Adler Mannheim

Der Mannheimer Eis- und Rollsport Club (MERC) wurde am 19. Mai 1938 von 83 Vereinsmitglieder gegründet und nahm bis zum Jahr 1943 ununterbrochen an der Finalrunde zur Deutschen Eishockey Meisterschaft teil.

Nach dem zweiten Weltkrieg wurden ab 1949 wieder Eishockeyspiele in Mannheim bestritten. Der reguläre Spielbetrieb wurde dann im Jahr 1951 in der Landesliga Württemberg wieder aufgenommen. Nach einem Aufstieg und Abstieg konnten sich die Mannheimer ab der Saison 1956/1957 dauerhaft in der höchsten deutschen Eishockey Liga behaupten.

Als im Jahr 1958 die Eishockey Bundesliga gegründet wurde, übrigens 10 Jahre früher als die Fussballbundesliga, war der MERC eines der Gründungsmitglieder.

Die Liga wurde von den bayerischen Vereinen EV Füssen, SC Riessersee und EC Bad Tölz dominiert, allerdings konnten die Mannheimer in den Jahren 1958-1965 mit jeweils dem Dritten Platz kleine Erfolge feiern.

In den 1960er Jahren konnten die Mannheimer nicht zu den anderen Spitzenclubs in Deutschland aufschließen und mussten im Jahr 1971 den Abstieg in die zweitklassige Oberliga hinnehmen. Im Jahr 1976 trennten sich die Abteilungen Kunstlauf-Schnellauf-Eisschiessen von der Eishockeyabteilung und es entstand der Mannheimer ERC. Mit dem Trainer Heinz Weisenbach konnte 1978 der Aufstieg die 1. Eishockey Bundesliga erreicht werden.

Trainer Weisenbach ging nach Amerika um nach Spielern mit deutschen Wurzeln zu suchen und somit holte er Spieler wie Harold Kreis, Manfred Wolf, Roy Roedger und Peter Ascherl nach Mannheim. In der Saison 1979/1980 wurde mit Marcus Kuhl und Peter Obresa die erste deutsche Meisterschaft nach Mannheim geholt. 

Es folgten in den Jahren 1982 und 1987 drei Vizemeisterschaften. Die Abgänge der TOP-Spieler Manfred Wolf, Roy Roedger und Andreas Niederberger konnten nicht kompensiert werden.
Die 1990er Jahre begannen für den Mannheimer ERC nicht besonders erfolgreich. Bis zur Saison 1996 konnte lediglich zwei Mal das Halbfinale erreicht werden. 

Zur Gründung der Deutschen Eishockeyliga (DEL) im Jahr 1994 standen die Mannheimer vor dem finanziellen Bankrott. Dieser konnte nur abgewendet werden da die Spieler auf 30% Ihres Gehalt verzichteten und teure Spieler wie Jiri Lala und Peter Draisaitl die Mannheimer verließen.

Bei DEL Gründung wurde aus dem MERC die Adler Mannheim.

In der Saison 1996/1997 konnten durch die verpflichteten Spieler aus Frankreich, Österreich, Italien, Belgien die zweite Deutsche Meisterschaft ohne ein Playoffspiel verloren zu geben gewonnen werden.
Mit dem Gewinn seiner zweiten Meisterschaft beendete Harold Kreis seine Karriere.
Die Folgesaison machte die Mannheimer zum Rekordmeister der DEL, als gegen die Eisbären Berlin nur ein Spiel verloren ging und die Mannheimer Adler die zweite DEL Meisterschaft in Folge gewinnen konnten.

Philipp Bozon wurde zum DEL-Spieler des Jahres gewählt. Im gleichen Jahr stieg der SAP-Mitbegründer Dietmar Hopp in den Verein ein und konnte die bis dato entstandenen wirtschaftlichen Probleme in den Griff bekommen.

Die Saison 1998/1999 beendeten die Mannheimer hinter Nürnberg auf Platz 3 konnten jedoch die Finalserie gegen die Ice Tigers mit 3-2 für sich entscheiden und feierten den 3. DEL Titel in Folge.  

Mit Chris Valentine wurde der Meistertrainer Lance Nethery beerbt, jedoch kam das überraschende Aus bereits im Viertelfinale. Einziger Erfolg war Jan Alston der mit 74 Punkten Topscorer der DEL wurde.

Der vierte DEL Titel war den Mannheimer im Jahr 2001 mit einem DEL Rekord von 115 Punkten aus 60 Spielen sicher. In der Saison 2001/2002 konnte erneut das Finale erreicht werden, jedoch wurde dieses gegen die Kölner Haie verloren.

2003 kam das Aus im Playoff Halbfinale ebenfalls gegen die Haie, allerdings konnten die Adler zum ersten Mal den Deutschen Eishockey Pokal gewinnen.
Durch den NHL Lockout 2004/2005 verstärkten sich die Mannheimer Adler mit Jochen Hecht, Sven Butenschön, dem Startorwart Christobal Huet, Andy Delmore und Yannick Tremblay. Diese Top-Spieler konnten die Mannheimer zwar bis ins Finale bringen, jedoch wurde dieses gegen die Eisbären Berlin verloren.

Die SAP Arena wurde im Jahr 2005 als einer der mordernsten Multifunktionsarena Europas bezogen. Trotz eines ligaweiten Rekord-Etats von über acht Mio. Euro konnten die Mannheimer zum ersten Mal seit 1981 nicht die Playoffs erreichen. Der einzige Erfolg war der bemerkenswerte Zuschauerschnitt von 11.056 Besucher pro Spiel, somit lagen die Mannheimer an vierter Stelle in Europa.  

Im Jahr 2007 konnten die Mannheimer dann erneut eine DEL-Meisterschaft feiern, als sie gegen die Sinupret Ice Tigers die Finalserie für sich entschieden. Im gleichen Jahr gelang auch noch das Double durch den Gewinn des Deutschen Eishockey Pokals. Auch der Zuschauerschnitt wuchs auf 12.688 Besucher pro Spiel und somit Platz 3 in Europa.  

2008 und 2009 folgten jeweils das aus im Viertelfinale bzw. im Halbfinale.

Adler Mannheim


Stadion
SAP ArenA Mannheim

13.600 Zuschauer - 10.000 Sitzplätze

Baujahr: 2009


Erfolge
Deutscher Meister 1980,

DEL Meister 1997, 1998, 1999, 2001, 2007

Pokalsieger 2003, 2007

Hauptgesellschafter
Daniel Hopp, SAP AG (100 %)
Geschäftsführer
Matthias Binder, Daniel Hopp

Hauptsponsoren
SAP AG, MVV Energie AG, DURAVIT AG, Toyota, Volksbank, INTER Versicherungsgruppe,
ProMinent Dosiertechnik GmbH, Lieblang Dienstleistungsgruppe, AOK, NH Hotels, MINERA Kraftstoffe GmbH,
Service Innovation Group GmbH


Vereinsfarben
blau, weiss

NHL Erfahrung
12 Spieler / 3113 Spiele

Nachwuchs
Jungadler Mannheim (DNL)

Gesperrte Trikotnummern
2 (Werner Lorenz)
3 (Harold Kreis)
10 (Josef Sepp)
12 (Bruno Guttowski)
15 (Marcus Kuhl)
20 (René Corbet)
25 (Stéphane Jean-Gilles Richer)
80 (Robert Müller)

1.DEL Spiel :

Freitag, den 16.09.1994

Adler Mannheim-Frankfurt Lions 4:3

 



 

Der Kader 2012 / 2013


Der Trainer : Harold Kreis, geb.: 19.01.1959 in Winnipeg, Manitoba/Kanada


 

Pos. Nr. Name, Vorname Nation Geb.-Datum Geburtsort im Verein seit NHL-Spiele
Torhüter:






GKL 22 Deske, Marvin (FL) 20.07.1994 Troisdorf neu ---
GKL 44 Endraß, Dennis 14.07.1985 Immenstadt neu ---
GKL 90 Brückmann, Felix 16.12.1990 Breisach 2008 ---








Verteidiger:






LD 4 Seidenberg, Dennis #
18.07.1981 Villingen neu 583
LD 7 Belle, Shawn 03.01.1985 Edmonton 2011 20
LD 14 Wagner, Steve 06.03.1984 Grand Rapids 2011 46
RD 24 Mapes, Corey 22.06.1992 Heilbronn neu ---
RD 26 Sifers, Jaime 18.03.1983 Stratford 2011 37
RD 29 Reul, Dennis-Eduard 29.06.1989 Marktredwitz 2009 ---
LD 33 Janik, Douglas jr. 26.03.1980 Agawam neu 196
RD 52 Bittner, Dominik 10.06.1992 Weilheim neu ...
LD 69 Kettemer, Florian 10.06.1986 Kaufbeuren 2011 ---
LD 77 Goc, Nikolai 17.06.1986 Calw 2010 ---
LD 82 Stokowski, Felix-Sven (FL) 26.02.1993 Ludwigshafen neu ---
RD 93 Bär, Steven (FL) 25.05.1993 Mannheim 2011 ---








Stürmer:






CE 8 Lehoux, Yanick 08.04.1982 Montréal 2011 10
CE 9 Goc, Marcel #
24.04.1993 Calw neu 506
CE 10 MacDonald, Craig 07.04.1977 Antigonish 2010 240
LW 13 Foster, Alexander 26.08.1984 Canton neu 3
RW 16 Glumac, Michael 05.04.1980 Niagara Falls 2010 40
LW 17 Kink, Markus 13.01.1985 Düsseldorf 2004 ---
LW 19 Magowan, Kenneth 22.07.1981 Kelowna 2011 ---
RW 22 Plachta, Matthias 16.05.1991 Freiburg 2009 ---
RW 27 Mitchell, Adam 04.12.1982 Port Elgin 2011 ---
CE 28 Mauer, Frank 12.04.1988 Heidelberg 2008 ---
LW 36 Seidenberg, Yannic 11.01.1984 Villingen 2009 ---
CE 47 Ullmann, Christopher 19.05.1983 Altötting 2011 ---
RW 50 Pominville, Jason #
30.11.1982 Repentigny neu 586
CE 55 Hecht, Jochen #
21.06.1977 Mannheim neu 846
LW 57 Arendt, Ronny 24.11.1980 Bad Muskau 2005 ---
LW 61 Höfflin, Mirko 18.06.1992 Freiburg neu ---
RW 81 Ackermann, Alexander (FL) 18.01.1993 Mannheim neu ---
RW 91 El-Sayed, Marc 18.01.1991 Wetzlar 2009 ---
LW 92 Gelke, Richard 19.05.1992 Reutlingen 2010 ---








(#): nicht mehr im Kader