Get Adobe Flash player

Craig MacDonald arbeitet hart am Comeback

Den 11. Dezember 2011 wird Craig MacDonald so schnell nicht vergessen. Der Adler-Stürmer gewann zwar mit seinem Team das Auswärtsspiel bei den Grizzly Adams Wolfsburg mit 1:0, doch bezahlte er diesen Sieg sehr teuer. Bei einem Zweikampf riss dem 34-Jährigen das Kreuzband im rechten Knie. Seit nunmehr sechs Wochen fehlt MacDonald dem Team. Doch der sympathische Kanadier arbeitet sehr hart an seinem Comeback und macht seit letzter Woche schon wieder die ersten Skateübungen auf dem Eis. Wir haben den Mittelstürmer beim Reha-Training besucht und uns ein Bild von seinem Genesungsfortschritt gemacht. Bereits früh morgens ist Craig MacDonald mit seinen Trainern im Fitnessraum der Adlerkabine zu Gange. Trotz der frühen Uhrzeit arbeitet er bereits mit seinem Kraft- und Koordinationstrainer Daniel Müssig auf der Matte vor einem großen Spiegel. Auf einem Bein versucht er gerade die Balance zu halten, während er in seinen Händen zwei Hantelgewichte hält. Dabei gibt ihm sein Trainer wertvolle Tipps. „Craig macht riesige Fortschritte“, zeigt sich Daniel Müssig mit der bisherigen Entwicklung des Stürmers sehr zufrieden, „Er hat einen großen Willen und man merkt, dass er schnell zurückkommen will.“ Und auch Martin Müller, ebenfalls Fitnesscoach bei den Adlern, ist von Craigs Mitarbeit begeistert. Für ihn ist der verletzte Center ein absoluter Vollprofi: „Er ist unglaublich motiviert und professionell. Er setzt alles genau so um, wie wir es ihm vorgeben. Nur manchmal will er zu viel, dann muss ich ihn etwas bremsen“

Für Craig selbst ist diese Einstellung ganz normal. Er war schon immer ein Arbeiter, egal ob auf oder neben dem Eis. Der Wille, in die Mannschaft zurückzukehren, stachelt ihn jeden Tag aufs Neue an: „Ich merke, dass es jeden Tag besser wird und das motiviert mich. Seit letzter Woche kann ich sogar mit einer Spezialschiene wieder Einzeltraining auf dem Eis absolvieren.“ Doch bis der 34-Jährige wieder ins reguläre Mannschaftstraining einsteigen kann, werden sicherlich noch einige Wochen vergehen. „Natürlich ist das sehr bitter, wenn ich von Außen zuschauen muss und den Jungs in den Spielen nicht helfen kann. Es ist eine heiße Phase in der Saison und da würde man am Liebsten aufs Eis springen und mitspielen. Aber ich muss geduldig bleiben.“

Neben der körperlichen Beeinträchtigung hat die Verletzung auch mental Spuren hinterlassen. „Man hat gute und schlechte Tage. Ich war vor der Verletzung in einer guten Verfassung, deshalb hat die Verletzung doppelt weh getan. Aber ich glaube fest daran, bald wieder zurück zu sein und dafür kämpfe ich jeden Tag.“

An den Moment, bei dem die Verletzung beim Spiel in Wolfsburg Mitte Dezember passierte, erinnert sich der Kanadier noch ganz genau. In einem Zweikampf war er mit dem Schlittschuh im Eis hängen geblieben, während sich der Rest des Körpers in eine andere Richtung bewegte. Er strauchelte und fiel mit dem gesamten Körpergewicht auf sein eingeknicktes Knie. „Ich merkte sofort, dass das eine schwere Verletzung ist“, erinnert er sich an den extrem schmerzhaften Moment, „der Gefühl im Knie war ganz komisch, so etwas hatte ich noch nie gespürt.“ Für MacDonald ist dieser Kreuzbandriss die bisher schwerste Verletzung in seiner Karriere. „Ich hatte zwar schon eine schwere Handverletzung und eine Blessur im anderen Knie, aber so etwas Langwieriges hatte ich noch nie.“






Trotz der schweren Verletzung wurde auf eine Operation verzichtet. „Ich glaube, das war die richtige Entscheidung, denn der Heilungsprozess verläuft sehr gut. Wir sind zuversichtlich und hoffen, dass Craig bald wieder fit wird“, schaut Fitnesscoach Daniel Müssig positiv nach vorne.

Wie umfangreich sein tägliches Reha-Programm ist, zeigt sich beim Blick auf den Trainingsplan. Von Kraft- und Balancetraining, über Eistraining bis hin zu Aquajogging ist alles dabei. Woche für Woche werden die Übungen intensiver. Dabei kann er bei den Adlern auf alle modernen Therapiegeräte zurückgreifen, wie Daniel Müssig erklärt: „Wir sind hier sehr gut ausgestattet. Am Anfang haben wir mit Craig am Physiomat, einer Art Balancegerät, ein spezielles ‚Kreuzbandprogramm’ durchgeführt, mit dem man die wichtigsten Muskelpartien im kaputten Knie trainieren kann.“

Neben dem Training darf die medizinische Versorgung der Verletzung nicht fehlen. Physiotherapeut Markus Korinek und seine Kollegen kümmern sich zweimal täglich um den verletzten Kanadier. „Seine Fortschritte sind fast jeden Tag spürbar. Das sieht man schon daran, wie er inzwischen im Alltag läuft. Das sieht jeden Tag besser aus“, berichtet Korinek.

Am Ende des heutigen Tages steht für MacDonald noch ein Eistraining an. Dafür hat ihm Konditionscoach Daniel Müssig auf dem Eis einen Slalomparcours aufgebaut. Erstaunlich sicher umkurvt Craig die bunten Hütchen und lacht zufrieden: „Das war relativ problemlos.“ Auch das Ausdauerprogramm, bei dem er in zwei Minuten mehrere Runden am Stück drehen muss, verläuft ohne Schwierigkeiten. Etwas ausgepumpt, aber sichtlich zufrieden verlässt er nach rund 30 Minuten das Eis. „Das lief doch gut“, klatscht er mit Daniel Müssig ab und geht Richtung Kabine. Jetzt heißt es umziehen und ab nach Hause, bevor der morgige Tag wieder früh in der Adlerkabine beginnt.



Banner

DEL/DEL2 Tabellen

Warenkorb

0 Produkte - 0.00 EUR
Zum Warenkorb
Banner

Anzeige

Gäste online

Wir haben 144 Gäste online