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Oberliga West - Kassel Huskies gewinnen Eishockey Krimi

Am Ende waren sich fast alle Fans einig. Das ist –mit Verlaub- das Geile am Eishockey. 58 Minuten lang hatten die Huskies das Dortmunder Tor belagert und sahen trotzdem eigentlich schon wie der sichere Verlierer der Partie aus, denn sie lagen nach zwei Überzahltoren ihres Gegners mit 0:2 zurück.
Doch dann nahm der Wahnsinn seinen Lauf und die Huskies gleichen den 0:2 Rückstand nach regulärer Spielzeit noch aus und siegten schließlich in der Overtime. Doch der Reihe nach.

Zu Beginn der Partie agierten beide Mannschaften sehr konzentriert. Die erste Schusschance hatten die Dortmunder nach einer Spielminute, als ein Schuss von der blauen Linie gefährlich abgefälscht wurde.
Auf der Gegenseite hatten die Huskies nach einem Rebound von EHC Torhüter Finkenrath die erste Torchance.
Hin-und Her ging es auf dem Eis, es wurde hochklassiges Eishockey geboten, auch wenn beide Teams sichtlich darauf bedacht waren, nicht den ersten Fehler zu machen. Da beide Teams dies sehr erfolgreich taten, ging es mit einem 0:0 der besseren Sorte in die erste Drittelpause.
Das zweite Drittel begannen die Huskies in Unterzahl, denn Alex Engel musste noch den Rest einer Strafzeit aus dem ersten Drittel absitzen. Und als Sven Valenti ihm folgen musste, war es passiert. Dortmund ging in Führung und es war eher der Zufall, der den Elchen zur Führung verhalf. Stefan Kreuzmann hatte von der blauen Linie abgezogen, die Scheibe aber nicht richtig getroffen, sodass aus dem Schuss ein unfreiwilliger Pass wurde. Nils Liesegang schaltete zuerst und netzte ein.

Was nun folgte, war ein Sturmlauf der Huskies. Dortmund beschränkte sich auf Entlastungsangriffe, blieb hierbei aber stets gefährlich. Schier zur Verzweifelung brachte die Huskies jedoch Elche-Goalie Finkenrath, der den wütend anstürmenden Huskies immer irgendetwas entgegensetzen konnte. Und selbst wenn der Goalie überhaupt nicht wusste, wo die Scheibe war, so hatte sie auf jeden Fall nicht den Weg über die Linie gefunden, sondern befand sich irgendwo auf, unter oder in der Ausrüstung des Goalies.

Entsprechend hielt der knappe Vorsprung des EHC auch bis ins letzte Drittel, in dem sich den 5386 Fans in der Kasseler Eissporthalle ein ganz ähnliches Bild bot wie im zweiten Drittel. Die Huskies rannten an, die konditionell immer mehr nachlassenden Elche stemmten sich erfolgreich gegen das Gegentor.
Doch damit nicht genug. Fünf Minuten vor Ende des Spiels mussten die Huskies erneut eine doppelte Unterzahl überstehen. Sie schafften es nicht. Frank Petrozza wurde durch Nils Liesegang am langen Pfosten freigespielt, sodass dieser gegen den chancenlosen Martin Fous nur einnetzen musste. Er tat es, sodass es vier Minuten vor Schluss 0:2 stand.

Eine Vorentscheidung in dieser Partie schien gefallen, als die wacker kämpfenden Huskies drei Minuten vor Ende erneut in Unterzahl spielen mussten. Doch auch die Dortmunder Spielweise blieb nicht ungeahndet und so ging es mit vier gegen vier weiter, als Manuel Neuman kurz nach Marek Vorel wegen Behinderung auf die Strafbank musste.

90 Sekunden noch zu spielen, viel Platz auf dem Eis. Anlass genug für Trainerfuchs Jamie Bartman, eine Auszeit zu nehmen. Martin Fous ging vom Eis, um mit einem Mann mehr die letzte Chance auf den Anschlusstreffer zu nutzen. Und der Plan ging auf: Aus dem Gewühl kam die Scheibe von Stéphane Robitaille zu Michael Christ und der kann im Nachsetzen die Scheibe zum Anschlusstreffer versenken.
Die Huskies, die sich nie aufgegeben hatten, spürten, dass hier noch mehr zu holen war. Erneut ging Martin Fous zu Gunsten eines weiteren Feldspielers vom Eis und wieder schlug die Scheibe hinter Finkenrath ein. 33 Sekunden vor Ende ließ Sven Valenti die 5386 Fans in der Eissporthalle jubeln, die zu diesem Zeitpunkt schon lange nichts mehr auf ihren Sitzen gehalten hatte.

Es ging in die fünfminütige Verlängerung. Die Spannung stieg immer weiter. Beide Teams spielten mit kontrollierter Offensive, jedoch stets gewillt, den entscheidenden Nadelstich noch vor dem Penaltyschiessen zu setzen.





Und weil es eben zum Spielverlauf passte, war es der letzte Angriff der Huskies, der die Entscheidung brachte, exakt zehn Sekunden vor dem eigentlichen Ende der Verlängerung.

Manuel Klinge hatte sich ins Drittel der Elche vorgetankt, täuschte frech einen Querpass an und versenkte dann mit einem trockenen Handgelenkschuss ins kurze Eck, nachdem Finkenrath auf die Finte des Huskies-Kapitäns hereingefallen war und eine Bewegung eben in die falsche Richtung gemacht hatte.
Was blieb, waren überglückliche Huskies, die von ihren Fans zu Recht gefeiert wurden.

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