Die Ice Tigers, bei denen Steven Regier in die Mannschaft zurückkehrte, dafür aber David Printz als überzähliger Ausländer auf der Tribüne Platz nahm und Marvin Krüger wegen einer Gehirnerschütterung passen musste, kamen allerdings auch schnell zu ihren ersten Möglichkeiten. Peter Lindlbauer schlenzte von der blauen Linie zum Tor, Evan Kaufmann hielt die Kelle rein, Stefan Ridderwall konnte aber parieren. Das erste echte Ausrufezeichen setzte Connor James, als er nach einem Bullygewinn im Angriffsdrittel sofort abzog und den Außenpfosten traf (8.). In der 10. Minute fälschte Patrick Reimer einen Schuss von Lindlbauer gefährlich ab, wieder brachte Ridderwall noch ein Körperteil hinter den Puck.
Vier Minuten später fing Tim Schüle einen Schussversuch der DEG ab und lief mit viel Tempo ins gegnerische Drittel, wo er aufs kurze Eck zielte. Ridderwall hatte zwar Probleme, konnte aber auch diesen Schuss parieren. In der 17. Minute wurde der Druck der Ice Tigers dann aber doch zu groß für den Düsseldorfer Schlussmann. Niki Mondt drückte Steven Reinprecht auf ihn, so dass er die Übersicht verlor. David Elsner nutzte die Situation aus und traf aus der Drehung mit einem Schlagschuss zur 1:0-Führung für die Ice Tigers. Als die Fans der DEG noch immer heftig protestierten, erhöhte Patrick Reimer gegen seinen ehemaligen Verein auf 2:0. Ryan Caldwell behauptete den Puck im Düsseldorfer Drittel und spielte den Puck dann auch noch punktgenau zum völlig freistehenden Reimer, der Ridderwall mit einem schnellen Move auf die Rückhand keine Abwehrchance ließ (18.).
In der 23. Minute kam die Düsseldorfer EG auf 1:2 heran, als Alexander Preibisch bei einer Kontersituation quer spielte und Drew Paris Tyler Weiman mit einem Schlenzer in den Winkel keine Chance ließ. Die Antwort der Ice Tigers ließ aber nicht lange auf sich warten. Matt Hussey behauptete den Puck in der Rundung und legte ab an die blaue Linie, wo Patrick Reimer den Puck zu Freddy Eriksson weiterspielte, der Ridderwall mit einem flachen Schlagschuss zum 3:1 überwinden konnte.
Jason Jaspers verpasste kurz darauf, das vierte Tor nachzulegen, als er aus der Drehung mit der Rückhand an Ridderwall scheiterte. Die DEG gab sich aber trotzdem zu keinem Zeitpunkt auf und versuchte auch weiterhin, in der Offensive für Aktionen zu sorgen. Dennoch übernahmen die Ice Tigers mehr und mehr die Kontrolle über das Spiel. Das vorentscheidende 4:1 fiel dann allerdings erst im letzten Drittel. In der 48. Minute fälschte David Elsner einen Schlagschuss von Peter Lindlbauer unhaltbar ins lange Eck ab. Es war Elsners zweiter Treffer der Partie. Vor 8.709 Zuschauern im ISS Dome hatte Ryan Caldwell in der 52. Minute nach einem perfekt vorgetragenen Konter in Unterzahl die Chance zum 5:1, konnte Ridderwall aber nicht überwinden. Besser machte es Evan Kaufmann beim nächsten herrlichen Konter.
Stimmen zum Spiel:
Tray Tuomie: Wieder ein schwieriges Spiel gegen Düsseldorf. Das 6:2 entspricht eigentlich nicht dem ganzen Spiel. Wir haben einen Weg gefunden, im knappen ersten Drittel zwei Tore zu schießen. Düsseldorf ist noch einmal rangekommen, das 3:1 hat uns dann aber sehr gut getan und wir sind froh, dass wir die drei Punkte mitnehmen können.
Christian Brittig: Trotz des 6:2 muss ich meiner Mannschaft ein Kompliment aussprechen. Sie konnte gegen eine technisch und läuferisch starke Mannschaft über weite Teile des Spiels mithalten. Es kostet viel Kraft, nicht nur zu verteidigen, sondern auch nach vorne Akzente zu setzen. Wir wollen in der Zukunft offensiv auch mehr investieren, das traue ich meiner Mannschaft zu.
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