Wahnsinn! EVL erzwingt Spiel sieben

(Landshut) Jetzt gibt es ein entscheidendes siebtes Spiel in Ravensburg! Der EVL Landshut Eishockey hat sich im Playoff-Viertelfinale gegen die Ravensburg Towerstars ein entscheidendes siebtes Spiel erkämpft. In Spiel sechs gelang dem EVL ein 3:1-Heimsieg und damit der 3:3-Ausgleich in der „Best of Seven“-Serie.

 

Wer hätte das noch am vergangenen Dienstag für möglich gehalten? Der EVL hat in den DEL 2-Playoffs ein grandioses Comeback hingelegt und nach zwei Siegen in Folge wieder alle Trümpfe in der Hand. Im sechsten Viertelfinale, dem mittlerweile zehnten Duell gegen die Towerstars in dieser Saison, ging die Mannschaft von Trainer Andi Brockmann ähnlich diszipliniert zu Werke, wie schon am vergangenen Freitag in Ravensburg. Mit einer vorbildlichen kämpferischen Einstellung hielten die Rot-Weißen außerdem auch in den Zweikämpfen dagegen, versuchten aber dennoch die Strafzeiten zu minimieren.


In einer sehr ausgeglichenen Partie fielen die beiden ersten beiden Tore in numerische Überzahl. Ty Morris sah mitten im Slot den freistehenden Riley Armstrong und schon stand´s 1:0. Auf der Gegenseite brauchten die Towerstars nach einer Strafzeit gegen Fabio Wagner nur zwölf Sekunden, um den Ausgleich zu markieren. Dustin Cameron traf aus halbrechter Position zum 1:1 (30.). Zuvor hatte Josh Godfrey schon das 2:0 für die Hausherren auf dem Schläger, doch seine Schuss klatschte lediglich an den Außenpfosten.

 

 

Der EVL hatte auch weiterhin optische Vorteile, ließ den Gäste im Spiel Fünf gegen Fünf keinen Freiraum und ging seinerseits wieder in Führung. Ty Morris fälschte einen Schuss von Lukas Vantuch unhaltbar für Matthias Nemec ab – 2:1! Im Schlussdrittel stand – wie schon am Freitag – Brian Stewart gleich mehrfach im Brennpunkt. Der Landshuter Schlussmann rettete den Landshuter gleich mehrfach den Vorsprung – und seine Mannschaftskollegen zeigten sich auf der Gegenseite enorm kaltschnäuzig. Einen Abpraller von Matthias Nemec zimmerte Lukas Vantuch zum 3:1-Endstand unter die Latte! Der Jubel bei den 3019 Zuschauern am Gutenbergweg kannte keine Grenzen – der EVL hat auch den zweiten Matchball abgewehrt und Spiel sieben erreicht.

 



 

„Viele Leute hatten uns nach der 3:7-Heimniederlage schon aufgegeben, aber wir nicht. Wir haben auch diesmal einen Weg gefunden, um Ravensburg zu schlagen. Und wir wissen auch, wie man in Ravensburg gewinnt“, ist Andi Brockmann schon jetzt heiß auf das „Endspiel im Viertelfinale“.



Das alles entscheidende siebte Spiel wird am Dienstag (20 Uhr/Eissporthalle Ravensburg) in Oberschwaben angepfiffen. Der Sieger spielt ab Freitag, 29. März, im DEL 2-Halbfinale gegen die Fischtown Pinguins Bremerhaven.



Tore: 1:0 (22.) Armstrong (Morris/Kronthaler) (Überzahl), 1:1 (30.) Cameron (Matt Kelly) (Überzahl), 2:1 (38.) Morris (Vantuch/Kronthaler), 3:1 (54.) Vantuch (Smazal/Armstrong).



EVL Landshut Eishockey: Stewart, Eisenhut; Geipel, Daschner, Smazal, Kronthaler, Godfrey, Wagner,; Armstrong, Thornton, Morris, Davidek, Trew, Abstreiter, Vantuch, Busch, Ostwald, Forster, Schmidpeter, Loibl.



Strafminuten: Landshut: 19 + Spieldauer Forster (Check gegen das Knie) + 10 Godfrey (Check gegen Kopf und Nacken) , Ravensburg: 20 + 10 Cameron (Beschimpfung von Offiziellen)



Schiedsrichter: Florian Zehetleitner (Oberstdorf)



Zuschauer: 3019

 

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