Olympia 2022 - Juraj Slafkovsky ist MVP des Turniers!

 

Beijing 2022 (Beijing/HG) Was für ein außergewöhnliches olympisches Turnier, das für den jungen Shooting Star Juraj Slavkovsky besondere, unvergessliche Geschichten schreibt! Mit erst 17 Jahren darf sich Slafkovsky über den größten Erfolg seiner noch jungen Karriere freuen. Jurai Slafkovsky wird von den Medien zum wertvollsten Spieler (MVP) des olympischen Turniers und als bester Stürmer und Top Scorer ins Allstar Team gewählt zusammen mit seinem Landsmann Rybar. Chapeau!

 

 

(  Foto imago-images )

 

 


Slafkovsky wurde am 30. März 2004 in Kosice geboren, eine Stadt am Fluss Hornád im Osten der Slowakai nahe der ungarischen Grenze. Shooting Star Slafkovsky ist seit 38 Jahren der jüngste Torschütze bei einem olympischen Turnier.

 

Der am linken Flügel agierende Slafkovsky, der beim finnischen Vertreter TPS Turku unter Vertrag steht, avancierte mit bemerkenswerten sieben Toren zum besten Scorer und Torschützen in Peking.  Zwei Treffer erzielte er zum krönenden Abschluss beim 4:0-Sieg im Spiel um Rang drei gegen Schweden, womit er auch noch entscheidenden Anteil an der ersten Olympia-Medaille der Slowaken im Eishockey überhaupt hat.

 

Zuvor verbuchte Slafkovsky je ein Tor im Spiel gegen Lettland sowie gegen Schweden. Im richtungsweisenden Viertelfinalspiel gegen die USA konnte er sich erneut in die Torschützenliste eintragen. Beim Match gegen den späteren Olympiasieger Finnland markierte er sogar die beiden einzigen Treffer der Slowaken.

 

Juraj Slafkovsky machte bereits im August 2021 im Rahmen des Hlinka-Gretzy Cups auf sich aufmerksam. Bei diesem renommierten Turnier verzeichnete das Talent in 5 Begegnungen 3 Tore sowie 6 Assist Punkte auf seinem Habenkonto, was letztlich in der Silbermedaille am Ende resultierte.

 

Bei der leider coronabedingt abgebrochenen U20-WM im Dezember 2021 im kanadischen Edmonton unterstrich er seine solide und konstante Performance und verdiente sich dadurch seine Teilnahme an Olympia 2022.

 

Mit seinen bisher gezeigten Leistungen und seiner Präsenz dank der Gardemaße von 1,92 m und 99 kg hat er beste Chancen beim bevorstehenden NHL-Draft und ist für jedes Team ein absoluter Gewinn.

Körperlich bereits ausgereift zeichnet sich als offensiv versierter und kreativer Flügelstürmer aus, der schlittschuhläuferisch eine Augenweide darstellt.

Sein Stickhandling ist beachtlich und er ist sich auch nicht zu schade, den aufreibenden Kampf an der Bande zu suchen.

Dies sind neben seinem ausgeprägten Selbstvertrauen alles beeindruckende Eigenschaften, die in der nordamerikanischen Hockeyliga gerne gesehen werden.

 

Neben seinem Teamkollegen Nemec zählt Juraj zum erweiterten Favoritenkreis auf die Plätze unter den ersten Top 10.

 

 





Die XXIV. Olympischen Winterspiele finden vom 4. bis zum 20. Februar 2022 in der chinesischen Hauptstadt Peking statt. Die Winterspiele werden damit zum ersten Mal direkt hintereinander (2018, 2022) in zwei asiatischen Städten ausgetragen. Peking ist die erste Stadt, die sowohl Olympische Sommerspiele (2008) als auch Olympische Winterspiele austrägt.

 

 

 

 

 

 

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www.deutschlandcup.de - Alle Informationen über den Eishockey Deutschland Cup seit 1987.

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Olympia 2022 - Finnland zum ersten Mal in der Geschichte Olympiasieger – 2:1 Erfolg über Titelverteidiger Russland

 

Beijing 2022 (Beijing/HG)  Im National Indoor Stadium zu Peking spielten am frühen Morgen deutscher Zeit die beiden Teams von Finnland und der russischen Athleten um die olympische Goldmedaille.  Es war ein würdiges Endspiel zweier Eishockeygiganten: Für Russland war das Erreichen des Finales ohnehin Pflicht und mit den Finnen musste man bei großen Turnieren immer rechnen. Nachdem die Frauen bereits Bronze ergatterten, hofften die Männer nun auf die höchste Ehrung. Nach bisher zwei Silbermedaillen im Jahr 1988 und 2006 sowie zweimal Bronze 2010 und 2014 wollten sie nun endlich nach Gold greifen und den Medaillensatz komplettieren. Russland wollte seinen Titel aus Pyeongchang verteidigen und damit an Kanada vorbeiziehen, was die Sammlung an goldenen Edelmetallen anging.

 

(Fotoquelle imago-images)  Finnland als würdiger Olympiasieger 2022 

 

Schließlich krönte sich die Mannschaft von Erfolgscoach Jalonen zum ersten Mal mit Gold bei Olympia dank einer fantastischen Teamleistung und einer bärenstarken 4. Reihe um Pokka, Bjorninen, Ohtmaa und dem Hünen Anttila, die bei allen finnischen Treffer eine zentrale Rolle spielten: War Bjorninens Strafe noch ausschlaggebend für den russischen Führungstreffer, so gab der Finne den Assist zum Ausgleich von Pokka und Bjorninen selbst war für den Game Winning Treffer verantwortlich, den die Gallionsfigur Anttila dank seiner enormen Reichweite grandios vorbereitet hatte. Defender Ohtamaa leistete zu beiden Toren den wertvollen Assist. Mit lediglich nur einer Strafe in diesem Finale erwies sich das finnische Team als bemerkenswert fair. 

 


Finnland absolvierte bisher ein tolles olympisches Turnier und wies mit einem Torverhältnis von 20 zu 7 eine beeindruckende Statistik auf. 18 Akteure der finnischen Mannschaft spielen aktuell in der KHL und kennen somit die russische Liga und das Spielsystem sehr gut. Headcoach Jalonen hatte gute Erinnerungen an ein Team von Russland: 2011, als er den WM Titel für Suomie holte, schlug seine Mannschaft gleich zweimal die Sbornaja, einmal in der Zwischenrunde und später im Halbfinale.

 

Die Mannschaft des russischen olympischen Komitees (ROC) startete nicht so souverän wie gewohnt ins Turnier und auch die Offensive kam noch nicht richtig auf Touren; mit 13 zu 8 Toren war definitiv viel Luft nach oben. In Pyeongchang lautete das Torverhältnis noch famose 27 zu 9, was am Ende auch den Titel bedeutet.

 

Headcoach Jalonen wollte seine bisherige erfolgreiche Karriere heute mit dem Erfolg gegen Titelverteidiger Russland krönen. Mit Flippula hatte Finnland einen Stanley Cup Sieger in seinen Reihen.  Auf der anderen Seite war das Coaching für Zahmnov seine erste große Station hier bei Olympia. Als Spieler sammelte er immense Erfahrung in der NHL, wo er über 800 Matches absolvierte und bereits den kompletten Medaillensatz in seiner Vita verewigte: 1992 in Albertville Gold, 1998 in Nagano Silber und 2002 in Salt Lake City Bronze.

 

Beide Teams legten anfangs mehr Wert auf eine stabile Defensive, ganz ungewöhnlich für die Sbornaja, die sonst ihr gewohntes Powerhockey auf das Eis zaubert. In den ersten Minuten agierten die Finnen etwas agiler und zielstrebiger. Dann gab es das erste Powerplay für Russland und schon nach 18 Sekunden zappelte die Scheibe hinter Säteri im Netz. Torschütze in der 8. Spielminute war Grigorenko, Olympiasieger 2018, der ein schönes Zuspiel humorlos verwertete. Damit lag das Momentum nun bei den Athleten der russischen Mannschaft. Die Finnen waren nun kurz aus dem Konzept gebracht das Team um Zhamnov wollte diese Verwirrung ausnutzen.

 

Nach dem Führungstreffer funktionierte das russische Kombinationsspiel merklich besser und Finnland war bemüht, die gewohnt Ordnung schnell wiederherzustellen.  Die Sbornaja machte es den Finnen schwer, die neutrale Zone schnell zu überbrücken. Kurz vor der Sirene stand ein Block der russischen Verteidigung dem finnischen Ausgleich im Weg.

 

Im zweiten Drittel kamen die Finnen dank eines kreativen Distanzschusses zum schnellen Ausgleich: in der 24. Spielminute trug sich Pokka, der als 18-jähriger debütierte und hier sein erstes olympisches Turnier spielte, in die Torschützenliste ein. Pokka, der bei Omsk unter Vertrag steht, stellte sich immer in den Dienst der Mannschaft, was seine sehenswerte Anzahl von 161 Blocks in der Saison 2020 in der KHL eindrucksvoll unter Beweis stellte. Die Sbornaja hatte nun mehr Spielanteile, doch bei den Torschüssen lag weiterhin Finnland in Front. Auch das zweite finnische Überzahlspiel verpuffte weitgehend wirkungslos.

 

Weiterhin zeigten beide Mannschaften ein hochklassiges und diszipliniertes Eishockeymatch, in dem sich keiner entscheidend absetzen konnte. Im Mittelabschnitt kam die Sbornaja, deren Spielphilosophie sich unter ihrem neuen Coach Zhamnov geändert hatte, etwas besser in die Partie, doch das Remis versprach viel Spannung für den Schlussabschnitt.

 

Das dritte Drittel begann mit einem Paukenschlag, denn nach nur 31 absolvierten Sekunden wurde ein Distanzschuss des langen Anttila von Bjorninen vor Fedotov entscheidend abgefälscht. Nun hatte Suomie die Begegnung komplett gedreht. Wie würde das Team um Zhamnov nun antworten? Jedenfalls erhöhte die Sbornaja die Schlagzahl und Säteri bekam nun einiges zu tun, entschärfte aber bisher alles souverän, auch den Handgelenkschuss des Youngsters Gritsyuk, der Matchwinner gegen Schweden war. Der russische Headcoach nahm noch keine Umstellung in den Reihen vor und die Finnen beschränkten sich nun vermehrt auf Verteidigungsarbeit, da ein geordnetes Aufbauspiel immer mehr von den Russen unterbunden wurde.

 

Trotzdem hatte Pakarinen den dritten Treffer auf seinem Schläger, doch Goalie Fedotov parierte, der kurz danach auch gegen Maenalinen souverän abwehrte und seine Farben weiterhin im Spiel hielt. Im Rahmen ihres dritten Powerplays scheiterte Finnland gleich mehrfach am gut aufgelegten russischen Keeper bzw. die Latte war im Weg. Wann würde Headcoach Zhamnov seinen Goalie ziehen? Finnland lauerte nur noch auf pfeilschnelle Konter.

 

Schließlich nahmen die Finnen mit großer Leidenschaft die letzten Sekunden von der Uhr, als sie die Sbornaja nicht mehr zur Entfaltung kommen ließen und lagen sich dann überglücklich in den Armen, als dieser fantastische Erfolg offiziell feststand. Für Suomie ging damit ein olympischer Traum in Erfüllung, nachdem sie schon 17 Mal an olympischen Spielen teilnahmen.

 

Zusammen mit den finnischen Frauen, die mit Bronze prämiert wurden bei diesem Turnier, würde es bestimmt eine ausgedehnte Feierlichkeit geben und ganz Finnland war voller Stolz und Freude ob dieser beiden tollen Leistungen. Mit diesem historischen Erfolg gab es sicher einen weiteren Schub für das finnische Eishockey, in einem Land, wo 1,2 % der Bevölkerung diesen Sport ausüben.

 

Olympia 2022, Finale 20.02.2022

 

Finnland - ROC 2:1 (0:1|1:0|1:0)

 

Tore:

0:1 |08| Grigorenko (Nesterov, Gusev) PP1

1:1 |24| Pokka (Bjorninen, Ohtamaa)

2:1 |41| Bjorninen (Anttila, Ohtamaa)

 

1. Drittel Statistik:      15:7 Schüsse, 16:10 gewonnene Bullys, Strafminuten: 2:2

2. Drittel Statistik:       6:7 Schüsse, 9:12 gewonnene Bullys, Strafminuten: 0:2

3. Drittel Statistik:      10:3 Schüsse, 9:4 gewonnene Bullys, Strafminuten: 0:2

 

Haupt-Schiedsrichter: Bruggeman (USA) /Bjork (SWE)

 

Zuschauer: 1.288

 

Aufstellung:

 

Russland: Fedotov, Nikishin, Nesterov, Chibisov, Shipachyov, Semyonov, Yakoviev, Yelesin, Gusev, Tkachyov, Gritsyuk, Telegin, Voynov, Slepyshev, Karnaukhov, Voronkov, Sharipzyanov, Plotnikov, Andronov, Grigorenko.

 

Finnland:Säteri, Lehtonen, Hietanen, Granlund, Manninen, Hartikainen, Lindbohm, Vatanen, Pesonen, Flippula, Pakarinen, Friman, Kemilainen, Aaltonen, Nattinen, Komarov, Ohtamaa, Pokka, Maenalanen, Bjorninen, Anttila.

 

 





Die XXIV. Olympischen Winterspiele finden vom 4. bis zum 20. Februar 2022 in der chinesischen Hauptstadt Peking statt. Die Winterspiele werden damit zum ersten Mal direkt hintereinander (2018, 2022) in zwei asiatischen Städten ausgetragen. Peking ist die erste Stadt, die sowohl Olympische Sommerspiele (2008) als auch Olympische Winterspiele austrägt.

 

 

 

 

 

 

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Olympia 2022 - Slowakei sichert sich die Bronzemedaille – 4:0 Sieg über Schweden – Slafkovsky als Matchwinner mit 2 Treffern

 

Beijing 2022 (Beijing/HG) Im National Indoor Stadium zu Peking wurde das Spiel um die Bronze Medaille zwischen Schweden und der Slowakei ausgetragen. Beide Teams unterlagen im Halbfinale denkbar knapp und wollten heute Nachmittag das Turnier mit einem Sieg veredeln und nicht am Ende den undankbaren vierten Rang einnehmen, der bei einem olympischen Turnier nichts zählt in den Augen der Protagonisten. Heute trafen auch die beiden Top Scorer Lucas Wallmark und Jurai Slavkofsky aufeinander, denen jeweils 5 Treffer im bisherigen Turnierverlauf gelangen. Der erfahrene 26-jährige Schwede gegen den erst 17 Jahre alten Jungspund und bereits Superstar der Slowaken, der ein heißer Kandidat für den bevorstehenden NHL Draft war.

 

 

 (Foto: IIHF/HHOF)

 


Schließlich bezwangen leidenschaftlich kämpfende Slowaken das Team von Schweden am Ende mit 0 zu 4. Der Youngster Slafkovsky entschied das Torjägerduell gegen Wallmark klar für sich und packte seinen 6. und 7. Turniertreffer auf sein Habenkonto drauf. Für die Wahl zum MVP des Turniers hat er sich damit bestens empfohlen.

 

Schweden scheiterte hauchdünn am Turnierfavoriten aus Russland in einer hochklassig geführten Partie, in der ein Sieger erst nach dem aufreibenden Penaltyschießen spruchreif war. Diese heutige Begegnung gab es bereits in der Gruppenphase, als die Tre Kronor klar mit 4 zu 1 die Oberhand behielten. Diesen Erfolg wollte das Team um Coach Garpenlov heute bestimmt bestätigen und unbedingt Edelmetall zu ergattern, der Minimalanspruch von Schweden. Nachdem die Mannschaft 2018 im Viertelfinale ausschied, war dies Pflicht.

 

Die Slowakei musste sich im ersten Halbfinalmatch am gestrigen Freitag denkbar unglücklich den starken Finnen geschlagen geben. Das Team um Headcoach Ramsay war nahe dran, die Führung von Suomie auszugleichen, investierte viel in die Begegnung, war aber am Ende glücklos und wurde noch mit einem Empty Netter bestraft. Das war schade, denn die Slowaken überraschten positiv bei diesem olympischen Eishockeyturnier und hätten sich den Finaleinzug durchaus verdient gehabt. Nun legte die Slowakei um das Supertalent Slavkovsky alles in die Waagschale, um doch noch mit einer Medaille heimzukehren.

 

Headcoach Garpenlov überraschte mit der Wahl für Johansson als Goalie anstelle von Hellberg. Normalerweise hätte man erwartet, dass die Schweden Johansson nach seinem aufreibenden Einsatz gegen Russland schonen würde. IIm ersten Drittel hatten beide Mannschaften ihre Möglichkeiten in einer ausgesprochen fairen Begegnung, in der es nur eine Strafzeit gegen das slowakische Team gab, als Goalie Rybar wegen Beinstellens seine Mitspieler für 2 Minuten in Bedrängnis brachte. Letztlich konnten die Tre Kronor daraus kein Kapital schlagen und der erste Spielabschnitt endete remis. 

In den ersten 20 Minuten zeigte die Slowakei ein beherztes Spiel und machte es den Schweden sehr schwer, einen strukturierten Aufbau zu generieren. Einen Pfostenschuss ihres Kapitäns Hrivik hatte die Slowakei zu verzeichnen bei einer längeren Drangphase vor Johansson. Bis dato verzeichnete die Slowakei ein klares Plus bei den Torschüssen und zeichneten sich auch durch ein spielerisches Übergewicht aus.

 

Im zweiten Drittel übernahmen die Slowaken immer mehr das Heft des Handelns auf dem Eis und ihr junges Supertalent Slafkovsky erzielte die verdiente Führung in der 24. Spielminute. Damit lag er im Ranking der olympischen Top Scorer mit 6 Treffern allein in Front, um sich die Torjägerkrone zu ergattern. Nun wurde es für Schweden ein weiter Weg gegen sehr kompakt stehende Osteuropäer, die heute den eisernen Willen aufbrachten, für ihr Land den verdienten Lohn zu gewinnen. Die Schussbilanz von 28 zu 16 sprach auch eine deutliche Sprache zugunsten der Slowakei, die in der 33. Spielminute in Person von Takac sogar eine zwei Tore Führung herausholten und somit ganz nahe am versöhnlichen Turnierabschluss dran.

 

Im Schlussabschnitt mussten die Schweden mehr als eine Schippe drauflegen, um bald den Anschlusstreffer auf die Anzeigetafel zu bringen. Es galt jedoch erst mal wegen übertriebener Härte gegen Brodin eine Unterzahl zu überstehen. Beinahe hätte sich sogar ein Shorthander entwickelt; das wäre die perfekte Antwort gewesen, doch die aufmerksame Defensive der Slowakei hatte bis hierher alles ziemlich im Griff.

 

Das Team um Coach Ramsay machte in diesem Spiel um Platz 3 einen hochkonzentrierten Eindruck. Schweden erhöhte minütlich den Druck, musste aber hellwach bei den slowakischen Kontern sein, die nun mehr Platz für schnelle Gegenstöße hatten. Welche genialen Einfälle hatte Garpenlov noch anzubieten? Seine Jungs bissen sich bisher am Abwehrbollwerk fest und die Leidenschaft der Slowakei auf dem Eis war deutlich zu spüren. Johansson hielt gegen Celarik im 1 auf 1 seine Farben weiterhin im Spiel.

 

Die Mannschaft der Slowakei warf sich in alle denkbaren Schüsse und arbeitete oft die Scheibe aus ihrer Zone heraus. Die Tre Kronor warfen nun alles nach vorne, liefen aber immer wieder in Konter. Wann zog Garpenlov seinen Keeper? Es waren noch 3 Minuten auf der Uhr.

 

Die Slowaken machten es den Schweden mit ihrem Forechecking schwer für diesen Schachzug, der 90 Sekunden vor der Sirene vollzogen wurde, doch der junge Slafkovsky markierte in der 59. Spielminute seinen heutigen zweiten Treffer zum vorentscheidenden 3 zu 0. Es war bereits die Nummer 7 auf seinem Tor Konto, Chapeau für diesen neuen Stern auf dem Eishockeyhimmel! Regenda erhöhte nur 20 Sekunden danach sogar auf 0 zu 4 mit dem zweiten Empty Netter dieser Begegnung. Der Sieg war verdient, vielleicht etwas zu hoch am Ende, da Schweden alles auf eine Karte setzen musste und volles Risiko ging.

Vielleicht hatten die Schweden auch nicht mehr so viel Körner nach dem dramatischen Viertelfinal K.O. gegen die Sbornaja, ein Spiel, das sicher noch mental in den Köpfen der Tre Kronor drin war.

 

Damit ging für die Slowakei ein Traum in Erfüllung mit dem Gewinn der ersten Medaille bei einem olympischen Turnier. Generalmanager und Sportikone des slowakischen Eishockey Miroslav Satan war voller Stolz ob dieses großartigen Erfolges seiner Mannschaft. Wer weiß, vielleicht erwächst daraus wieder eine neue goldene Generation. 

Ihr Shooting Star Slafkovsky wird am 30.3.22 volljährig und ist seit 38 Jahren der jüngste Torschütze bei einem olympischen Turnier. Er wird sicherlich seinen Weg machen und man war sehr gespannt auf den bevorstehenden NHL Draft.

 

Olympia 2022, 19.02.2022

Schweden - Slowakei 0:4 (0:0|0:2|0:2)

 

Tore:

0:1 |24| Slafkovsky (Ceresnak)

0:2 |33| Takac (Regenda, Roman) PP1

0:3 |59| Slafkovsky (Celarik) ENG

0:4 |59| Regenda ENG

 

1. Drittel Statistik:      8:14 Schüsse, 11:11 gewonnene Bullys, Strafminuten: 0:2

2. Drittel Statistik:      8:14 Schüsse, 10:9 gewonnene Bullys, Strafminuten: 4:2

3. Drittel Statistik:      12:15 Schüsse, 9:7 gewonnene Bullys, Strafminuten: 2:0

 

Haupt-Schiedsrichter: Romasko (RUS) / Gouin (CAN)

 

Aufstellung:

 

Schweden: Johansson, Bengtsson, Fantenberg, Klingberg, Lander, Brome, Holm, Folin, Holmberg, Wallmark, Everberg, Tommernes, Pudas, Rydahl, Johansson, Brodin, Lennstrom, Nordström, de la Rose, Friberg.

 

Slowakei: Rybar, Ceresnak, Cajkovsky, Slafkovsky, Hrivik, Cehlarik, Rosandic, Marincin, Regenda, Roman, Takac, Gernat, Knazko, Dano, Hudacek, Pospisil, Nemec, Zuzin, Kristof, Kelemen.

 

 





Die XXIV. Olympischen Winterspiele finden vom 4. bis zum 20. Februar 2022 in der chinesischen Hauptstadt Peking statt. Die Winterspiele werden damit zum ersten Mal direkt hintereinander (2018, 2022) in zwei asiatischen Städten ausgetragen. Peking ist die erste Stadt, die sowohl Olympische Sommerspiele (2008) als auch Olympische Winterspiele austrägt.

 

 

 

 

 

 

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Olympia 2022 - Rekord Olympiasieger Russland zieht ins Finale ein mit einem 2:1 Erfolg nach Penaltyschießen gegen starke Schweden

 

Beijing 2022 (Beijing/HG) Im National Indoor Stadium zu Peking fand das zweite Halbfinale des olympischen Eishockeyturniers statt. Hierbei duellierten sich die beiden Schwergewichte Schweden und die Mannschaft der russischen Athleten (ROC). Diese Begegnung war eigentlich auf dem Papier ein vorweggenommenes Finale. Die Tre Kronor erwiesen sich bisher im Turnier als eingeschworene Gemeinschaft, die sich allzu gerne erneut mit dem Nachbarn Finnland im Finale messen wollte, um Revanche zu nehmen für die Vorrundenniederlage.

 

 

(Foto: IIHF/HHOF

 

 


Für Russland lautete das Ziel ganz klar der Gewinn der Goldmedaille, deshalb lag der Druck wohl mehr auf Seiten der Sbornaja. Schweden hatte gute Erinnerungen an ein olympisches Halbfinale, denn 1994 in Lillehammer schlugen sie Russland mit 4 zu 3.Es könnte heute Nachmittag ein Duell der Torhüter werden.

 

Schließlich bezwang die Mannschaft der russischen Athleten in einem nervenaufreibenden Mach die Schweden mit 2 zu 1 nach einem hochdramatischen Penaltyschießen. Dem erst 20-jährigen Gritsyuk war es vorbehalten, den entscheidenden Treffer zu markieren. Chapeau! 

 

Die Mannschaft des russischen olympischen Komitees (ROC) musste im Viertelfinale gegen den Underdog aus Dänemark mehr investieren als ihr wohl lieb war und konnte am Ende einen knappen 3 zu 1 Sieg verbuchen auch dank ihres Offensivfeuerwerks. Gegen die Skandinavier war das Team um Headcoach Zhamnov heute richtig gefordert, um schließlich wie von jedem in der Heimat erwartet ins Finale einzuziehen und seinen Titel aus 2018 erfolgreich zu verteidigen. Ihre bisherigen 11 Treffer beim Turnier verteilten sich auf 9 unterschiedliche Torschützen. Ihr Trainer Zhamnov wies eine beeindruckende Vita auf, denn er gewann bereits den kompletten Medaillensatz: 1992 in Albertville Gold, 1998 in Nagano Silber und 2002 in Salt Lake City Bronze.

 

Schweden absolvierte die Gruppenphase recht souverän und musste sich nur im skandinavischen Bruderduell den Finnen beugen, die bereits das Finale erreicht hatten. Die Tre Kronor beeindruckten in ihrem Viertelfinalmatch gegen die höher gehandelten Kanadier, welche sie mit einem Shutout verdient ausschalteten und damit ihre bärenstarke Defensive unter Beweis stellten. Mit Wallmark hatten sie den Top Scorer des Turniers in ihren Reihen, der bereits 5 Treffer verbuchte.

 

Headcoach Garpenlov prophezeite bereits im Viertelfinale gegen Kanada nicht mehr als zwei Tore, was sich letztlich auch bewahrheitet hatte. Man mutmaßte auch für diesen Klassiker eine Partie mit wenig Treffern, zumal auf beiden Seiten glänzend aufgelegte Goalies mitwirkten, die ein Spiel allein entscheiden können. Früh gab es ein Powerplay für die Schweden, die bisher eine Quote von 26% aufwiesen, doch hier klappte es noch nicht mit etwas Zählbarem.

 

Top Duell auf Augenhöhe

 

In den ersten 10 Minuten machte die russische Auswahl den etwas frischeren Eindruck, was man auch an ihrem konsequenten Körperspiel gut ablesen konnte. Bei den Abschlüssen lagen sie ebenfalls in Front, weil sie zielstrebiger agierten. In der 12. Spielminute landete ein Puck am Pfosten von Keeper Fedotov, das war die bisher beste Chance für die Schweden. Fedotov, der mit 25 Jahren sein erstes Olympiaturnier bestritt, streichelte dann auch als Dank sein linkes Torgestänge. Beim 2 auf 1 Konter scheiterte Johansson später am Goalie der Sbornaja. Die Schweden erhöhten nun ihrerseits ein wenig das Tempo und kamen zu guten Gelegenheiten.

 

Danach hatte das Team von ROC wieder mehr Spielanteile auf seiner Seite, es ging hin und her in diesem erwartet engen Match. Holmberg vergab dann aussichtsreich vor Fedotov. Einen Powerplayvorteil gaben die Russen leichtfertig her, indem sie eine eigene Strafe zogen. In den letzten Sekunden des ersten Drittels erspielte sich die Sbornaja noch mehrfache gute Gelegenheiten. Schließlich ging es mit einem leistungsgerechten Unentschieden in die Kabine, was sich auch an der Torschussstatistik und der Bully Quote zeigte.

 

Blitzstart für die Sbornaja

 

Im zweiten Drittel dauerte es nur 15 Sekunden, bevor Slepyshev mit einer feinen Einzelleistung seine Farben in Führung brachte. War das die Initialzündung für eine schwedische Antwort? Die Tre Kronor waren sofort bemüht um eine schnelle Reaktion, indem sie das Tempo erhöhten und auch aggressiver störten. Dieser Vorsprung spielte dem russischen System in die Karten, die nun ihre pfeilschnellen Konter praktizieren konnten. Johansson packte dann seinen rechten Schoner rechtzeitig aus, um den nächsten Treffer der russischen Mannschaft zu verhindern. Das Team um Coach Zhamnov hatte nun das Momentum auf seiner Seite und die Geschwindigkeit in dieser Begegnung war sensationell hoch.

 

Die Sbornaja übernahm stetig das Kommando auf dem Eis und ließ die Schweden viel mehr laufen, die Probleme hatten, in die offensive Zone zu gelangen. Mitte des Spielabschnitts erarbeiteten sich die Schweden zwei hervorragende Möglichkeiten, die nicht genutzt werden konnten. Die Tre Kronor tasteten sich wieder langsam heran und wollten unbedingt den Ausgleich. Die verbalen und physischen Scharmützel auf dem Eis nahmen minütlich zu und die Partie wurde auch nickliger. Es ging auch um sehr viel heute Nachmittag. Von der Körpersprache hatte Russland ein Übergewicht, auch spielerisch hatte die Sbornaja die Nase vorne.

 

Ihr Powerplay war absolut sehenswert mit vielen kreativen Varianten, doch die Schweden stemmten sich erfolgreich dagegen. Schweden musste sich für den Schlussabschnitt was einfallen lassen, um hier noch wirkungsvoll zurückzukommen und sich dem zunehmenden Druck von Russland zu entziehen.

 

Während ROC als geschlossene Mannschaft auftrat probierten es die Schweden oft mit Einzelaktionen, die jedoch meistens verpufften.

 

Schweden gleicht aus

 

Es war weiterhin das hart umkämpfte Match und wie zu Beginn des Mittelabschnitts kehrte die Auswahl der russischen Athleten erneut agiler in das Drittel. Die Tre Kronor mussten das Körperspiel mehr annehmen und selbst mehr Duftmarken setzen, um die Sbornaja hier in Verlegenheit zu bringen. Es war für beide Teams extrem schwer im gegnerischen Slot Gefahr zu erzeugen. Sehenswert war heute die Disziplin der Akteure von Headcoach Zhamnov, die sich in Bedrängnis auch nicht zu schade waren, die Scheibe auch mal per Lupfer raus zu bugsieren. Es musste nicht immer mit dem Puck gezaubert werden so wie man die Red Machine von früher bestens in Erinnerung hatte.

 

Dann war es doch passiert und die Schweden nutzten eine seltene Unaufmerksamkeit in der russischen Verteidigung durch Lander in der 47. Spielminute eiskalt zum Remis aus. Das Zuspiel von Brome war eine Augenweide. Die Skandinavier agierten nun weitaus frischer und zielstrebiger, der Treffer hatte sichtlich Wirkung gezeigt bei den Russen und die Tre Kronor hatten nun Oberwasser. Fedotov ließ nun auch ungewohnt öfters prallen, was zu gefährlichen Rebounds führte.

 

Das Match war unfassbar ausgeglichen, was die Torschüsse und auch die Bullys anging. Slepyshev wollte gleich nochmals eine Einzelaktion vollenden, er war on Fire. Beiden Mannschaften war anzumerken, dass sie unbedingt ins Finale kommen wollten. Jeder Zentimeter auf dem Eis war schwer umkämpft. Für die Schweden wäre es auch wieder mal höchste Zeit nach ihren bisherigen zwei Olympiasiegen aus dem Jahr 1994 und 2006.

 

Das Spiel wurde nun etwas offener und der ohnehin intensive Schlagabtausch an den Banden ging in die heiße Phase. Wer hatte den einen genialen Einfall für den womöglich entscheidenden Treffer? 

 

Letztlich konnte keines der beiden Teams den lucky Punch setzen und die hochklassige Partie ging in die zehnminütige Verlängerung, in der beim attraktiven 3 gegen 3 Modus der erste Treffer den sudden death bedeutete. Beide Mannschaften belauerten sich akribisch und keiner wollte einen Fehler begehen. Trotzdem ergaben sich sehenswerte Spielsituationen mit genialen Einfällen und blitzartigen Vorstößen. Tkachyov rettete dann in beeindruckender Manier im Liegen vor dem einschussbereiten Schweden, als das Gehäuse frei zum Einschuss war. Schweden hatte bisher die klar besseren Einschussmöglichkeiten.

 

Schließlich musste das Penalty Schießen den finalen Sieger heute ermitteln: Wallmark traf als erster für die Tre Kronor, Gusev netzte humorlos ein, Nordström tanzte Fedotov aus, Yakoviev war nervenstark, es ging dann im 1 auf 1 Modus weiter. Dramatik und Hochspannung pur im Stadion, beide Goalies unterstrichen ihre bisherigen Glanzleistungen bemerkenswert. Schließlich brachte der junge 20-jährige Gritsyuk die Sbornaja ins Finale. Damit war sein Eintrag in die Geschichtsbücher sichergestellt.

 

 

Olympia 2022, 18.02.2022

ROC - Schweden 2:1 n.P. (0:0|1:0|0:1|0:0|3:2)

 

Tore:

1:0 |21| Slepyshev (Karnaukhov, Yakovlev)

1:1 |47| Lander (Tommernes, Brome)

2:1 |65| Gritsyuk   PENALTY 

 

1. Drittel Statistik:      11:12 Schüsse, 10:10 gewonnene Bullys, Strafminuten: 4:2

2. Drittel Statistik:      12:10 Schüsse, 11:5 gewonnene Bullys, Strafminuten: 0:2

3. Drittel Statistik:      11:10 Schüsse, 5:10 gewonnene Bullys, Strafminuten: 0:0

Verlängerung Statistik: 6:3 Schüsse, 4:3 gewonnene Bullys, Strafminuten: 0:0

 

Haupt-Schiedsrichter: Bruggeman (USA) /Gouin (CAN)

 

Zuschauer: 1.161

 

Aufstellung:

 

Russland: Fedotov, Nikishin, Nesterov, Chibisov, Shipachyov, Semyonov, Yakoviev, Yelesin, Gusev, Tkachyov, Gritsyuk, Telegin, Voynov, Slepyshev, Karnaukhov, Voronkov, Sharipzyanov, Plotnikov, Andronov, Grigorenko.

 

Schweden: Johansson, Bengtsson, Fantenberg, Klingberg, Lander, Brome, Holm, Folin, Holmberg, Wallmark, Olofsson, Tommernes, Pudas, Everberg, de la Rose, Johansson, Lennstrom, Nordström, Krüger, Friberg.

 





Die XXIV. Olympischen Winterspiele finden vom 4. bis zum 20. Februar 2022 in der chinesischen Hauptstadt Peking statt. Die Winterspiele werden damit zum ersten Mal direkt hintereinander (2018, 2022) in zwei asiatischen Städten ausgetragen. Peking ist die erste Stadt, die sowohl Olympische Sommerspiele (2008) als auch Olympische Winterspiele austrägt.

 

 

 

 

 

 

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Olympia 2022 - Die Goal Scoring Leader sind Lucas Wallmark und Juraj Slafkovsky

 

Beijing 2022 (Beijing/RB) Etwas haben Lucas Wallmark aus Schweden und Juraj Slafkovsky aus der Slowakei gemeinsam. Beide haben im olympischen Turnier bisher fünf Tore für ihre Nationen erzielt und sind damit die Goal Scoring Leader im Herren-Turnier in Peking. Je nach Ausgang im Halbfinale können beide entweder im Finale oder im Bronze-Spiel aufeinander treffen.

 

 (Foto: IIHF/HHOF)

 


 

Lucas Wallmark ist 26-jährig und hat seine Karriere bei Skelleftea AIK gestartet, eher er im Alter von 18 Jahren nach Lulea wechselte. Nach drei Jahren in der SHL nahm ihn die Organisation der Carolina Hurricanes unter Vertrag. Zwei Jahre lang musste Wallmark hauptsächlich den Weg über die AHL gehen und war bei den Charlotte Checkers einer der besten Scorern. 2018/19 spielte Wallmark seine erste Vollsaison auf NHL Eis. Es resultierten 33 Punkte aus 96 Spielen.

 

In der darauf folgenden Saison wurde Wallmark nach 60 Spielen und 23 Punkten zu den Florida Panthers getradet. In der Saison 2020/21 lief Wallmark 16 Mal für die Chicago Blackhawks und vier Mal nochmals für die Florida Panthers auf. Im Sommer 2021 wurde Wallmark von der Armeemannschaft des CSKA Moskau für zwei Jahre unter Vertrag genommen und hat in bisher 31 Spielen acht Mal getroffen und elf Vorlagen geliefert. Mit den U18 und U20 Nationalmannschaften gewann er je einmal die Silbermedaille.

 

Juraj Slafkovsky ist 17-jährig, wuchs in Kosice auf und spielte einige Juniorenjahren beim ortsansässigen HC Kosice und später in Tschechien beim HK Hradec Kralove. Bereits im Alter von 15 Jahren spielte Slafkovsky auf internationalem Parkett in der U16 Nationalmannschaft der Slowakei. 2019 wechselte er in den Nachwuchs des finnischen Clubs TPS Turku und spielte im selben Jahr für die U16, U17 und U18 Nationalmannschaft seines Landes.

 

2020 folgte der Übertritt von der U18 in die U20 Mannschaft von TPS, in welcher er 18 Spiele bestritt und 13 Punkte erzielte. Mit der Slowakei nahm Slafkovsky an der U20 WM und der A-Weltmeisterschaft 2021 in Riga teil. Im August 2021 gewann der junge Slowake die Silbermedaille am Hlinka Gretzky Cup. In der aktuell laufenden Saison hat Slafkovsky erste Erfahrungen in der höchsten finnischen Profiliga gesammelt und dabei ein Tor erzielt und drei vorbereitet. Slafkovsky gilt als einer der Top Prospects für den NHL Entry Draft 2022.

 

 

 





Die XXIV. Olympischen Winterspiele finden vom 4. bis zum 20. Februar 2022 in der chinesischen Hauptstadt Peking statt. Die Winterspiele werden damit zum ersten Mal direkt hintereinander (2018, 2022) in zwei asiatischen Städten ausgetragen. Peking ist die erste Stadt, die sowohl Olympische Sommerspiele (2008) als auch Olympische Winterspiele austrägt.

 

 

 

 

 

 

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Olympia 2022 - Schweiz scheidet gegen Finnland gleich doppelt aus

 

Beijing 2022 (Beijing/RB) Die Schweizer Nationalmannschaft geriet gegen Finnland bereits früh in Rücklage aufgrund individuellen Fehlern in der Verteidigung. Den Rückstand von 3:0 für die Finnen konnten die Schweizer dann nicht mehr aufholen und unterlagen schliesslich mit 5:1. Damit steht dem Team von Patrick Fischer die Abreise bevor.

 


(Foto: IIHF/HHOF)

 

 


 

Zu Beginn des Spiels waren die Schweizer bemüht, mit offensivem Forechecking auf sich aufmerksam zu machen. Das Team von Patrick Fischer traf trotz einigen gefährlichen Aktionen aber das Tor nicht. Die Finnen nutzten ihre zweite Chance aus und Miro Aaltonen traf ins Netz. Hier waren zwei Verteidiger nicht auf der Höhe und bekamen keine gute Note. Zwei Minuten später kam der finnische Doppelschlag. Und es war einmal mehr ein kurioser Treffer. Santeri Alatalo lenkte den Puck an Berras Kopf und von dort sprang die Scheibe ins eigene Tor. Es war das vierte "Eigentor" im fünften Spiel. Die Schweiz steckte den Kopf aber nicht in den Sand (oder ins Eis) und bemühten sich gegen die defensiv hervorragend stehenden Finnen offensiv Akzente zu setzen. 

 

In der 23. Minute schloss Marko Anttila einen Konter nach Zuspiel von Hannes Björninen erfolgreich zum 3:0 ab. Da war die Messlatte nun ziemlich hoch. Fischer reagierte und wechselte Reto Berra, der bei diesen drei Gegentoren kein Verschulden traf, gegen Leonardo Genoni aus. Es wurde ein Zeichen gesetzt. Trotz finnischer Überlegenheit gab es in der 36. Minute die erste Strafe des Spiels. Ein Finne musste raus und die Schweiz trat in Überzahl an. Routinier Andres Ambühl verwertete einen Pass von Enzo Corvi zum 3:1. Die Hoffnung kehrte für den Schlussabschnitt zurück.

 

Gleiche Spieler, neue Linien hiess die Devise der Schweizer im Schlussdrittel. So kam Denis Malgin zur ersten nennenswerten Chance für die Eisgenossen, traf aber nur das Metall. Patrick Fischer nahm bereits in der 56. Minute Genoni raus und die Schweiz konnte kurzzeitig aufgrund einer Strafe mit 6 gegen 4 agieren. Nach Ende des Powerplays kamen die Finnen an den Puck und erzielten durch iiro Pakarinen das 4:1 ins leere Tor. Teemu Hartikainen setzte schliesslich mit dem zweiten Empty Net Treffer den Schlusspunkt. 

 

Um 12.30 Uhr Schweizer Zeit trat die Schweizer Frauen Nationalmannschaft ebenfalls gegen die Finninnen an und unterlagen ebenfalls deutlich. Mit einem 0:4 gegen Finnland scheiterten die Schweizerinnen im Spiel um Bronze und mussten sich mit dem vierten Platz arrangieren.

 

 





Die XXIV. Olympischen Winterspiele finden vom 4. bis zum 20. Februar 2022 in der chinesischen Hauptstadt Peking statt. Die Winterspiele werden damit zum ersten Mal direkt hintereinander (2018, 2022) in zwei asiatischen Städten ausgetragen. Peking ist die erste Stadt, die sowohl Olympische Sommerspiele (2008) als auch Olympische Winterspiele austrägt.

 

 

 

 

 

 

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Olympia 2022 - Slowakei wirft den Favoriten USA aus dem Turnier und gewinnt nach Penaltyschießen mit 3:2

 

Beijing 2022 (Beijing/HG)  Das Team der USA schloss als Bester aller Gruppen die Vorrunde ungeschlagen ab und traf früh am Morgen deutscher Zeit im National Indoor Stadium auf einen Gegner, der im Qualifizierungsspiel gegen Deutschland bärenstark auftrat und dieses Match souverän und problemlos für sich entschied. Für die Amerikaner war der Erfolg gegen den Rivalen Kanada Balsam auf der Seele und immer was Besonderes, gegen die Ahornblätter die Nase vorn zu haben.  Letztendlich schafften die Slowaken dank eines last minute Goals ihres Kapitäns Hrivik in der letzten Spielminute den späten Ausgleich und sicherten sich den Sieg im Penalty Schießen. Der Slowakei gelang somit eine Überraschung, denn die USA zählten zu den Turnierfavoriten.

 

 

 

(Foto: IIHF/HHOF)

 

 


Die Slowakei ging durch ihr Nachwuchstalent und 17-jährigen Superstar Slavkovsky, der bereits seinen vierten Turniertreffer markierte, in der 12. Spielminute in Führung, bevor die US-Boys ihre Stärke ausspielten und spät im ersten Drittel durch Abruzzese ausglichen. Der ausgeglichene Spielstand nach dem Anfangsdrittel spiegelte sich auch bei den Torschüssen wider mit 10 zu 8 für die USA, die bei der Bully Quote deutlich in Front lagen.

 

Mitte des zweiten Spielabschnitts drehten die Amerikaner in Person Hentges das Match und blieben weiterhin brandgefährlich mit ihren schnellen Vorstößen. Schlittschuhläuferisch war das Spiel der USA ohnehin eine Augenweide. Für Headcoach Quinn war der Einzug ins Halbfinale der Minimalanspruch, der in Erfüllung gehen sollte.

 

Im zweiten Drittel erhöhten die Osteuropäer den Druck merklich und beschäftigten US-Goalie Mann zusehends. Dieses Übergewicht offenbarte auch das Torschussverhältnis von 13 zu 6 für die Slowaken, die sich den Ausgleich durchaus verdient hätten. Die Slowakei lief schon wieder Gefahr, gegen die USA wie vor 4 Jahren im Viertelfinale auszuscheiden; das sollte laut Coach Ramsay nicht erneut passieren. Vielleicht machte sich dann doch die größere Belastung für Team Slowakei bemerkbar, die ein Spiel mehr in den Knochen hatte.

 

Zunächst galt es die Unterzahlsituation zu Beginn des Schlussabschnitts schadlos zu überstehen, um dann wieder den Vorwärtsgang einzulegen. Dieses Vorhaben gelang recht souverän. Je länger das Spiel andauerte hatte man als Beobachter das Gefühl, dass die Amis deutlich besser mit der kleineren Eisfläche zurechtkamen. Zu allem Unmut für Ramsay häuften sich nun auch die Strafzeiten, was den Spielfluss der Slowaken wieder aus dem Rhythmus brachte und viele Körner kostete für die Aufholjagd.

 

Das Bemühen der Slowakei wurde am tatsächlich noch mit dem späten Ausgleichstreffer ihres Kapitäns Hrivik belohnt, als er 44 Sekunden vor der Schlusssirene zum vielumjubelten Remis vollendete. Das letzte Drittel war sehr ausgeglichen, was die Torschüsse angeht (12 zu 11 für die USA) und die gewonnenen Bullys betraf, wo es einen Gleichstand zu verzeichnen gab.

 

Somit ging es in die aus Sicht der USA nicht eingeplante Verlängerung, in der taktisch agiert wurde. Trotzdem verbuchten beide Teams gute Einschussgelegenheiten. Es kam dann zum ultimativen Showdown, dem Penalty Schießen. Hier war für Dramatik gesorgt, im Gegensatz zum Prozedere in der DEL traten hier 5 Schützen an. Beide Goalies zeigte auch hier ihre Klasse.  Der vierte Schütze bei den Slowaken brach den Bann, denn der letzte amerikanische Protagonist vergab und die Slowakei zog doch noch ins Halbfinale ein.

 

Cehlarik wurde zum Matchwinner und die Freude bei den Slowaken war unbeschreiblich.

Somit wurde das slowakische Trauma von Olympia 2018 überwunden und mit den USA schied einer der Turnierfavoriten überraschend aus.

 

Olympia 2022, 16.02.2022

USA - Slowakei 2:3 n.P. (1:1|1:0|0:1|0:0|0:1)

 

Tore:

0:1 |12| Slafkovsky (Ceresnak, Regenda)

1:1 |20| Abruzzese (Beniers, Kampfer)

2:1 |29| Hentges (Perbix, Smith)

2:2 |60| Hrivik (Caikovsky, Hudacek)

2:3 |65| Cehlarik Penalty

 

1. Drittel Statistik:      10:8 Schüsse, 11:4 gewonnene Bullys, Strafminuten: 0:0

2. Drittel Statistik:       6:13 Schüsse, 11:7 gewonnene Bullys, Strafminuten: 2:4

3. Drittel Statistik:      12:11 Schüsse, 11:11 gewonnene Bullys, Strafminuten: 0:6

Verlängerung Statistik:  7:4 Schüsse, 6:2 gewonnene Bullys, Strafminuten: 0:0

Penalty Schießen:  Matchwinner Cehlarik für die Slowakei

 

Haupt-Schiedsrichter: Bjork (SWE) /Gofman (RUS)

 

Aufstellung:

 

USA: Mann, Ness, Kampfer, Agostino, Miele, O’Neill, Cooper, Faber, Knies, Beniers, Abruzzese, Warsofsky, Perbix, Cates, Meyers, Farrell, Helleson, Brisson, Smith, Hentges.

 

Slowakei: Rybar, Ceresnak, Cajkovsky, Takac, Hrivik, Cehlarik, Rosandic, Marincin, Jurco, Hudacek, Pospisil, Gernat, Knazko, Kelemen, Kristof, Zuzin, Nemec, Regenda, Roman, Slafkovsky.

 

 





Die XXIV. Olympischen Winterspiele finden vom 4. bis zum 20. Februar 2022 in der chinesischen Hauptstadt Peking statt. Die Winterspiele werden damit zum ersten Mal direkt hintereinander (2018, 2022) in zwei asiatischen Städten ausgetragen. Peking ist die erste Stadt, die sowohl Olympische Sommerspiele (2008) als auch Olympische Winterspiele austrägt.

 

 

 

 

 

 

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Olympia 2022 - Das Team der russischen Athleten besiegt Dänemark mit 3:1 und macht den Halbfinaleinzug perfekt

 

Beijing 2022 (Beijing/HG) In der Cadillac Arena zu Peking stand zum zweiten Mal das Kräftemessen zwischen Russland (ROC) und Dänemark auf dem Programm, eine enge Partie, die es pikanterweise schon in der Vorrunde gab. Dort hieß der Sieger die Mannschaft des Russischen Olympischen Komitees, die bislang noch nicht so traumhaft souverän durch das Turnier kurvte, was die Abschlussniederlage gegen Tschechien zeigte. In der heutigen Wiederauflage der Gruppenphase war man gespannt, ob das kleine Dänemark die große Sensation schaffen könnte und den russischen Bären in die Knie zwingen würde. Schließlich bezwang die Sbornaja in einem von beiden Seiten leidenschaftlich geführten Match die tapferen Dänen mit 3 zu 1 und folgt der Slowakei ins Halbfinale.

 

 

(Foto: IIHF/HHOF)

 

 


Die Mannschaft des russischen olympischen Komitees (ROC) musste zum Abschluss der Gruppenphase eine Niederlage gegen den ewigen Rivalen Tschechien hinnehmen, blieb jedoch Tabellenerster am Ende vor dem Zweitplatzierten aus Dänemark, dem heutigen Viertelfinalgegner. Headcoach Zhamnov vertraute in Peking auf bewährte Kräfte wie u.a. Nesterov, Shipachyov, Gusev oder Plotnikov, um den erneuten Einzug ins olympische Finale zu ermöglichen. Alles andere als der Titel kam für die Sbornaja gar nicht in Frage. Diese hochgesteckte Mission galt es gegen den vermeintlichen Underdog in die Tat umzusetzen, was bestimmt nicht leicht war.

 

Der Trainerstab der Sbornaja war sehenswert zusammengestellt: Cheftrainer Zhamnov spielte selbst als Center von 1992 bis 2006 in Winnipeg und bei den Chicago Blackhawks. Außerdem wird er unterstützt von Gonchar, dem Superstar Verteidiger, der über 1300 Spiele absolvierte, dabei 800 Punkte sammelte und den Stanley Cup gewann. Abgerundet wird die Starbesetzung hinter der Bande von der Ikone Fedorov, der als dreifacher Stanley Cup Sieger mit Detroit in die Hall of Fame aufstieg. Alexei Kudashov, der mit der Düsseldorfer EG 1996 Meister wurde, komplettierte den elitären Coaching Staff.

 

Dänemark entpuppte sich als das Überraschungsteam des olympischen Turniers, in dem sie bislang nur gegen den heutigen Kontrahenten in der Hauptrunde den Kürzeren zogen. Mit einer soliden Performance wiesen sie so hochkarätige Teams wie Tschechien und Schweiz in die Schranken. Dank ihres herausragenden Goalies Dahm und den DEL Legionären Storm (Ingolstadt), dem Offensivdefender Bruggisser (Bremerhaven) sowie Nielsen und Jensen (Berlin) bot Headcoach Ehlers eine schlagkräftige Truppe mit erfahrenen Protagonisten für das Turnier auf, die in der Lage war, jeden zu schlagen und womöglich auch gegen das Team von ROC für eine Überraschung zu sorgen. Jacobsen war wohl noch einigen bekannt aus seiner Zeit bei den Hamburg Freezers.

 

Deutliche Überlegenheit der Sbornaja

 

Die Dänen wollten genauso stabil wie in der Vorrunde gegen die pfeilschnellen russischen Stürmer stehen und hielten die Sbornaja anfangs weitgehend außen. Mit ihrem zuverlässigen Rückhalt Sebastian Dahm schienen ihre Chancen gar nicht so schlecht zu sein. Das Team von ROC konnte sein gewohntes Kombinationsspiel nicht aufblitzen lassen. Als dann die dänische Verteidigung einmal den Puck nicht sichern konnte, wurde es sofort brenzlig vor Dahm, denn die Scheibe trudelte vor der Linie an seinem Gehäuse entlang. Optisch hatte die Sbornaja ein Übergewicht, was auch nicht verwunderlich war ob deren herausragenden Akteuren.

 

Nach einer erneuten Druckphase ging das Team der Athleten von Russen verdient in Führung, als bei einer schnellen Pass Stafette in der 14. Spielminute Shipachyov die Scheibe ins Netz beförderte. Ein wenig Glück war auch dabei, denn der Puck wurde von Dahms Schoner ins eigene Gehäuse bugsiert. Bisher kamen die Dänen nicht konsequent genug vor den Kasten des Hünen Fedotov, der bislang einen ruhigen Vormittag verbrachte. Die Sbornaja wurde ihrer Favoritenrolle nun absolut gerecht und Dänemark konnte sich bei seinem Keeper Dahm bedanken, dass der Rückstand nur ein Tor betrug.

 

Das Schussverhältnis von sage und schreibe 18 zu 1 sprach eine mehr als klare Sprache zugunsten der Sbornaja, die im ersten Drittel demonstrierte, wer Herr im Haus ist. Aus der Überlegenheit sprang jedoch nur eine hauchdünne Führung heraus.

 

Mutige Dänen gleichen aus, doch ROC hält die knappe Führung

 

Im zweiten Drittel gelang den Dänen bei ihrem ersten Powerplay tatsächlich der schnelle Ausgleich durch den Berliner Nielsen in der 23. Spielminute. Das war eine kalte Dusche für die Russen, die sich das so nicht vorgestellt hatten. Sie wirkten schon ein wenig geschockt und die Dänen wurden mutiger in ihren Aktionen; sie waren auch präsenter. Jetzt entwickelte sich eine ausgeglichenere Partie auf dem Eis. Das Team von ROC agierte nun wieder aggressiver aber Dänemark verteidigte mutig und leidenschaftlich. Der Favorit wirkte nicht mehr so leichtfüßig und hatte Probleme, sich in der dänischen Zone länger festzusetzen.

 

Das zweite russische Powerplay meisterten die Dänen auch bravourös auch dank toller Blocks ihrer Verteidiger. Dies sollte Dänemark Mut machen für den Fortgang der Begegnung. Diese dänische Hoffnung machte ein Hammer von Nesterov in der 35. Spielminute zunichte, der von der blauen Linie abzog und die Scheibe fulminant verwandelte. Mit Brachialgewalt ging der Favorit erneut in Führung.

 

Headcoach Ehlers konnte mit dem Auftritt seiner Mannschaft sehr zufrieden sein, doch ergebnistechnisch war noch alles drin. Dahm parierte dann bei einem 2 auf 1 Konter der Russen grandios und hielt sein Team weiter im Spiel. 

Eine weiterhin dominierende russische Mannschaft führte nur denkbar knapp gegen aufopferungsvoll und tapfer kämpfende Dänen.

 

Dänemark fightet vorbildlich, doch die Sbornaja sichert den Erfolg

 

Im Schlussabschnitt übten die Dänen anfangs mehr Druck aus und nisteten sich auch mal länger in der russischen Zone ein. Danach prüfte Nesterov wieder Dahm, der weiter hellwach blieb. Zweimal war dann plötzlich die Scheibe vor Fedotov kurz frei, doch der Moment wurde nicht genutzt vom Außenseiter. Solche Gelegenheiten bekommt man gegen die Sbornaja nicht oft. Das war mal wieder ein Ausrufezeichen der agilen Dänen, die sich bei weitem noch nicht aufgaben in dieser engen Partie. Dann agierte Goalie Fedotov ungewöhnlich fahrlässig hinter seinem Kasten, was die nächste Möglichkeit für die Dänen einbrachte. Mittlerweile hätte Dänemark sich das Remis verdient, denn sie erkannten, dass auch die rote Maschine verwundbar ist.  Die beste Gelegenheit vereitelte Voynov mit seinem fantastischen Einsatz für seinen schon geschlagenen Torhüter.

 

Trotzdem blieb die russische Mannschaft stets brandgefährlich und erarbeiteten sich ihr nächstes Powerplay, in dem die Dänen sogar den 2 auf 1 Konter fuhren, doch Fedotov verhinderte den Ausgleich mit einer Großtat. Bessere Chancen würde Dänemark wohl nicht mehr auf dem Schläger serviert bekommen. Und dann kam es wie es meistens kommt, wenn man selbst die größten Möglichkeiten vergibt. In der 56. Spielminute setzte Voynov mit seinem harten Schlagschuss wohl den Deckel drauf.

In der letzten Minute vereitelte Sharipzyanov mit perfekter Hand Augen Koordination über der Latte den möglichen Anschlusstreffer.

 

Letztlich war es ein schwer erkämpfter Sieg für die Athleten der russischen Mannschaft gegen bravourös auftretende Dänen, die mit ihrer erfrischenden Spielweise für viel Freude im Turnier sorgten und hoch erhobenen Hauptes vom Eis gehen konnten.

 

Olympia 2022, 16.02.2022

Russland - Dänemark 3:1 (1:0|1:1|1:0)

 

Tore:

1:0 |14| Shipachyov (Gusev, Yakovlev)

1:1 |23| Nielsen (Bau Hansen, Lauridsen) PP1

2:1 |35| Nesterov (Gusev, Gritsyuk)

3:1 |56| Voynov (Shipachyov, Gritsyuk) PP1

 

1. Drittel Statistik:      18:1 Schüsse, 11:5 gewonnene Bullys, Strafminuten: 2:2

2. Drittel Statistik:      10:5 Schüsse, 10:9 gewonnene Bullys, Strafminuten: 2:2

3. Drittel Statistik:      12:12 Schüsse, 7:7 gewonnene Bullys, Strafminuten: 0:2

 

Haupt-Schiedsrichter: Frano (CZE) /Campbell (CAN)

 

Zuschauer: 727

 

Aufstellung:

 

Russland: Fedotov, Nikishin, Nesterov, Galiev, Shipachyov, Chibisov, Yakoviev, Yelesin, Gusev, Tkachyov, Gritsyuk, Telegin, Voynov, Slepyshev, Karnaukhov, Voronkov, Sharipzyanov, Plotnikov, Andronov, Grigorenko.

 

Dänemark: Dahm, Kristensen, Lauridsen, Olesen, Nielsenm, Bödker, Lassen, Lauridsen, Russel, Regin, Storm, Larsen, jensen, Meyer, Madsen, Bau Hansen, Bruggisser, Aaagaard, Jakobsen, Poulsen.

 

 





Die XXIV. Olympischen Winterspiele finden vom 4. bis zum 20. Februar 2022 in der chinesischen Hauptstadt Peking statt. Die Winterspiele werden damit zum ersten Mal direkt hintereinander (2018, 2022) in zwei asiatischen Städten ausgetragen. Peking ist die erste Stadt, die sowohl Olympische Sommerspiele (2008) als auch Olympische Winterspiele austrägt.

 

 

 

 

 

 

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Olympia 2022 - Eidgenossen setzen sich gegen Tschechien mit 4:2 durch und treffen im Viertelfinale auf Finnland

 

Beijing 2022 (Beijing/HG) Im National Indoor Stadium zu Peking duellierten sich die Teams von Tschechien und der Schweiz um den Einzug ins Viertelfinale. Beide Mannschaften mussten den Umweg der Qualifikationsrunde gehen, die auch als Pre-Playoff Runde bezeichnet wurde. Interessanterweise gab es exakt diese Partie schon in ihrer Gruppe C, welche die Osteuropäer knapp nach Penaltyschiessen für sich entscheiden konnten. Würde heute die Schweiz für Revanche sorgen und am Ende unter die besten Acht einziehen oder konnte Tschechien sich erneut durchsetzen?

 

Schließlich bezwang die Schweiz in einem hochklassigen Eishockeyspiel die Tschechei mit 4 zu 2, auch dank des furiosen Doppelschlags im ersten Drittel, als sie binnen 13 Sekunden die Partie drehte. Damit gelang die Wiedergutmachung und die Eidgenossen bekamen die Finnen als Viertelfinalgegner.

 

(Foto: IIHF/HHOF)

 

 


Tschechien schaffte nach wackligem Start ins Turnier doch noch den Turnaround mit zwei Siegen in der Gruppenphase, u.a. gegen den heutigen Kontrahenten. Der psychologische wichtige Erfolg gegen den Erzrivalen Russland (ROC) gab den Tschechen sicherlich den nötigen Schub für diese Qualifizierungspartie, in die sie als leichter Favorit gingen. Headcoach Pesan baute sicher wieder auf die gezeigten tollen Fangkünste von Keeper Hrubec beim osteuropäischen Bruderduell und ewigen Klassiker vor drei Tagen. Altstars wie Cervenka oder Krejci sollten es heute richten mit ihrer großen Erfahrung und mit ihrem ausgeprägten Scoringtouch.

 

Team Schweiz gelang es in der Vorrunde zu keiner Zeit, die an diese Mannschaft gesetzten hohen Erwartungen zu erfüllen. Ihre einzige mickrige Punktausbeute erzielten sie ausgerechnet gegen den heutigen Gegner, als sie denkbar knapp im Shootout den Kürzeren zogen. Auf internationalem Parkett erwarben sich die Eidgenossen in den letzten Jahren viel Respekt und Anerkennung für die rasante Entwicklung des schweizerischen Eishockeys. Umso mehr hoffte Headcoach Fischer doch noch auf das Weiterkommen seiner „Schwizer Nati“ und beorderte heute Genoni ins Gehäuse für Berra. Ihr Defender Untersander konnte wegen einer Verletzung nicht mitwirken und war bereits in Richtung Heimat unterwegs.

 

Doppelschlag der Schweiz binnen 13 Sekunden bringt die Führung

 

In dieser Begegnung trafen zwei Teams aufeinander, die durchweg mit sehr erfahrenen Akteuren das olympische Turnier bestritten. Anfangs tasteten sich beide Nationen noch ab, bis die Tschechen den ersten gefährlichen Abschluss verzeichneten. Mit Krejci hatte die Tschechei auch einen Stanley Cup Gewinner in ihren Reihen, der zusammen mit Cervenka das Gehirn der Mannschaft bilden. Die Schweiz hatte insgesamt 12 Debüttanten dabei neben den international erfahrenen Teammitgliedern. Bereits das erste Match zwischen diesen Kontrahenten war eine sehr enge Angelegenheit und das war auch heute zu erwarten.

 

Altstar Krejci hatte dann eine große Gelegenheit zur Führung, doch sein Volleyabschluss lag nach dem Pfiff im Tor hinter Genoni. Hier kam es auf den sogenannten ‚Act of Shooting‘ an, den die Referees zu beachten hatten bei ihrer Entscheidung. Die ersten 10 Minuten gehörten vorwiegend den Osteuropäern, die einen sehr strukturierten Aufbau pflegten. Es war bisher ein ansehnliches Spiel, in dem beide Teams primär versuchten, Strafen zu vermeiden.

 

In der 11. Spielminute ging die Tschechei durch einen ideal abgefälschten Schuss von Klok im Slot in Führung, welche sie sich durchaus verdienten nach dem bisherigen Spielverlauf. Kovar positionierte sich dabei perfekt vor Genoni, um ihm effektiv die Sicht zu nehmen.

 

Nach einem Bandencheck von Kovar durfte die Schweiz erstmals in Überzahl agieren, was sie erfolgreich realisierten, denn in der 15. Spielminute glich Ambühl aus. Und die Schweizer Nati legte sofort nach: nur 13 Sekunden danach nutzte Mottet die Verunsicherung in der tschechischen Hintermannschaft aus und netzte zur Führung ein. Diesen Doppelschlag musste das Team um Pesan schnell verdauen, denn das Momentum lag nun bei den Eidgenossen.

Nach anfänglichen Startschwierigkeiten fand die Schweiz immer besser in die Partie und drehte das Spiel zu ihren Gunsten.

 

Tschechien erhöht Offensivdrang, die Schweiz legt nach

 

Die Tschechen setzten gleich mal ein erstes physisches Zeichen zu Beginn des Mittelabschnitts. Taktisch reagierte die Schweiz, in dem es beim Aufbau 2 Spieler vorne und 3 hinten platzierte. Die Tschechen wählten nun im ersten Powerplay verschiedene Varianten, was sie bereits gegen Russland nahezu perfekt umsetzten. Letztlich sprang jedoch nichts Zählbares heraus, obwohl es kurz vor Ablauf der Strafzeit noch eine Top Chance gab. Die Tschechei versuchte so schnell wie möglich, seinen Stempel wieder dem Spiel aufzudrücken. Es war weiterhin ein hochklassiges Match zweier Teams auf Augenhöhe, die sich Gelegenheiten im Sekundentakt erspielten.

 

Die Begegnung wurde nun ruppiger und intensiver. Corvi tankte sich elegant durch im Rahmen des zweiten Powerplays und sein Pass hätte fast den Mitspieler erreicht. Die Effektivität der Eidgenossen war beeindruckend, denn auch dieses Überzahlspiel münzten sie in einen Treffer um. Torschütze war Malgin in der 30. Spielminute. Die Schweiz wollte analog wie im ersten Drittel auch hier sofort nachlegen und hatte 10 Sekunden danach die Mega Gelegenheit zum erneuten Doppelschlag. Das Team um Coach Pesan wirkte angezählt und fuhr wütende Angriffe, doch Genoni erwies sich bisher als Turm in der Schlacht und vereitelte alles, was auf ihn zukam.

 

Tschechien musst unbedingt darauf achten, von der Kühlbox fernzubleiben, denn die Schweiz bekam die nächste Chance in Überzahl. Dies kam zur Unzeit für die Tschechen, denn zuvor übten sie eine starke Drangphase aus. Beim dritten Mal klappte es nicht für die Schweiz, so konnten die Tschechen weiter im Spiel bleiben. Zu allem Überfluss behinderten sich dann gleich zwei Stürmer vor Genoni bei einer fast 100%igen Chance.

 

Trotz eines klaren Schussverhältnisses zu Gunsten der Tschechei baute die Schweiz den Vorsprung sogar um ein Tor aus. Was würde dem Team um Pesan noch einfallen im Schlussabschnitt?

 

Tschechien probierte alles, Team Schweiz qualifiziert sich

 

Im letzten Drittel musste die Tschechei noch einen Zahn zulegen, wollten sie weiterhin im Turnier bleiben und an den Erfolg von 2018, als sie bis ins Halbfinale kamen, anknüpfen. Sie hatten durchaus hochkarätige Chancen, doch bisher stand Genoni wie der Fels in der Brandung. Die Eidgenossen verhielten sich defensiv vorbildlich, denn es kam immer ein Stürmer mit zurück, wenn es brenzlig wurde. Die Tschechen waren gewillt, die neutrale Zone schneller zu überbrücken. Krejci schraubte seine Eiszeit weiter hoch, was evtl. auch an der Verletzung von Center Sobotka lag, der in der Kabine verschwand. Offensichtlich stellte Headcoach Pesan inzwischen auf drei Reihen um.

 

Tschechien erhöhte minütlich den Druck, agierte aggressiver, doch die Schweizer Nati verteidigte leidenschaftlich. Einen 3 auf 1 Konter ließ die Schweiz dann ungenutzt. Interessant war zu sehen, wie die Tschechei beim Bully in der eigenen Zone die Aufstellung der Kontrahenten spiegelte. Tschechien wirkte genervt und rieb sich weitgehend am Abwehrbollwerk der Eidgenossen auf, und die Sekunden liefen im Sinne der Schweiz herunter.

 

In der 55. Spielminute setzten die Eidgenossen wohl den Deckel drauf, als Diaz mit seinem Hammer einnetzte. Die Vorbereitung vom Vorlagengeber Andrighetto war sehenswert, als er noch im Liegen die Scheibe weiterbeförderte. War dies schon die Vorentscheidung? Weit gefehlt, denn 62 Sekunden danach bescherte Cervenka seinen Farben den Anschlusstreffer und es war noch genug Zeit auf der Uhr.

 

Letztendlich investierte Tschechien zu viel Aufwand, der wenig Ertrag brachte gegen aufopferungsvoll kämpfende Eidgenossen einbrachte. Somit sicherte sich die Schwizer Nati den Viertelfinaleinzug, wo als Gegner am Mittwoch Suomie wartete.

Team Tschechien konnte leider ihrer Ikone Jaromir Jagr, der heute seinen 50. Geburtstag feierte, kein Erfolgserlebnis bereiten. Es war definitiv eine große Enttäuschung für diese stolze Eishockeynation, schon so frühzeitig auszuscheiden.

 

Olympia 2022, 15.02.2022

Tschechien - Schweiz 2:4 (1:2|0:1|1:1)

 

Tore:

1:0 |11| Klok (Knot, Cervenka)

1:1 |15| Ambühl (Thurkauf, Corvi) PP1

1:2 |16| Mottet (Hollenstein, Diaz)

1:3 |30| Malgin (Alatalo, Andrighetto) PP1

1:4 |55| Diaz (Andrighetto, Herzog)

2:4 |56| Cervenka (Krejci, Kovar) PP1

 

1. Drittel Statistik:      5:9 Schüsse, 11:9 gewonnene Bullys, Strafminuten: 2:0

2. Drittel Statistik:      16:5 Schüsse, 8:4 gewonnene Bullys, Strafminuten: 4:2

3. Drittel Statistik:      12:4 Schüsse, 7:8 gewonnene Bullys, Strafminuten: 0:2

 

Haupt-Schiedsrichter: Gofman (RUS) / Kaukokari (FIN)

 

Zuschauer: 990

 

Aufstellung:

 

Tschechien: Hrubec, Mozik, Sulak, Hyka, Krejci, Sedlak, Kundratek, Jerabek, Sobotka, Kovar, Cervenka, Knot, Klok, Repik, Spacek, Stransky, Sklenicka, Zohorna H., Zohorna T., Smejkal.

 

Schweiz: Genoni, Müller, Diaz, Hofmann, Haas, Moser, Loeffel, Weber, Thurkauf, Corvi, Ambühl, Frick, Fora, Andrighetto, Malgin, Herzog, Alatalo, Vermin, Bertschy, Mottet, Hollenstein.

 





Die XXIV. Olympischen Winterspiele finden vom 4. bis zum 20. Februar 2022 in der chinesischen Hauptstadt Peking statt. Die Winterspiele werden damit zum ersten Mal direkt hintereinander (2018, 2022) in zwei asiatischen Städten ausgetragen. Peking ist die erste Stadt, die sowohl Olympische Sommerspiele (2008) als auch Olympische Winterspiele austrägt.

 

 

 

 

 

 

Weitere interessante Links:

www.deutschlandcup.de - Alle Informationen über den Eishockey Deutschland Cup seit 1987.

www.eishockey-deutschland.info - Alle Eishockey Weltmeisterschaften, Olympische Spiele seit 1910.

 

 

 

 

 

 

 

 

Olympia-Aus Deutsche Nationalmannschaft unterliegt Slowakei mit 0:4

 

Beijing 2022 (PM) Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft hat das Qualifikationsspiel für das Viertelfinale der Olympischen Spiele 2022 verloren. Im National Indoor Stadium in Peking unterlag die deutsche Mannschaft der Slowakei mit 0:4 und schied aus dem Turnier aus.  >


(Foto: IIHF/HHOf)

 

 


 iederberger startet im Tor, Nowak wieder dabei, Offensiv-Reihen verändert 

 

Bundestrainer Toni Söderholm hatte einige Veränderungen im Lineup vorgenommen: Der zuletzt angeschlagene Marco Nowak kehrte in die Verteidigung zurück, im Sturm rückte David Wolf an die Seite von Nico Krämmer und Tom Kühnhackl. Zwischen den Pfosten erhielt Mathias Niederberger das Vertrauen.  

 

Niederberger war es auch, der schon zu Beginn des Spiels die ersten gefährlichen Angriffe der Slowaken entschärfen musste. Auf der Gegenseite hatte Nico Krämmer nach einer schnell vorgetragenen Aktion die beste Torchance für die DEB-Auswahl, doch der Puck ging knapp über die Latte. Das erste Tor des Spiels fiel indes auf der Gegenseite – und das denkbar unglücklich: Ein Schluss von Libor Hudacek (12.) prallte vom Schlittschuh von Jonas Müller ab und kullerte ins Netz.  

 

Im zweiten Abschnitt setzte die Nationalmannschaft zunächst die Akzente und erarbeitete sich die ersten Torchancen. In einer Vier-gegen-vier-Situation zogen die Slowaken ein schnelles Passspiel auf, das Peter Cehlarik (28.) erfolgreich abschloss. Kurz danach setzte Michal Kristof (29.) einen weiteren Wirkungstreffer – das 0:3 aus deutscher Sicht. Die DEB-Auswahl versuchte in der Folge heranzukommen – doch ein Treffer wollte auch vor der zweiten Pause nicht gelingen. 


Im Schlussdrittel warf das deutsche Team noch mal alles nach vorne und drängte den Gegner vermehrt in die Defensive. Vor allem im Powerplay entstand viel Druck auf das Tor der Slowaken, die ihren Vorsprung allerdings auch in diesen Szenen geschickt verteidigten. Die DEB-Auswahl setzte alles auf eine Karte und nahm den starken Mathias Niederberger für einen sechsten Feldspieler vom Eis. Doch auch hier fiel das Tor nur auf der Gegenseite – Marvin Hrivik (58.) setzte den Schlusspunkt und schob ins leere Gehäuse ein.  

 

 

Stimmen zum Spiel: 

 

Bundestrainer Toni Söderholm: „Zunächst einmal gilt zu sagen, dass die Slowaken ein sehr starker Gegner waren. Sie haben sicher ihre bislang beste Turnierleistung auf das Eis gebracht. Wir als Mannschaft haben hingegen nicht gut genug gespielt und sind nicht auf das Top-Level gekommen, auf dem wir hätten sein müssen. Deswegen haben die Slowaken verdient gewonnen. Jeder ist enttäuscht, aber wir verstecken uns nicht vor der Situation, die wir analysieren werden und daraus stärker hervorgehen wollen.“  

 

Kapitän Moritz Müller: „Wir haben über das ganze Turnier hinweg viel zu selten unser Spiel und die Leistung gezeigt, die wir selbst von uns einfordern. Wir sind alle enttäuscht und frustriert. Es gilt das Ganze zu analysieren und dabei muss natürlich jeder erstmal selbst in den Spiegel schauen. Natürlich sollten wir jetzt nicht alles schlecht reden, was die vergangen Jahre aufgebaut wurde, weil wir in diesem Turnier schlecht gespielt haben. Aber wir sind selbstkritisch genug, dass es an uns gelegen hat und wir es nicht hinbekommen haben.“ 

 

Verteidiger Korbinian Holzer: „Während des gesamten Turniers haben wir im übertragenen Sinne die PS nicht auf die Straße bzw. das Eis bekommen. Wir haben auf der kleinen Eisfläche nicht zu dem Spiel gefunden, das uns stark macht. Deshalb fahren wir verdient nach Hause. Wir sind heute auf die Schnauze gefallen, werden jetzt das Geschehene analysieren und dann wieder aufstehen. Außer in dem Spiel gegen die USA haben wir nicht zu der Gradlinigkeit und Galligkeit, die uns ausmacht, gefunden. Es ist bitter, aber so ist der Sport.“ 

 

 

 





Die XXIV. Olympischen Winterspiele finden vom 4. bis zum 20. Februar 2022 in der chinesischen Hauptstadt Peking statt. Die Winterspiele werden damit zum ersten Mal direkt hintereinander (2018, 2022) in zwei asiatischen Städten ausgetragen. Peking ist die erste Stadt, die sowohl Olympische Sommerspiele (2008) als auch Olympische Winterspiele austrägt.

 

 

 

 

 

 

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