DEL - Bärenduell in der Hauptstadt endet mit 2:3 n.V. für die Grizzlys Wolfsburg, Brückmann-Serie gerissen.

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(DEL/Wolfsburg/Berlin) (MM) Bärenduell in der Hauptstadt endet mit 2:3 n.V. für die Grizzlys Wolfsburg, Brückmann-Serie gerissen.Mit Rückenwind und breiter Brust konnten die Grizzlys zu den Eisbären fahren. Hatten sie doch die letzten 4 Spiele zu Null gewonnen, somit 12 Punkte erzielt und sich auf den 2. Tabellenplatz vorgeschoben.
Berlin spielte in letzter Zeit durchwachsen und befand sich vor dem Spiel auf Platz 7. Vorzeichen, die man sonst eher umgekehrt vermutet hätte, aber die Grizzlys hatten eben zuletzt den sprichwörtlichen Lauf. Topspieler bei den Grizzlys Wolfsburg sind Sebastian Furchner, Tyler Haskins und der frischgebackene Rekordhalter Felix  Brückmann mit den 4 Shutouts in Folge. Es fehlten bei den Grizzlys Alexander Dotzler, Kris Foucault, Patrick Seifert und Christoph Höhenleitner. Die Eisbären mussten ohne Marcel Noebels, Jonas Müller und Frank Hördler antreten, haben aber die DEL-Topscorer Darin Olver und Nick Petersen in ihren Reihen. Die Frage des Abends in Berlin hieß: Würde das Bollwerk der Grizzlys einen Riss/ein Gegentor bekommen?


Früh im ersten Drittel gab es eine Strafe gegen die Eisbären, somit nach 2 Minuten das erste Powerplay für die Grizzlys Wolfsburg. Die Grizzlys bewiesen sofort, warum sie die zweitbeste Powerplayquote der Liga haben. Bullygewinn, Pass, Schuss durch die Schoner von Vehanen nach 4 gespielten Powerplaysekunden!!!! Das 1:0 durch Robbie Bina. Die Grizzlys setzten nach und beschäftigten die Eisbären gut. Einzig Darin Olver prüfte Felix Brückmann, doch vergebens. Die Grizzlys waren die gefährlichere Mannschaft, spielten  mit viel Druck und zogen sich bei Puckverlust geschickt zurück. Lubor Dibelka hatte die Möglichkeit zum 2:0, traf aber nur den  Pfosten. Auffällig war auch Tyler Haskins, der sich immer wieder mit schönen Szenen durchsetzte. Fünf Minuten vor Ende des ersten Drittels war Berlin erstmalig in Überzahl. Die Eisbären übten gleich Druck aus und die Gäste kamen nicht an die Scheibe. Nach fast einer Minute gab es die erste Unterbrechung,aber immer noch im Drittel der Grizzlys. Jetzt spielte Berlin die Scheibe schnell, aber Felix Brückmann war zur Stelle und hielt die Schüsse, die aufs Tor kamen. Wolfsburg überstand das Unterzahlspiel unbeschadet, obwohl sie davon 1:50 im eigenen Drittel verteidigen mussten. Es blieb beim 1:0-Pausenstand und Felix Brückmann baute seinen Rekord auf fast 290 Minuten ohne Gegentor aus.

 

Kurz nach Anpfiff des zweiten Abschnittes fiel der vermeintliche Ausgleich für Berlin. Die Scheibe war im Tor, war aber unkorrekt mit schräggestelltem Schlittschuh abgefälscht worden. Nach Videobeweis wurde das Tor somit nicht gegeben. Die Grizzlys waren jetzt gewarnt und die Eisbären motiviert. Auch bei Wolfsburg könnte ein Puck über Linie gehen. Die Gäste zeigten sich zunächst unbeeindruckt, aber Berlin wurde aggressiver, schneller und besser. Eine unglückliche Strafe wegen eines Wechselfehlers unterbrach erneut den Spielfluss der Hausherren. Dazu kam eine zweite Strafe wegen Foulspiels, so daß die Grizzlys für 55 Sekunden 2 Mann mehr auf dem Eis hatten. Es dauerte auch nicht lange. Mark Voakes spielte einen Traumpass auf Brent Aubin und der erzielte das 2:0 für die Grizzlys Wolfsburg. In den restlichen 1:33 Überzahl machten die Grizzlys weiter Druck, aber die Eisbären klärten jetzt besser. Nach erneuter Strafe gegen Berlin wurde es wieder gefährlich für das Tor der Eisbären. Aber nur für das Tor, welches von Stephen Dixon umgerannt wurde. Spieler und Tor landeten an der Bande. Dixon blieb unverletzt und das Tor wurde neu verankert. Lubor Dibelka hatte bei einem Konter das sichere 3:0 auf der Kelle, aber Petri Vehanen vereitelte geschickt. Zu diesem Zeitpunkt war Felix Brückmann seit mehr als 300 Minuten ohne Gegentor. Am Ende des zweiten Drittels wurde der Druck der Berliner größer, aber die Schüsse waren zu ungenau.Im nächsten Powerplay für die Eisbären half der Pfosten bei dem einzigen plazierten Schuss. Auch dieses Überzahlspiel konnten die Eisbären nicht nutzen und es blieb beim 0:2 aus Sicht der Hausherren.

 


 

 

 

 



 

Im letzten Drittel betrieben die Eisbären einen riesigen Aufwand. Nach Anpfiff ging es mit 4 gegen 4 los, da sich Weiß und DuPont mit dem Pausenpfiff noch etwas zu sagen hatten. Durch unnötige Strafen halfen ihnen die Gäste. Aubin rutschte in Vehanen und erhielt die Strafe. Diese nutzten die Eisbaren mit viel Druck und Chancen im Sekundentakt. Eine davon verwandelt Florian Busch auf Zuspiel von Darin Olver. Mit diesem Anschlusstreffer im Rücken erhöhten die Eisbären die Schlagzahl und die Grizzlys kamen nur noch zu wenigen Entlastungsangriffen. Bei einer weiteren Überzahl für Berlin kam es in der 52. Minute zu einer unübersichtlichen Situation vor und im Grizzly-Tor. Erst Penalty angezeigt, dann gab es Videobeweis und dann Penalty. Nick Petersen versenkte diesen unhaltbar für Felix Brückmann zum Ausgleich.
Dieser Spielstand von 2:2 hielt trotz enormen Druck der Hausherren bis zum Ende des Schlussabschnittes. Der Sieger musste in der Verlängerung ermittelt werden. Berlin machte weiter Druck und nach einem hohen Stock von Jeff Likens durften sie erneut in Überzahl agieren. Mit viel Glück und einem Felix Brückmann im Tor konnten
die Grizzlys auch diese kritische Situation überstehen. 28,3 Sekunden vor dem Ende der Verlängerung fasste sich Jeremy Dehner ein Herz und jagte den Puck am Torhüter der Eisbaren vorbei in die Maschen.


Die Brückmann-Serie ist nach genau 315:00 Minuten gerissen. Aber die Siegesserie der Grizzlys hält an. Das Spiel war in der ersten Hälfte von den Gästen geprägt.
Nach dem Anschlusstreffer kamen die Eisbären wesentlich besser ins Spiel und glichen verdient aus. Insgesamt eine umkämpfte Partie mit dem glücklichen Ende für die Grizzlys Wolfsburg.

 

 

Endergebnis:
Eisbären Berlin gegen Grizzlys Wolfsburg ...2:3 n.V. (0:1|0:1|0:2|0:1)

 

 

Tore:
0:1 | 01:33 | Robbie Bina (Likens, Voakes)
0:2 | 27:48 | Brent Aubin ( Voakes, Likens)
1:2 | 45:04 | Florian Busch (Olver)
2:2 | 51:15 | Nick Petersen


Zuschauer:
12.526

 

 

Aufstellung Eisbären Berlin:

 

#31 Vehanen, #39 Cüpper,
#5 Adam, #6 Wissmann, #25 DuPont, #29 Baxmann, #90 C.Braun, #3 Gervais, #8 Petersen, #10 Machacek, #12 L.Braun, #17 McQueen, #21 Wilson,
#22 Tallackson, #24 Rankel, #26 Busch, #40 Olver, #48 Talbot, #52 Ziegler, #77 Fischbuch

 

 

Aufstellung Wolfsburg:


#90 Brückmann, #25 Vogl,
#2 Dehner, #3 Sharrow, #9 Likens, #12 Wurm, #28 Bina, #44 Krupp
#10 Haskins, #11 Aubin, #17 Furchner, #18 Dixon, #22 Dibelka, #23 Fauser, #24 Karachun, #26 Mulock, #43 Weiss, #49 Voakes, #60 Riefers, #95 Pfohl

 

 

 

Bericht: Martina u. Jörg Matthias

Foto: Heike Feiner (eishockey-online.com)


000000000000000000000000129Mehr Informationen über die Grizzlys Wolfsburg erhalten Sie hier...

 

 

 

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