Eishockeygeschichte Straubing

Entstehungsgeschichte Straubing

 

Die Geschichte :

Die Geschichte des Straubinger Eishockeys beginnt mitten im Zweiten Weltkrieg, als einige Jugendliche auf dem Weiher am Pulverturm die ersten eishockeyähnlichen Spiele austrugen. Diese Jugendlichen schlossen sich im Winter 1946/1947 dem TSV 1861 Straubing an. Als erster Abteilungsleiter machte sich Max Pielmeier, der seine kurze Torwartkarriere nach einem 0:9 in Rosenheim beendet hatte, um den Aufbau des Straubinger Eishockeys verdient. In den nächsten Jahren wurde das Moosgelände des Weihers trocken und eine Natureisarena angelegt. Die ersten Punktspiele bestritt der TSV Straubing in der Spielzeit 1947/1948 und stieg nach 4:0 Punkten und 3:0 Toren gleich in die bayerische Landesliga auf. Mit zwei Treffern ging Emmerich Antoni als erster Torschützenkönig in die Analen der Straubinger Rekordlisten ein. Bis zum Bau des Kunsteisstadions am Pulverturm 1967 pendelte der TSV 1861 Straubing dann stets zwischen Kreisklasse und der Landesliga. Ein erster Aufschwung folgte dann unter der Regie des Landshuter Rudi Wagner.

 

1969 führte der geniale Spielertrainer Zdenek Huber die Mannschaft in die Regionalliga. Für die Folgespielzeit erhielt der mehrfache tschechische Nationalspieler von Skoda Pilsen jedoch keine Arbeitserlaubnis für Deutschland mehr und musste wieder in die CSSR zurückkehren. Sein Nachfolger hinter der Bande wie auch auf dem Eis wurde Jiri Wabnegger, der mit dem TSV Straubing auf Anhieb in die Oberliga, der damals zweithöchsten Spielklasse, aufstieg. Zwei Jahre spielte der TSV Straubing für Vereine aus Berlin, Mannheim oder Köln nur den Favoritenschreck. 1973 verpasste man jedoch die Qualifikation für die neugegründete 2. Eishockeybundesliga. Mit den starken Legionären Terence Robitaille und Lei Hartvikson, Bernd Setzer aus Selb sowie dem Brüderpaar Günther und Peter Lupzig holte der TSV Straubing dann im März 1975 den Aufstieg in die 2. Eishockeybundesliga nach. In den entscheidenden Spielen schlug man den Lokalrivalen Regensburg mit 4:2 und 4:3 und errang damit auch gleichzeitig den Titel des Oberligameisters. Auch wenn der TSV Straubing nur durch die Aufstockung der 2. Eishockeybundesliga auf zwölf Vereine in selbiger verblieben, begann unter dem tschechischen Trainer Jiri Hanzl nun die Blütezeit des Straubinger Eishockeys.

 

Das Stadion am Pulverturm wurde ausgebaut und mit einem Dach versehen. Die Nachwuchsarbeit der Straubinger brachte spätere Nationalspieler wie Georg Franz, Andreas Lupzig oder den Torhüter Peter Zankl hervor, und dank solcher Spitzenkräfte wie Paul Dixon, Bollö Horten, Bohumil Kratovich, Michael Eibl oder Jiri Wabnegger konnte sich der TSV Straubing in der 2. Eishockeybundesliga etablierten. Der Höhepunkt der Spielzeit 1979/1980 war unter dem Trainer Rudi Hejtmanek erreicht, als die Brüder Bob und Rick Laycock den TSV Straubing mit 154 Toren auf den vierten Platz der 2.Eishockeybundesliga schossen. Dann jedoch bekamen die Eishockeyspieler Ärger mit dem Hauptverein des TSV Straubing und gründeten schließlich am 13. April 1981 den EHC Straubing, nachdem diese vom TSV Straubing Boss Hans Gartner auf wenig elegante Weise aus dem TSV Straubing herauskomplimentiert worden waren. Vor der Spielzeit 1982/1983 schlug der EHC Straubing dann auf dem Transfermarkt kräftig zu und verpflichtete mit Tony Thiel, Mike Wehrmann, Henry Litschke und John Riehl gestandene Eishockeyprofis. Der erste EHC Straubing Präsident hatte sogleich den Abgang der Laycock-Brüder zu verkraften, die den EHC Straubing in Richtung Landshut verließen, um zusammen mit dem deutschen Eishockeyidol Erich Kühnhackl und den Schloderbrüdern und später auch Rick Hindmarch gleich reihenweise Vertreter der kanadischen Spielkunst, die jedoch allesamt von dem 17jährigen Eigengewächs Georg Franz in den Schatten gestellt wurden.



Mit den Brüdern Lupzig und Ingo Wehrmann waren nur drei Zweitligaspieler im Kader verblieben, doch dem nun zwangsläufigen auf den eigenen Nachwuchs setzenden EHC Straubing gelang trotzdem dem sofortige Aufstieg in die Regionalliga. Mit Hilfe der beiden kanadischen Publikumslieblinge Jim Dokter und Mike Dobberthien gelang im Frühjahr 1987 nicht nur der Sprung in die Oberliga, sondern auch der Gewinn der deutschen Regionalligameisterschaft. Im Endspiel setzte sich der EHC Straubing gegen den ERC Westfalen Dortmund durch. Mit einiger Mühe hielt der EHC Straubing in den nächsten beiden Jahren die Oberliga, bis es den EHC Straubing im Jahr 1990 ausgerechnet nach einer Niederlage im Entscheidungsspiel gegen den niederbayerischen Rivalen aus Deggendorf doch erwischte. Mit dem dreifachen tschechischen Weltmeister Libor Havlicek und dem 132-fachen Nationalspieler Peter Scharf peilte der EHC Straubing den direkten Wiederaufstieg an, der jedoch erst im Folgejahr unter der Regie von Vladimir Dzurilla vollzogen werden konnte. Mit Christian Merkle im Tor, dem bärenstarken Verteidiger Achim Sipmeier, den Mike Daski einst aus dem Kader geworfen hatte, weil er sich nicht von seinem Bart trennen wollte, sowie den Legionären Mike Alexander und Douglas Kirton avancierte der EHC Straubing zum Favoritenschreck, fast wie in den 70iger Jahren, und schaffte souverän den Klassenerhalt in der Oberliga.

 

Der Nachfolger des “Hexers” Franz Hejcik, führte sich ebenso wie der neue kanadische Torjäger Eduard Zawatsky mit dem Gewinn des Alpencups und des Donaupokals ein. Zum Abschluss der Spielzeit 1993/1994 belegte der EHC Straubing hinter dem EC Bad Tölz und dem Heilbronner EC einen hervorragenden dritten Platz. Mittlerweile spielte der EHC Straubing bzw. Die Straubing Tigers, so der neue Name, recht erfolgreich in der eingleisigen 2. Eishockeybundesliga. Im Jahr 2002 ging dann der EHC Straubing e.V. In die Insolvenz und der Bereich Profieishockey wurde unter dem Namen Straubing Tigers AG ausgegliedert. Später wurde die “kleine Aktiengesellschaft aufgrund diverse Schwierigkeiten in eine GmbH umgewandelt, wobei der Stammverein EHC Straubing e.V.: und die Straubing Tigers GmbH mittels Kooperationsvertrag verbunden sind.2004/2005 erreichte man den 1. Platz nach der Vorrunde. Im Play-Off Viertelfinale schaltete man den SC Bietigheim-Bissingen mit viel Mühe nach sieben Spielen aus. Im Play-Off Halbfinale stellte sich der REV Bremerhaven zwar als schwierig heraus, doch konnte man diesen mit 3:1-Siegen ausschalten.

 

Im Finale war dann der Straubiger Traum von der Deutschen-Eishockey-Liga DEL schnell ausgeträumt. Gegen den späteren DEL-Aufsteiger Füchse Duisburg setzte es mit einer 0:3-Serie ein deutliche Niederlage. 2005/2006 wurde der Straubiger Traum von der Deutschen-Eishockey-Liga DEL doch endlich zur Wirklichkeit. In einer spannenden Play-Off Viertelfinalserie gegen den Lokalrivalen Eisbären Regensburg siegte man mit 4:2 in der “Best of Seven”-Serie. Im Play-Off Halbfinale stellte sich mit den Schwenninger Wild Wings ein EX-DEL-Mitglied den Niederbayern in den Weg. Auch hier hatten die Straubing Tigers die erwarteten Schwierigkeiten mit den Schwarzwäldern, siegten jedoch schließlich mit 3:1-Spielen. Im Play-Off Finale stellte sich ein alter Bekannter der Straubinger in den Weg. Der REV Bremerhaven, der jedoch den Siegeszug der Straubing Tigers diesmal nicht stoppen konnte, so dass am 17.04.2006 der Straubinger Traum von der Deutschen-Eishockey-Liga DEL endlich zur Wirklichkeit wurde. Die Straubing Tigers waren erstmals in ihrer Vereinsgeschichte sportlich in die Deutsche-Eishockey-Liga DEL aufgestiegen.

 

Am 30. Mai 2006 konnten die Straubing Tigers dann auch wirtschaftlich für die Deutsche-Eishockey-Liga DEL planen, indem der Lizenzierungsausschuss der Deutschen-Eishockey-Liga DEL den Straubing Tigers die Spiellizenz und somit die Wirtschaftlichkeit für die erste DEL-Spielzeit der Straubinger Eishockeygeschichte erteilte. Der Freude der niederbayerischen Tigers folgte am 16.Juli 2008 ein riesen Schock. Durch ein Feuer in der Eissporthalle am Pulverturm wurde das Dach der Eissporthalle fast vollständig zerstört, so dass die ersten Heimspiele der DEL-Spielzeit 2008/09 extrem gefährdet waren. Die ersten Heimspiele der Spielzeit 2008/09 wurden letztendlich in der DonauArena Regensburg ausgetragen.

 


 

bisherige Logos :

Straubing TSV.gif

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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