Eishockeygeschichte Iserlohn

Entstehungsgeschichte Iserlohn

Die Geschichte:

Die Geschichte des Iserlohner EC fing damit an, dass im Herbst 1953 kanadische Soldaten in die 3.500 Seelengemeinde Deilinghofen zogen. Mit den Soldaten hielt auch das Eishockey Einzug in die Kreisstadt Iserlohn Einzug. Der EC Deilinghofen wurde jedoch erst am 28. Februar 1959 gegründet. Der erste Präsident hieß Fritz Schulte. An der ersten Satzung des EC Deilinghofen tüftelte lange der KTSV Preußen Krefeld mit herum und in deren Rheinlandhalle trat eine damals namenlose Deilinghofener Jugend unter dem Trainer Charles McCraig auch zu ihrem ersten Spiel im Oktober 1959 an und gewann mit 3:2. auch die Nachwuchsmannschaften der Düsseldorfer EG (1:6) und des Kölner EC holten sich in Deilinghofen bzw. Krefeld heftige Niederlagen ab. Am Ende stand hinter dem deutschen Jugendmeister EV Füssen die deutsche Jugendvizemeisterschaft zu buche. Zu Beginn der Spielzeit 1961/1962 wurde unter dem kanadischen Trainer Viktor Leury erstmals eine Seniorenmannschaft aufgebaut, dass auf Anhieb gleich Gruppenligameister wurde und sich für die Aufstiegsrunde der Oberliga qualifizierte und derer der EC Deilinghofen jedoch keinerlei Chancen des Aufstiegs in die Oberliga hatte.

 

Erst 1965 gelang dem EC Deilinghofen nach einem 2:2 beim Mitaufsteiger SB DJK Rosenheim der Sprung in die Oberliga. Die ersten kanadischen Spieler in Deilinghofen hießen in der Spielzeit 1968/1969 Warren von Tassel und in der Spielzeit 1970/1971 John Mosher. Bis zur Gründung der 2. Eishockeybundesliga im Jahr 1973/1974 hielt sich der EC Deilinghofen an der Leistungsspitze der Oberliga. 1976/1977 belegte der EC Deilinghofen unter dem Trainer Horst Kubik und den Leistungsträgern Stanislav Kubasky, Gerd Karl, Jörg Schauhoff, Dieter Brüggemann und Gerald Müll den zweiten Platz in der Meisterrunde und durfte, da der ESV Kaufbeuren aus finanziellen Gründen auf die Teilnahme an der Meisterrunde verzichtete, in den Entscheidungsspielen gegen das Schlusslicht der 1. Eishockeybundesliga um den Aufstieg in die 1. Eishockeybundesliga spielen. Nach einer 2:4-Heimniederlage setzte sich der EC Deilinghofen vor 8.000 Zuschauern doch noch mit 8:2 beim Augsburger EV durch und stieg erstmalig in die 1. Eishockeybundesliga auf. In der ersten Spielzeit der 1. Eishockeybundesliga ging der EC Deilinghofen regelrecht baden, blieb aber in der 1. Eishockeybundesliga, da diese 1978/1979 von zehn auf zwölf Teams aufgestockt wurde. 1979/1980 war dann aber trotz der Spieler wie Laksola, Kaluza, Reinholtz, Boström, Hoja und Dieter Medicus vorbei mit dem Bundesligaeishockey in Deilinghofen.

 

Zwei Jahre später jedoch kehrte der EC Deilinghofen wieder in die 1. Eishockeybundesliga zurück und beanspruchte bis fünf Minuten vor Ablauf der Lizenzierung Frist den durch den aus finanziellen Gründen absteigenden Berliner Schlittschuhclub freigewordenen Platz in der 1. Eishockeybundesliga. Anfang der 80iger Jahre betritt dann der Mann die Bühne des EC Deilinghofen, der über die Grenzen Deutschlands hinweg von sich reden machen sollte. Es war Heinz Weisenbach. Während die Trainer Ricki Alexander und Jan Eysselt mit Begnadeten Spielern wie Joachim Reil, Jarkko, Jaroslav Pouzar, Bruce, Raphael Krüger, Martin Duris, 2. Eishockeybundesliga. Mark Sochatzky, Ian McNeil, Pflügl, Daniel Held, Bruce Hardy, John Pruden und Georg Gailer sowie einem Cestmir Fous im Tor hervorragende Platzierungen in der 1. Eishockeybundesliga erreichten, begann es Mitte der 80iger Jahre finanziell eng für den EC Deilinghofen zu werden.

 

Vor allem als die ersten Pfändungen von einem Betrag von sechs Millionen DM beim EC Deilinghofen anstanden. Cestmir Fous im Tor hervorragende Platzierungen in der 1. Eishockeybundesliga erreichten, begann es Mitte der 80iger Jahre finanziell eng für den EC Deilinghofen zu werden. Vor allem als die ersten Pfändungen von einem Betrag von sechs Millionen DM beim EC Deilinghofen anstanden. 1987/1988 kam Otto Schneitberger für Jan Eysselt nach Deilinghofen. Die Krönung stand aber noch aus. Baulöwe Heinz Weisenbach versuchte das mit sechs Millionen DM verschuldete Vereinsschiff des EC Deilinghofen zu retten und griff zum letzten Strohhalm und verursachte dadurch einen Flächenbrand. Mit der Werbung für das sogenannte “grüne Buch” von Lybiens Staatschef Ghaddaffi überspannte Heinz Weisenbach maßlos den Bogen.

Im November 1987 wurde der EC Deilinghofen vom Spielbetrieb der 1. Eishockeybundesliga ausgeschlossen. Man musste von vorn anfangen. Also versuchte man 1988/1989 als ECD Sauerland einen Neuanfang. Mittels Urteil des Deutschen-Eishockey-Bundes e.V. (DEB) konnte der ECD Sauerland in der Oberliga-Nord beginnen. Ansonsten hätte man ganz unten neu starten müssen. Dank der starken Fangemeinde in Iserlohn kamen durchschnittlich 2.900 Zuschauer zu den Heimspielen in der Oberliga. Zu Beginn der Spielzeit 1989/1990 war der ECD Sauerland schon wieder in der 2. Eishockeybundesliga und der Präsident hieß... Heinz Weisenbach. Unter Trainer Jozef Golonka mischte der ECD Sauerland, darunter Stürmerstars wie Greg Evtushevski und Benoit Doucet den Rest der 2. Eishockeybundesliga ordentlich auf und schossen den ECD Sauerland sogar bis in die Aufstiegsrunde zur 1. Eishockeybundesliga, in der ein fünfter Platz heraussprang. Benoit Doucet verließ den ECD Sauerland in Richtung Landshut. Dafür holte Heinz Weisenbach den NHL-Profi Gordon Walker und später auch noch Maurice Lemay. Zum Abschluss der Spielzeit 1990/1991 belegte der ECD Sauerland den fünften Platz in der bundesweiten 2.Eishockey-Bundesliga.

 



 

Ein Jahr später wurde Heinz Weisenbach durch den Hauptsponsor Alfred Thiele abgelöst und plötzlich betrug der Saisonetat des ECD Sauerland wieder 2,5Million DM: Aus Frankfurt wurde Goalie Cestmir Fous zurückgeholt und aus Kanada kam Guy Rouleau. Ende des Jahres 1992 übernahm Hauptsponsor Alfred Thiele auch die Vorstandsarbeit und nach mehr als zehn Jahren war Heinz Weisenabch beim ECD Sauerland ausgestiegen. Sportlich war der ECD Sauerland in der Spielzeit 1992/1993 nach einer 2:3-Niederlage gegen den ESC Essen schon in die Oberliga abgestiegen, da rettete den ECD Sauerland zum dritten Mal in der Vereinsgeschichte eine Entscheidung am “grünen Tisch” vor dem Abstieg. Da der Altmeister des EV Füssen sich aus finanziellen Gründen im Juni 1992 aus der 2. Eishockeybundesliga zurück zog, konnte der ECD Sauerland wieder in die 2.Eishockeybundesliga aufrücken. 1993/1994 wurde Steven Polgar neuer Cheftrainer des ECD Sauerland, doch trotz der neuen Ausländer Gregory Johnston und Bobby Reynolds scheiterte der ECD Sauerland im Play-Off Viertelfinale am SB DJK Rosenheim beim Ziel des Aufstieges in die 1. Eishockeybundesliga.

 

Zur Spielzeit 1994/1995 hatte Bill Lochead das Sagen hinter der Bande, während Schatzmeister Karl-Friedrich Müller den Posten des zurückgetreten Alfred Thiele übernahm. Der Vizepräsident Bernd Arnold wurde im Sauerland zu einem der Urväter des ECD Sauerland. Das Miniteam des ECD Sauerland schlug sich achtbar in der 2.Eishockeybundesliga und erreichte sogar die Play-Off Runde zur 1. Eishockeybundesliga. Doch dann kam es zum großen Knall im Sauerland. Direkt nach dem Ausscheiden gegen die Frankfurter Eintracht im Play-Off Viertelfinale musste der ECD Sauerland den Gang vor den Konkursrichter antreten. Knapp zwei Millionen DM Verbindlichkeiten, darunter über eine halbe Million kurzfristiger Natur, brachen dem ECD Sauerland das Genick, und das kurz vor der Einführung der Deutschen-Eishockey-Liga DEL im Jahr 1994/1995, in der der ECD Sauerland längerfristig Fuß fassen wollte. Unter der neuen Führung von Jochen Vieler trat nun der Iserlohner EC in die Fußstapfen des ECD Sauerland und durfte dank der Ligaumstrukturierungen 1994/1995 durch den Deutschen-Eishockey-Bund e.V. (DEB) gleich in der 2. Eishockeybundesliga-Nord spielen.

 

Zu Beginn der Spielzeit 1999/200 hatte man das Ziel ausgegeben “Meister” der 2. Eishockeybundesliga werden und in die Deutsche-Eishockey-Liga DEL aufsteigen zu wollen, doch im Spätherbst 1999 fand sich der Iserlohner EC am Tabellenende wieder. Die Stimmung in Iserlohn war gereizt. Die erneute undichte Stelle in der Vereinskasse machte dem Ozonloch große Konkurrenz. Rund 250.000 Euro fehlten am Ende der Spielzeit 1999/2000 und eine weitere Insolvenz drohte in Iserlohn. Ein Teil der Verbindlichkeiten konnte durch private Rücklagen kompensiert werden. Trist war dann der Spätsommer 2000. Von Vorfreude auf die Deutsche-Eishockey-Liga DEL war in Iserlohn keine Spur. Nach den Moskitos Essen war nun auch die zuschauerbringende Düsseldorfer EG in die Deutsche-Eishockey-Liga DEL aufgestiegen. Die Situation in Iserlohn erinnerte schwer an die 70iger Jahre, als der ehrwürdige EC Deilinghofen gegen den TEV Miesbach oder den EV Pfronten spielen musste.

 

Es kam dann der 17.Juli 2000, einen der wohl denkwürdigsten Tage in der Eishockeygeschichte in Iserlohn, der durchaus das Attribut “historisch” verdiente. Die finanziell angeschlagenen StarBulls Rosenheim traten an den Iserlohner EC heran, ob diese nicht das Interesse an derer DEL-Lizenz hätten. Der Iserlohner EC griff natürlich sofort zu und kaufte die DEL-Spiellizenz der finanziell angeschlagenen StarBulls Rosenheim und sanierte somit die Oberbayern. Nur wenige Tage später gab die Deutsche-Eishockey-Liga DEL den nun in Iserlohner EC Roosters umgetauften Verein nach langem und hartem Kampf um die Zulassung für die Deutsche-Eishockey-Liga DEL grünes Licht. Somit waren die Iserlohn Roosters endlich am Ziel in der Deutschen-Eishockey-Liga DEL spielen zu dürfen. Und plötzlich war alles anders im Sauerland.

 

In der Saison 2007/2008 erreichen die "Hühnchen" erstmal die Meisterschaftsplay-Offs, klopfte ganz erheblich an die Halbfinaltür, jedoch musste man die Serie nach einer 3:1-Führung gegen die Frankfurt Lions noch mit 3:4 verloren geben.2013/2014 erreichte man nach dem überraschenden PrePlay-Off Sieg gegen die RedBull München wieder das Viertelfinale und verlor dieses mit 2:3 Spielen gegen die Hamburg Freezers.

 

 


 

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