schnelle und vollständige Genesung“, so Cheftrainer Tray Tuomie.

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(DEL/Straubing) (MA) Ein Auf und Ab an Chancen mit vielen Paraden beider Torhüter, bekamen beide Coaches an diesem Nachmittag geboten. München war in einigen Phasen spielerisch überlegen, machte aber vierzig Minuten lang zu wenig daraus. Straubing war bis zum Schluss nah dran an den Punkten, aber am Ende reichte es trotz einer sehr guten Leistung, nicht.

(Foto: City Press) Kael Mouillierat erzielt das zwischenzeitliche 2:3 für die Straubing Tigers
Die Münchner entwickelten von der ersten Sekunde an mächtigen Druck. In den ersten fünf Minuten kamen die Tigers kaum aus ihrer Zone. Peterka (2.) und Schütz bei einer Doppelchance (4.) hatten schon die Führung auf dem Schläger. Die besorgte Daryl Boyle (6.) bei einem Tempogegenstoß zum 1:0. Es spielte weiter nur der Gastgeber. Mauer vergab den nächsten Hochkaräter. Bis zum Powerbreak konnten die Gäste froh sein, nur mit einem Tor zurückzuliegen. Dies änderte sich prompt. Wie aus dem Nichts kam der Doppelschlag der Tigers.
Der neu in die Mannschaft gekommene Jeremy Williams (11.) rechtfertigte seine Nominierung mit dem 1:1 Ausgleich und nur 55 Sekunden später besorgte Marcel Brandt (12.) die 1:2 Führung. Zu diesem Zeitpunkt ein durchaus schmeichelhafter Vorsprung für die Straubinger. München wollte sich die Hoheit über das Spiel im zweiten Abschnitt sofort wieder zurückholen. Zuerst aber kamen die Tigers in Überzahl zu guten Möglichkeiten. Mouillierat (22.) und Tropp (23.) hätten durchaus erfolgreich sein können, aber vor allem beim Versuch von Tropp rettete Boyle in letzter Sekunde für den bereits geschlagenen Reich.
Die Gastgeber bauten wieder mehr Druck auf, Straubing kam nicht aus der Zone und das hartnäckige Nachsetzen von Ehliz sollte sich bezahlt machen. Seinen Puckgewinn nutzte Boyle für einen Direktschuss und Maxi Daubner (26.) fälschte entscheidend zum 2:2 Ausgleich ab. Die Oberbayern konnten aus ihrer optischen Überlegenheit und ihren Möglichkeiten durch Peterka (32.) und Kastner, nichts zählbares herausholen. Vor dem Tor gingen die Münchner ab und zu etwas zu hektisch zu Werke. Anders bei den Tigers, als der Puck in den Slot gespielt wurde.
Mit vereinten Kräften drückte Kael Mouillierat (37.) die Scheibe über die Linie zur 2:3 Führung. Die Antwort ließ nicht lange auf sich warten. Der gut aufgelegte Ehliz konnte sich wieder durchsetzen, sah den freien Justin Schütz (38.), der von der Ecke kam und er vollendete Eiskalt zum erneuten 3:3 Ausgleich. Ein starkes Drittel von beiden Teams hätte Tropp beinahe noch auf den Kopf gestellt. In der letzten Sekunde verzog er nur knapp und so blieb es, beim bis dahin leistungsgerechten Unentschieden.
Es entwickelte sich ein sehr spannendes letztes Drittel. Beide Teams standen gut in der Abwehr, aber in regelmäßigen Abständen wurde immer wieder der Arbeitsnachweis von Reich und Vogl verlangt. So auch bei einer zwei auf eins Situation (42.) von Ehliz auf Peterka. Die klareren Möglichkeiten gab es bei den Münchnern. Eine davon vergab Mayeinschein (47.) beim Nachschuss in aussichtsreicher Position. Straubing kam über Entlastungsangriffe, ohne jedoch zwingend zu werden.
Mit der großen Chance von Schütz (50.), allein vor Vogl, wurde die heiße Schlussphase eingeleitet, in der der Schlussmann der Tigers immer mehr über sich hinaus wuchs. Peterka (51.) verzog vor dem Tor, damit sprang der Puck vor die Füße von Hager und Vogl reagierte mit einer klasse Parade. Die entscheidende Szene entwickelte sich in der 53. Minute. Mayenschein stoppt Schopper regelwidrig in der Ecke, den daraus resultierenden Puckverlust nutzten die Gastgeber durch Daryl Boyle’s Schuss, der noch von einem Straubinger abgefälscht wurde, zur 4:3 Führung.
Alle Proteste der Straubinger halfen nichts. Pokel riskierte alles, nahm seinen Goalie zugunsten eines weiteren Feldspielers vom Eis, um den Druck erhöhen zu können. Aber der Schuss ging gleich zweimal nach hinten los. J.J. Peterka (59.) sowie Philip Gogulla (60.) trafen zum 6:3 Endstand ins leere Tor. Damit gewinnen die Red Bulls alle vier Vergleiche gegen die Niederbayern in der Vorrunde.
Stimmen zum Spiel:
Benedikt Schopper (Tigers): “Ich darf zu dieser Szene nichts sagen. Wir haben diese Niederlage nicht verdient und müssen am Mittwoch einfach die gleiche Leistung wiederholen, um erfolgreich zu sein.”
Kevin Reich (Red Bull): “Wir tun uns generell schwer in dieser Saison in der eigenen Zone. Irgendwie sind wir da nicht aufmerksam genug. Aber im letzten Drittel hat es besser funktioniert.”
Tom Pokel (Tigers): Es war ein hervorragendes Spiel, es war schnell und ging viel hin und her. Wir konnten noch im ersten Drittel die Führung übernehmen, hatten dann ein paar Deckungsfehler gemacht und es gab immer viel Chancen für beide Teams. Dadurch dass wir am Freitag ein Abendspiel hatten und heute Nachmittag ran mussten, war es nicht einfach für uns. Birdy hat super gehalten und ich bin stolz auf meine Mannschaft. Die Chancen waren da um das Spiel zu gewinnen. Wir müssen weiter kämpfen und ich bin heute sehr zufrieden mit der Leistung.
Don Jackson (Red Bull): “Wir haben sehr gut und hart gespielt. Es war ein guter Start für uns, dann schlichen sich ein paar Fehler ein und wir waren im Rückstand. Ab dem zweiten Drittel kamen wir besser zurecht und das letzte Drittel war mit vier Toren wirklich stark von uns.”
Spiel vom 26.02.2021
Red Bull München - Straubing Tigers: 6:3 (1:2 | 2:1 | 3:0)
Tore:
1:0 |06.| Prow (Mayenschein, Kastner)
1:1 |11.| Williams (Daschner)
1:2 |12.| Brandt (Balisy)
2:2 |26.| Daubner (Ehliz, Boyle)
2:3 |37.| Mouillierat (Schopper, Connolly)
3:3 |38.| Schütz (Ehliz, Redmond)
4:3 |53.| Boyle (Kastner, Ebbett)
5:3 |59.| Peterka (Prow, Ehliz) - EN
6:3 |60.| Gogulla (Mauer, MacWilliam) - EN
Strafen:
Red Bull München: 4
Straubing Tigers: 6
Schiedsrichter: Kohlmüller / Rohatsch / Gaube / Römer

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(DEL/Augsburg) PM Die Panther reagieren auf den langfristigen Ausfall ihres Schlussmanns Olivier Roy und sichern sich die Dienste des österreichischen Nationaltorwarts David Kickert. Kickert wechselt vom Linzer Club Steinbach Black Wings 1992 aus der bet-at-home ICE Hockey League nach Augsburg und erhält dort einen Vertrag bis Saisonende.

(Foto: Augsburger Panther)
Für Wien, Villach und Linz absolvierte der gebürtige Korneuburger seit der Saison 2013-14 insgesamt 185 Spiele im österreichischen Oberhaus. Mit Wien nahm Kickert auch zweimal an der European Trophy sowie dreimal an der Champions Hockey League teil. Mit dem Hauptstadtclub gewann der 188 cm große und 82 kg schwere Linksfänger 2017 zudem die Meisterschaft. Dem österreichischen Nationalteam gehört David Kickert seit 2015 regelmäßig an.
Panthercoach Tray Tuomie: „Seit wir Klarheit über die lange Pause von Olivier Roy haben, beschäftigen wir uns intensiv mit dem Torhütermarkt. Jetzt sind wir sehr froh, mit David Kickert eine gute Lösung für die offene Stelle gefunden zu haben. Er gehört seit Jahren zu den besten Goalies der österreichischen Liga und hat seine Qualitäten auch im Nationaldress immer wieder unter Beweis gestellt. Uns war wichtig, auf dieser sensiblen Position sowohl im Trainingsbetrieb als auch für die vielen noch anstehenden Aufgaben in der Liga gerüstet zu sein. Mit Markus Keller, dessen Verletzung nach ersten Untersuchungen weniger schlimm scheint, Moritz Borst und David Kickert sehen wir uns gut aufgestellt. “
„Ich freue mich sehr über die Möglichkeit, die sich mir in Augsburg in einem ambitionierten Team in einer starken Liga bietet. Mein Dank gilt auch den Verantwortlichen in Linz, die mir diese Chance kurzfristig und unkompliziert ermöglicht haben. Bei den Black Wings hatte ich eine tolle Zeit, nun gilt meine Konzentration aber den Panthern. Ich will meinem neuen Team helfen, die Playoffs zu erreichen“, so David Kickert über seinen Wechsel in die PENNY DEL.
Kickert wird bereits am heutigen Sonntag in Augsburg erwartet und sich dann umgehend in häusliche Quarantäne begeben. Er wird das Panthertrikot mit der Nummer 70 tragen.

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(PENNY - DEL/Schwenningen) (BM) Nach nur sechs Tagen kam es in der Helios zum erneuten Aufeinandertreffen zwischen Schwenningen und Ingolstadt. Auf Schwenninger Seite fehlten mit den Langzeitverletzten Darin Olver und Emil Kristensen auch Daniel Pfaffengut. Ingolstadt hatte mit Tim Wolgemuth und Louis-Marc Aubry ein verändertes Line Up. Nachdem die Schanzer unter die Woche München geschlagen hatten, kam man mit breiter Brust an den Neckarursprung. Nach torlosem ersten Drittel und jeweils einem Treffer im Mittelabschnitt musste das Penaltyschiessen über den Sieg entscheiden. Dort blieben die Wild Wings Sieger, nachdem nur Jamie MacQueen treffen konnte.

Foto: Archivbild / citypress
Ingolstadt legte los wie die Feuerwehr und kam durch Frederik Storm, vom Bully weg, zu einer guten Möglichkeit. Auf der anderen Seite setzte Colby Robak mit einem verdeckten Schuss eine erste Duftmarke. Sechs Minuten waren gespielt, als Max Hadraschek im Slot die Chance zur Führung nur knapp verpasste. Die Gäste versuchten früh zu attackieren, vor dem Tor von Joacim Eriksson für Verkehr zu sorgen und dieses mit Schüssen einzudecken.
Schwenningen kam mit zunehmender Spielzeit immer besser in die Partie und erarbeitete sich Chancen. Die Gäste blieben weiter gefährlich, brachten den Großteil ihrer Schussversuche nur von außen oder von der blauen Linie zustande. Joacim Eriksson war bis dato aber zur Stelle. Von der großzügigen Linie der Schiedsrichter profitierten beide Mannschaften gleichermaßen, so kam es kaum zu Unterbrechungen. Kurz vor der Pause wanderte dann Daniel Pietta wegen Haltens auf die Strafbank. Außer einem Schuss von Colby Robak musste Michael Garteig aber nicht eingreifen. Kurz vor Ablauf der Strafzeit kam Louis-Marc Aubry sogar zu einem Konter. Eriksson ließ sich aber nicht verladen und so ging es torlos in die Pause.
Der Mittelabschnitt began Temporeich und mit einem stetigen auf und ab. Als sich Dylan Yeo unnötig eine Strafzeit leistete, kam Schwenningen ins Schwimmen, ohne aber ein Gegentor zu kassieren. Nachdem die Wild Wings wieder komplett waren, fehlte es lange an der Zuordnung, Ingolstadt nutzte dies und kam durch Mirko Höfflin zur Führung. Schwenningen antwortete wütend und verpasste durch Thuresson zu egalisieren. In der 31. Spielminute war es dann soweit: Jamie MacQueen machte mit einem Baseballtor den Ausgleich. Aus der Luft beförderte er den Puck in die Maschen. Zuvor hatte Travis Turnbull die Scheibe aufs Tor gebracht.
Nur eine Minute später verpasste Cedric Schiemenz sogar die Führung für die Wild Wings. Die Gastgeber hatten nun deutlich mehr vom Spiel. Nach schöner Kombination der Spink-Brüder verpasste Boaz Bassen nur knapp. Auf der anderen Seite wurde es nach einem Schuss von Colton Jobke gefährlich. Die Gäste beschränkten sich nur noch auf Konter und wären kurz vor der Drittelpause beinahe erfolgreich gewesen. Joacim Eriksson behielt aber die Übersicht. Vor dem Pausenpfiff setzten sich die Wild Wings noch einmal fest. Ingolstadt konnte sich nur mit einer Strafe behelfen, weshalb es mit Überzahl in den Schlussabschnitt ging.
Trotz einiger Einschussmöglichkeiten, wussten die Wild Wings die Überzahl nicht zu nutzen. Im Gegenzug musste Daniel Weiß auf die Strafbank. Sein Beinstellen brachte die Wild Wings unter Bedrängnis, aber Brandon Defazio zog am freien Tor vorbei. Glück hatten die Wild Wings nur wenig später, als Ingolstadt den Aussenpfosten traf und im Nachgang gute Einschussmöglichkeiten verpasste.
Es folgte eine Phase in der sich Schwenningen lange nicht befreien konnte. Die Schiedsrichter ließen dabei einen Check an Marius Möchel ungeahndet und schickten im Gegenzug Travis Turnbull auf die Strafbank. Die Gäste wussten das Geschenk nicht zu nutzen.Im Gegenzug ließen die Wild Wings einen 4 auf 2 Konter ungenutzt. Beide Teams hatten in der Folge die Vorentscheidung auf dem Schläger, immer wieder kam aber entscheidend ein Schläger dazwischen.
Drei Minuten vor dem Ende verpasste Tylor Spink im Slot nur knapp, nachdem Christopher Fischer die Scheibe auf das Tor gebracht hatte. Nachdem Andreas Thuresson ebenfalls verpasste ging es in die letzte Spielminute. Brandon Defazio schloss nochmals ab und sorgte für ein Offensivbully. Die Gäste wollten das Spiel unbedingt in der regulären Spielzeit entscheiden und nahmen 26 Sekunden vor dem Ende eine Auszeit. Der Effekt verpuffte und so ging es in die Overtime.
Dort verpasste Jamie MacQueen seinen zweiten Treffer und rettete mit einem wichtigen Block in der Defensive. Christopher Fischer hatte bei einem Konter den Sieg auf dem Schläger, legte mit der Rückhand aber neben das Tor. 38 Sekunden vor dem Ende schickten die Schiedstrichter Jamie Mac Queen auf die Strafbank - nahmen die zwei Minuten nach einer kurzen Beratung aber zurück. Nachdem nur die Wild Wings in der Overtime gespielt hatten musste das Penaltyschiessen entscheiden.
Da nur Jamie MacQueen traf, blieben die zwei Punkte am Neckarursprung. Schwenningens Nummer 95, steuerte beide Treffer zum Sieg bei.
Spiel vom 27.02.2021: Schwenninger Wild Wings - ERC Ingolstadt
Tore:
0:1 |28.|Höfflin (Storm / )
1:1 |31.|MacQueen (Turnbull / )
2:1 |Pen| MacQueen
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(PENNY-DEL, Bremerhaven) (Hermann Graßl) In der heimischen Eisarena empfing am 21. Spieltag der Tabellenzweite Bremerhaven den Spitzenreiter aus Berlin zum Topspiel der Nordgruppe. Der letzte Erfolg der Fischtown Pinguins gegen die Eisbären lag schon länger zurück, und Berlin wollte den hartnäckigen Konkurrenten weiter auf Abstand halten. Schließlich setzte sich Bremerhaven dank eines bärenstarken zweiten Drittels mit 5 zu 3 gegen den Spitzenreiter durch.

(Foto: Citypress)
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Bremerhaven gelang mit der Rückkehr von Jan Urbas schnell wieder in die Erfolgsspur und wollte heute weiter Boden gut machen auf die führenden Berliner. Beim souveränen Sieg in Iserlohn dank ihrer Top Reihe meldeten sich die Fischtown Pinguins eindrucksvoll zurück. Popiesch: "Das Team hat in besserer Balance agiert, defensiv wie offensiv. Berlin spielt clever, lässt hinten wenig zu, d.h. wir müssen kompakt agieren, damit die Berliner sich nicht entfalten können. Gerade gegen Berlin müssen wir noch aufmerksamer sein“
Berlin erlitt gegen Wolfsburg kürzlich einen kleinen Dämpfer und verlor trotz 50 Schüsse auf das gegnerische Tor das erste Heimspiel in dieser Saison. Diese kleine Delle wollten sie beim Verfolger wieder zurechtbiegen und Platz 1 mit ihrer herausragenden Defensive festigen. Pföderl: „Wir hatten genug Chancen in dem Match gegen Wolfsburg, nur die Scheibe ging irgendwie nicht rein, die Chemie auf und neben dem Eis passt bei uns perfekt.“
Im Rahmen der Vorstellung der Starting Six trugen die Hausherren einen speziell kreierten Schal vor dem Hintergrund des heutigen Mottos „Inklusion bricht das Eis“. Die ersten sportlichen Akzente setzte die Heimmannschaft, die gewöhnlich in ihrer eigenen Arena wie die Feuerwehr loslegten, doch die Gäste hielten gut dagegen mit körperbetontem Spiel und solider Abwehrarbeit.
Matt White marschierte mit feiner Einzelleistung durch die Abwehr und prüfte Maxwell. Kurz danach produzierten die Eisbären eine weitere gute Chance. Jetzt agierte auch Bremerhaven mit forschen Angriffen in Richtung Niederberger, u.a. verfehlte Hilbrich nur knapp. Heute mussten die Aufbaupässe messerscharf ankommen, um den Gegner nicht zu Vorstößen einzuladen.
Foucaults Torhüterbehinderung, wenn auch unabsichtlich, führte zum ersten Powerplay für die Hausherren, deren Überzahlspiel bekanntlich bisher in der Liga überragend war. Auch heute belohnten sich die Fischtown Pinguins mit der Führung in der 9. Spielminute durch McMillan. Berlin war sicher präpariert für das großartige Powerplay der Hausherren, die Eisbären wurden aber sofort gnadenlos bestraft.
Streu hatte beinahe den Ausgleich auf seinem Schläger, fand aber in Maxwell seinen Meister. Nach dem Powerbreak sorgte Boychuk nach feinem Zuspiel von Pföderl für das Remis in der 12. Spielminute.
Nach einer Strafe für beide Teams ging es im 4 gegen 4 weiter mit mehr Platz für die Techniker. Berlin präsentierte sich heute Abend hochkonzentriert und ließ die Hausherren nicht ins Rollen kommen. Vor Drittelende konnten die Gäste erneut in numerischer Überlegenheit spielen, verbuchten durch einen abgefälschten Schuss eine erste gute Gelegenheit. Auch White konnte die Scheibe nicht ins Gehäuse lenken.
Bremerhavens zweites Powerplay brachte ebenfalls nichts mehr ein im ersten Drittel, wobei die Hausherren noch eine gute Minute in den Mittelabschnitt mitnahmen. Es war bisher eine sehr gute Begegnung auf hohem Niveau.
Im zweiten Drittel wollten die Hausherren ihre noch laufende Überzahl zur Führung nutzen, doch die Eisbären konnten sich gut befreien und hielten sich schadlos. Es ging munter hin und her, jeder Scheibenverlust wurde sofort für einen eigenen Angriff genutzt. Fiore auf Seiten der Eisbären kehrte nicht mehr in das Match zurück, der anfängliche harte Check aus Drittel 1 war wohl doch zu schmerzhaft für ihn. Wir wünschen ihm gute Besserung!
In ihrer nächsten Überzahl verzeichneten die Hausherren eine tolle Einschussgelegenheit, mussten aber selbst drei Konter der Berliner entschärfen. Es war ein wildes Match in dieser Phase und Maxwell entpuppte sich als kreativer Mitspieler, in dem er gedankenschnell den nächsten Angriff einleitete. Letztlich blieb das Powerplay erfolglos.
Tuomie, der hier in Bremerhaven das Eishockeyspielen gelernt hatte, bekam die nächste Chance; das wäre eine besondere Story gewesen, hätte er getroffen, nur schade, dass keine Fans im Stadion waren. In der 30. Spielminute gingen die Fischtown Pinguins durch Jeglic wieder in Führung. Die Eisbären blieben davon unbeeindruckt und hatten danach eine Doppelchance zum erneuten Ausgleich, holten dabei aber immerhin eine Strafe heraus; die Überzahl währte jedoch nur kurz, denn Noebels musste nun in die Kühlbox. Ein geniales Zuspiel von Urbas netzte Fortunus in der 31. Minute zum dritten Treffer für das Heimteam ein.
Nun schienen sich die Hausherren in einen Rausch zu spielen, denn kurz danach in der 33. Spielminute erzielte Bremerhaven durch McMillan sogar das 4 zu 1. Coach Aubin setzte mit dem Torwartwechsel nun ein Zeichen und schickte seinen Backup Ancicka aufs Eis, denn binnen 195 Sekunden musste sein Team gleich 3 Tore hinnehmen; das war zu viel für die nun arg wackelnde Defensive.
Die Fischtown Pinguins übten nun viel Druck auf die Gäste aus und waren klar Herr im eigenen Haus, auch wenn die Eisbären zu ihren schnellen Gegenstößen kamen. Somit ging Bremerhaven mit einem beruhigenden 3 Tore Vorsprung ins Schlussdrittel. Berlin musste wieder die Kleinigkeiten richtig machen und kompakter in der eigenen Zone stehen.
Was war nun der Plan der Eisbären, um dieses Match noch zu drehen? Das Umschaltspiel musste unbedingt wieder optimiert werden und leichtfertige Scheibenverluste sollten tunlichst vermieden werden. Tuomie hatte die erste Möglichkeit im letzten Drittel. Ein Powerplay wegen Beinstellen vom Doppeltorschützen McMillan wäre jetzt die ideale Gelegenheit heranzukommen, doch die Hausherren unterbanden aggressiv die Bemühungen der Eisbären, die nicht in die Formation kamen. Kurz danach rettete Maxwell bravourös. Urbas perfekter Handgelenkschuss verfehlte das Ziel nur knapp.
Bremerhavens Defensive stand sattelfest, konnte jedoch den zweiten Treffer der Gäste in der 53. Spielminute durch Müller nicht verhindern. Wurde nun noch eine brisante Schlussphase eingeläutet? Berlin warf noch einmal alles in die Waagschale, brachte sich aber selbst durch eine Strafe um die möglichen Früchte, denn die Zeit sprach klar für die Pinguins. McMillan hätte fast seinen dritten Treffer markiert, aber Ancicka hielt seine Farben weiter im Spiel.
Bei angezeigter Strafe gegen die Hausherren fälschte Pföderl perfekt zum Anschlusstreffer ab. Sollte es nun doch noch dramatisch werden am Ende? Berlin durfte man nie abschreiben.
Andersen machte letztlich den Deckel drauf auf diese Partie und traf in der 59. Spielminute zum 5 zu 3, was die Entscheidung in dieser Begegnung bedeutete. Während die Eisbären am 1.3. Wolfsburg empfangen, bestreitet Bremerhaven am 4. März erneut sein Heimspiel gegen Berlin.
Stimmen zum Spiel:
Bremerhaven – Urbas:
„Wir spielten einfach wie geplant, wir hatten einen guten Forecheck und haben viele Pucks aufs Tor gebracht, um erfolgreich zu sein. Im dritten Drittel ließen wir ihnen zu viel Raum, die Schüsse von der blauen Linie haben wir nicht verhindert. Wir müssen nächstes Mal gegen Berlin genauso spielen wie heute.“
Berlin – Tuomie:
„Das zweite Drittel war ausschlaggebend für die Niederlage, da haben wir kleine Fehler gemacht, die Bremerhaven eiskalt ausnutzte. Am Ende haben sie verdient gewonnen, da sie eine starke Mannschaft zuhause sind. Höhen und Tiefen sind normal. Ich habe es genossen, hier spielen zu dürfen.“
Spiel vom 26.02.2021
Bremerhaven - Berlin 5:3 (1:1|3:0|1:2)
Tore:
1:0 |09| McMillan (Friesen, Fortunus) PP1
1:1 |11| Boychuk (Pföderl, Reichel) PP1
2:1 |30| Urbas (Jeglic, Verlic)
3:1 |31| Fortunus (Urbas, Krogsgaard)
4:1 |33| McMillan (Uher, Krogsgaard)
4:2 |53| Müller (Noebels, Pföderl)
4:3 |58| Pföderl (Ramage, Noebels)
5:3 |59| Andersen (McGinn) ENG
1. Drittel Statistik: 7:9 Schüsse, 11:8 gewonnene Bullys, Strafminuten: 6:6
2. Drittel Statistik: 10:10 Schüsse, 13:9 gewonnene Bullys, Strafminuten: 2:4
3. Drittel Statistik: 10:13 Schüsse, 14:12 gewonnene Bullys, Strafminuten: 2:2
Zuschauer: Keine
Schiedsrichter: Schrader/ Iwert
Aufstellung:
Bremerhaven: Maxwell, Dietz, Krogsgaard, Urbas, Jeglic, Verlic, Moore, Eminger, McGinn, Friesen, Andersen, Alber, Fortunus, Uher, McMillan, Hilbrich, Reisnecker, Gläser, Stowasser.
Berlin: Niederberger (Ancicka ab 33. Minute), Müller, Ramage, Pföderl, Reichel, Noebels, Wissmann, Hördler, Fiore, Boychuk, White, McKiernan, Mik, Foucault, Olver, Tuomie, Dietz, Streu, Hänelt.
Deutsche Eishockey Liga (PENNY-DEL)
Die Deutsche Eishockey Liga (PENNY-DEL) ist die höchste deutsche Eishockey-Spielklasse und wurde im Jahr 1994 gegründet. Am Spielbetrieb nehmen 14 Proficlubs (Kapitalgesellschaften) teil und der aktuelle DEL-Rekordmeister sind die Eisbären Berlin mit 7 Meisterschaften.
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(DEL/Straubing) (MA) Endlich dachten sich wohl alle Straubinger und so manchen Spieler fiel auch ein Stein vom Herzen, nachdem ersten Auswärtserfolg. Das Spiel der Doppelschläge und Abwehrfehler konnten am Ende die Tigers für sich entscheiden, weil sie in den wichtigen Momenten die richtigen Entscheidungen trafen. Augsburg scheiterte einmal mehr am eigenen Überzahlspiel. Keller musste nach dem zwischenzeitlichen 2:5 verletzt in die Kabine. Dies ist nun in kurzer Zeit der zweite Ausfall eines Torhüters beim AEV.

(Foto: Dunja Dietrich) Hier rettet Goalie Keller, der das Spiel wegen einer Verletzung vorzeitig beenden musste.
Straubing fand nicht ins Spiel. Augsburg war zwar nicht direkt überlegen, konnte sich aber an den sich bietenden Chancen immer mehr hochziehen. Nach den zwanzig Minuten mussten sich die Panther selber vorwerfen, warum man nur mit 2:1 in die Kabine ging. Die sich bietenden Möglichkeiten waren klare Chancen und die wurden leichtsinnig vergeben. Acolatse (2.), der wieder als Stürmer spielte, hatte für lange Zeit die einzige Möglichkeit. Der AEV fing an mit einem Doppelschlag innerhalb von 14 Sekunden. Haase zog von der blauen Linie ab und Jarsolav Hafenrichter (5.) nahm zuerst Vogl die Sicht und fälschte auch entscheidend ab.
Vom anschließenden Bully weg, waren die Tigers zu weit aufgerückt, Clarke sah im freien Raum Adam Payerl (5.) und der blieb eiskalt vor dem Tor und erhöhte auf 2:0. Weiterhin spielte nur der Gastgeber. Miller (10.) und Sternheimer (16.) hätten erhöhen müssen. Die Gäste waren dezimiert und kamen dennoch, wie aus dem Nichts, zum 2:1 (17.) Anschlusstreffer. Antoine Laganiere konnte mit enormen Willen, Bergmann an der blauen Linie die Scheibe abnehmen, ging auf und davon und erzielte mit einem satten Schuss den ersten Treffer für die Tigers.
Und noch einmal vergaben Trevelyan (20.) sowie auf der anderen Seite Connolly (20.) beste Möglichkeiten. Die Gastgeber standen sich im zweiten Abschnitt förmlich selber im Weg. Von Augsburg kam offensiv nicht mehr viel. Wie schon im ersten Drittel, fand auch jetzt das Powerplay kaum statt, sodass man nach vier versuchen, immer noch ohne Tor da stand. Ganz anders die Tigers. Zwar war das Spiel nicht zwingender geworden, aber die Lücken zwischen Abwehr und Angriff wurden besser geschlossen.
Beide Teams neutralisierten das Spiel zusehends in der mittleren Zone. Sena Acolatse (25.) hämmerte den Puck an den Pfosten, die Situation konnte vom AEV nicht geklärt werden. So sah sich Torhüter Keller gezwungen hinter dem Tor ins Spiel einzugreifen. Sein Pass landete bei Mouillierat und beim Zurücklaufen ins Tor stolperte er über sich selber. Acolatse stand am kurzen Pfosten und konnte den wichtigen 2:2 Ausgleich erzielen. Nur 63 Sekunden später, der nächste Aussetzer der Panther.
Sezemsky mit einem katastrophalen Fehlpass, läutete das 2:3 durch Andi Eder (26.) ein. Mulock stoppte den Pass und scheiterte zuerst noch mit seinem Versuch, Eder setzte nach und traf zur Führung. Sena Acolatse zur Situation nach vierzig Minuten: “Wir haben das Spiel gedreht, weil wir jetzt viel besser organisiert sind und müssen für unseren ersten Auswärtssieg, jetzt noch einmal zwanzig Minuten hart arbeiten.”
Weiter ging es mit den Doppelschlägen und wieder waren es die Tigers die von Fehlern profitierten. Nach einem schlechten Aufbaupass, quer durch die eigene Zone nahm Gormley maß und Kael Mouillierat fälschte entscheidend zum 2:4 (41.) ab. Wieder nur 63 Sekunden später zappelte der Puck erneut im Tor von Keller. Gormley sah den mitgelaufenen Nick Latta, bediente ihn mit einem scharfen Pass und Latta hielt die Kelle zum 2:5 (42.) rein und drin war das Ding.
Während dem Jubel, fuhr Keller zur Bank und teilte seinem Coach mit, dass er nicht mehr weitermachen kann. So kam der 19-jährige Moritz Borst zu seinem ersten DEL Einsatz. Der wurde gleich geprüft, blieb aber standhaft. Nur gegen den platzierten Schuss von Corey Tropp (59.), zum 3:6 Endstand, war er machtlos. Zuvor konnte Jaroslav Hafenrichter, mit seinem zweiten Treffer, der wieder abgefälscht war, im Powerplay auf 3:5 (58.) verkürzen. Dies änderte an dem ersten Auswärtserfolg für die Niederbayern aber nichts mehr.
Stimmen zum Spiel:
Nick Latta (Tigers): “Heute fällt viel ab. Wir haben lange gebraucht für den ersten Auswärtssieg. Der Start war nicht gut, aber das 2:1 in Unterzahl war sehr wichtig für uns. Die drei Punkte haben wir heute verdient.
Tom Pokel (Tigers): “Ich dachte eigentlich, dass wir einen guten Start hatten, aber auf einmal lagen wir 0:2 hinten. Augsburg war besser im Spiel und hatte mehr Schwung. Das wichtige 2:1 in Unterzahl hat uns überleben lassen. Dann haben wir ein solides zweites Drittel gespielt und es lief besser. Unser Unterzahl war neben Birdy heute wieder sehr wichtig. Dazu haben wir heute sechs verschiedene Torschützen.”
Tray Tuomie: “Wir wollten genau so einen Start hinbekommen, mit guten Checks und einer Führung. Der Drehpunkt war das Unterzahltor. Dann haben wir drei individuelle Fehler gemacht und somit das Spiel aus der Hand gegeben. Was mit Markus Keller genau ist, kann ich jetzt noch nicht sagen.”
Spiel vom 26.02.2021
Augsburger Panther - Straubing Tigers: 3:6 (2:1 | 0:2 | 1:3)
Tore:
1:0 |05.| Hafenrichter (Haase, Sezemsky)
2:0 |05.| Payerl (Clarke, Sternheimer)
2:1 |17.| Laganiere - SH 1
2:2 |25.| Acolatse (Mouillierat, Connolly)
2:3 |26.| Eder (Mulock)
2:4 |41.| Mouillierat (Gormley)
2:5 |42.| Latta (Gormley, Tropp)
3:5 |58.| Hafenrichter (Lamb, Abbott) PP 1
3:6 |59.| Tropp (Latta, Balisy)
Strafen:
Augsburger Panther: 6
Straubing Tigers: 16
Schiedsrichter: Kopitz / Rohatsch / Hofer / Schwenk

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Weitere interessante Links:
www.deutschlandcup.de - Alle Informationen über den Eishockey Deutschland Cup seit 1987.
www.eishockey-deutschland.info - Alle Eishockey Weltmeisterschaften, Olympische Spiele seit 1910.
(DEL/Augsburg) PM Die Augsburger Panther verstärken sich für die anstehenden intensiven Wochen mit Verteidiger Layne Viveiros. Der 25-jährige Austro-Kanadier wechselt vom EC Red Bull Salzburg aus der österreichischen bet-at-home ICE Hockey League auf Leihbasis bis Saisonende in die Fuggerstadt, ehe er zur kommenden Spielzeit nach Salzburg zurückkehrt.

(Foto: Augsburger Panther)
Layne Viveiros kommt ursprünglich aus Edmonton, Alberta, und absolvierte seit 2015 insgesamt 333 Partien für Salzburg im österreichischen Eishockeyoberhaus. In dieser Zeit stehen für den Linksschützen 18 Tore, 73 Assists und 116 Strafminuten bei einem Plus-Minus-Wert von +63 zu Buche. 2016 gewann Viveiros mit dem mehrfachen Champions Hockey League-Teilnehmer die Meisterschaft. Für das österreichische Nationalteam nahm er an drei Weltmeisterschaften teil und verfügt so über reichlich internationale Erfahrung.
Der 183 cm große und 86 kg schwere Abwehrspieler stammt aus einer Eishockeyfamilie. Sein Vater Emanuel ist aktuell Cheftrainer bei den Henderson Silver Knights in der American Hockey League. Zuvor war „Manny“ Viveiros unter anderem österreichischer Nationalcoach und Cheftrainer des ERC Ingolstadt. Dem Wechsel seines Vaters in die Alpenrepublik Anfang der 90er Jahre verdankt Layne auch seine Doppelstaatsbürgerschaft.
Panthercoach Tray Tuomie: „Nach der finalen Absage von Pat McNeill war uns wichtig, in der Abwehr für Tiefe zu sorgen. Mit Layne Viveiros konnten wir uns kurzfristig die Dienste eines, trotz seines noch jungen Alters, erfahrenen Spielers sichern, der bis zuletzt im Spielbetrieb stand und körperlich fit ist. Gerade wenn es in den letzten 14 Hauptrundenspielen eng getaktet gegen die Teams aus dem Norden geht und sich die Kilometer im Bus erhöhen, wird es wichtig, die Belastung in der Defensive zu steuern. Unser Dank gilt den Verantwortlichen in Salzburg, mit denen wir diese Leihe schnell und unkompliziert abwickeln konnten. Für Layne und beide Clubs ist das eine sehr gute Lösung.“
Viveiros befindet sich bereits auf dem Weg nach Augsburg und begibt sich dort umgehend in häusliche Quarantäne.

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Weitere interessante Links:
www.eishockey-bilder.com - Eishockey Bilder vom EHC Red Bull München in unserer Galerie.
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(PENNY-DEL, Ingolstadt) (Hermann Graßl) In der Saturn-Arena empfing Ingolstadt am 21. Spieltag – dem 3. Jahrestag der Silbermedaillen Helden aus Pyeonchang - die Mannschaft von Don Jackson zum Heimspiel; es war das erste Aufeinandertreffen dieser beiden Teams in der Audi Stadt. München sann unbedingt auf Revanche für die Klatsche zuhause gegen den heutigen Gegner. Ingolstadt erwies sich am Ende als glücklicher Sieger mit einem 3:2 nach Penalty Schießen. Diesen Erfolg verdienten sie sich nach der tollen Aufholjagd nach 60 Minuten.

(Foto: Jürgen Meyer)
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Die Panther aus Ingolstadt wollten den Schwung aus ihrem letzten Auswärtserfolg in Schwenningen mitnehmen, um auch gegen den Liga Krösus aus München was Zählbares einzufahren. Mit Henriquez-Morales stand ein interessant klingender neuer Name auf dem Spielberichtsbogen.
Höfflin: „Die Verzahnung ist gut, wenn wir uns mit den Teams aus dem Norden auch messen können. Im Playoff ist das Best of Three ein Vorteil für die schlechter platzierten Mannschaften. Gegen München mit ihrer top Reihe müssen wir mit viel Speed spielen und stabil in der Defensive stehen.“
Die Red Bulls aus München bestritten am Montag das Derby am Pulverturm, wo sie nach ihrem Erfolg in Augsburg ebenfalls als Sieger vom Eis gingen. München war sicher bis auf die Haarspitzen motiviert, den Rivalen mit einem Sieg zu überholen und somit wieder Anschluss zu Platz 1 zu wahren. Für dieses Unterfangen sollte Ebbett seinen Beitrag leisten.
Mauer: „Olympia war eine tolle Zeit, unfassbar intensiv, durch die Bilder und Videos lebt dieser Moment. Starke Gefühle von früher, vom Umfeld, auf dem Eis. Diese Erfahrung werden wir immer im Herzen tragen, darauf blickt man das ganze Leben zurück.“
Der Start gehörte den Gästen aus der Landeshauptstadt begünstigt durch ein erstes Powerplay, das die Panther jedoch souverän überstanden und den Red Bulls keine gefährlichen Einschussgelegenheiten boten.
Danach kamen die Hausherren etwas besser in die Partie und durften nach 6 Minuten selbst in numerischer Überlegenheit agieren, da Bourque wegen Stockschlag in die Kühlbox musste. Dabei hätte München fast mit einem Shorthander durch Schütz einnetzen können, aber Garteig war zur Stelle. Ingolstadt war gewarnt, da die Red Bulls für diese Vorstöße in Unterzahl in der Liga bekannt waren.
Für beide Teams lautete das Motto Defense first, um nicht ins offene Messer zu laufen. Es war bisher ein hart umkämpftes Match jedoch noch ohne die herausragenden Torchancen. Es entwickelte sich eine Begegnung, die von Taktik geprägt war. Beide Goalies bestachen durch ihre bewährte Ruhe und Gelassenheit, wobei aus den Birken stärker im Blickpunkt war und öfters gefordert wurde.
Einmal war Seidenberg mal frei im Slot und schon gingen die Gäste in der 17. Spielminute mit 1 zu 0 in Führung: es war eine kongeniale Produktion der Olympiahelden Maurer und dem Torschützen Seidenberg, assistiert von Gogulla. München brauchte wie schon so oft in dieser Spielzeit nur wenig Chancen für einen Treffer. Gogulla feierte seinen 600. Assist und kletterte in der All-Time-Scorerliste auf Platz 7. In einem engen Match ging München mit einem hauchdünnen Vorsprung in die Kabine. Ingolstadt musste versuchen, von der Strafbank fernzubleiben.
Im zweiten Drittel schossen die Münchener erstmal Garteig warm, der nun auf Betriebstemperatur war, aber sich bisher nicht überlisten ließ. Beide Torhüter gaben bisher keine Rebounds her. Die Gäste erhöhten nun den Druck auf den Ingolstädter Kasten und verzeichneten einen Pfostenknaller. Die neutrale Zone wurde nun von beiden Teams schneller überbrückt. Ellis zirkulierte den Puck nun auch an die Latte. In ihrer nächsten Überzahl hatten die Red Bulls schon nach 5 Sekunden die nächste Gelegenheit, aber Garteig war hellwach. Die Formation war schnell gefunden, die Scheibe lief sehr gut und eine fast 100 % ige Gelegenheit bleib ungenutzt auf Seiten der Gäste.
Einen 2 zu 1 Konter konnten die Panther nicht verwerten, weil Boyle bravourös rettete. Dann rettete aus den Birken mit der Stockhand gegen Wagner. In der 33. Spielminute erhöhten die Red Bulls in Person von Schütz zum 2 zu 0, als sie einen Konter klassisch abschlossen. Vorausgegangen war aus Sicht der Panther ein angebliches Foul gegen Pietta, doch die Referees waren anderer Meinung. Die Gäste zeigten sich schon wieder höchst effizient in dieser Partie.
In der 35. Spielminute verkürzten die Hausherren durch ein herrlich herausgespieltes Tor im Powerplay durch DeFazio; ein genialer No-Look Pass von Simpson durch die Beine war dabei die Initialzündung und zugleich der Eye Catcher bei diesem Treffer. Ingolstadt blieb dran in der Begegnung und konnte dabei auf sein starkes Unterzahlspiel vertrauen.
Im letzten Drittel war nun alles bereitet für einen spannenden Schlussakkord. Wie würde nun Ingolstadt seinen Match Plan umsetzen? Ein Powerplay gleich nach Beginn war die ideale Möglichkeit, um früh den Ausgleich herbeizuführen, doch es sprang nichts Verwertbares heraus. Bei 5 gegen 5 erarbeitete sich Ingolstadt eine weitere Top Chance, doch der Puck ging am Tor vorbei.
In der Defensive zeigten sich die Red Bulls stark verbessert zu ihrem letzten Spiel in Straubing, der eigene Slot wurde stark verteidigt. Nichtsdestotrotz schafften es die Hausherren doch zum Remis durch Bodie in der 47. Spielminute, als er frei zum Schuss kam und aus den Birken überwand, der keine freie Sicht hatte.
Dann bekamen die Panther wieder die Gelegenheit in Überzahl zu agieren. Sie verpassten es, das Match komplett zu drehen und somit hielt die Dramatik an in dieser nun etwas ruppiger werdenden Begegnung. Ingolstadt wurde nun agiler und Palmu prüfte Münchens Goalie.
Jetzt durften wieder die Red Bulls im Powerplay ran, das sie fast durchgehend in ihrer Formation spielten und etliche große Chancen verbuchen konnten, jedoch am Hexer Garteig verzweifelten sowie an den zahlreichen heroischen Blocks von Jobke in dieser Phase. Nun war es eine Begegnung auf Augenhöhe, jeder Fehler konnte letztlich die Entscheidung bringen. Es knisterte förmlich in der Halle, auch wenn keine Zuschauer dieses klasse Match verfolgen durften.
Ein gut eingeleiteter Konter der Hausherren wurde durch einen tollen Backcheck von Prow zunichte gemacht. Auf der Gegenseite war das Gestänge im Weg und Garteig im Glück. Beide Teams wollten das Match unbedingt in der regulären Spielzeit beenden und ließen in ihren Offensivbemühungen nicht locker. Und schon wieder verhinderte die Latte hinter aus den Birken den nächsten Treffer. Palmu hatte 20 Sekunden vor der Schlusssirene die Entscheidung auf seinem Schläger, aber das Gestänge hatte heute Hochkonjunktur auf beiden Seiten.
Letztlich ging es in die Overtime: hier setzten die Panther die ersten Akzente. Ingolstadt schien den größeren Willen zu haben und erarbeitete sich gute Chancen. Kurz vor Ende der Verlängerung lief Schütz alleine auf Garteig zu wurde aber noch im letzten Moment fair von der Scheibe getrennt. Nun musste das Penalty Schießen den Sieger des heutigen Abends ermitteln: hier war als einziger Schütze DeFazio erfolgreich und ermöglichte somit seinen Farben den Extrapunkt in dieser spannenden Begegnung.
Ingolstadt muss am 27.02.2021 wieder in den Schwarzwald zu den Wild Wings aus Schwenningen reisen, während München die Straubing Tigers tags darauf zu Hause empfängt.
Stimmen zum Spiel:
Ingolstadt – DeFazio:
„Es waren heute zwei ausgeglichene Mannschaften. Wir hatten einen guten Job gemacht, das Match noch herumzudrehen. Es war heute ein enorm wichtiger Sieg nach dem Rückstand. Das ist gut für die Moral in der Kabine.“
München – Gogulla:
„Wir hatten einen sehr guten Start, schaffen es aber nicht, unsere Führung über die Bühne zu bringen; daran müssen wir noch arbeiten. Es ist für mich frustrierend, dass wir keinen Sieg geschafft haben.“
Spiel vom 25.02.2021
Ingolstadt - München 3:2 (0:1|1:1|1:0|0:0|1:0)
Tore:
0:1 |17| Seidenberg (Gogulla, Maurer)
0:2 |33| Schütz (Redmond, Gogulla)
1:2 |35| DeFazio (Pietta, Simpson) PP1
2:2 |47| Bodie (Wagner, Simpson)
3:2 |65| DeFazio (Penalty Schießen)
1. Drittel Statistik: 11:9 Schüsse, 10:13 gewonnene Bullys, Strafminuten: 4:2
2. Drittel Statistik: 9:14 Schüsse, 10:9 gewonnene Bullys, Strafminuten: 4:2
3. Drittel Statistik: 8:13 Schüsse, 8:10 gewonnene Bullys, Strafminuten: 2:4
Overtime Statistik: 4:2 Schüsse, 2:3 gewonnene Bullys, Strafminuten: 0:0
Zuschauer: Keine
Schiedsrichter: Kopitz/ Rohatsch
Aufstellung:
Ingolstadt: Garteig, Bodie, Ellis, Storm, Pietta, Simpson, Wagner, Marshall, Höfflin, Wohlgemuth, Palmu, Quaas, Jobke, DeFazio, Soramies, Kuffner, Pruden, Henriquez-Morales, Stachowiak, Elsner.
München: Aus den Birken, Daubner, Boyle, Peterka, Hager, Ehliz, Redmond, MacWilliam, Parkes, Voakes, Bourque, Prow, Seidenberg, Mauer, Schütz, Gogulla, Lindner, Kastner, Ebbett, Mayenschein.
Deutsche Eishockey Liga (PENNY-DEL)
Die Deutsche Eishockey Liga (PENNY-DEL) ist die höchste deutsche Eishockey-Spielklasse und wurde im Jahr 1994 gegründet. Am Spielbetrieb nehmen 14 Proficlubs (Kapitalgesellschaften) teil und der aktuelle DEL-Rekordmeister sind die Eisbären Berlin mit 7 Meisterschaften.
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