Preussen zwingen Eisbären in die Overtime

Ein Krimi erwartete Carsten Plate auch nicht am Samstag beim Gastspiel in Krefeld. „Das gehört in die Kategorie Pflichtsieg“, sagte der Coach der Hammer Eisbären, doch es sollte anders kommen als er dachte. Die Preussen boten ordentlich Paroli und waren über weite Strecken das bessere Team. Die Hammer Eisbären fanden kein Mittel gegen die schnellen Krefelder Kufencracks und wußten sich teilweise nur durch Disziplinlosigkeit zu wehren. Zunächst sah es für die Preussen nach dem Führungstreffer der Hammer  in der letzten Spielminute so aus, als ob man wieder ohne Punkt aus dem Spiel geht. Doch in letzter Sekunde glichen die Krefelder aus und  zwangen die hoch favorisierten Gäste in die Overtime. Auch hier hatten die Preussen mehr Spielanteile und zwangen Gästegoalie Benjamin Voigt im Halbminutentakt zu Glanztaten. Erst im Penaltyschießen konnten sich die Gäste aus Hamm durchsetzen und sicherten sich den Zusatzpunkt. 

Keine 22 Stunden war es her als die Jungs um Coach Elmar Schmitz das glatte Terrain in Ratingen verließen und nun auf heimischem Eis gegen die Eisbären aus Hamm stehen. Die Partie begann pünktlich um 20:00 Uhr und Krefeld begann druckvoll, man wollte wohl nicht den gleichen Fehler wie in Ratingen begehen. Hamm schien mit dieser Gegenwehr nicht zurechnen und half sich erstmal mit Fouls aus. Knapp zwei Minuten waren erst gespielt, als Patrik Flasar mit 2 Minuten wegen Beinstellen + 10 Minuten wegen Reklamierens in die Kühlbox musste. Krefeld machte Druck, doch der Puck wollte nicht über die Torlinie. Die beste Torchance der Preussen wurde dann noch vom Torgehäuse entschärft. In der 10.Spielminute dann aber die Gäste mit einer Angriffschance und wurden auch gleich belohnt. Matthias Potthoff netzte zum 0:1 für die Eisbären ein. Krefeld ließ sich aber nicht aus dem Rythmus bringen und spielte einfach weiter. Dies sollte sich dann in der 15.Spielminute auszahlen. Christian Kretschmann bediente Dennis Swinnen und der schob den Puck am Goalie der Eisbären zum vielumjubelten 1:1 Ausgleich vorbei. Nur 36 Sekunden später waren die Preussen in Form von Artem Klein erneut zur Stelle und drehten das Ergebnis zu ihren Gunsten auf 2:1. Wer nun dachte das es mit diesem Ergebnis in die erste Drittelpause ging, der irrte sich gewaltig. Hamm erhöhte nun seinerseits den Druck und kam in der 19.Spielminute durch Karan Moallim zum 2:2 Ausgleich. Drei Sekunden vor der Pausensirene dann die erneute Führung für die Eisbären durch Malte Bergstermann zum 2:3.

Das zweite Drittel begann und Krefeld ließ sich von dem erneuten Rückschlag nicht beeindrucken und spielte einfach weiter. Hamm kam indes zu kaum nennenswerten Torraumszenen oder gar Torschüssen. Man haderte eher mit dem Schiedsrichter und sah sich des öfteren auf der Strafbank wieder. So war es auch in der 35.Spielminute, Hamms Patrik Flasar saß erneut auf der Sünderbank und die Preussen ihr Überzahlspiel aufbauten und die Scheibe schnell laufen ließen und dann stand erneut Dennis Swinnen goldrichtig und markierte den 3:3 Ausgleich. Die nächste Szene gehörte dann aber den Eisbären. Preusse Oliver Mebus wurde mit einem Check von Hinten böse zusammengefahren. Für diese erneute Undiszipliniertheit von Eisbär Patrik Flasar gab es wieder 2+10 Strafminuten, was ihm eine automatische Spieldauerdisziplinarstafe einbrachte. In den restlichen Minuten der zweiten Spielabschnitts passierte dann nichts mehr und mit dem Spielstand von 3:3 ging es dann in die letzte Pause.





Im letzten Drittel wurde es dann noch mal spannend. Beide Teams kämpften um jeden Zentimeter Eis und kamen dabei zu besten Einschussmöglichkeiten, die aber von den Schlussleuten bestens parriert wurden. 56 Sekunden vor Schluss war dann Eisbär Matthias Potthoff mit seinem zweiten Treffer an diesem Abend erfolgreich und erhöhte auf 3:4. Einige Krefelder Zuschauer verließen schon ihre Plätze und waren auf dem Weg zum Ausgang, als dann eine halbe Sekunde vor Schluss, Tom Giesen auf Vorlage von Christian Kretschmann das Tor zum 4:4 Ausgleich schoss. Der Jubel der Preussen kannte keine Grenzen mehr. Ganz zu schweigen der Eisbären, die mit langen Gesichtern und großem Protest wohl anerkennen mussten das Krefeld heute nicht, der Gegner war, den man mal so eben schlagen würde.

Fünf Minuten mit vier gegen vier hatten beide Teams vor sich ehe es zum Penaltyschiessen komme würde. Krefeld wollte den extra Punkt unbedingt in der Rheinlandhalle halten. Nochmals mit mächtig viel Dampf liefen die Krefelder Kufencracks auf das Eisbären Tor an. Die Zeit rannte erbarmungslos runter und es wurde immer hektischer auf dem Eis. Spannender hätte dieses Spiel nicht sein können. Fouls die nicht gepfiffen wurden, sowie ein nicht gegebener klarer Penalty für die Preussen, es war einfach alles dabei. So lief die Uhr erneut auf Null runter und das Penaltyschiessen musste die Endscheidung bringen. Die Preussen konnten dann aber keinen Penalty im Gehäuse der Eisbären unter bringen. Dafür dann aber Hamms Milan Vanek, der die Partie dann mit dem 4:5 n.P. beendete.

Fazit: Krefeld konnte sich nach langer Zeit mal wieder mit einem Punktgewinn belohnen. Seit einiger Zeit spielen die Preussen stark auf, wobei es dann am nötigen Quentchen Glück scheiterte. Mit ein wenig breiter Brust können die Jungs aus der Seidenstadt das nächste Heimspiel am 23.12.2011 um 19:30 angehen, wenn die Ratinger IceAliens zum Rückspiel ihre Visitenkarte in der Rheinlandhalle abgeben werden.

Torfolge:
0:1 [09:03] Potthoff (Polter, Moallim)
1:1 [14:30] Swinnen (Kretschmann)
2:1 [15:06] Klein.A (Klöpper, Lankes)
2:2 [18:47] Moallim (Nieberle, Flasar)
2:3 [19:57] Bergstermann (Nieberle, Svejda)
3:3 [34:32] Swinnen (Klein.P)
3:4 [59:04] Potthoff (Svejda, Pohl)
4:4 [60:00] Giesen (Kretschmann)

Strafzeiten:
Krefeld: 4 
Hamm: 12 + 10+ 10 + SD Flasar

Zuschauer:
128

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