(DEL/Köln) (ST) Es war Sonntag und der Eishockeytag bot den Klassiker, die Kölner Haie gegen die Mannheimer Adler, ein Topspiel in der LANXESS arena mit 11.968 Zuschauern. Doch es wurde einem Topspiel, einem Klassiker zwischen zwei eigentlich guten Mannschaften nicht gerecht. Das Ergebnis spricht für sich, der KEC verlor mit 0:1.

( Foto Ingo Winkelmann )
Kölns Philip Gogulla feierte am Freitag beim Auswärtsspiel gegen die Nürnberg Ice Tigers sein 700. DEL-Spiel und alle Partien bestritt er im Trikot des KEC. Nur Moritz Müller und das Kölner Urgestein Mirko Lüdemann sind die beiden einizigen, die mehr Spiele für Köln spielten. So wurde er am Sonntag noch nachträglich geehrt.
Am Freitag spielte Köln gegen den Tabellendritten Nürnberg und wollte auf die ersten drei Positionen verkürzen. Das gelang nicht, die Haie scheiterten an der offensiven Stärke der Ice Tigers nachdem sie zwei Tore Vorsprung hatten. Danach ließ die Defensive komplett nach. Das Endergebnis war ernüchternd mit 5:2. Also, hieß es am Sonntag auf ein Neues gegen Mannheim. Doch auch hier sollte der KEC scheitern. Mannheim stand bis Sonntag auf Platz vier der Tabelle, Köln auf Rang sieben, lediglich zwei Punkte trennte beide. Das hätte noch einmal Brisanz in das Spiel bringen können, doch beide Mannschaften wirkten müde und verschlafen.
Die Adler gewannen zuvor zwei Spiele, zunächst gegen die DEG und freitags gegen Schwenningen nach Penaltyschießen. Köln hätte einiges gut zu machen gehabt, die zwei Spiele zuvor verloren die Haie gegen Berlin und Nürnberg. Den Kölner fehlten immer noch Cory Potter, Blair Jones, Gustaf Wesslau, Alexandre Bolduc und T.J. Mulock. Dafür wieder dabei war der junge Lucas Dumont und sein Debüt gab Dominik Tiffels.
Das erste Drittel begann zunächst noch gut und bissig. Doch ließ das schnell nach. Und es fing an zäh zu werden, da sich beide Mannschaften gegenseitig neutralisierten und nicht zum Zug kamen. Es gab keine Tore in diesem Drittel.
Der Mittelabschnitt wurde ähnlich verfahren wie das erste Drittel. Doch in der 38. Minute dann das erste Tor, das auch das letzte bleiben sollte. Mannheims Brent Raedeke konnte erfolgreich einnetzen. Das Drittel endete also 0:1.
Das Schlussdrittel blieb wie die ersten Drittel, zäh. Die Haie ließen eine Überzahl von fünf gegen drei ungenutzt und erzielten keinen Ausgleich. Es blieb bei einem 0:1.
Insgesamt war es keine spannende Partie. Beide Mannschaften agierten lustlos. Erarbeiteten sich zwar einige Chancen, doch die blieben bis auf das eine Tor der Mannheimer ungenutzt. Köln hätte einiges gut zu machen gehabt, und die Zuschauer haben ein aggressiveres und kämpferisches Team erwartet. Diese Erwartung wurde enttäuscht. Auch kann die Niederlage nicht daran gelegen haben, dass auf Seiten Kölns immer noch einige Spieler fehlen, denn der Kader sollte eigentlich tief genug sein. Am Sonntag mangelte es an Kampfgeist und Toreffizienz, daher ist die Niederlage verdient. "Wir stecken im Moment in einer schweren Phase, wo uns vor dem Tor das Selbstvertrauen fehlt. Schüsse, die zu Beginn der Saison noch locker verwandelt wurden, landen aktuell nicht im Tor. Chancen, das Spiel zu gewinnen waren da. Nur müssen wir vor dem gegnerischen Tor wieder effektiver werden“, so Trainer Cory Clouston nach dem Spiel. „Quelle: www.haie.de)
Aber auch auf Seiten Mannheims war kaum Energie spürbar, aber da eine Mannschaft gewinnen musste, sollte es zumindest ein Tor geben, das fiel auf Seiten der Adler. Und so endete es mit einem Tor für Mannheim.
Am Dienstag geht es auf heimischen Eis um 16.30 Uhr gegen Ingolstadt weiter.
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