
PENNY-DEL (Straubing/MA) Die beiden Akteure des Abends spielten auf Seiten der Tigers. Parker Tuomie machte im Dress der Tigers wohl sein stärkstes Spiel bisher, war Spielgestalter mit viel Übersicht und Eigeninitiative. Zum anderen steht seit Wochen, durchaus etwas überraschend, Florian Bugl seinen Mann im Tor. Fünf Spiele in der Liga und bisher noch unbesiegt. Er hat sicherlich seinen Anteil am Aufschwung der Straubing Tigers. Die Augsburger hingegen, sehen sich eher schwierigeren Zeiten gegenüber. Auch heute gelang den Fuggerstädter keineswegs ein Befreiungsschlag am Pulverturm.

(Foto: Citypress) Jason Akeson blieb heute ohne Treffer
Spielverlauf:
Augsburg hatte die ersten Minuten komplett verschlafen und war dabei mit dem 2:0 Rückstand noch gut bedient. Danach brauchten die Fuggerstädter ca. weitere zehn Minuten, um etwas Ruhe in ihr Spiel zu bringen. In den letzten Minuten des ersten Abschnitts, war man dann ein ebenbürtiger Gegner.
Straubing hingegen kam mit dem Selbstbewusstsein der letzten Siege auf das Eis und genau so präsentieren sie auch ihre Spiellaune. Mirko Sacher für die Panther: “Man kann es einfach nicht erklären, warum es nicht läuft. Es muss alles besser werden. Wir müssen endlich anfangen zu spielen und die Zweikämpfe gewinnen."
Die Gäste kämpften sich ins Spiel zurück und kamen zum verdienten Anschlusstreffer. Zuerst aber überstanden sie drei hochkarätige Chancen der Niederbayern. Aber Nachlegen konnten die Panther nicht. Im Gegenteil, die Tigers schlugen eiskalt zurück.
Zuerst in Überzahl, dann wurde der Druck hochgehalten und die Straubinger konnten nach vierzig Minuten ihre Führung noch ausbauen. Parker Tuomie für die Tigers: “Der AEV kontert schon gut, da müssen wir gut stehen. Das Tempo haben wir unter Kontrolle und gegen Ende des Drittels lief es wieder besser. Natürlich haben wir derzeit ein gutes Selbstvertrauen, da läuft es dann auch mal einfach so.”
Es sollte auch im letzten Abschnitt für die Gäste nicht so klappen. Die Chance, zehn Minuten vor dem Ende durch einen Penalty noch einmal heranzukommen, wurde vom souveränen Florian Bugl vereitelt. Als dann Lipon noch den Deckel drauf machte, war die Sache erledigt.
T.J. Trevelyan (Augsburg): “Wir bekommen eben die Ergebnisse nicht hin. Wir spielen mit Leidenschaft, hauens uns in die Zweikämpfe aber was uns fehlt ist mal wieder ein dreckiger Sieg.” Florian Bugl (Tigers): “Wir haben in letzter Zeit mehr Wert auf die kleinen Dinge gelegt. Wir sind zwar noch weit weg vom perfekten Spiel, aber ich sehe uns auf einen guten Weg.”
Auf den AEV wartet mit Schwenningen ein nicht gerade leichter Gegner am Freitag, wobei man immerhin wieder vor eigenem Publikum auftreten kann. Für Straubing werden die Duelle gegen München und Berlin, weitere Prüfsteine ihrer derzeitigen Form sein.
Torfolge:
1:0 (1.) - Augsburg leitete den Angriff der Tigers selbst ein. Goalie Keller war zu zögerlich und der Puck kam zu Marcel Brandt. Wobei er einmal mehr seinen Laser auspacken konnte. 2:0 (4.) - Eine Kombination der Top-Reihe der Tigers auf engstem Raum, schloss Taylor Leier mit der Rückhand ab.
2:1 (35.) - Augsburg startet einen schnellen Konter, bringt durch gute Pässe T.J. Trevelyan in Szene und der fälscht unhaltbar ab. 3:1 (37.) - Mit ihrer Stärke in Überzahl zogen die Tigers wieder davon. Parker Tuomie reagierte auf engstem Raum am schnellsten und hob den Puck unter die Latte.
4:1 (39.) - Es war zwar kein Überzahlspiel, dennoch fühlte es sich so an. Denn eigentlich wird man so wie Luke Adam nur dann freigespielt, wenn man einen Mann mehr auf dem Eis hat. 5:1 (56.) - Wieder einmal verschaffen sich die Tigers bei ihrem Angriff den nötigen Platz. Diesen nützte JC Lipon für den Schlusspunkt.
Spiel vom 02.11.2022
Straubing Tigers - Augsburger Panther: 5:1 (2:0 | 2:1 | 1:0)
1:0 |01.| Brandt (Zengerle, Leier)
2:0 |04.| Leier (Lipon, Denis)
2:1 |33.| Trevelyan (LeBlanc, Payerl)
3:1 |37.| Tuomie (Akeson, Manning) - PP 1
4:1 |39.| Adam (Tuomie, Lipon)
5:1 |56.| Lipon (Tuomie, Samanski)
Strafen: Straubing 2 - Augsburg 6
Schiedsrichter: Frano / Schrader / Karabetsos / Merk
Zuschauer: 3.975
Aktuelle Tabelle
Deutsche Eishockey Liga (PENNY-DEL)
Die Deutsche Eishockey Liga (PENNY-DEL) ist die höchste deutsche Eishockey-Spielklasse und wurde im Jahr 1994 gegründet. Am Spielbetrieb nehmen 15 Proficlubs (Kapitalgesellschaften) teil und der aktuelle DEL-Rekordmeister sind die Eisbären Berlin mit 8 Meisterschaften.
Mehr Informationen über die Deutsche Eishockey Liga erhalten Sie unter www.eishockey-statistiken.de
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PENNY-DEL (Köln/UG) Erstmals nach 12 Spielen gewinnen die Haie gegen die Eisbären aus Berlin. Das Ergebnis ist knapper als es der Spielverlauf hergab. Ein deutliches Chancenplus mit einer zu geringen Torausbeute und individuelle Fehler hielten die Spannung bis zum Schluß hoch.

Foto: Ingo Winkelmann (Köln)
Die beiden Mannschaften, die in diesem Jahr ein ständiges Auf und Ab erleben, begannen die Partis äßerst verhalten. Die erste Chance für die Haie gab es in der 2. Spielminute. Überflüssigerweise fingen sie sich in der 6. Minute die erste Strafe ein. Die Eisbären nutzten diese Möglichkeit prompt durch Marcel Noebels. Die Kölner antworteten mit intensiverem Spiel und es gelang in der 11. Minute der Ausgleich durch Andreas Thuresson. Die Chancen der Haie häuften sich, doch wie aus dem nichts fiel die erneute Führung für die Berliner, begünstigt durch einen kapitalen Fehler des ansonsten sicheren Mirko Pantkowski im Kölner Tor.
Am Spielgeschehen änderte sich nichts und nach einer unübersichtlichen Aktion durften zwei Berliner in die Kühlbox. Bei 5:3 gelang den Haien der verdiente Ausgleich. Im weiteren Überzahlspiel gelang ihnen kein weiteres Tor, so dass es mit einem für die Eisbären schmeichelhaften 2:2 in die Drittelpause ging.
Im zweiten Drittel häuften sich die Fehler auf beiden Seiten, wobei die Berliner noch etwas mehr Abspielfehler zu verzeichen hatten. Das Spiel verlor an Schwung, obschon die Haie mehr Einschussmöglichkeiten besaßen. Es dauerte bis zur 32. Spielminute bis es einen nennenswerten Höhepunkt gab. Die Eisbären fingen sich ihre nächste Strafzeit ein. Diesmal blieb es aber folgenlos und so plätscherte das Spiel so vor sich her. Kurz vor der Drittelsirene gelang den Haien nach einem sehenswerten. Diagonalpaß von Andreas Thuresson das 3:2 durch Nick Bailen. Mit der knappen Führung für die Haie ging es in die 2. Drittelpause.
Im letzten Drittel wurde das Spiel ausgeglichener, obwohl die Offensivbemühungen der Berliner eher kläglich waren. Die Haie konnten aber gute Möglichkeiten nicht nutzern und so blieb die Spannung erhalten. Zum Ende des Spiels wuchs die Spannung, ob die Berliner die eine sich bietende Chance nutzen können, oder die Haie die Vorentscheidung schaffen. In der 59. Minute nahmen die Eisbären den Torhüter vom Eis und carter Proft handelte sich noch eine Strafe ein. Die Berliner schafften trotz einer 6:4 Situation den Ausgleich nicht mehr.
Für die Haie geht es am Freitag mit dem Heimspiel gegen die Adler aus Mannheim weiter, die Eisbären empfangen die Fishtowns Penguins aus Bremerhaven.
Stimmen zum Spiel: Uwe Krupp (Köln): Ich muss den Jungs ein riesen Kompliment machen, sie haben gekämpft und eine gute Struktur im Spiel gehabt. Den amtierenden Meister schlägst du nur mit einer guten Mannschaftsleistung und wenn du ein besonders Spiel machst.
Tore:
08. 0:1 Noebels (Clark,Boychuk)
11. 1:1 Thuresson (Aubry,Kammerer)
15. 1:2 Roßmy (Wiederer,Ellis)
17. 2:2 Kammerer (Aubry,Bailen)
39. 3:2 Bailen (Thuresson,Austin)
Strafen: Köln 4, Berlin 8
Zuschauer: 10.971
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PENNY-DEL (Mannheim/PM) Red Bull München musste sich bei den Adler Mannheim mit 2:3 (1:2|0:1|1:0) geschlagen geben. Andreas Eder und Yasin Ehliz erzielten in einem hochklassigen Duell vor 9.521 Zuschauern die Münchner Treffer.
(Foto: Sörli Binder)
Power-Eishockey ab dem ersten Bully, die Adler mit dem besseren Start und der frühen Führung: Danny aus den Birken parierte zweimal glänzend, beim Nachschuss von Matthew Donovan war er aber chancenlos (3.). Die Red Bulls zeigten sich unbeeindruckt: Eder erzielte mit einem knallharten Direktschuss das 1:1 (10.). Wenig später drängten die Gäste in Überzahl auf ihren zweiten Treffer, doch Arno Tiefensee im Mannheimer Kasten war zur Stelle. Auf der anderen Seite setzte Matthias Plachta mit seinem 2:1 (17.) den Schlusspunkt hinter das intensive Auftaktdrittel.
Ein hochklassiges Duell auch im Mittelabschnitt. Mannheim schnell auf Temperatur und in der 25. Minute erneut erfolgreich: Stefan Loibl scheiterte zwar zweimal an aus den Birken, doch die Scheibe landete über Umwege hinter der Linie – 1:3 aus Sicht von München. Wie bereits im ersten Abschnitt erhöhten die Red Bulls danach den Druck. Tiefensee rückte in den Fokus und verhinderte mit starken Paraden gegen Frederik Tiffels (35.) und Austin Ortega (39.) den Anschlusstreffer.
Die Red Bulls versuchten im Schlussdrittel noch einmal alles, Mannheim verteidigte kompakt. In Unterzahl sorgte Ehliz mit dem 2:3 (50.) für Spannung. Das Team von Trainer Don Jackson danach mit viel Druck und Topchancen, Eder (56.) und Trevor Parkes (57.) brachten den Puck aber nicht im Adler-Gehäuse unter. Auch mit dem sechsten Feldspieler sollte den Gästen der Ausgleich nicht mehr gelingen.
Frederik Tiffels: „Am Ende des Tages hat uns das Quäntchen Glück gefehlt. Wir hatten genug Druckphasen, haben aber leider nicht das Tor gemacht.“
Tore:
1:0 | 02:33 | Matthew Donovan
1:1 | 09:58 | Andreas Eder
2:1 | 16:27 | Matthias Plachta
3:1 | 24:20 | Stefan Loibl
3:2 | 49:01 | Yasin Ehliz
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PENNY-DEL (Frankfurt/HG) In der Eissporthalle Frankfurt trafen die Aufsteiger der beiden letzten Jahre aufeinander, eine ungleiche Paarung, wenn man den aktuellen Tabellenstand betrachtet. Während die Löwen furios in ihre erste DEL-Saison seit der Einstellung des Spielbetriebs am 30.6.2010 starteten, fanden sich die Steelers auf dem letzten Rang wieder nach vier Niederlagen aus den vergangenen fünf Partien. Zwischen 2014 und 2021 duellierten sich diese beiden Mannschaften in der DEL2. Bisher gab es 45 Begegnungen zwischen diesen beiden Teams mit 25 Siegen der Steelers. Zum letzten Mal sah man sich in der Viertelfinalserie 2021 in der DEL2.
Schließlich bezwang Frankfurt ein bärenstarkes Bietigheim knapp mit 5:4. Bietigheims ausgedünnter Kader mit nur 14 Akteuren lieferte den Löwen einen aufopferungsvollen Kampf, konnte sich jedoch am Ende dafür nicht belohnen und verlor das sechste von den letzten sieben Spielen.
(Foto: Marija Diepold)
Frankfurt musste sich im ersten Derby in Mannheim seit 2010 klar geschlagen geben, und auch gegen die Wild Wings gab es nur einen Zähler. Nichtsdestotrotz trat der Liganeuling, der aktuell auf einem direkten Playoff Platz lag, mit breiter Brust gegen die zuletzt schwächelnden Steelers aus Bietigheim an. Für Yannick Wenzel gab es ein Wiedersehen mit ehemaligen Kollegen aus dem Ellental. Ihr Top Stürmer Brendan Ranford stand heute jedoch nicht im Line Up, der schmerzlich vermisst wurde ebenso wie Rylan Schwartz, der ausfiel. Das Tor hütete heute Bastian Kucis anstelle von Jake Hildebrand.
Elsner: „Für mich war es enorm wichtig für das Selbstvertrauen und der Mannschaft zu zeigen, dass ich helfen kann. Ich hoffe, dass es so weiter geht. Ich habe das Vertrauen vom Trainer bekommen, grad in der Reihe mit Rowney und Ranford zu agieren. Ich möchte da sein und offensiv was kreieren. Wir spielen unseren Stil, es ist wohl lauteste Stadion in der Liga, für jedes Team ist es schwer hier zu spielen.“
Bietigheim schaffte den Turnaround im Heimspiel gegen Berlin nicht und auch bei den Grizzlys hagelte es eine deutliche Niederlage. Die Steelers brauchten unbedingt Punkte, um die rote Laterne abzugeben. Zuletzt zeigte das Team um Headcoach Danny Naud sehr schwankende Leistungen und konnte nur gegen den Kellernachbarn Augsburg einen Sieg mit zwei Zählern davontragen. Bietigheim konnte heute nur fünf Verteidiger aufbieten und nicht mit drei kompletten Reihen agieren, eine erhebliche Schwächung. Mut machte den Steelers, dass sie in dieser Minimalbesetzung bereits in Berlin für Aufsehen sorgen konnten.
Preibisch: „Frankfurt war immer ein besonderes Spiel für uns, es ging immer ordentlich rum. Wir versuchen unser Bestes, es wird schwer wegen dem Hexenkessel. Wir schauen was heute geht. Die Probleme fangen vorne an und hören hinten auf. Wir haben Verletzte und Kranke, dann werden die Reihen immer geändert, wir wissen nicht, ob wir einen Goalie haben oder nicht. Wir hoffen auf die Deutschland-Cup Pause, um dann einen Restart einzuläuten. Wir haben auch in Berlin ein gutes Spiel gezeigt. Daran wollen wir anknüpfen, wir können heute überraschen, wenn wir hinten alles dichtmachen, was geht. “
Shorthander der Löwen
Die Eissporthalle in Frankfurt war schon immer ein besonderes Pflaster für jede Mannschaft. Es ist das einzige Stadion hier am Bornheimer Hang, in dem noch die echten Wunderkerzen erlaubt waren. Ihr kultiger Stadionsprecher Rüdiger Storch war wie immer in seiner unnachahmlichen Art der gewohnte Einpeitscher der Löwenfans. Das Heimteam war nun sprichwörtlich ‚ready‘ und die Fans zeigten sich lautstark wie immer: Die ersten Minuten gehörten ganz klar den Gastgebern, die ordentlich Drück ausübten und etliche Chancen herausspielen. Die Gäste konnten sich nur mit Mühe entlasten und ihr Goalie Sami Aittokallio war gut beschäftigt. Die Löwen waren bisher klar tonangebend und drückten auf den Führungstreffer. Bietigheims Verteidigung erwies sich bislang als stabil und kompakt; das erste eigene Powerplay bleib jedoch wirkungslos. Einen zwei auf eins Konter konnte C.J. Stretch nicht ummünzen und auf Frankfurter Seite war der Steelers Keeper von Ryon Moser nicht zu überwinden. Bietigheims zweites Powerplay überzeugte noch nicht vollends und zu allem Ärger kassierten die Steelers in Person Magnus Eisenmenger den Shorthander.
Maione: “We have to better on our powerplay. I am happy with the way we played this period so far, in particular the first ten minutes. We had some really good chances so far, we had a good period and we learn from that mistake.“
Irres Mitteldrittel mit Toren satt, Bietigheim dreht die Partie
Der Mittelabschnitt begann rasant, denn die Hausherren nutzten noch ihr restliches Powerplay nach nur 30 Sekunden zum zweiten Treffer durch David Elsner. Nur 50 Sekunden danach hatten die Steelers die richtige Antwort parat, denn Chase Berger verkürzte postwendend. Und es kam weitere 52 Sekunden sogar noch besser für die Gäste, denn der ansatzlose Schuss von Chris Wilkie passte genau. Was war denn hier nun los? Drei Treffer binnen 1,42 Sekunden, das versprach nun ein munteres Spiel zu werden. Da zeigte sich wohl der ganz besondere Charakter zwischen diesen beiden Mannschaften, die sich schon so oft in der zweiten Liga gegenüberstanden. Bietigheim hatte nun das Momentum auf seiner Seite und Robert Kneisler hätte fast die Partie gedreht, nur der Pfosten stand im Weg. Die Gäste machten aus ihrem klammen Kader momentan definitiv das Beste und sie nutzten auch die ihnen nun gebotenen freien Räume. Frankfurts Dominanz verflog und die Steelers waren nun obenauf, frenetisch angefeuert von ihren zahlreich mitgereisten Fans.
Nach dem Powerbreak verzückte erneut Chris Wilkie die Fans zur erstmaligen Führung. Sein Schuss von der Seite schlug unhaltbar für Bastian Kucis ein. Dann erwischte es Guillaume Naud, der zu hart aus Sicht der Schiedsrichter an die Bande gecheckt wurde. Nun war Bietigheim satte fünf Minuten in Überzahl, die Gelegenheit zum Ausbau der Führung: Evan Jasper hatte den vierten Treffer auf dem Schläger, etwas überhastet zog er ab. Die Löwen verteidigten stark, holten wertvolle Sekunden von der Uhr und überstanden tatsächlich diese höchst brenzlige Konstellation schadlos. Doch die Löwen brachten sich erneut unnötig in Unterzahl wegen Spielverzögerung. Carter Rowneys Schuss kullerte kurz danach am Gehäuse vorbei und die Steelers gingen mit einem Tor Vorsprung in das letzte Drittel.
Wenzel: “Es lag daran, dass wir aufgehört haben mit den Kleinigkeiten. Wir haben uns viel vorgenommen, sind dann aber eingebrochen mit zwei dummen Toren und blöden Strafen. Wir wollten in den fünf Minuten keins kassieren und haben uns hier mächtig reingelegt. Wir müssen vergessen, was passiert ist, es geht wieder von null los und dann gewinnen wir das Spiel.”
Beste Unterhaltung für die Fans, Frankfurt jubelt
Gute Nachrichten für die Gäste zum Schlussabschnitt, denn Josh Atkinson konnte wieder mitwirken, doch man merkte ihm im Laufe des letzten Drittels sichtlich an, dass er nicht bei vollen Kräften war. Die Löwen agierten weiterhin sehr fahrig und ermöglichten den Steelers gefährliche Konter. Sami Aittokallio verhinderte den Ausgleich gegen Brett Breitkreutz, doch in der 44. Spielminute markierte der Löwen Kapitän Reid McNeill von der blauen Linie doch den Ausgleich mit seinem ersten DEL-Tor. Der finnische Keeper der Gäste entpuppte sich mittlerweile als der Fels in der Brandung und hielt seine Farben weiterhin im Spiel. Frankfurt hielt nun den Druck aufrecht und holte sich in der 52. Spielminute die Führung zurück durch Carter Rowney. Doch die Freude währte nur exakt 45 Sekunden lang, denn Teemu Lepaus netzte zum Ausgleich ein. Es war eine Begegnung auf Augenhöhe und die Frankfurter erzielten wieder mal ihr spätes Tor in Person von Ryon Moser.
Was hatte Bietigheim noch anzubieten? Alexander Preibisch marschierte durch, doch Davis Vandane ging dazwischen. Der Steelers Goalie rettete gegen Yannick Wenzel und es blieben noch knapp 90 Sekunden übrig für etwas Zählbares und um die schwarze Serie auf fremdem Terrain zu beenden.
Letztlich behielt die Heimmannschaft alle drei Zähler und es wurden noch die Spieler des Abends auf beiden Seiten geehrt: Chris Wilkie bei Bietigheim und Yannick Wenzel für Frankfurt. Bastian Kucis feierte seinen ersten Sieg in der DEL.
McNeill: „It is nice to help the team. Anybody can beat Anybody in this league. hopefully we can learn from our second period. It was a full team effort. We have great leaders and had some confidence to win the game. We wanted to put a good game together especially in front of our fans.”
Lindner: “Vor allem im zweiten Drittel haben wir hervorragend gespielt. Mit nur 14 Mann, da können wir echt stolz drauf sein. Wir wollen noch das Spiel vor der Pause gewinnen. Der Sami hat richtig gut gespielt, wir fühlen uns sicher, wenn er hinten drinsteht. Heute hätten wir Punkte mitnehmen können.“
Löwen Frankfurt – Bietigheim Steelers 5:4 (1:0|1:3|3:1)
Tore:
1:0 |19.| Magnus Eisenmenger (McMillan, Scarlett) SH1
2:0 |21.| David Elsner (Vandane, Bokk) PP1
2:1 |22.| Chase Berger (Jasper, Maione)
2:2 |23.| Chris Wilkie (Atkinson, Lindner)
2:3 |30.| Chris Wilkie
3:3 |44.| Reid McNeill (Wenzel, Burns)
4:3 |52.| Carter Rowney (Scarlett)
4:4 |52.| Teemu Lepaus (Renner)
5:4 |56.| Ryon Moser (Scarlett, Wruck)
1. Drittel Statistik: 13:9 Schüsse, 12:10 gewonnene Bullys, Strafminuten: 4:2
2. Drittel Statistik: 7:17 Schüsse, 7:9 gewonnene Bullys, Strafminuten: 7:0
3. Drittel Statistik: 21:7 Schüsse, 15:8 gewonnene Bullys, Strafminuten: 0:0
Schiedsrichter: Frano (CZE) / Kopitz (GER)
Zuschauer: 5.077
Aufstellung:
Frankfurt: Kucis, Vandane, Scarlett, Bokk, Rowney, Elsner, Maginot, Sezemsky, Olsen, Wruck, Moser, McNeill, Wirt, Vogt, McMillan, Eisenmenger Magnus, Gläßl, Breitkreuz, Burns, Wenzel.
Bietigheim: Aittokallio, Renner, Atkinson, Lepaus, Stretch, Jasper, Maione, Naud, Lindner, Berger, Wilkie, Flade, Kuqi, Kneisler, Preibisch.
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PENNY-DEL (Iserlohn/PR) Beim Debüt von Stürmer Emile Poirie (27,CAN), der in der letzten Spielzeit in Lettland bei Dynamo Riga sowie in Schweden bei Djurgardens IF in der KHL/SHL unter Vertrag stand, hatten die Roosters gegen starke Panther aus Ingolstadt am Ende keine Chance an diesem Abend und verloren klar und verdient mit 1:4. Dabei waren die Schanzer von Beginn an das bessere Team, gingen bereits mit 0:2 in die erste Drittelpause. Gegen Ende wurde es noch einmal aufregend nach spätem Anschlusstreffer und anschließender Zeitstrafe gegen Ingolstadt.

(Foto:Patrick Rüberg)
Die Panther kamen direkt gut in die Partie und erarbeiteten sich die ersten Chancen, die Roosters kamen zunächst schwerer zu eigenen Offensivaktionen. Sie standen jedoch sicher ohne selbst strukturierte Angriffe kreieren zu können. Das Spiel entwickelte sich zusehends ausgeglichener, mit leichten Vorteilen zu Gunsten der Panther. Als die Roosters durch Bergmann und Daugavins eine Drangperiode mit einer Doppelchance abschließen konnten, wurden sie eiskalt erwischt: die Gäste aus Ingolstadt fuhren einen perfekten Konter zum 0:1. Charles Bertrand traf auf Zuspiel von Wayne Simpson. Nur knapp zwei Minuten später kamen die Schanzer in Überzahl (Buschmann wegen Beinstellens) sofort gut in die Aufstellung und erhöhten durch Frederik Storm auf 0:2, womit es auch in die Pause ging.
Der Mittelabschnitt kann als Kopie der ersten Drittels bezeichnet werden. Die Panther waren das bessere Team, die Roosters hielten zwar dagegen kamen aber viel zu selten vielversprechend zum Abschluss. Teilweise war es etwas zerfahren, es gab hier und da härtere Zweikämpfe mit entsprechenden Feedbacks. Die Roosters hatten insbesondere gegen Ende des zweiten Drittels Mühe und am Ende auch Glück, dass die Gäste aus Bayern nicht noch zu einem dritten Treffer kamen. Insbesondere die Reihe um Bertrand, Flaake und Simpson tauchte immer wieder gefährlich im Slot auf und verlangten Andy Jenike im Tor der Sauerländer sein ganzes Können ab. Somit blieb es beim 0:2 aus Sicht der Gastgeber. Mit der Schlusssirene gab es noch einen Stock-Check von Poirie sodass die Roosters mit einer Zeitstrafe das Schlussdrittel mit einer Hypothek angehen mussten.
Die Überzahl brachte den Schanzern zunächst nichts Zählbares ein, jedoch konnte Brune mit Ablauf der Strafe auf 0:3 erhöhen. Die Gastgeber kamen in der Folgezeit zwar etwas häufiger als zuvor ins Angriffsdrittel, aber nach wie vor viel zu ungefährlich. Die Angriffe waren letztlich geprägt von Einzelaktionen und selten strukturiert vorgetragen, was in erster Linie an sehr gut stehenden, starken Panthern lag. Elf Minuten vor dem Ende mussten die Hausherren eine Zeitstrafe wegen eines Spielers zuviel auf dem Eis hinnehmen, die zwar überstanden wurde, jedoch wie schon beim 0:2 fiel kurz nach Komplettierung des Teams der Gegentreffer: 0:4 durch Jerome Flaake. Damit war der Widerstand der Roosters zwar nicht gebrochen, das Spiel jedoch entschieden. Bei 39:53 Schüssen zu diesem Zeitpunkt nicht unverdient. Greg Poss holte drei Minuten vor Ende Jenike vom Eis zugunsten eines weiteren Feldspielers um eine Minimalchance zu wahren. Für den Mut wurden die Roosters belohnt, bzw. belohnten sich selbst mit dem 1:4 durch Tim Bender. Da die Hausherren direkt anschließend die Latte trafen wäre es um ein Haar noch einmal richtig interessant geworden. Zumal die Roosters die letzten zwei Spielminuten noch in Überzahl spielen durften. Diese brachte nichts ein, auch wenn die Hausherren bis zur letzten Sekunde fighteten.
Unterm Strich war es ein bärenstarker Auftritt der Ingolstädter die völlig verdient drei Punkte aus dem Sauerland entführten.
Spiel vom 01.11.2022
Iserlohn Roosters - ERC Ingolstadt 1:4 (0:2; 0:0; 1:1)
0:1 | 17. | Bertrand (Simpson)
0:2 | 18. | Storm (Simpson Stachowiak)
0:3 | 43. | Brune (Henrique, Krauss)
0:4 | 54. | Flaake (Bertrand)
1:4 | 58. | Bender (Daugavins)
Zuschauende: 4.084 in der Balver Zinn Arena
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PENNY-DEL (Straubing/MA) Die Straubing Tigers schließen mit diesem Sieg zur DEG nun gleich auf. Die Schlüsselszene des Spiels, war der gehaltene Alleingang von Goalie Bugl beim 0:1 Rückstand. Von da an wurden die Hausherren immer stärker. Coach Hansson meinte: "Drittel zwei und drei gehörte den Straubingern." Zusätzlich werden die Niederbayern auch immer schwerer ausrechenbar. Die letzten zwölf Tore durch die Tigers, erzielten zwölf verschiedene Torschützen.

(Foto: Citypress) JC Lipon trug sich heute auch in die Torschützenliste ein
Spielverlauf:
Die DEG war auf dem Kurs der Wiedergutmachung an den Pulverturm gereist, nach der bitteren Niederlage gegen die Haie. Straubing kam mit dem nötigen Rückhalt aus Bremerhaven aber auch gut zurecht. Düsseldorf schaffte es zunächst sehr gut, die Angriffe der Tigers im Keim zu ersticken und daraus Chancen zu kreieren.
Eine davon konnte Gogula nutzen, während sich die Niederbayern an der Abwehr der Rheinländer abarbeiteten. Dennoch ging es mit dem gerechten 1:1 bis dahin in die Kabine. Niklas Heinzinger für die DEG: “Der Ausgleich so kurz vor der Pause ist natürlich extrem bitter, aber Straubing hat jetzt in den letzten Minuten auch wirklich Druck gemacht. Wir mussten am Freitag eine harte Niederlage einstecken und wollen es heute natürlich besser machen.”
Nun kamen die Hausherren etwas besser zurecht im Spielaufbau und dies wirkte sich auch auf das Chancenverhältnis aus. Düsseldorf kam auch nicht mehr zwingend vor das Tor von Bugl. Gefährlich wurde es dann in Überzahl, weil sich die Tigers einige Strafen zu viel leisteten. Aber das Powerplay nutzten sie durch JC Lipon trotzdem bei vier gegen drei auf dem Eis.
Insgesamt blieb es dem Spielstand entsprechend eine enge Partie. Marcel Brandt für die Tigers: “Mit dem Ergebnis bis jetzt können wir zufrieden sein, mit allem anderen nicht. Wir geben denen zu viele Turnovers und machen uns dadurch das Leben selbst schwer. Einfach spielen, Scheibe tief, hinterhergehen, Checks zu Ende fahren, dann gewinnen wir.”
Düsseldorf kam mit weniger Kraft aus der Kabine zurück. Die Tigers hingegen wollten den dritten Treffer schon fast mit brachialer Gewalt erzielen. Genau so kam es dann auch und je länger das Spiel dauerte, umso schwieriger machten es sich die Gäste selbst durch teils unnötige Strafzeiten. Von der Strafbank blieben die Tigers fern und steuerten siegesgewiss dem Ende entgegen. Kontrolliert brachten sie Sieg Nummer drei in Folge unter Dach und Fach.
Roger Hansson (DEG): “Im ersten Drittel war das Spiel sehr ausgeglichen, aber die beiden anderen gingen an die Tigers. Am Ende fehlte uns die Kraft in der Offensive und unser Passspiel war heute nicht so effizient. Durch die zusätzlichen Strafzeiten, wurde unsere Rotation auch immer schwieriger.”
Florian Bugl (Tigers): “Für uns zählt jeder Punkt. Die DEG war heute ein starker Gegner. Uns gelingt es in letzter Zeit immer besser, kompakt zu stehen und hier vor eigenem Publikum zu gewinnen, ist natürlich ein Traum.”

(Foto: Citypress) Henrik Haukeland musste heute viermal hinter sich greifen
Torfolge:
0:1 (10.) - Die Tigers waren noch im Powerplaymodus, sind viel zu weit aufgerückt. Dadurch erst konnte sich dieser Alleingang durch Philip Gogula ergeben und der lässt mit all seiner Routine Youngster Bugl alt aussehen. 1:1 (20.) - Straubing kam wieder forsch nach vorne, Haukeland konnte nur prallen lassen und Parker Tuomie schlenzt in Schräglage das Ding in die Maschen.
2:1 (30.) - Straubing hatte bei 4 gegen 3 Platz auf dem Eis und das geniale Zuspiel von Zengerle nutzte JC Lipon, um Haukeland zu tunneln. 3:1 (43.) - Brandt eroberte sich die Scheibe wieder zurück, sah Mark Zengerle, der sich an den langen Pfosten geschlichen hatte und Haukeland war ohne Chance. 4:1 (57.) - Den Schlusspunkt setzte Taylor Leier mit einer spektakulären Einzelleistung.
Spiel vom 30.10.2022
Straubing Tigers - Düsseldorfer EG: 4:1 (1:1 | 1:0 | 2:0)
0:1 |10.| Gogula (Heinzinger)
1:1 |20.| Tuomie (Lipon, Adam)
2:1 |30.| Lipon (Brandt, Zengerle) - PP 1
3:1 |43.| Zengerle (Brandt)
4:1 |57.| Leier
Strafen: Straubing 10 - Düsseldorf 14
Schiedsrichter: MacFarlane / Zsombor / Tschirner / Merk
Zuschauer: 3.903
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Die Deutsche Eishockey Liga (PENNY-DEL) ist die höchste deutsche Eishockey-Spielklasse und wurde im Jahr 1994 gegründet. Am Spielbetrieb nehmen 15 Proficlubs (Kapitalgesellschaften) teil und der aktuelle DEL-Rekordmeister sind die Eisbären Berlin mit 8 Meisterschaften.
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PENNY-DEL (Augsburg/RB) Der AEV gewann das erste Aufeinandertreffen gegen die Kölner Haie der Saison deutlich. Nun war der Achtplatzierte erneut zu Gast im erstmals in dieser Saison ausverkauften Curt-Frenzel-Stadion in Augsburg und nahm Revanche. Vor allem im Mitteldrittel wurde das Spiel zu einem hitzigen Schlagabtausch.

(Fotoquelle: Dunja Dietrich)
Die Gäste aus Köln verzeichneten in den Startminuten die besseren Möglichkeiten, wobei noch keine Zwingenden dabei waren. Köln-Hüter Mirko Pantkowski wurde beim Schuss von Sebastian Wännström ein erstes Mal richtig geprüft. Die Augsburger versuchten es weiter mit Thomas Jordan Trevelyan von hinter dem Tor und David Stieler scheiterte darauf gleich doppelt. Die erste Strafe des Spiels gegen Zachary Sill führe im Überzahlspiel der Augsburger zu zwei Fehlern an der blauen Linie. Der Zweite von Blaz Gregorc führte zu einem 2-1-Konter über Maximilian Kammerer, der im Doppelpass mit Julian Chrobot das 0:1 erzielte. Die Panther waren bemüht, blieben aber noch erfolglos im Abschluss. Die Haie hätten beinahe auf 0:2 erhöhen können, doch Torhüter Keller hielt das knappe Resultat zur Pause.
Die Kölner erwischten erneut den besseren Start ins Drittel. Ein Wechsel der Augsburger führte zu einem Konter über Nicholas Baptiste, der im Alleingang in der 22. Minute das 0:2 markierte. Nach Ablauf einer Strafe gelang Augsburg wie aus dem nichts der Anschlusstreffer. Braden Lamb traf zwischen den Schonern von Pantkowski hindurch. Es war sein erstes Tor seit März. Nur Sekunden später auf der anderen Seite wurde den Haien der nächste Treffer aberkannt. Obschon das Tor von Augsburg verschoben wurde, wäre der Puck am Pfosten gelandet. Dann wurde die Partie hitziger und es hagelte Strafzeiten auf beiden Seiten. Die Kölner hatten vermehrt Überzahlsituationen, die sie allerdings nicht ausnutzten. Wieder war es ein Konter, der zum nächsten Tor führte. Kurz vor der Pause erhöhte der KEC durch David McIntyre auf 1:3. Der Kanadier brachte den Puck im Fallen über die Torlinie und stellte den 2-Tore-Vorsprung wieder her.
Ein Auftakt nach Mass gelang dem AEV im Schlussabschnitt. Andrew Leblanc lief in den Konter und versenkte den Puck auf der Fanghandseite präzis zum 2:3 nach nur 24 Sekunden. Die Augsburger waren weiterhin bemüht und versuchten offensiv Akzente zu setzen. Die Haie kamen aber schliesslich wieder besser ins Spiel zurück und sorgten ebenfalls für Torgefahr. 7,5 Minuten vor Schluss vereitelte Keller eine Riesenachnace der Gäste. Auch Augsburg kam noch zu Möglichkeiten und hielt die Hoffnung lang hoch, doch noch den Ausgleich zu erzielen. Zwei Minuten 18 vor Schluss nahm der AEV das Time-out und den Torhüter vom Eis. Die Haie brachten den knappen Vorsprung über die Zeit und machten drei Punkte auf die Düsseldorfer EG gut, die ab 19 Uhr auswärts auf die Straubing Tigers treffen werden.
Augsburger Panther vs. Kölner Haie 2:3 (0:1|1:2|1:0)
Tore:
0:1|09.|Maximilian Kammerer (Chrobot) SH1
0:2|22.|Nicholas Baptiste (Aubry, Müller)
1:2|27.|Andrew Leblanc (Lamb, Wännström)
1:3|39.|David McIntyre (Bast, Glötzl)
2:3|41.|Andrew Leblanc (Wännström)
Augsburger Panther: Keller; Gregorc, Sacher; Kuffner, Soramies, Saponari; Länger, Lamb, Broadhurst, Clarke, Wännström; Haase, Bergman, Johnson, Leblanc, Payerl; Volek, Stieler, Trevelyan.
Kölner Haie: Pantkowski; Austin, Bailen, Proft, Sill, Oblinger; Müller, Roach, Matsumoto, McIntyre, Bast; Dietz, Sennhenn, Kammerer, Aubry, Baptiste; Glötzl, Niedenz, Steck, Chrobot.
Zuschauer: 6'179 (ausverkauft)
Aktuelle Tabelle
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PENNY-DEL (Nürnberg/MH) Mit viel Rückenwind kamen die Mannheimer zum Spiel gegen den alten Rivalen aus Nürnberg. Der Sieg über die Löwen hat nicht nur den Fans gutgetan, denn vor allem die Art und Weise dürfte Trainer Bill Stewart gefallen haben. Nürnberg, die schmerzlichst auf den verletzten Stoa verzichten müssen, kamen mit nur einem Sieg in den letzten fünf Spielen in die Begegnung.

( Foto eishockey-online.com / Archiv )
Erneut stand der junge Tiefensee für den erkrankten Brückmann im Kasten. Die Blitzstarter der Liga schlugen auch bei den Franken früh zu. Tim Wohlgemuth fälschte einen Schuss von Katic unhaltbar ins gegnerische Gehäuse ab. In den ersten Minuten spielten ausschließlich die Gäste, auch wenn es einige Unterbrechungen gab, so dass kein wirklich Spielfluss zustande kam. Auf einmal haute Sheehy den Puck an die Latte des Adler Tores. Kurz darauf hatte Holzer Glück im Unglück, als ihn eine Scheibe am Kopf traf. Eine Platzwunde war das Resultat. Die kurze Unterbrechung half wohl eher den Ice Tigers. Oldie Reimer zimmerte den Puck in die Maschen zum Ausgleich. Beim verdeckten Schuss hatte Tiefensee keine Chance. Der Ausgleich brachte die Gastgeber besser ins Spiel. Das Spiel wurde auf beiden Seiten hart geführt, viele Checks und immer wieder kleine Nicklichkeiten prägten die weiteren Minuten nach dem Ausgleich. Torschütze Wohlgemuth war der erste Spieler, der auf der Strafbank Platz nahm.
Im folgenden Überzahlspiel war es insbesondere Goalie Tiefensee, der mit ein zwei starken Paraden den Nürnberger Führungstreffer verhinderte. Auch beim Alleingang von Leonhardt war es wieder Tiefensee, der den Puck parierte. Eine Führung der Nürnberger zu diesem Zeitpunkt wäre nicht unverdient gewesen. Drei Minuten vor der Pausensirene fiel die Führung doch noch. MacLeod schloss bei einem eins gegen eins mit einem verdeckten Handgelenkschuss zur Führung ab. Mannheim ließ sich langsam aber sicher etwas die Butter vom Brot nehmen, verlor zunehmend Zweikämpfe und waren nicht mehr so Gedankenschnell wie noch zu Beginn des Spieles. Mit einem weiteren Powerplay für Nürnberg endete das erste Drittel.
Die restlichen Sekunden des Powerplays zu Beginn des zweiten Drittels verstrichen ohne jegliche Gefahr für das Adler Tor. Die Ice Tigers hatten in den ersten Minuten optisch mehr vom Spiel, aber die beste Gelegenheit hatten die Kurpfälzer, als Treutle gegen Donovan mit einer starken Parade den Ausgleich verhinderte. In den Minuten nach dieser hochkarätigen Chance agierten beide Mannschaften größtenteils ausgeglichen. Gegen Loibl behielt Treutle abermals die Oberhand. Relativ ereignislos waren die folgenden Minuten auf dem Eis. Erst sieben Minuten vor der Pause gab es wieder nennenswerte Chancen bei denen erneut Treutle im Mittelpunkt stand. Erst gegen Plachta und Sekunden später Donovan war er wieder zur Stelle. Mannheim war mehr und mehr spielbestimmend. Nürnbergs Trainer Rowe durfte aber nach wie vor mit seinem Team zufrieden sein, stand es defensiv doch weiterhin sehr gut. Gerade in der Phase als die Adler das Spiel langsam übernahmen, leistete sich Wolf eine unnötige Strafe. Das beste Unterzahl der Liga hielt den Spielstand bei 1:2 und verabschiedete sich in die zweite Pause.
Mit einem Pfostentreffer in Überzahl starteten die Ice Tigers ins dritte Drittel. Ein anschließender Videobeweis, weil die Scheibe die Linie entlang trudelte ergab keine Bestätigung für einen weiteren Nürnberger Treffer. Die Gastgeber waren wieder die besser Mannschaft in der Anfangsphase des Schlussabschnittes. Im Wechsel gab es insgesamt drei Überzahlchance bis es nur noch knapp sieben Minuten auf der Uhr waren. Reimer hatte sechs Minuten vor dem Ende die bis dato beste Gelegenheit auf einen weiteren Treffer, verzog allerdings knapp am Tor vorbei. Die Adler versuchten vergeblich den Druck zu erhöhen, denn Nürnberg spielte clever in der eigenen Zone. 80 Sekunden vor Schluss ging Tiefensee auf die Bank zu Gunsten einen sechste Feldspielers. Helfen sollte es nichts mehr. Schmöltz erzielte den Emtpy Net Treffer zum 3:1 und sicherte den harte arbeitenden Nürnbergern einen insgesamt verdienten Sieg. Daran änderte auch der zweite Treffer von Wohlgemuth 20 Sekunden vor Schluss nichts mehr.
Nürnberg Ice Tigers – Adler Mannheim (2:1;0:0;1:0)
Tore
0:1 Wohlgemuth (Katic, Wolf)
1:1 Reimer (Schofield, Fox)
2:1 MacLeod (Shaw)
3:1 Schmöltz
3:2 Wohlgemuth (Reul, Krämmer)
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PENNY-DEL (Düsseldorf/HG) Spitzenspiel und Derby im ausverkauften PSD Bank Dome zu Düsseldorf: DEG vs. Haie, das Duell der rheinischen Rivalen, ein echter Leckerbissen für Eishockey Fans stand auf dem Programm. Beide Teams befanden sich Kopf an Kopf auf den Pre-Playoff Plätzen und Köln hatte ein Spiel weniger absolviert. Wer würde sich in diesem stets sehenswerten Klassiker am Ende durchsetzen?
Schließlich rangen in einem Derby für die Geschichtsbücher die Kölner Haie am Ende trotz eines zwei Tore Rückstands eine Minute vor Schluss die DEG mit 3:4 nach Verlängerung nieder. Der Ausgleich fiel binnen 23 Sekunden und Jason Bast avancierte zum Matchwinner.

(Fotoquelle Ralf Schmitt) Die Kölner Haie zwangen die DEG in die Knie
Düsseldorf bezwang zuletzt den amtierenden Meister aus Berlin und verbuchte drei Siege aus den letzten fünf Begegnungen. Ihr Top Stürmer Brendan O’Donnell erwies sich im letzten Heimspiel als herausragender Akteur und besiegte die Eisbären mit seinen drei Scorerpunkten fast im Alleingang. Düsseldorf konnte sich in den letzten drei der vergangenen vier Begegnungen durchsetzen.
Gogulla: „Der Trainer nahm einige Reihenumstellungen vor. Wir müssen uns auf dem Eis besser absprechen, um dann die für den Teamerfolg beste Lösung zu finden.“
Köln reiste mit zwei Niederlagen im Gepäck zur DEG, v.a. die Pleite in Bremerhaven tat weh nach langer zwei Tore Führung. Gegen Wolfsburg ließen die Haie zuhause ebenfalls wertvolle Punkte liegen. Die Truppe um Headcoach Uwe Krupp wollte weiter aufschließen zu den Top sechs und benötigte dafür einen Dreier beim heutigen Kontrahenten, um diesen nicht davonziehen zu lassen. Der letzte Sieg der Haie beim Rivalen fand im November der letzten Saison statt. Maxi Kammerer und Carter Proft trafen heute Abend auf viele ehemalige Kollegen.
Kammerer: „Man kriegt es schon mit beim Scoring Streak. Es ist leichter als letztes Jahr, wir haben viel Qualität, v.a. im Überzahlspiel. Die Konstanz fehlt uns noch. Wir machen gute Spiele aber nicht perfekt über 60 Minuten. Wir nehmen unnötige Strafen, was uns dann das Spiel kostet, wir brauchen aber die Energie. Wir müssen schon aggressiv bleiben. Ich komme sehr gerne zurück nach Düsseldorf, denn ich hatte hier eine gute Zeit und ich freue mich nach dem Spiel, jeden zu sehen. “
Beide Teams schenkten sich nichts im hochklassigen ersten torlosen Drittel
Die DEG nahm keine Veränderungen im Line-Up vor im Vergleich zum letzten Match gegen Berlin. Bei den Haien konnte Mark Olver nicht auflaufen. Maxi Kammerers Wunsch vor dem Spiel, die unnötigen Strafen tunlichst zu vermeiden, ging schon nach 38 Sekunden nicht auf. Düsseldorf fand schnell die Aufstellung, doch McIntyre hatte den Shorthander auf seinem Schläger, konnte jedoch die Scheibe nicht optimal kontrollieren. Köln überstand das Powerplay und erspielte sich selbst gute Gelegenheiten. Die Stimmung auf den Rängen war fantastisch und beide Fanlager trugen zur Derby Atmosphäre bestens bei.
Auch bei den Akteuren auf dem Eis gab es Diskussionsbedarf, es war schon früh eine hitzige Partie dieser beiden ewigen Rivalen am Rhein. Im ersten Powerplay konstatierte Alex Barta, „dass es sehr ausgeglichen sei, Wir hätten unser Powerplay besser nutzen sollen. Wir sind gut ins Spiel gekommen. Es ist Derbystimmung, einfach schön, es ist pickepacke voll.“
Die DEG bekam ihr zweites Powerplay zugesprochen, doch die Haie hielten die Hausherren weitgehend außen und ließen wenig zu im Slot. Philip Gogulla visierte dann den Pfosten an, das war die bisher beste Chance in dieser rasanten Partie. Alexander Oblinger scheiterte kurz darauf im zwei auf eins am hellwachen Henrik Haukeland. Der Gäste Goalie rettete bravourös gegen Stephen Harpers Solo.
Oblinger: “Es ist das erste Derby in diesem Jahr, es war klar, dass es hitzig wird. Wir müssen cool bleiben, dann werden wir es in den Griff kriegen. Wir müssen bei den Strafen besser werden, nicht über die Linie gehen. Dann haben wir eine gute Chance, heute zu gewinnen.“
Endlich Tore im PSD-Dome, der nun abhob, weil die DEG die Partie dreht
Im Mittelabschnitt übten die Haie erstmal gehörig Druck aus und Köln durfte dann auch gleich wegen eines hohen Stocks vier Minuten im Powerplay agieren. Bitter war für Köln, dass ihr agiler Andreas Thuresson nicht seinen Beitrag bei fünf gegen vier leisten konnte, da er verletzungsbedingt fehlte. Die Gastgeber wehrten sich sehr gut in Unterzahl, auch weil die Haie nicht richtig in die Formation gelangten.
Doch in der 25. Spielminute klingelte es hinter dem Gehäuse von Henrik Haukeland zum ersten Mal, denn Jonathan Matsumoto glückte erneut gegen seinen Lieblingsgegner ein Erfolgserlebnis. Alex Ehl hätte fast den Ausgleich markiert und im Gegenzug traf der Torschütze die Scheibe nach genialem Zuspiel von Jason Bast nicht richtig, das Tor war leer.
Es ging hin und her und jetzt waren die Gastgeber einen Mann mehr auf dem Eis, was sich bald bezahlt machte, denn Daniel Fischbuch stellte das schnelle Remis her, nur knapp zwei Minuten später. Kuriose Parallelitäten, denn gleich danach verpasste die DEG das nächste Tor, weil Louis-Marc Aubry seine Schlägerspitze noch im letzten Moment entscheidend an den Puck brachte. Die Partie verlief nun offener und die Top Chancen häuften sich. Jonathan Matsumoto brachte es im Powerbreak auf den Punkt: “It is a derby game, we hate Düsseldorf. We are not playing great, but we are getting better.”
Jonas Järvinen zielte knapp vorbei, nachdem die Haie wieder komplett waren, doch noch auf der Suche nach der gewohnten Ordnung bei numerischem Gleichstand waren. Defender Alex McCrea, der auch viele Schüsse gern blockt, brachte seine Farben mit einem überlegten nicht zu scharfen Distanzschuss in der 34. Spielminute in Front und die DEG drehte das Match. Jonathan Matsumoto war heute Abend on Fire, er wollte unbedingt nochmals auf der Anzeigetafel erscheinen.
Fischbuch: “In der Offensive müssen wir noch besser werden. Wir dürfen nicht zu passiv werden, müssen so konzentriert weiterspielen.”
Intensives und irres Derby voller Emotionen: DEG führt mit zwei Toren Vorsprung, Köln gleicht binnen 23 Sekunden aus und holt sich den Zusatzpunkt
Im Schlussabschnitt war für Spannung gesorgt, die DEG führte hauchdünn und die Haie durften erneut Powerplay üben, was die Gastgeber schadlos überstanden. Beide Goalies zeigten eine souveräne Leistung und Köln lief weiterhin dem Rückstand hinterher. Jonathan Matsumoto leistete Doppelschichten, weil er abwechselnd auch in der vierten Haie Reihe zum Einsatz kam. Der Kölner Wirbelwind zog jedoch die nächste Strafe gegen die Heimmannschaft und wieder musste der DEG-Kapitän Alex Barta in die Kühlbox, der einen Kölner Angriffswirbel von seiner Warte aus geboten bekam.
Letztlich holten die Haie nichts Zählbares heraus und die letzten zehn Minuten brachen langsam an. Es war bis dato ein sehr intensives Derby, doch die Handschuhwärmer wurden brüderlich geteilt, was im letzten Powerbreak schön illustriert wurde. Plötzlich gingen die Emotionen auf beiden Seiten hoch und die Fäuste flogen, was die Fans gerne als zusätzliches Adrenalin annahmen. Brendan O’Donnell versuchte im Liegen die Scheibe noch zu verwerten, Einsatz und Laufbereitschaft waren bei beiden Kontrahenten sehenswert.
Den Haien lief langsam die Zeit weg, obwohl sie alles probierten, um Henrik Haukeland zu überwinden. Headcoach Uwe Krupp signalisierte 90 Sekunden vor der Schlusssirene seinem Keeper, zugunsten eines sechsten Feldspielers seine Kasten zu räumen, doch Stephen Harper traf ins verwaiste Gehäuse zur Entscheidung zugunsten der Hausherren – oder doch nicht? Denn 25,2 Sekunden vor dem Ende verkürzte David McIntyre nochmals. Nun spielten sich unglaubliche Szenen auf dem Eis ab, denn die Haie gaben einfach nicht auf und tatsächlich glich Nick Baptiste sage und schreibe 3,8 Sekunden vor dem Ende aus. Uwe Krupp lächelte hinter der Bande!
Binnen 23 Sekunden stellten die Haie die Partie wieder auf Anfang und es ging in die Verlängerung – ein Wahnsinn! Und kaum zu glauben, Jason Bast entschied diese hochklassige Begegnung sogar noch zugunsten der Haie. Die DEG war am Boden zerstört, die Fans konnten nicht glauben, was sich hier in der Schlusssequenz abspielte.
Hansson [HC]: „Hoffentlich lernen wir was für die Zukunft. Wir dachten, das Spiel wäre vorbei, wir haben aufgehört zu spielen.”
Bast: “We wanted to accomplish to play the full 60 minutes. We needed these two points, it feels so good to get on a happy bus. We had some tough times the last weeks.“
Krupp [HC]: “Wir haben bis zur letzten Sekunde gekämpft, wir brauchten das zweite Tor, wir mussten einen Weg finden, um zurückzukommen. Ich kann meine Jungs nur loben, wir mussten mehr machen als die DEG, die Jungs haben gekämpft und daran geglaubt. Eishockey ist die beste Sportart der Welt, wenn man so ein Spiel sieht, das ist beste Werbung für den Sport für die Region und für Deutschland. Es war ein super Ding.“
Düsseldorfer EG – Kölner Haie 3:4 n.V. (0:0|2:1|1:2|0:1)
Tore:
0:1 |25.| Jonathan Matsumoto (Kammerer, Bailen) PP1
1:1 |27.| Daniel Fischbuch (Kousa, Harper) PP1
2:1 |34.| Alec McCrea (Blank, Borzecki)
3:1 |59.| Stephen Harper EN
3:2 |60.| David McIntyre (Aubry, Chrobot)
3:3 |60.| Nick Baptiste (Matsumoto, Kammerer)
3:4 |62.| Jason Bast (Austin)
1. Drittel Statistik: 11:4 Schüsse, 4:10 gewonnene Bullys, Strafminuten: 0:4
2. Drittel Statistik: 14:17 Schüsse, 10:10 gewonnene Bullys, Strafminuten: 4:4
3. Drittel Statistik: 6:14 Schüsse, 4:18 gewonnene Bullys, Strafminuten: 6:12
Overtime Statistik: 0:1 Schüsse, 0:1 gewonnene Bullys, Strafminuten: 0:0
Schiedsrichter: Schukies / Schrader
Zuschauer: 13.102 (ausverkauft)
Aufstellung:
Düsseldorf: Haukeland, Kousa, Geitner, Fischbuch, MacAulay, Harper, Zitterbart, Järvinen, O’Donnell, Eder, Gogulla, McCrea, Böttner, Ehl, Barta, Eham, Heinzinger, Borzecki, Blank, Schiemenz.
Köln: Pantkowski, Austin, Bailen, Proft, Sill, Oblinger, Müller, Roach, Matsumoto, McIntyre, Bast, Dietz, Sennhenn, Kammerer, Aubry, Baptiste, Glötzl, Niedenz, Steck, Chrobot.
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PENNY-DEL (Ingolstadt/PM) Mit einem furiosen Auftritt im ersten Drittel legte Red Bull München den Grundstein für seinen 6:3-Erfolg (5:0|1:2|0:1) beim ERC Ingolstadt. Chris DeSousa erzielte vor 3.605 Zuschauern einen Doppelpack. Außerdem waren Ben Smith, Justin Schütz, Yasin Ehliz und Maximilian Kastner für München erfolgreich.

( Foto City-press )
Die Münchner mit dem besseren Start ins oberbayerische Derby, nach dem Doppelschlag durch Smith (5.) und Schütz (6.) ging es dann nur noch in eine Richtung. Das Team von Trainer Don Jackson zeigte sich spielfreudig, gedankenschnell und äußerst effizient. DeSousa bescherte mit einem strammen Schuss das 3:0 (12.), wenig später legte Ehliz den nächsten Treffer nach (14.). Damit war der Arbeitstag von Michael Garteig beendet. Für den kanadischen Torhüter kam Kevin Reich in die Partie. Dieser musste bereits nach 14 Sekunden hinter sich greifen: Kastner stellte auf 5:0 (15.).
Nach dem Seitenwechsel ging es hin und her. Beide Teams mit Chancen – und Toren: Louis Brune verkürzte für Ingolstadt (24.), DeSousa antwortete mit einem Powerplay-Hammer zum 6:1 (26.). Tempoerhöhungen der Red Bulls sorgten für Gefahr vor dem Tor von Reich, doch der Schlussmann hielt seinen Kasten fortan sauber. Auf der anderen Seite erzielte Charles Bertrand den zweiten Ingolstädter Treffer – Danny aus den Birken erneut ohne Chance (39.).
München im Schlussabschnitt kompakt und mit einem weiteren Powerplay, doch den Treffer erzielte Ingolstadt: Wayne Simpson verkürzte auf 3:6 (47.). Der ERC danach ohne nennenswerte Chancen gegen abgezockte Red Bulls. Fünf Minuten vor Spielende brachte Trainer Mark French erstmals den zusätzlichen Feldspieler, am Spielstand änderte sich aber nichts mehr.
Yasin Ehliz: „Wir wollten stark aus der Kabine kommen und das ist uns auch gelungen. Es war ein sehr gutes Spiel von uns.“
ERC Ingolstadt gegen Red Bull München 3:6 (0:5|2:1|1:0)
Tore
0:1 | 04:44 | Ben Smith
0:2 | 05:57 | Justin Schütz
0:3 | 11:55 | Chris DeSousa
0:4 | 14:14 | Yasin Ehliz
0:5 | 14:28 | Maximilian Kastner
1:5 | 23:01 | Louis Brune
1:6 | 25:07 | Chris DeSousa
2:6 | 38:37 | Charles Bertrand
3:6 | 46:45 | Wayne Simpson
Zuschauer: 3.605
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PENNY-DEL (Iserlohn/PR) In einem hart umgkämpften Spiel gewannen die Hausherren glücklich aber verdient gegen die Gäste aus der Autostadt mit 2:1 (2:1,0:0,0:0). Nach furiosem Beginn der Hausherren kämpften sich die Grizzlys zurück ins Spiel und kamen noch im ersten Drittel bis auf einen Zähler ran, mehr sprang am Ende gegen stabil und beherzt verteidigende Roosters nicht heraus.
(Foto: Patrick Rüberg)
Die Roosters begannen direkt druckvoll und gingen nach sechs Minuten durch Casey Bailey in Führung, zwei Minuten später erhöhte Streu sogar auf 2:0. Daugavins scheitere kurz darauf frei stehend an Strahlmeier, der dritte Treffer lag bereits in der Luft. Geschockt waren die Niedersachsen ob des schnellen deutlichen Rückstandes nicht und drängten auf den Anschlusstreffer, der ihnen durch Jordan Murray in Überzahl per "Blueliner" auch gelingen sollte. Drei Tore nach elf Minuten, es deutete sich ein wahres Schützenfest an, dazu kam es jedoch nicht. Unterhaltsam war die Partie dennoch, auch wenn bis zur ersten Sirene keine weiteren Treffer mehr fallen sollten.
Der Mittelabschnitt ging an die Wolfsburger, die zu vielen Abschlüssen kamen, jedoch glücklos blieben. Mal scheiterten sie an der Querlatte, mal am herausragenden Hannibal Weitzmann im Tor der Sauerländer. So ging es etwas glücklich mit 2:1 in die nächste Pause.
Der Schlussabschnitt war äußerst intensiv, die Roosters wurden nun wieder offensiver und wollten die Entscheidung erzwingen, Wolfsburg hielt dagegen und hatte Chancen auf den Ausgleich, allerdings nicht mehr so druckvoll wie im Mittelabschnitt. Die Zeit lief teilweise minutenweise runter, es ging hin und her, ohne dass wirklich viel passierte und mit extrem wenigen Unterbrechungen. Zwei Minuten gegen Ende holten die Gäste Strahlmeier vom Eis zugunsten eines sechsten Feldspielers, die dadurch gewonnene Überzahl brachte jedoch nichts ein. Die Iserlohner machten es in der Schlussphase richtig gut und ließen keine Schüsse aus den gefährlichen Sektoren zu, ihrerseits gab es aus der Distanz noch zwei Versuche per empty-net zu entscheiden, bleiben hierbei jedoch glücklos.
So durften die Iserlohner am Ende jubeln, glücklich aber nicht unverdient gegen einen starken Gegner aus Wolfsburg. Nach dem zwischenzeitlichen Hänger in Mannheim (0:3) unter der Woche geht die Euphorie um Heimkehrer Greg Poss weiter, unter ihrem neuen Coach feierte Iserlohn nun den vierten Sieg im fünften Spiel.
Die Gäste aus der Autostadt empfangen am kommenden Sonntag die Bietigheim Steelers, Iserlohn tritt die Reise zum EHC Red Bull München an.
IEC: Weitzmann; Jenike – Ankert, Ugbekile; Acolatse, Bender; O´Connor, Buschmann; Elten – Brown, Cornel Bergmann; Daugavins, Bailey, Foucault; Ziegler, Raedeke, Streu; Broda, Rutkowski, Busch;
WOB: Strahlmeier; Pogge – Möser, Bittner; Zajac, Button; Krupp, Murray – Archibald, Morley, Schinko; Braun, Jeffrey, Rakhshani; Fauser, Beaudin, Machacek; Kloß, Pfohl, Dumont;
Tore:
1:0 Bailey (Foucault, Daugavins – 5:26 – PP1)
2:0 Streu (Raedeke, Ziegler – 7:43 – EQ)
2:1 Murray (Morley, Beaudin – 12:53 – PP1)
Zuschauende: 3.987 in der Balver Zinn Arena
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PENNY-DEL (Bremerhaven/MA) Die Straubing Tigers legten einen teilweise bärenstarken Auftritt beim Tabellenführer hin. 46 Schüsse auf das Tor, doppelt so viele wie von Bremerhaven, das dürfte einigen Kopfzerbrechen gemacht haben. Fischtown hatte vor allem in den ersten beiden Abschnitten einige Chancen genutzt, aber auch einiges liegen lassen. Da die Gäste nicht abzuschütteln waren, mussten die Pinguine nach sechs gewonnen Spielen am Stück nun wieder eine Niederlage einstecken. Ebenso konnten die Tigers nach längerer Zeit, Auswärts wieder Punkte einfahren.
(Foto: Citypress) Straubing Tigers holen zwei Punkte beim Spitzenreiter
Spielverlauf:
Einen ziemlich offenen Schlagabtausch lieferten sich beide Teams. Ob das von den Coaches genau so vorgegeben war, sei dahingestellt. Die Fans hatten ihre helle Freude an dem Spiel. Die Gäste schafften es sogar, 20 Schüsse im ersten Drittel beim Spitzenreiter abzugeben.
Durch die vielen Schüsse gingen die Pucks auf einmal rein. Bremerhaven steckte keineswegs zurück und machte aus weniger Chancen sogar ein Tor mehr. Die hauchdünne Führung war dennoch verdient, weil die Pinguine ihre Arbeit wie immer eiskalt verrichteten.
Yannick Valenti für Straubing: “Wir bekommen zu viele einfache Gegentore in letzter Zeit. Vorne machen wir die Chancen nicht und hinten sind wir offen wie ein Scheunentor.”
Auch im zweiten Abschnitt war die Marschroute klar. Es ging für beide immer mit voller Kraft nach vorne. Teils zum Leidwesen der beiden Goalies, die sich so manchen Konter erwehren mussten. Franzreb und Bugl mussten zwar nach 40 Minuten je viermal hinter sich greifen, aber die Leistung konnte sich sehen lassen. Vielmehr nutzten beide Teams die sich bietenden Lücken für ihre Tore.
Moritz Wirth für Fischtown: “Wir müssen vieles anders machen. Das Drittel war gar nicht gut von uns. Wir spielen nicht so konzentriert, die Pässe kommen nicht an. Wir müssen uns den Sieg heute erarbeiten, weil Straubing ist ein gutes Team und die lassen natürlich nicht nach.”
Auf die Physis kam es im letzten Abschnitt besonders an und auch hier konnten die Gäste noch eine Schippe drauflegen. Ganze drei Schüsse brachte der Tabellenführer noch auf das Tor von Bugl. Die Tigers machten hinten dicht, blockten weitere Versuche und kamen dem Sieg näher. Dieser musste aber in die Verlängerung verlagert werden.
Hier verpassten sie es zwar in Überzahl den Sack zuzumachen, aber nur Sekunden später war es Taylor Leier, der zuerst den Pfosten traf und dann zum Sieg hechtete. Leier führte den Sieg auf eine geschlossene Mannschaftsleistung zurück, auch wenn er zugeben musste, dass die Pinguine in den ersten vierzig Minuten sehr gefährlich waren.
Nicholas Jensen fügte hinzu, dass man dem Gegner insgesamt zu viele Räume zum Spielen gelassen hat. So stoppten heute die Tigers gleich zwei Serien. Zum einen die sechs Spiele anhaltende Siegesserie der Nordlichter, sowie ihre eigene Durststrecke bei Auswärtsspielen.
Spiel vom 28.10.2022
Fischtown Pinguins Bremerhaven - Straubing Tigers: 4:5 n.V. (3:2 | 1:2 | 0:0 | 0:1)
0:1 |06.| Lipon - PP 1
1:1 |07.| Kinder (Wirth, Mauermann) - PP 1
2:1 |12.| Wejse (Jeglic, McKenzie)
2:2 |13.| Valenti
3:2 |19.| Mauermann
3:3 |22.| Adam (Connolly, Brandt) - PP 1
3:4 |35.| Bourque (Connolly, Akeson)
4:4 |38.| Vikingstad (Friesen, Bruggieser) - PP 1
4:5 |63.| Leier (Akeson)
Strafen: Bremerhaven 10 - Straubing 8
Zuschauer: 4.068
Aktuelle Tabelle
Deutsche Eishockey Liga (PENNY-DEL)
Die Deutsche Eishockey Liga (PENNY-DEL) ist die höchste deutsche Eishockey-Spielklasse und wurde im Jahr 1994 gegründet. Am Spielbetrieb nehmen 15 Proficlubs (Kapitalgesellschaften) teil und der aktuelle DEL-Rekordmeister sind die Eisbären Berlin mit 8 Meisterschaften.
Mehr Informationen über die Deutsche Eishockey Liga erhalten Sie unter www.eishockey-statistiken.de
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PENNY-DEL (Schwenningen/BM) Leichte Entspannung bot sich im Schwenninger LineUp, so kehrte mit Johannes Huss wieder ein Defensivspieler zurück ins Team. Nürnberg musste unter anderem auf Ryan Stoa, Nicholas Welsh und Charlie Jahnke verzichten. Zunächst kam für die Wild Wings ein Traumstart zustande. Zwischenzeitlich führten die Hausherren mit vier Toren. Nürnberg verkürzte allerdings bis zum Schlussdrittel auf zwei Tore und wollte es nochmal wissen. Sebastian Uvira machte aber kurz vor dem Ende alles klar und traf zum 5:2 Endstand.

Archivbild: citypress
Schwenningen erwischte den Auftakt nach Maß: Julius Karrer drückte die Strafbank, Tyson Spink nahm Maß und zog ab, wo Phil Hungerecker vor seinem Bruder Leon im Nürnberger Tor abfälschte. Beflügelt von der Führung spielten die Wild Wings mutig nach vorne. Schwenningen ließ eine weitere Überzahl ungenutzt, kam aber wenig später zum nächsten Treffer. Alex Trivellato schloss ab und fand die Kelle von David Ullström, der entscheidend abfälschte.
Erst nach dem Powerbreak kamen die Gäste - dank eines Powerplays - zu den ersten nennenswerten Chancen. Kaum waren die Hausherren wieder komplett, jubelten die Schwenninger auch schon wieder. Kapitän John Ramage zog einfach mal ab und traf ins Tor. Bis zur Pause spielten weiter nur die Wild Wings, die in Überzahl sogar fast nochmal nachlegen konnten.
Für den Mittelabschnitt hatten sich die Gäste Wiedergutmachung vorgenommen. Und in der Tat wirkten die Franken frischer als noch zu Beginn des Spiels. Ein druckvolles Powerplay konnte das Team von Tom Rowe nicht zum Anschluss nutzen. Schwenningen kam zur Spielhälfte wieder zu besseren Offensivaktionen. Blake Parlett rettete in höchster Not gegen Kenny Olimb.
Es folgte eine hektische Phase beider Mannschaften. Peter Spornberger musste dabei, nach einem Ausflug seines Goalies, in höchster Not retten. Auf der anderen Seite vergab Boaz Bassen einen Alleingang, konnte dabei aber nur regelwidrig gestoppt werden. Leon Hungerecker verhinderte zunächst mit einem Big-Save einen weiteren Schwenninger Treffer, gegen Ken-Andre Olimb musste er sich aber dann doch noch geschlagen geben.
Postwendend stellte Patrick Reimer den alten Abstand wieder her. Rick Schofield legte vor dem Tor nochmal zurück und fand den Rekordspieler, der ins kurze Eck vollendete. Und für die Ice Tifers sollte es noch besser kommen. Schofield verkürzte aus dem Nichts, mit einem Treffer, auf zwei Tore.
Die Nürnberger wollten gleich zu Beginn des Schlussabschnittes nachlegen und störten früh. Mit Kontern blieben aber auch die Schwaben gefährlich.
Die Nürnberger wollten gleich zu Beginn des Schlussabschnittes nachlegen und störten früh. Mit Kontern blieben aber auch die Schwaben gefährlich. Es folgten gleich zwei Nürnberger Überzahlsituationen, die aber jeweils ungenutzt verstrichen. Sebastian Uvira zeigte wie es geht und schloss einen Konter zur erneuten drei-Tore-Führung ab, indem er seinen eigenen Rebound verwertete.
Tom Rowe beorderte knapp vier Minuten vor dem Ende seinen Goalie für einen weiteren Feldspieler vom Feld. Die Gäste spielten sich zunächst fest und feuerten aus allen Lagen, ein Treffer sollte aber nicht mehr fallen.
Spiel vom 28.10.2022 - Schwenninger Wild Wings - Nürnberg Ice Tigers
Tore:
1:0 |3.|Hungerecker (Tys. Spink / Indrasis)
2:0 |10.|Ullström (Trivellato / Spornberger)
3:0 |15.|Ramage (Indrasis / Ullström)
4:0 |36.|Olimb (Ullström / DeFazio)
4:1 |36.|Reimer (Fox / Schofield)
4:2 |38.|Schofield (Reimer / Fox)
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PENNY-DEL (Mannheim/MH) Seit 12 Jahren warteten die Fans der Löwen Frankfurt und Adler Mannheim auf diesen Tag. Endlich gab es wieder ein Derby dieser beiden Teams, die sich in der Vergangenheit schon legendäre Duelle geliefert hatten (Stichwort 59:59).

( Foto Sörli Binder )
Zwar wurde das Duell in den vergangenen Jahren in der Vorbereitung immer wieder am Leben gehalten, doch nun ging es wieder um Punkte. Fans und Spieler waren heiß auf dieses Spiel und wer hätte vor der Saison gedacht, dass es sogar ein richtiges Topspiel werden würde, denn aktuell belegten die beiden Teams Platz 4 und 5. Insbesondere der fünfte Platz der Gäste im bisherigen Saisonverlauf war bisher einer der großen Überraschungen. Mit Rowney, Bokk und Ranford hatten die Löwen bisher die vielleicht stärkste Reihe der DEL in ihrem Kader.
Auf Seiten der Gastgeber gab es kurz vor dem Spiel noch die Hiobsbotschaft, dass Nummer eins Torhüter Brückmann wegen Krankheit nicht spielen konnte und somit Tiefensee im Kasten stand. Torjäger Ranford konnte heute einen alten DEL Rekord einstellen. Sein Scoring Streak ab Saisonbeginn stand vor der Partie bei 13 Spielen, die bisherige Bestmarke von Ex-Lion Pat Lebeau stand bei 14 Spielen aus der Saison 2004-05.
Nach nur 51 Sekunden traf Larkin schon den Pfosten. Überhaupt kamen die Adler sehr gut ins Spiel, spielten konzentriert und zielstrebig, während Frankfurt sich auf ihre bekannte harte Spielweise besannen und jeden Check zu Ende fuhr. Die Fans in der ausverkauften Arena gaben von Beginn an alles, so dass sich eine gutes Derby im ersten Drittel entwickelte. Mannheim bekam nach zwei Minuten ihre erste Überzahl, die in den letzten Spielen allerdings eher ein Problemfeld im Spiel der Gastgeber war. So auch hier, denn die beste Möglichkeit hatte Eisenmenger für die Löwen in Unterzahl. Hildebrand war in der Anfangsphase schwer beschäftig. Akdag und Thiel scheiterten mit ihren Schüssen. Dennoch musste Hildebrand nach zehn Minuten hinter sich greifen. Loibl bekam an der gegnerischen blauen Linie den Puck, zündete den Turbo, ging durch zwei Verteidiger hindurch und vernaschte Hildebrand zur 1:0 Führung. Ein Powerplay brachte die Löwen besser in Spiel. Die Paradereihe hätte fast den Ausgleich erzielt, als Bokk auf Ranford ablegte und dieser nur knapp per One Timer das Tor verfehlte. Just in dem Moment als Frankfurt besser im Spiel war, kam es zum zweiten Powerplay für Mannheim. Zwar lief es zunächst ähnlich schlecht, dennoch stand am Ende der zweite Treffer zu buche. Erneut war es Loibl, der vor dem Tor ein Pass von Plachta mit seinem Schläger unhaltbar abfälschte. Frankfurt antwortete im Stile einer Spitzenmannschaft. Bokk zog von der Bande mit dem Puck in die Mitte und schloss mit einem satten Handgelenkschuss in den Winkel ab. Überhaupt war die erste Reihe der Löwen immer auffälliger und stellte die Adler Hintermannschaft immer wieder vor Probleme. Mit einem Powerplay für Frankfurt, nachdem Szwarz auf die Strafbank musste, ging es in die Pause.
Das zweite Drittel startet mit einem Alleingang in Unterzahl. Wohlgemuth konnte die Scheibe nicht an Hildebrand vorbei im Tor unterbringen, so dass es beim 2:1 blieb. Auch bei einem Schuss von Oldie Dawes war der Frankfurter Torhüter auf dem Posten. Der Löwen Coach Fleming konnte mit dem Start seines Teams ins zweite Drittel nicht zufrieden sein. Hildebrand war der Fels in der Brandung, als die Löwen kaum aus dem eigenen Drittel heraus kamen. Erst nach sechs Minuten im zweiten Drittel hatte Tiefensee die erste Gelegenheit sich auszuzeichnen. Schlussendlich war es nur eine Frage der Zeit bis der dritte Treffer für die Hausherren fiel. Nach einem der wenigen Löwen Angriffe fuhren Szwarz und Dawes ein zwei gegen eins Konter. Szwarz passte quer auf Dawes und dieser netzte zum 3:1 im Tor ein. Zu diesem Zeitpunkt war die zwei Tore Führung mehr als verdient. Der Gegentreffer stachelte die Gäste wohl etwas an, denn danach war der Aufsteiger wieder etwas besser im Spiel. Dennoch blieben die Kurpfälzer klar Herr im Hause. Zu bemängeln gab es eigentlich nur, dass die Adler trotz aller Überlegenheit, relativ wenige klare sogenannte 100 prozentige Chancen herausspielten. Auch auf dem Eis zeigten sich die Derby Emotionen. Olsen und Szwarz lieferten sich einen Faustkampf, nachdem Olsen zuvor einen Mannheimer Spieler unfair mit einem Bandencheck gefoult hatte. Das anschließende Powerplay bestrafte das Heimteam direkt. Rendulic hämmerte aus gewohnter Position den Puck in die Maschen bevor es in die Kabine ging.
Die Frage vor dem Abschlussdrittel war eigentlich nur ob und wie der Coach der Löwen sein Team wieder zurück in die Partie bringen könnte. Stewart hatte seine Mannschaft bis dahin sehr gut eingestellt und sie waren klar das spielbestimmende Team auf dem Eis. Jegliche Hoffnung wurde schnell zerstört. Die ersten Spielminuten gehörten wieder nur den Adlern. Nach fünf Minuten schloss Wolf eine starke Kombination über Loibl und Plachta erfolgreich zum 5:1 ab. Kurz danach konnte sich Tiefensee stark gegen Burns behaupten. Auch Hildebrand war nach wie vor gefordert und verhinderte mehrmals gegen Loibl einen noch höheren Rückstand. Frankfurt gab sich dennoch nicht auf. Der bisher noch punktlose Ranford verlor sechs Minuten vor dem Ende das Duell gegen den Mannheimer Torhüter. Kurz vor Schluss folgte ein weiteres Powerplay für die Kurpfälzer. Diese spielten auf Grund des Spielstandes nicht mehr mit letzter Konsequenz und so verstrichen die letzten Minuten ohne weitere nennenswerte Aktionen auf dem Eis. So ging das erste Derby seit 12 Jahren etwas überraschend deutlich mit 5:1 an die Adler Mannheim.
Adler Mannheim – Löwen Frankfurt 5:1 (2:1;2:0;1:0)
Tore
1:0 Loibl (Pilu, Plachta)
2:0 Loibl (Plachta, Donovan)
2:1 Bokk (Maginot)
3:1 Dawes (Szwarz, Rendulic)
4:1 Rendulic (Plachta, Donovan) PP
5:1 Wolf (Plachta, Loibl)
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PENNY-DEL (Köln/UG) Im zweiten Aufeinandertreffen der Kölner Haie und den Grizzlys aus Wolsburg in der Lanxess Arena gab es zuzm zweiten Mal die Entscheidung in der Overtime. Dieses Mal hatten die Grizzlys das bessere Ende für sich.

Foto: Ingo Winkelmann (Köln)
Die Haie starteten, wie so ofgt, gut in die Partie. Nach 120 Sekunden traf Carter Proft zur Führung für die Haie. Im weiteren Verlauf besaßen die Haie eineige sehr gute Einschussmöglichkeiten, die alle vergeben wurden. Die beiden größten Chancen vergaben Louis-Marc Aubry und Nicholas Baptiste. Die Haie kontrollierten während des gesamten ersten Drittels die Partei. Mit dem knappen 1:0 ging es in die Drittelpause.
Nach Wiederbeginn vergaben erst die Haie eine mögliche 2:0 Führung durch David McIntyre. Auf der Gegenseite waren dann die Grizzlys zur Stelle. Mirko Pantkowski konnte sich mehrfach auszeichnen, trotzdem trafen die Gäste zum Ausgleich. In der 26. Minute traf Zajac zum 1:1 für die Grizzlys. Die haie hatten prompt die Antwort parat, doch scheiterte Jon Matsumoto am gut reagierenden Dustin Strahlmeier im Wolfsburger Tor. Eine Faustkampfeinlage von Björn Krupp und Carter Proft bildete das nächste Highlight dieses Drittels. Mit 1:1 ging es in die zweite Drittelpause.
Ausgeglichen ging es in den Schlussabschnitt. In der 43. Minute erzielte Nicholas Baptiste nach Vorarbeit von Maximilian Kammerer und Louis-Marc Aubry die erneute Führung für die Haie. Die Hie kontrollierten das letzte Drittel, verpassten es wieder einmal, die Führung auszubauen. Lange Zeit sah es so aus, als würde das Ergebnis ausreichen. Dreieinhalb Minuten vor Spielende traf dann Björn Krupp zum 2:2. Ein Treffer aus dem Nichts. Es fielen keine Trfefer mehr in der normalen Spielzeit, so mußte wieder einmal die Verlängerung die Entscheidung bringen.
Im Gegensatz zum Heimspiel vor fünf Wochen, hatten dieses Mal die Gäste das bessere Ende für sich. 43 Sekunden vor Ende der Overtime traf Archibald zum Siegtreffer für die Grizzlys.
Die Haie treten am Freitag zum ersten Derby in der Saison bei der Düsseldorfer EG an, die Grizzlys bei den Iserlohn Roosters.
Stimmen zum Spiel: Carter Proft (Köln): Es ist immer ein schweres Spiel gegen eine Spitzenmannschaft wie Wolfsburg. Wir hatten heute Abend leider kein Scheibenglück, um das Spiel zu gewinnen.
Tore:
02. 1:0 Proft (Müller,Roach)
26. 1:1 Zajac (Archibald)
43. 2:1 Baptiste (Kammerer,Aubry)
57. 2:2 Krupp (Morley)
65. 2:3 Archibald (Morley,Zajac)
Strafen: Köln 9; Wolfsburg 9
Zuschauer 15.826
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PENNY-DEL (Mannheim/HG) Am 26.10.2022 duellierten sich in der SAP-Arena zu Mannheim die dort heimischen Adler mit den Roosters aus Iserlohn, die mit vier Siegen in Folge und breiter Brust in die Kurpfalz anreisten. Mannheim konnte aus den letzten fünf Partien drei Siege verbuchen und zwangen zuletzt den amtierenden deutschen Meister Berlin nach Rückstand doch noch knapp in die Knie. Wer hatte heute die Nase vorne?
Schließlich besiegte Mannheim die Iserlohn Roosters am Ende deutlich mit 3:0. Rückkehrer David Wolf traf zur Führung und Borna Rendulic schnürte seinen heutigen Doppelpack. Felix Brückmann jubelte über einen weiteren Shutout.
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(Fotoquelle Sörli Binder) Rückkehrer David Wolf leitet den Sieg ein
Mannheim wollte seine aufsteigende Form heute fortsetzen und zuhause wichtige Punkte einfahren, um den Anschluss an das Spitzentrio der Liga nicht zu verlieren. Drei Siege aus den vergangenen fünf Begegnungen ließen sich schon gut ansehen, der Anspruch der Adler ging aber ganz klar viel weiter nach oben. Taro Jentzsch traf heute Abend auf etliche seiner ehemaligen Teamkollegen. David Wolf konnte heute wieder mitwirken.
Jentzsch: „Ja, das ist auf jeden Fall was Besonderes, denn ich habe zwei Jahre in Iserlohn gespielt. Ich habe noch Kontakt mit den Jüngeren. Es läuft bis jetzt ganz gut, oben mitzuspielen macht immer Spaß. Meine Rolle ist hier mehr in der defensiven Rolle, ich versuche mein Bestes zu geben. Iserlohn sind zuletzt warm geschossen. Sie sind immer hart am Mann dran, wir müssen deshalb gut dagegenhalten.“
Iserlohn reiste mit großem Selbstvertrauen und Rückenwind nach Mannheim. Die Erfolgsstory mit zuletzt vier Siegen in Serie sollte heute bei den Adlern nicht reißen. Ihr neuer Headcoach und alter Bekannter hinter der Bande, Greg Poss, hatte den Sauerländern neues Leben eingehaucht und seiner Mannschaft wieder das Siegergefühl zurückgebracht. Die Roosters wollten mit einem weiteren Erfolgserlebnis Tuchfühlung zu den Top Six wahren und tabellarisch weiter nach oben klettern. Lean Bergmann sowie Sena Acolatse standen heute nicht im Line-Up.
Foucault: „We played good hockey. We have done good adjustments regarding our system. It is all about a fresh mind for everybody, a new open mind set and a new feeling. Our new coach is very passionate about the game, he is very prepared. Our defense we addressed a lot. We play harder in our d-zone and need to continue with our structure. “
Mannheim dominiert das erste Drittel
Man durfte gespannt sein, ob die Mannheimer erneut loslegten wie die Feuerwehr im ersten Drittel und wieder ein frühes Tor erzielen würden. Bis jetzt haben sie die mit 16 Toren im Anfangsabschnitt den Ligabestwert generiert. Iserlohn fing sich mit dem Trainerwechsel nur drei Gegentore ein und markierte selbst stattliche 17 Treffer, ein starker Fingerzeig nach oben. Iserlohns Goalie Andreas Jenike war sofort gut beschäftigt in den ersten Minuten und verhinderte den Führungstreffer der Hausherren, die optisch überlegen waren und zahlreiche Chancen herausspielten.
Die Adler kombinierten sich gefällig durch die Iserlohner Zone, wechselten immer wieder mal durch, doch oft wurden sie außen gehalten oder der entscheidende Pass kam noch nicht an. Die Roosters blockten ordentlich, hatten aber viel zu tun, um ihren Kasten sauber zu halten. Eigene gefährliche Angriffe waren bislang Mangelware und Andreas Jenike wehrte auch mit seiner Maske bravourös ab. Kris Foucaults Schuss rief dann etwas Gefahr hervor und Iserlohn konnte sich mal etwas festsetzen. Mannheim versäumte es, aus seinen vielen Möglichkeiten Tore zu kreieren, doch Iserlohn verteidigte bis dato stark.
Wolf: “Defensiv stehen wir sehr gut, lassen kaum was zu und kreieren Chancen in der Offensive. Wir müssen mal einen reinmachen. Ich hatte ein paar Trainingseinheiten. Ich fühle mich gut, Covid war ein Thema. Wir müssen geduldig bleiben, Iserlohn hat einen guten Lauf, wir dürfen nicht nachlassen.“
Offensivspektakel der Adler, Jenike in Topform hält sein Team im Spiel
Im Mittelabschnitt machte Mannheim genauso weiter wie im ersten Drittel, mit viel Zug zum Tor und hoher Geschwindigkeit. Chris Brown hatte nach Scheibenverlust von Taro Jentzsch die dicke Chance zur Gästeführung auf seinem Schlägerblatt. Die Roosters wurden etwas aktiver und lauerten auf Konter. Das Pass Spiel der Gastgeber war weiterhin sehr ansehnlich, nur die Veredelung fehlte noch. Die Begegnung wurde bisher ausgesprochen fair geführt von beiden Seiten. Stefan Loibl und Nico Krämmer näherten sich dem Slot Bereich an und es war nur noch eine Frage der Zeit, wann die Adler in Front gehen würden.
Es gab weiterhin Möglichkeiten im Minutentakt, doch es gab kein Vorbeikommen am Gäste Keeper, der sich über mangelnde Beschäftigung nicht beklagen brauchte. Auch Wohlgemuth schaffte es nicht, Andreas Jenike zu bezwingen. Mannheim drückte nun vehement auf den ersten Treffer. Inzwischen zählte Iserlohn bereits 14 Blocks, musste nun aber die erste Strafe hinnehmen. Das Powerplay wurde hervorragend gespielt, doch die Gäste hatten das Glück des Tüchtigen auf ihrer Seite. Die Druckphasen der Adler häuften sich jedoch stetig. Das Schussverhältnis von 13 zu 3 sprach klar zu ihren Gunsten.
Elten: “Wir stehen hinten kompakt und spielen ganz gut, wir müssen so weitermachen. Wir arbeiten besser zusammen und lassen weniger zu. Wir müssen einfach spielen, mit Chips über die Bande, Rushes kreieren und damit zum Erfolg kommen.”
Wolf fälscht zur Führung ab, Rendulic schnürt Doppelpack
Nach nur 33 Sekunden im Schlussabschnitt gelang es dem Rückkehrer David Wolf, seine Farben in Front zu bringen. Zu allem Ungemach musste danach auch noch ein Roosters Akteur auf die Sünderbank, doch diese brenzlige Konstellation überstand das Team von Greg Poss schadlos. Die Adler blieben dran, sie ließen nicht locker und wollten sofort nachlegen, um den Sauerländern schnell den Zahn zu ziehen. Mit der Hinausstellung gegen Korbinian Holzer, der auch noch eine zehnminütige Disziplinarstrafe aufgebrummt bekam, hatte Iserlohn nun die Gelegenheit, auf die Anzeigetafel zu kommen. Tim Bender stand plötzlich mutterseelenallein vor Felix Brückmann, doch er scheiterte. Solche hochkarätigen Chancen mussten die Gäste nutzen, um hier noch was zu reißen.
Borna Rendulic netzte stattdessen in der 54. Spielminute zum zweiten Mannheimer Treffer ein. Jetzt wurde es ein langer Weg für die Roosters und die letzten fünf Minuten brachen an. Eine weitere Strafzeit gegen die Adler gab Iserlohn doch noch die Option heranzukommen. Nach einem individuellen Aufbaufehler der Gäste bedankte sich Borna Rendulic mit dem leichten Empty Netter in der 58. Spielminute. Damit war der Deckel drauf in dieser Partie, aber Greg Poss nahm seinen Goalie trotzdem nochmals heraus zugunsten eines sechsten Feldspielers.
Letztlich sorgte Mannheim für die erste Niederlage der Iserlohn Roosters nach deren längere Erfolgsstory. Borna Rendulic schnürte seinen Doppelpack und David Wolf belohnte seine Rückkehr aufs Eis mit dem Führungstreffer. Felix Brückmann gelang sein nächster Shutout.
Brown: „It was a good road game at least for 40 minutes. There were then a couple of lucky bounces for Mannheim. We were sticking with our game plan and we are glad that we had some good results.”
Brückmann: “Wir waren sehr dominierend heute, wir waren gewarnt vor Iserlohn. Wir wollten wieder mal ein solides Heimspiel, das ist uns über 60 Minuten gelungen. Die defensive war entscheidend, wir haben sehr diszipliniert agiert. Lob an das Team, es hat sehr gut gespielt. Wolfi ist sehr wichtig für uns, er ist unser emotionaler Leader und er bringt Aggressivität auf das Eis. Seine Reihe hat gut harmoniert, wir wollen weiter klettern, besser spielen. Die Art und Weise wie man spielt, ist wichtig.“
Adler Mannheim – Iserlohn Roosters 3:0 (0:0|0:0|3:0)
Tore:
1:0 |41.| David Wolf (Katic, Plachta)
2:0 |54.| Borna Rendulic
3:0 |58.| Borna Rendulic
1. Drittel Statistik: 12:10 Schüsse, 5:8 gewonnene Bullys, Strafminuten: 0:0
2. Drittel Statistik: 13:3 Schüsse, 10:8 gewonnene Bullys, Strafminuten: 0:2
3. Drittel Statistik: 13:5 Schüsse, 6:11 gewonnene Bullys, Strafminuten: 14:2
Schiedsrichter: Frano (CZE) / Schukies (GER)
Zuschauer: 7.356
Aufstellung:
Mannheim: Brückmann, Reul, Akdag, Plachta, Loibl, Wolf, Katic, Larkin, Rendulic, Szwarz, Dawes, Holzer, Donovan, Eisenschmid, Wohlgemuth, Krämmer, Dziambor, Thiel, Jentzsch, Tosto.
Iserlohn: Jenike, Ugbekile, Ankert, Streu, Cornel, Brown, Buschmann, O’Connor, Foucault, Bailey, Daugavins, Bender, Elten, Alanov, Raedeke, Ziegler, Busch, Proske, Rutkowski, Broda.
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