Freiburg. Der EHC Freiburg liegt im Play Off-Halbfinale mit 2:1 vorne und benötigt noch einen Sieg für den Einzug in die Aufstiegsrunde. Vor über 2.000 Zuschauern in der Franz-Siegel-Halle besiegten die Südbadener die Tölzer Löwen im dritten Aufeinandertreffen mit 7:3. In einer erneut hochklassigen Partie führte der EHC die Entscheidung im letzten Drittel herbei.
Spannend, ausgeglichen, schnell - das waren die bisherigen beiden Duelle zwischen Freiburg und Bad Tölz. Auch das dritte Match sollte dem in nichts nachstehen. Der EHC zeigte sich von der Niederlage im Isarwinkel gut erholt, erspielte sich zielstrebig die ersten Chancen und konnte die besseren Akzente setzen. Während die Löwen einen Hochkaräter durch Andreas Eder liegen ließen, nutzten die Hausherren nach acht Minuten ihr Chancenplus zum 1:0. Tobias Kunz traf aus der Drehung. Freiburg war obenauf, ehe ein Fehler in der neutralen Zone einen Konter ermöglichte. Franz Mangold vollendete zum 1:1. Ein Treffer, der Bad Tölz deutlich Auftrieb gab und die Südbadener vorübergehend unter Druck brachte. Davon konnte sich der EHC allmählich wieder lösen und sich offensiv wieder in Szene setzen. Mit einem Remis ging es schließlich in die erste Pause.
Der zweite Abschnitt begann mit einem Freiburger Powerplay, trotz guten Spiels blieb dieses aber ungenutzt. Stattdessen leitete der EHC mit einem weiteren Fehler im eigenen Drittel die Tölzer Führung durch Florin Ketterer selbst ein. Die Reaktion folgte jedoch prompt. Nur 59 Sekunden später konterte Freiburg, David Danner legte auf Nikolas Linsenmaier ab und der vollendete im Fallen zum 2:2. Großer Einsatz war auf beiden Seiten zu sehen, in einer ersten Unterzahl kämpften die Südbadener mit dem sicheren Rückhalt Fabian Hönkhaus beherzt und erfolgreich. Kurz darauf folgte nach 31 Minuten eine kuriose Szene. Ein Schuss von Johannes Sedlmayr schlug unter der Latte ein, die Scheibe sprang umgehend wieder aus dem Kasten heraus. Der Hauptschiedsrichter ließ zunächst weiterlaufen, sodass der EHC im Gegenzug beinahe erfolgreich war. Nach einer kurzen Beratung folgte dann die nachträgliche Anerkennung des Treffers. In der schwierigen Szene hatten die Linienrichter das reguläre Tor erkannt und das Gespann konnte in der nächsten Unterbrechung die Entscheidung treffen. Absolut regelkonform - auch wenn dies zum Freiburger Leidwesen das 2:3 bedeutete. Abermals kamen die Gastgeber jedoch schnell zurück, keine zwei Minuten später glich Milos Vavrusa wieder aus.
3:3 vor dem letzten Abschnitt, einmal mehr blieb das Duell ausgeglichen und packend. Lange hielt das Unentschieden stand, ehe die 49. Minute anbrach. Der EHC setzte die Löwen im eigenen Drittel unter Druck und Patrick Vozar setzte die Scheibe in die Maschen. Ein weiterer unermüdlicher Einsatz brachte die nächste Großchance. Steven Billich verteidigte den Puck mit aller Vehemenz, legte für Nikolas Linsenmaier ab - 5:3. Freiburg war nun am Drücker und suchte die Entscheidung. Eine Minute später legte Jakub Wiecki den sechsten Treffer nach. Ihm war auch der Schlusspunkt vorbehalten. Im eigenen Drittel blockte Wiecki einen Schuss und spurtete zum Solo auf Goalie Marco Wölfl zu. Seinem Gegenüber ließ der Freiburger Angreifer keine Chance, mit 7:3 trug der EHC den zweiten Sieg in der Serie davon.
Ein verdienter Erfolg für die Südbadener in einem engen Duell. Vorne konnten die Hausherren immer wieder Möglichkeiten kreieren, während man in der eigenen Defensive über weite Strecken diszipliniert agierte und die Löwen meist aus der Gefahrenzone heraushalten konnte. Dabei musste der EHC gegen die starken Oberbayern einmal mehr Schwerstarbeit verrichten, erspielte sich ein Chancenplus und wurde am Ende für seine Mühen belohnt. In der best-of-5-Serie liegt Freiburg nun mit 2:1 vorne. Das vierte Duell findet am Freitag um 19:30 Uhr in Bad Tölz statt.
Statistik
EHC Freiburg - Tölzer Löwen 7:3 (1:1, 2:2, 4:0)
1:0 (06:30) Kunz (Billich, Danner)
1:1 (12:05) Mangold (Schwarz, Kottmair)
1:2 (23:15) Ketterer (Walleitner, Eder)
2:2 (24:14) N. Linsenmaier (Danner, Vavrusa)
2:3 (31:08) Sedlmayr (Kathan, C. Kolacny)
3:3 (32:49) Vavrusa (N. Linsenmaier)
4:3 (48:03) Vozar (Wiecki, T. Linsenmaier)
5:3 (51:37) N. Linsenmaier (Kunz, Billich)
6:3 (52:46) Wiecki (Vozar)
7:3 (55:04) Wiecki
Strafen: Freiburg 4 - Bad Tölz 12
Schiedsrichter: Maximilian Plitz (Ottobrunn)
Zuschauer: 2.005
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