DEL - Die Grizzlys aus Wolfsburg mal anders: 5 Spiele in 12 Tagen (Teil 4) Straubing

 

(DEL/Wolfsburg) (MM) Gestern sind wir von Mannheim nach Straubing in den Winter gefahren. Nach einem späten Frühstück fuhren wir in Mannheim bei Temperaturen um den Gefrierpunkt los und kamen ca. 4 h später im tiefverschneiten Straubing an. Also zogen wir uns dick an und gingen zu Fuss die 1,7km zur Halle. Das Auto wollten wir besser stehen lassen um uns notfalls mit Glühwein erwärmen zu können. Auf der Hälfte der Strecke fanden wir ein nettes urtümliches bayerisches Lokal. Da es für uns gefühlt sehr kalt war, entschieden wir uns für eine Aufwärmpause und siehe da: Da saßen schon die ersten Tigers-Fans. ,,Guten Tag" grüßten wir...  ,,Servus" kam zurück. Ach ja, wir waren ja in Bayern. Nach einer zünftigen Mahlzeit fragten wir die Straubinger noch nach dem restlichen Weg und wurden auch nicht in die falsche Richtung geschickt. Danke dafür...

 

Auch in Straubing bekamen wir problemlos unsere Akkreditierungen. Für dieses Spiel hatten wir eigentlich auch reguläre Eintrittskarten, wollten aber Laptop und Kamera mit hinein nehmen. Jetzt hatten wir das erwartete Kontrastprogramm: 2 Tage zuvor die große warme SAP-Arena und jetzt die kalte pure Eishalle am Pulverturm. Beides hat so seinen Reiz.

 

Das Spiel war dann aus Wolfsburger Sicht eher eine Enttäuschung. Es klappte nicht wirklich viel und die Gegentore fielen unglücklich. Das hatten wir uns anders vorgestellt. Die Punkte aus Straubing waren eigentlich fest eingeplant gewesen, doch jetzt die 3. Niederlage in Folge. Wenigstens hatten wir aus den Spielen gegen Nürnberg und Mannheim jeweils 1 Punkt erkämpfen können. Da die beiden ersten Spiele gegen die Straubing Tigers klar gewonnen wurden, hatten wir schon die Hoffnung, hier wieder etwas mitnehmen zu können. Etwas enttäuscht standen wir mit den anderen Wolfsburger Fans im Block.

 

 

(hier geht´s zum Spielbericht unseres Kollegen aus Straubing)

 

 

Wie immer grüßte unsere Mannschaft nach Abpfiff in Richtung der mitgereisten Fans. Mit ein wenig mulmigem Gefühl begaben wir uns dann in den Kabinenbereich. Was soll man danach auch sagen? Schade, schönes Spiel? Knapp verloren? Das traf ja diesmal alles nicht zu. Einige Spieler setzten sich kommentarlos auf die Fahrräder, um abzutrainieren. Auch sie gingen das Spiel nochmal durch. Mit Armbewegungen zeichneten sie Spielzüge nach und ein Schulterzucken sollte wohl bedeuten: So hätte man spielen müssen... Oder: Da hätte einer stehen können... So interpretierten wir es zumindest. Auch nach dieser Niederlage zeigten unsere Grizzlys Größe. Sie gingen eben nicht wortlos an uns vorbei und schnell in den Bus. Wir wurden trotzdem nett gegrüßt, sie wünschten uns eine gute Heimfahrt und mit einigen wechslten wir dann doch noch ein paar Worte.

 

 

 

 




Wir sprachen u.a. über die Personalsituation, leider sind eben gerade so viele Spieler verletzt, krank, angeschlagen oder auch gerade erst nach einer Verletzung frisch dabei. Die übriggeblieben müssen eben ran und trotzdem versuchen, gut zu spielen. So nach und nach stiegen alle in den Bus, in der Hand eine Mahlzeit ,,to go". Auch wir machten uns auf den Weg durch das inzwischen noch kältere, verschneite Straubing.

 

 

 

Zur Halbzeit des Weges sahen wir, dass die bayerische Lokalität noch immer geöffnet war. Also kehrten wir nochmal ein. Ein warmer Tee brachte die Lebensgeister wieder und wir machten schon die ersten Stichpunkte für unseren Bericht. Heute morgen machten wir uns dann auf den 586 km langen Heimweg. Die Mannschaft hatte heute frei. Morgen ist Training, Treffen mit den Dauerkartenbesitzern und ein Showtraining von einigen Spielern mit dem Nachwuchs in der Autostadt. Übermorgen steigt dann das neue Nordderby gegen Bremerhaven. Business as usual. Wir werden sehen, wer dabei ist und berichten.

 

 

 

Foto und Bericht: Martina und Jörg Matthias


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